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Politik

Leipziger Drohne: Alle Merkmale einer False-Flag-Operation

16 Kommentare 2. September 2026 4 Minuten Lesezeit von Andrew Korybko

Putin verurteilt die deutsche Darstellung des Drohnen-Vorfalls in Leipzig und spricht von einer False-Flag-Aktion. Tatsächlich weist der Vorfall alle Merkmale einer solchen Aktion auf.

Deutschland machte Russland für den Vorfall des vergangenen Monats in Leipzig verantwortlich. Dabei wurde eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf dem Rollfeld in unmittelbarer Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge gefunden, eine zweite soll mit einem weiteren Frachtflugzeug kollidiert sein, das gerade landen wollte, ohne jedoch zu explodieren, und eine dritte wurde später in der Nähe des Geländes entdeckt. Putin verurteilte diese Darstellung, äußerte die Einschätzung, es handle sich um eine False-Flag-Aktion, bei der Beweise platziert worden seien, und spekulierte, das Motiv bestehe darin, von innenpolitischen Problemen abzulenken, indem man Angst vor Russland schüre.

Skeptiker mögen die Augen verdrehen, doch der Leipziger Vorfall trägt alle typischen Merkmale einer False-Flag-Operation. Zunächst unterstellt Deutschland Russland eine geradezu karikaturhafte Unfähigkeit. Die Öffentlichkeit soll glauben, dass die weltweit erfahrensten Drohnenpiloten – beauftragt mit dem, was der spektakulärste hybride Angriff auf die NATO aller Zeiten gewesen wäre – eine Drohne auf dem Rollfeld zurückließen, Pech hatten, als eine weitere nach dem Zusammenstoß mit einem landenden Frachtflugzeug nicht explodierte, und noch eine weitere in der Nähe liegen ließen. Das ist schwer nachvollziehbar.

Der zweite Punkt, der Putins Hypothese stützt: Im Herbst letzten Jahres ereignete sich etwas Ähnliches, als unbekannte Drohnen große Flughäfen in Skandinavien vorübergehend zur Einstellung des Flugverkehrs zwangen. Selenskyj machte erwartungsgemäß Russland verantwortlich und forderte die Schließung der dänischen Meerengen für russische Schiffe. Wie beim Leipziger Vorfall wurden nie Beweise für diese Behauptung vorgelegt. Dennoch diente der Vorfall als Präzedenzfall, um Russland künftig für rätselhafte Drohnenvorfälle in Europa verantwortlich zu machen und damit weitere Eskalationen gegen das Land zu rechtfertigen.

Schließlich könnte auf den Leipziger Vorfall – anders als bei Selenskyjs damaligem Vorschlag, der letztlich nicht umgesetzt wurde (wahrscheinlich um einen heißen NATO-Russland-Krieg zu vermeiden) – eine Eskalation folgen. Nun könnte die im Sommer gescheiterte Drohnenkampagne gegen Russland im großen Stil und auf unbestimmte Zeit wieder aufgenommen werden, um dessen Deindustrialisierung und Entmilitarisierung voranzutreiben. Ein solcher Versuch könnte im kommenden Jahr unternommen werden.

Beobachter sollten nicht vergessen, dass Deutschland inzwischen nach den USA der zweitwichtigste militärische Unterstützer der Ukraine ist und im Frühjahr eine Vereinbarung zur Entwicklung ukrainischer Fähigkeiten für Schläge in die Tiefe getroffen hat. Gleichzeitig stellt die deutsche Wirtschaft auf Kriegswirtschaft um, während das Land rasch aufrüstet, um bis 2039 Europas stärkste Armee zu stellen – vor dem Hintergrund der EU-Prognose eines möglichen Krieges mit Russland um das Jahr 2030. Diese Politik ist bei den Wählern jedoch unbeliebt. Deshalb braucht man den Leipziger Vorfall als Rechtfertigung.

Zusammengefasst: Die russische Drohnenhysterie in Skandinavien im vergangenen Herbst diente als Vorwand, um den Kreml künftig ohne Beweise für derartige Vorfälle verantwortlich zu machen – genau das hat Deutschland nun mit dem Leipziger Fall getan. Die Erzählung von der Inkompetenz russischer Drohnenpiloten ist schwer glaubwürdig, wird aber trotzdem verbreitet, um die Umstellung der deutschen Wirtschaft auf Kriegswirtschaft zu rechtfertigen, von den damit verbundenen Problemen abzulenken und eine künftige ernsthafte Eskalation gegen Russland zu legitimieren.

