Wien pfeift auf Corona-Ampel und Experten

11. November 2022von 2,7 Minuten Lesezeit

Ende Mai stellte Wien das Ende der Maskenpflicht in Aussicht, sobald man auf der Corona-Ampel grün werde. Das ist jetzt passiert, doch die Stadtregierung ignoriert offenbar die „Experten“ sobald diese für grünes Licht für weniger Masken und Restriktionen geben würden. 

Seit mehr als zwei Jahren ist es das Mantra der Politik: Man höre nur auf die „Experten“, man setze nur die Empfehlungen der „Experten“ um. Gerade Wien ist in der Expertenpolitik ganz vorne dabei. Die autoritäre Corona-Symbolpolitik der Hauptstadt wird stets damit legitimiert. Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass dem offenbar gar nicht so ist.

Ende der Maskenpflicht bei grüner Ampel

So stellte die Corona-Expertenkommission die Bundeshauptstadt am Donnerstag erstmals seit vielen Monaten wieder auf „grün“. Sollte dieser Fall eintreten, versicherte der Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker Ende Mai: „„Und sollten wir auf Grün kommen, spricht ja eh nichts dagegen, auch das aufzuheben.“ So hatte er auf einen Twitter-Nutzer geantwortet, der wissen wollte, wann man denn nun die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln abschaffen würde.

Der Sprecher von Peter Hacker stellte Ende Mai ein Ende der Maskenpflicht in Aussicht, sobald Experten Wien auf grünes Licht geben würden. 

Nun ist dieser Fall eingetreten. Doch Peter Hacker schweigt dazu. Dabei würden die „Experten“ nun eigentlich für Lockerungen sprechen. Der ansonsten äußerst kommunikative Sprecher Dujakovic hat auf eine öffentliche Anfrage per Twitter diesbezüglich schlichtweg nicht reagiert.

Stadt schweigt

Auch auf eine offizielle Presseanfrage an das Büro Peter Hacker reagierte alle drei Pressesprecher von SPÖ-Hacker nicht. Die Anfrage will wissen, wie man auf die neue „Experten“-Position reagiere. Meine Mail an das Büro:

Am Donnerstag wurde Wien durch die Corona-Kommission in der Corona-Ampel auf Grün gestellt. (Siehe hier: https://corona-ampel.gv.at).

Der erste Pressesprecher von Peter Hacker, Mario Dujakovic, sagte Ende Mai hinsichtlich der Maskenpflicht in den Öffis: „Und sollten wir auf Grün kommen, spricht ja eh nichts dagegen, auch das aufzuheben.“ Experten haben Wien nun entsprechend eingestuft, deshalb habe ich ein paar kleine Fragen:

  1. Wie wird mit der neuen Situation aktuell im Büro Hacker umgegangen?
  2. Werden die Maßnahmen der Stadt Wien entsprechend angepasst?
  3. Wird die Masken in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie angekündigt aufgehoben? 
  4. Plant das Gesundheitsbüro auch eine Lockerung bei den G-Beschränkungen in der Pflege und in den Spitälern?

Obwohl das Büro viele Stunden Zeit gehabt hätte, auf die Pressefragen zu reagieren, hat man die Frist verstreichen lassen. Es sei noch einmal erwähnt, dass Peter Hacker drei Pressesprecher beschäftigt. Die Anfrage ging an alle drei Vertreter. Trotzdem war das Büro offenbar nicht gewillt, eine entsprechende Auskunft zu geben.

Wien ist also Corona-Grün, man muss jedoch damit rechnen, dass die Restriktionen einfach weitergehen. Die Verordnung zur Maskenpflicht in den Öffis gilt aktuell bis in den Jänner hinein.

