Twitter bekämpfte für Pfizer Wahrheit zum mRNA-Produkt

10. Januar 2023von 3,2 Minuten Lesezeit

Selbst bei sanfter Kritik an der mRNA-Behandlung verlangte Pfizer von Twitter, die Nachricht zu unterdrücken. Twitter folgte diesem Wunsch, wie ein neues Kapitel der „Twitter Files“ zeigt. 

Nächste Zensur-Bestätigung durch die Twitter-Files: Pfizer ließ korrekte Informationen zur neuartigen mRNA-Behandlung unterdrücken. Twitter folgte der Aufforderung. Das hat der ehemalige „New York Times“-Journalist Alex Berenson, der die Twitter-Dateien sichten konnte, am Montag enthüllt. Das Vorstandsmitglied von Pfizer, Scott Gottlieb, „drängte Twitter heimlich“, wie Berenson schreibt, jene Beiträge zu verbergen, „die die massiv profitablen Covid-Spritzen seines Unternehmens in Frage stellen.“ Um seine Wünsche durchzusetzen, nutzte Gottlieb denselben Twitter-Lobbyisten, über den auch das Weiße Haus seine Forderungen anbrachte. Für Berenson „ein neuer Beweis für die Überschneidung zwischen dem Unternehmen, das mRNA-Spritzen verkauft, und der Regierung, die sie der Öffentlichkeit aufzwingt.“

Alle zur Spritze!

Es war der 27. August 2021 als der Pfizer-Direktor einen Tweet sah, der ihm nicht gefiel. Der Inhalt des Tweets von Dr. Brett Giroir, einem Arzt: Natürliche Immunität sei der Impfung überlegen. Eine faktisch richtige Feststellung. Giroir forderte das Weiße Haus auf, wirklich „der Wissenschaft zu folgen“. Menschen mit natürlicher Immunität sollten von Impfpflichten ausgenommen werden.

Kein besonders radikaler Text also. Der Arzt ermutigte sogar Menschen ohne natürliche Immunität die mRNA-Behandlung zu nehmen. Für Gottlieb war die Nachricht dennoch unerwünscht. Er schaltete Todd O’Boyle ein, der auch für das Weiße Haus der Kontaktmann bei Twitter war.

Der Fund von Alex Berenson. Quelle hier.

Der Beitrag sei „ätzend“, schrieb Gottlieb. Er befürchtete, dass er sich „viral verbreiten und die Berichterstattung vorantreiben würde.“ Und er befürchtet sich der Tweet „wie ein Virus ausbreiten und die Berichterstattung beeinflussen würde“. Also braucht es dringend Isolationsmaßnahmen.

Das E-Mail landete beim Twitter-Team für „strategische Reaktion“ (Strategic Response, Anm.). Dort wurden die Anliegen der „wichtigsten Mitarbeiter und Nutzer des Unternehmens“ behandelt. O’Boyle schrieb: „Bitte sehen Sie sich diesen Bericht des ehemaligen FDA-Kommissars an.“ Dass er mittlerweile Pfizer-Vorstandsmitglied war, also auch finanzielles Interesse hatte, erwähnte der Lobbyist nicht. Die Analyse der Abteilung stellte jedoch fest, dass der Tweet nicht gegen die Regeln verstoßen hatte. Jedoch markierte Twitter den Tweet des Arztes und merkte an, dass dieser „irreführend“ wäre. Das blieb auch so, obwohl immer mehr Studien veröffentlicht wurden, wonach natürliche Immunität der Impfung massiv überlegen ist.

Zensur-Realität

Eine kleine Ergänzung: Das Beispiel Twitter zeigt, wie es auch auf anderen Plattformen gelaufen ist und wohl noch immer läuft. Durch die Öffnung der Dokumente durch den neuen Besitzer konnten die Zustände innerhalb von Big Tech, Big Pharma jedoch erstmals an die Öffentlichkeit gebracht werden.

Gottlieb war vor seiner Tätigkeit bei Pfizer bis 2019 bei der US-amerikanischen Behörde FDA. Dort vergibt man Zulassungen für Arzneimittel. Außerdem war er in den Medien bei CNBC. Während Covid verfasste er auch noch den New York Times Bestseller „Uncontrolled Spread“. Darin geht es um die Schwächen der USA in Sachen „pandemic prepardness“. Berenson ergänzt, dass Gottlieb von Pfizer im Jahr 2021 365.000 Dollar „für seine Arbeit“ kassierte.

Musk kommentiert die neuen Twitter-Enthüllungen kurz: „Einige Verschwörungstheorien sind tatsächlich wahr.“ Berenson, einer der frühen Lockdown und umgehenden mRNA-Kritiker, wurde selbst von Twitter gesperrt. Er schrieb damals, man solle die mRNA-Behandlung nicht als klassische Impfung verstehen. Er konnte sich auf juristischem Weg seinen Account zurückholen – noch vor der Musk-Übernahme. Berenson kündigte an, dass er weitere Twitter Enthüllungen präsenteren werde.

