Rückblick #2 „Soldaten für Neutralität“: Die Rede von Hans Gaiswinkler

30. September 2022von 1,7 Minuten Lesezeit

Zweiter Sprecher bei der Kundgebung am 21.09.2022 – dem Tag des Weltfriedens – war Hans Gaiswinkler, dessen Rede heute publiziert wird. Die aktuellen Entwicklungen machen deutlich, wie wichtig eine wirkliche Neutralität gerade jetzt ist.

Gaiswinkler ist hauptberuflich aktiver Berufssoldat, adressierte das Thema Neutralität in Wien aber philosophisch. Der Titel seiner Rede lautete: „Ist Neutralität überhaupt möglich? Der Versuch einer philosophischen Annäherung“.

Wie es dazu kam erläutert er folgendermaßen „Als mich vor einigen Wochen ein Bekannter im Zuge einer Diskussion nach meiner Haltung zur Neutralität Österreichs in der jetzigen geopolitischen Lage befragte und ich ihm ein klares Bekenntnis hierzu gab, erhielt ich eine Antwort, die ich so nicht erwartete. Er meinte, dass in der nunmehrigen Lage dieses Bekenntnis für ihn ein klares Zeichen der Parteiung sei. Weiter führte er aus, dass man mit der Neutralitätshaltung automatisch Russland bzw. Präsident Putin unterstütze. Für ihn ist klar, dass Neutralität ein Begriff in der Theorie sei, aber real nicht existieren könne. Dieser Diskurs ist der Hintergrund meiner Ausführungen.

Die Rede

 

Zur Person

Der Tiroler Familienmensch mit 5 Kindern und 4 Enkelkindern und Naturmensch – er ist leidenschaftlicher Bergführer – sieht sich der nächsten Generation verpflichtet. Er setzt sich schon lange sehr kritisch mit gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen auseinander. Bekannt wurde er durch seine Auftritte in der mittlerweile zensierten YouTube Plattform Quo Vadis, bei Oval Media oder im Corona Ausschuss. Seine kritischen Auftritte haben ihm sehr viele berufliche bzw. persönliche Nachteile, sowie Verfolgung durch die Medien gebracht. Trotz alledem war er bei der Kundgebung dabei und wird nicht müde für seine Überzeugung aufzutreten.

Hintergrund-Informationen zu der Kundgebung und ihrer Motivation findet man unter www.soldaten-fuer-neutralitaet.at.


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Rückblick „Soldaten für Neutralität“: DI Mag. Günther Greindl General i.R

Diese Woche: Demos in Wien für Frieden und Neutralität

5 Kommentare

  1. Pfeiffer C 2. Oktober 2022 at 11:35Antworten

    Derweil – nur um ein Beispiel hervorzuheben – das Revolverblatt derstandard 1:1 im Stürmerblattstil Russland dämonisiert und vorbehaltlich aller sonst befleißigter PC-Wokerei ausschließlich Mobpostings aus allerunterirdischsten Schubladen vorreiht und alles, was nur andeutungsweise „an die leise Stimme der Vernunft – *bitterlach“ gemahnt wegfegt.

    War schon während der Coronazeit so: Heute stürzen die „Wahrheiten von gestern“ Zug um Zug in sich zusammen und damals wurde alles, was nicht für die toxischen, gentechnikbasierten, nicht zugelassenen, im Puff und im Stephansdom verabreichten medizinischen Handlungen votierte, zensuriert und postings dieser Qualität favorisiert:

    „Geh impfen, du Heisl“ –

    Zurück in die Gegenwart: derstandard, nix dazugelernt… – Schande über euch!

    Aktuelles Beispiel, entfernt:

    Rauschers „Der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline trägt die Handschrift des KGB“ –

    Erinnert mich heftigst an Otto Schulmeister, wo der „Doyen des österreichischen Journalismus“, fugenlos mit seiner, Schulmeisters, CIA-Tätigkeit – Deckname GRCAMERA zusammenpasste:

    Akten zufolge, die von der CIA bereits im Jahr 2006 freigegeben wurden, sind seine Leitartikel fallweise argumentativ nach den Wünschen der CIA ausgerichtet, Geschichten unterdrückt, wenn sie dem US-Standpunkt schadeten, und Informationen aus Hintergrundgesprächen mit österreichischen Politikern und Ostblock-Botschaftern preisgegeben, zuletzt 1983.