Bild BwagWien – Eistraum mit OIDA-RegelCC BY-SA 4.0

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14 Kommentare

  1. Bune 12. November 2022 at 9:08Antworten

    Ich pfeife seit Monaten auf das Tragen von Masken in Öffis – Dr. Eifflers Attest sei Dank ;-) – und freue mich über jedes vollständig sichtbare Gesicht. In der Straßenbahn ist es besser als in U-Bahnen, wo sich die Leute scheinbar überhaupt nicht trauen und sogar in den Stationen im Freien schön brav mit ihrer Schnabelmaske stehen. Aber derzeit kommt es mir vor, als ob die Maskenfraktion sogar wieder stärker wird. Nicht nur in den Öffis, auch in den Supermärkten sind vermehrt Vermummte zu sehen. Was hat man mit den Gehirnen dieser Menschen gemacht, dass die nicht und nicht aufwachen wollen? Gestern stand eine ältere Dame mit Maske neben mir bei der Frischtheke in einem Supermarkt, die hat dermaßen schwer und hörbar (!) geatmet, dass man Angst bekommen konnte, dass sie aus Sauerstoffmangel gleich umfällt. Ehrlich, wie muss ich ticken, dass ich mir so etwas dann freiwillig antue? Schalte ich da sämtliche Ganglien aus?
    Neulich in einem physikalischen Institut in 1200 Wien wurde ich von der Empfangsdame gleich nach Eintreten angepflaumt, dass meine Maske (waschbar, mit Aufdruck, dass es sich tatsächlich um eine FFP2-Maske handelt) keine FFP2-Maske sei. Ich wurde – als 57-Jährige – auch wie ein Kleinkind belehrt, wie ich die Maske korrekt aufzusetzen habe. Wenn mir das nicht passe, könne ich mich ja bei der Regierung beschweren…. dass ich die vereinbarten Termine in besagtem Institut natürlich stornieren werde, ist klar, ich wollte nur, dass sie wenigstens ein wenig Arbeit mit mir haben, bei dieser „freundlichen“ Behandlung, wo mir auch noch beim Hinausgehen nachgerufen wurde, dass ich bei keinem der Termine die Maske vergessen dürfe (es geht dabei um Termine im Dezember/Januar!)
    Ich bin wirklich schon gespannt, wie es bei uns weitergeht. Deutschland und Österreich wollen wohl – neben China – weiterhin so tun, als ob es noch eine Pandemie gäbe. Na ja, und Wien ist ja sowieso ein eigenes Kapitel, wenn ich den Ludwig und Hacker im Fernsehen sehe, wird mir regelmäßig schlecht…

    • Gerald 12. November 2022 at 10:39Antworten

      Bune
      12. November 2022 at 9:08Antworten

      „dass ich die vereinbarten Termine in besagtem Institut natürlich stornieren werde, ist klar, “

      Es mag ihnen vielleicht eine gewisse Befriedigung verschaffen, aber denen ist es doch völlig egal ob sie ihre Termine stornieren.
      Mit dem Stornieren der Termine sind sie nicht auf der Gewinnerseite, denn aus irgendeinen Grund wollten sie die Termine ja haben.

    • Jürgen Rhode 12. November 2022 at 13:46Antworten

      „In der Straßenbahn ist es besser als in U-Bahnen, wo sich die Leute scheinbar überhaupt nicht trauen und sogar in den Stationen im Freien schön brav mit ihrer Schnabelmaske stehen.“
      In Deutschland scheint es genau umgekehrt zu sein. In der U-Bahn sieht man viele junge Menschen, vor allem mit Migrationshintergrund, ohne Masken. In Bussen und Straßenbahnen eher weniger.

    • Georg Uttenthaler 12. November 2022 at 20:08Antworten

      Wenn ein Arzt diesen Text, der den Masken beigefügt oder im Internet sogar als Datenblatt abzurufen ist, nicht lesen kann, dann ist er im falschen Job!!!
      Das ist der Beipacktext/Datenblatt einer der teuersten „anti virus“ Masken, an Qualität den üblichen Masken weitaus überlegen!
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      WICHTIGER HINWEIS:
      Masken können eine Infektion oder die Übertragung von Viren oder Krankheiten nicht verhindern.
      Es ist wichtig, die bekannten Hygienemaßnahmen zu beachten.
      Die uvex anti-virus® face mask ist nur für den privaten Gebrauch bestimmt!!

  2. Mine 12. November 2022 at 4:31Antworten

    ……und ich pfeif‘ auf Wien.

