Israel wird beschuldigt, Kolumbiens Wahlen gehackt zu haben

22. Juni 2026von 3,3 Minuten Lesezeit

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro sagt, dass er die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen nicht anerkennt und israelische Einmischung anprangert. Er behauptet, Israel habe die Wahlen gehackt und lehnt das Ergebnis ab. Er wirft Israel vor, dass die Wahlsoftware kompromittiert wurde und Änderungen an den Servern des Wahlregisters auf Manipulation hindeuten. Droht in Kolumbien eine RegimeChange-Krise?

Petro erklärt, dass die Formulare E14, die offiziellen Protokolle der Auszählung, die von den Wahlbeamten unterschrieben werden müssen, ohne Unterschrift vorgelegt werden. Er fordert, dass diese Register umgehend angefochten werden. Er behauptet, Israel stecke hinter der Fälschung der Ergebnisse, und verlangt eine vollständige Neuauszählung sowie eine forensische Überprüfung des Systems, während er zur Ruhe und zum nationalen Dialog aufruft. Die westlichen Medien dagegen melden, dass Abelardo de la Espriella, Ultrarechter mit Unterstützung von Trump und Israel, den Kandidaten Iván Cepeda mit 49,3 % gegenüber 49 % besiegt habe.

Die Hintergründe

Hinter diesem Text steckt die aktuelle politische Krise in Kolumbien nach der Präsidentschaftswahl am 21. Juni 2026. Der Text fasst die Anschuldigungen des scheidenden linken Präsidenten Gustavo Petro zusammen, der das extrem knappe Wahlergebnis nicht anerkennt. Die zentralen Fakten und Hintergründe zu den einzelnen Punkten des Textes:

Das Wahlergebnis und die Kandidaten

  • Der Ausgang: In der Stichwahl setzte sich der ultrarechte Anwalt und politische Quereinsteiger Abelardo de la Espriella nach westlicher lesart hauchdünn gegen den linken Senator Iván Cepeda (den Wunschnachfolger Petros) durch.
  • Die Zahlen: De la Espriella holte laut der vorläufigen Auszählung (Preconteo) rund 49,7 %, während Cepeda auf rund 48,7 % kam. Es ist das knappste Wahlergebnis in der modernen Geschichte Kolumbiens.
  • Politische Einordnung: De la Espriella wird offen von US-Präsident Donald Trump und konservativen Kräften unterstützt. Er steht für einen radikalen Rechtsruck, einen harten Kurs gegen Guerillagruppen und wirtschaftsliberale Reformen.

Petros Vorwürfe (Wahlsoftware und IP-Adressen)

Der amtierende Präsident Gustavo Petro hatte bereits Tage vor der Wahl vor Betrug gewarnt. Nach Bekanntgabe der Zahlen erklärte er auf der Plattform X, es gebe Beweise dafür, dass die IP-Adressen mehrerer Server der nationalen Wahlbehörde (Registraduría) manipuliert worden seien. Er behauptet, die Wahlsoftware sei kompromittiert worden, um Daten zugunsten von De la Espriella einzuspielen.

Die angebliche Rolle Israels

Petro ging in seinen Social-Media-Beiträgen so weit zu behaupten: „Die einzige Entität auf der Welt, die dazu in der Lage ist, ist der Staat Israel.“ Die Beziehungen zwischen Petros Regierung und Israel sind extrem zerrüttet (Kolumbien hatte unter Petro die diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen). Israelische Politiker, darunter Außenminister Gideon Sa’ar, gratulierten De la Espriella umgehend zu seinem Sieg und erklärten, die Beziehungen wiederbeleben zu wollen. „Unabhängige Beweise“, wie westliche Kommentatoren feststellen, für einen israelischen Hackerangriff auf die Wahl wurden von Petro bisher jedoch nicht vorgelegt.

Die E14-Formulare und der Ruf nach Neuauszählung

In Kolumbien sind die Formulare E14 die offiziellen Protokolle, die von den Wahlhelfern an jedem Tisch unterschrieben und digital übermittelt werden. Das „linke Lager“ moniert, dass es hierbei zu Unregelmäßigkeiten und fehlenden Unterschriften kam. Petro fordert eine vollständige forensische Überprüfung und eine Neuauszählung im Rahmen des rechtlich bindenden Hauptauszählungsverfahrens (Escrutinio), das von Richtern und Notaren durchgeführt wird.