Bild viarami / pixabay


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge uns auf Telegram und GETTR


Die Geburt der Lockdown-Städte

TKP-Podcast: Impfung von Schwangeren und (Geo)Politik in Niederösterreich und Brasilien

5 Kommentare

  1. Paradox 13. Januar 2023 at 10:10Antworten

    Zensur und Lobbyismus bedrohen die Wissenschaft und Freiheit.

    Regierungen und Konzerne entscheiden für uns, was „irreführend“ ist,

    Paradox, dass sich diese aber auf die Wissenschaft berufen dürfen.

    Wissenschaft darf nicht mit den angeblichen Forschungsergebnissen von gewinnorientierten Konzernen gleichgestellt werden.

  2. Hans Berger 11. Januar 2023 at 0:18Antworten

    Es wäre noch zu ergänzen: die Aussage, die natürliche Immunität sei überlegen, entnahm Dr. Brett Giroir einem wissenschaftlichen Artikel, der in seinem Tweet verlinkt ist.

    Dieser ist mittlerweile in der Zeitschrift „ infectious diseases“ erschienen, hat also die wissenschaftlichen Kriterien erfüllt. Leider ist der Tweet immer noch als „irreführend“ verunglimpft.

    Zensur und Lobbyismus bedrohen die Wissenschaft.

  3. anamcara 10. Januar 2023 at 17:54Antworten

    “Durch die Öffnung der Dokumente durch den neuen Besitzer konnten die Zustände innerhalb von Big Tech, Big Pharma jedoch erstmals an die Öffentlichkeit gebracht werden.”

    Interessante Aussagen eines Wissenschaftlers namens Dr. Simon Goddek (Vit. D-Experte; substack Dr Simon) der vor anderthalb Jahren von Twitter verbannt wurde und der gerade zurückgekehrt ist, um in einem langen Thread erschütternde Details darüber zu teilen, wie er und viele andere Experten zum Schweigen gebracht wurden, weil sie es wagten, die gängige Covid-Darstellung in Frage zu stellen und wie die amerikanische Bevölkerung absichtlich über das Coronavirus belogen wurde.

    „Ich wurde vor 538 Tagen von twitter verbannt, weil ich behauptet habe, dass Mutationen Viren normalerweise weniger schädlich machen. Obwohl dies wissenschaftlicher Konsens ist, sah das Ministerium für Wahrheit eine Gelegenheit, mich zum Schweigen zu bringen“, schreibt er.

    Dr. Goddek teilt die Aussagen, die zu seinem Verbot führten.
    „Menschen sind gestorben, weil ihnen der Zugang zu sicheren, wirksamen, billigen und verfügbaren Therapeutika wie Ivermectin und Vitamin D verwehrt wurde, weil Big Pharmafia und die damit verbundenen Wissenschaftler und Regulierungsbehörden deren Einsatz verhindert haben.
    Das Blut klebt an ihren Händen“, schrieb er im Jahr 2021.

    „Wissenschaft, Leute, WISSENSCHAFT! Eine deutsche peer-reviewed Meta-Analyse zeigt, dass Masken zu massiven Gesundheitsschäden führen können. Wird twitter auch diese wissenschaftliche Arbeit zensieren und diejenigen, die darüber twittern, ins Twitter-Gefängnis stecken?“, schrieb er in einem anderen Tweet im Jahr 2021.

    Und ja, Twitter hat tatsächlich eine wissenschaftliche Arbeit zensiert und Dr. Goddek zunächst vorübergehend und dann dauerhaft ins Twitter-Gefängnis gesteckt.“

    Sein Beitrag hat sich inzwischen viral verbreitet, und es gibt Tausende von Likes und Kommentaren ….“
    https://twitter.com/goddeketal/status/1612176576405274624

  4. Michael R 10. Januar 2023 at 17:28Antworten

    Und genau das müsste für eine Schadenersatzklage, wenn nicht hier, dann in den USA ausreichend sein. Ob Pfizer dann vorher vertraglich dem Käufer(!) (hier: die EU) gegenüber jede Haftung ausgeschlossen hat oder nicht, spielt in dem Fall keine Rolle, denn nicht der Käufer, sondern der Impfwillige wurde arglistig getäuscht. – Es würde mich sehr wundern, wenn in USA nicht ein Impfgeschädigter darauf käme, Pfizer zu verklagen.

  5. Stefan Ochsner 10. Januar 2023 at 16:09Antworten

    Wann wird die Einflussnahme der EU auf Twitter veröffentlicht?

    Kann das nicht erzwungen werden? Dann „muss“ Twitter offenlegen was die Bonzen gar so sehr fürchten.

    Das wäre nur gerecht

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Aktuelle Beiträge