  2. Andreas I. 30. September 2022 at 11:51Antworten

    Hallo,
    das ist der Punkt:
    Überlegenheit ist nie von Dauer. In der Geschichte war jeder Stärkere irgendwann selber der Schwächere, weil es einen neuen Stärkeren gab. Es liegt also im Interesse des Stärkeren, die Rechte des Schwächeren zu achten.
    Ich würde hinzufügen:
    1.
    Die Rechte des Schwächeren zu missachten und ihn zu zwingen, ist also irrational, Harzissmus, Hybris.
    2.
    Schwächere könnten sich freiwillig einem Stärkeren A anschließen und sich davon Schutz vor einem anderen Stärkeren B erhoffen.
    Aber bietet das besseren Schutz als Neutralität?
    Der Schwächere macht sich dadurch zum Feind des Stärkeren B.
    Und wenn der Stärkere A den Schwächeren nicht gegen den Stärkeren B verteidigen kann …

    Siehe Ukraine:
    Wie freiwillig das nach dem Regierungswechsel 2014 war, lasse ich jetzt mal dahingestellt. (Victoria Nuland „Yats is our man“ :)

    Schwächere könnten sich freiwillig einem Stärkeren A anschließen und sich davon Schutz vor einem anderen Stärkeren B erhoffen.
    Die Ukraine schloss sich USA/Nato/EU an (nicht formal, aber in ihrer politischen Ausrichtung) und erhoffte sich davon Schutz vor Russland (so jedenfalls die offizielle Darstellung).

    Der Schwächere macht sich dadurch zum Feind des Stärkeren B.
    Die Ukraine machte sich zum Feind Russlands.

    Und wenn der Stärkere A den Schwächeren nicht gegen den Stärkeren B verteidigen kann …
    USA konnte die Ukraine nicht gegen Russland verteidigen, das Ergebnis sieht man gerade jetzt dieser Tage.

    Auch hatte dabei innerhalb der (ehemaligen Gebiete der) Ukraine die stärkere Kieewer Regierung die Unterwerfung der schwächeren russischsprachigen Minderheit gefordert.
    Diese Minderheit verhielt sich bis dahin neutral, wurde aber gezwungen für eine Seite zu handeln → und schwupps fand sich die stärkere Kieewer Regierung in der schwächeren Position wieder.
    Hätte hätte Fahrradkette, hätte die stärkere Kieewer Regierung der schwächeren Minderheit im ehem. eigenen Land ihre Neutralität gelassen … hätte die Ukraine sich neutral verhalten, wie sie es bis 2014 tat …

    Und wie es einem ergehen kann, wenn man sich als Schwächerer einem Stärkeren anschließt, das erlebt die BRD ja auch gerade – der sprengt einem mal eben ein Stück Energieversorgung weg.
    Man sollte m.E. verstehen, dass man dem Stärkeren praktisch selber das Recht dazu gegeben hat, denn indem man sich ihm angeschlossen hat, akzeptierte man damit im Prinzip das Recht des Stärkeren.
    In dem Moment, wo aus dem Stärkeren (hier USA/UK) ein Schwächerer wird, weil ein anderer Stärkerer auftaucht (hier China/Russland) und der ehemals Stärkere aber nicht aufgeben und Platz machen will, sondern seine Position behaupten will, opfert er Vasallen / Verbündete (hier Deutschland).
    Der ehemals Stärkere müsste nicht so handeln, er könnte aufgeben und Platz machen – wenn das Recht des Schwächeren geachtet werden würde (und er nicht narzisstisch und voller Hybris ist).

  3. Joachim Rammer 30. September 2022 at 8:42Antworten

    Eine gute Rede in dieser finsteren Zeit. Bravo.

  4. Ernst 30. September 2022 at 7:16Antworten

    Zwei Minuten das Video geschaut und schon der erste Schmarrn.
    “ Hauptberuflich Brigadier “ Falsch. Nach einem Disziplinarverfahren 2021 wurde Herrn Gaiswinkler der Rang des Brigadiers aberkannt. Er ist nun Telemitarbeiter.

    • helmutmichael 30. September 2022 at 14:14Antworten

      Ja klar, die kein Rückgrat (mehr) haben müssen natürlich auf alles und jeden, welche noch Charakter und Rückgrat haben und sich hinzustellen trauen um ihre Meinung kundzutun, sofort erst mal draufhauen….

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