Zusammenfassung

Der Text beschreibt eine reale und hochexplosive Situation. Die Anschuldigung, Israel stecke hinter einem Wahlhack, wird von westlichen Kritikern als politisch motivierte „Verschwörungserzählung“ ohne „harte Beweise“ eingestuft, spiegelt jedoch Petros Reaktionen nach dem Wahlabend wider. Diese Vorgänge zeigen aber auch wieder auf, was die Piratenpartei seit vielen Jahren erklärt: Es gibt keine nicht-manipulierbaren elektronischen Wahlsysteme, welche gleichzeitig Anonymität garantieren.

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4 Kommentare

  1. Jochen Mitschka 22. Juni 2026 um 16:11 Uhr - Antworten

    Max Blumenthal https://x.com/MaxBlumenthal/status/2068922337613779124

    „Die Bautista-Brüder sind verurteilte Betrüger, die die private Offshore-Firma besitzen, die die Wahlsoftware Kolumbiens verwaltet.

    Ihre Firma hat die kolumbianischen Wahlen 2014 und 2022 vermasselt, als 400.000 Stimmen für Petros Partei verloren gingen.

    Vor jeder offiziellen Auszählung führt der von Trump und Israel unterstützte De La Espriella nur mit 250.694 Stimmen.“

  2. mattes 22. Juni 2026 um 14:23 Uhr - Antworten

    Jedes mit dem „Netz“ verbundene System oder Gerät ist manipulierbar.
    Die Zions haben seit Jahren mehrere Softwarepakete im Angebot, die jedermann kaufen kann.
    Diese werden nicht nur in Südamerika sondern auch in allen anderen Kontinenten, also auch bei uns, eingesetzt.
    Nichts Neues, gehen Sie weiter.

  3. Jochen Mitschka 22. Juni 2026 um 13:13 Uhr - Antworten

    Kommentar von Ben Norton: https://x.com/BenjaminNorton/status/2068888987289243923
    Das US-Imperium führt einen neokolonialen Angriff quer durch Lateinamerika.

    Die USA haben sich schamlos in die kolumbianische Wahl eingemischt. Trump und Marco Rubio unterstützten den rechtsextremen, millionenschweren Kandidaten Abelardo de la Espriella (einen Verteidiger faschistischer Paramilitärs), und es gibt schwerwiegende Unregelmäßigkeiten in den Ergebnissen.

    Der aktuelle linke Präsident Kolumbiens, Gustavo Petro, ist stark pro-palästinensisch und pro-chinesisch. Er brach die Beziehungen zum genociden israelischen Regime ab und schloss sich Chinas Belt and Road Initiative an.

    De la Espriella gelobt, eine enge Allianz mit den USA und Israel zu schmieden und die Beziehungen zu China auf ein Minimum zu reduzieren. Nur wenige Wochen vor den Wahlen war er in Florida und traf sich mit rechtsextremen US-Politikern, die enge Verbündete von Trump und Rubio sind.

    Das Gleiche geschieht quer über den Kontinent. Die USA führten in Honduras einen schamlosen Wahlputsch durch, um eine mit Drogenkartellen verbundene, pro-USA-, pro-israelische, anti-chinesische Marionette an die Macht zu bringen.

    Die USA versuchen derzeit, die Wahl in Peru zu stehlen, um die Tochter des faschistischen Ex-Diktators an die Macht zu bringen.

    Das US-Imperium hat bereits rechtsextreme Marionetten an der Macht in Argentinien, Chile und Ecuador. Der chilenische Anführer ist der Pinochet-verteidigende Sohn eines NS-Kriegsverbrechers. Der Diktator Ecuadors ist der Sohn des reichsten Milliardärs-Oligarchen des Landes.

    Brasilien ist das nächste Ziel des neokolonialen Angriffs des US-Imperiums, in den Wahlen dieses Jahres.

    Das ist die koloniale Monroe-Doktrin im neofaschistischen Zeitalter.

    • Varus 23. Juni 2026 um 3:20 Uhr - Antworten

      Hätte Petro nicht rechtzeitig für ein fälschungssicheres Wahlverfahren sorgen sollen? Ergebnisse physisch einsammeln und ohne Internet zusammenzählen… und so weiter.

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