    Im Prinzip sollten sie aber eh besser nicht auf ihre Haus- und Hofexperten hören, denn die lagen stets daneben bzw. dienen ja primär der Pharmaindustrie. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit dem gesunden Hausverstand und unabhängigen Experten? Ja, die, die sie gefeuert haben – zB Sönnichsen. Oder wie wäre es mit Haditsch? Ob Hacker und Ludwig wohl genug Grips haben, zB den Mayerblog geistig folgen zu können? Ich denke, nein!

  3. Maximilian 12. November 2022 at 3:47Antworten

    Wien sollte in „Maskenhausen“ unbenannt werden. Wien ist anders.

  4. Dr. Rolf Lindner 12. November 2022 at 0:35Antworten

    Aus „Es gibt …“

    (inspiriert vom Lied „Bald“ von Thomas Rießinger und Oleg Mesh, 6/8-Takt)

    Menschen, die Ängste und Schrecken verbreiten,
    über Klimerwärmung und Viruskrankheiten.
    In Wahrheit geht es nur um ihren Wahn,
    wollen züchten den deutschen Untertan.
    I: Das gelingt ihnen nur partiell,
    ein paar sind und bleiben Rebell. :I

  5. Andrea 11. November 2022 at 23:28Antworten

    Ziviler Ungehorsam ist angesagt. Hacker und Ludwig tragen durch ihre Sturheit wesentlich dazu bei, dass die SPÖ auch in Wien die Mehrheit verlieren wird – und das ist gut so. Ein Machtwechsel ist längst überfällig. Das kaputt gesparte Gesundheitswesen und viele andere Baustellen der SPÖ in Wien werden das ihre dazu beitragen, dass dieser Machtwechsel endlich vonstatten geht.

    • Kathreinerle 12. November 2022 at 4:25Antworten

      In Wien tritt die SÖZ an, klingt zwar wie Sozi, deutet auch auf die Herkunft/Förderung hin, ist aber die Migrantenpartei. Wenn die Sozis meinen, die neuen Wähler, denen sie die Staatsbürgerschaft und Sozialhilfe so rasch nachgeschmissen haben, wählen alle rot, haben sie sich verkalkuliert. Das ist aber nix Neues bei denen.

  6. Bettina 11. November 2022 at 20:50Antworten

    tja meine lieben Klimajünger, dann gehts halt … naja, man kann sich eh denken, was ich schreiben wollte
    ihr könnt euch eure Öffis in die Haare schmieren, fahre eben mit dem Auto

    ich fahre gern mit Zug und co, aber seit nur noch Sklaven transportiert werden, mache ich einen riesen Bogen drum, außer wenn es gar nicht anders geht, ich habe keinen Bock auf ein Magengeschwür, wenn ich mich jedes Mal ärgern muss über den sinnlosen Pappenfetzenzwang

    zum Glück gibt es Carsharing in Wien

  7. Veron 11. November 2022 at 19:08Antworten

    So ein Pech aber auch. Da rechnet man damit, dass die Infektionszahlen steigen, und dann sinken die und das Volk will, dass das Versprechen eingehalten wird .. ..
    Und schon wieder Sprecher für jemanden, der selbst sprechen könnte. Vielleicht hat da bloß einer falsch gesprochen und das Versprechen gilt gar nicht?

  8. Cetzer 11. November 2022 at 18:38Antworten

    „dass Peter Hacker drei Pressesprecher beschäftigt“
    Die aber leider schwerbehindert sind: Taub, Stumm und Blind. Immerhin müssen sie auch nur in Erdnüssen und Bananen entlohnt werden.

  9. Stefan Ochsner 11. November 2022 at 17:02Antworten

    Politiker (Mz., Farbe irrelevant) im Machtrausch

    Ziviler Ungehorsam wäre der Ausweg. Scheint im dt Sprachraum wider die Natur zu sein. Bisserl alptraumhaft – tgl grüßt das Murmeltier

    • arnulf 11. November 2022 at 18:53Antworten

      Das ist so – in Deutschland und Österreich liebt man den Kampf bis zum Endsieg mit allen erdenklichen Folgen. Schuld sind sowieso immer die anderen. Dies scheint irgendwie bei vielen in den Genen zu liegen (Gehorsamkeitsgen) und Geninjektionen scheinen dies noch zu verstärken.

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