Wie bereits geschrieben, könnte diese Eskalation darin bestehen, die gescheiterte Sommer-Drohnenkampagne gegen Russland im großen Stil und dauerhaft wieder aufzunehmen, um dessen Deindustrialisierung und Entmilitarisierung zu erreichen. Das birgt jedoch das Risiko, Russlands nukleare Schwelle gemäß der aktualisierten Doktrin zu überschreiten. Es besteht aber immer die Gefahr, dass die Lage außer Kontrolle gerät. Deshalb wäre es für Deutschland am besten, auf Eskalation zu verzichten – so wie es die skandinavischen Staaten letztlich auch getan haben.


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Andrew Korybko ist ein in Moskau ansässiger amerikanischer politischer Analyst, der sich auf den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat. Er veröffentlicht auf Englisch auf seinem Substack-Blog. Auf Deutsch exklusiv bei TKP.


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16 Kommentare

  1. Jurgen
    Antworten

    Da der BND aus der sich abwickelnden Bund-Gruppe Deutschland wohl selbst zu unfähig für diese Aktion insgesamt wäre, tippe ich auf eine private Gruppierung im Anhang zu einer NGO mit sta(a|t)tlichen Mitteln aber ohne richtiges technisches Know-How. Ukrainer oder Russen wären nie so stümperhaft vorgegangen

  2. Jochen Mitschka
    Antworten

    Zitat:
    +++ BREAKING +++ Laut Grok-Analyse haben die gleichgeschalteten Meinungen der EU-Mitdliedstaaten im Hinblick auf Leipzig nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die einheitlichen Postes wirken auf die X-Community wie eine abgestimmte Regierungskommunikation.

    Die gestellte Aufgabe lautete: Erstelle eine Liste aller X-Accounts der 27 EU Mitglieder. Füge die Accounts von Mark Rutte und Ursula von der Leyen hinzu. Untersuche die X-Accounts auf deren Posts bezügliche Leipzig und bewerte die Reaktionen/Antworten der X-Community auf diesen Post.

    Antwort von Grok:
    Ich stelle zuerst die offiziellen X-Accounts der 27 EU-Staaten sowie von Ursula von der Leyen und Mark Rutte zusammen und prüfe anschließend, wer zum Leipziger Drohnenvorfall gepostet hat und wie die Community darauf reagiert hat.Hier ist eine arbeitsfähige Übersicht: zuerst die relevanten offiziellen X-Accounts, dann wer zu Leipzig gepostet hat, dann die Community-Reaktion.

    Offizielle X-Accounts (EU-27 + von der Leyen + Rutte)

    Nicht jedes Land hat ein einziges „Staats-X“. Üblich sind Regierungschef, Außenministerium und manchmal der Außenminister persönlich. Stand September 2026, die gängigen Hauptaccounts. Kleine Staaten posten oft nur über das Außenministerium, nicht über den Regierungschef.

    Wer hat zu Leipzig gepostet?
    Nicht alle 27 Mitglieder haben einen eigenen Leipzig-Post. Sichtbar und reichweitenstark waren vor allem:

    Ursula von der Leyen @vonderleyen
    volle Solidarität mit Deutschland, „Angriff durch Russland“, mehr Druck/Sanktionen, Gespräch mit Rutte. Ca. 5.500 Likes, ca. 3.700 Antworten.

    Mark Rutte @SecGenNATO
    „The evidence is clear“, NATO-Solidarität, deutsche Maßnahmen begrüßt. Ca. 5.600 Likes, ca. 3.500 Antworten.

    Emmanuel Macron: Russland verantwortlich, hybride Angriffe dürften nicht unbeantwortet bleiben, neue EU-Sanktionen. Sehr hohe Reichweite, ebenfalls viele kritische Antworten.

    Giorgia Meloni: volle Solidarität, hybride Angriffe gegen einen Verbündeten beträfen alle. Hohe Reichweite.

    Ulf Kristersson @SwedishPM
    Solidarität, Unterstützung der deutschen Maßnahmen, Nationaler Sicherheitsrat.

    Kaja Kallas: Leipzig habe „Merkmale staatlich gestützten Terrorismus“, weitere Listungen/Sanktionen, Einbestellung des russischen EU-Vertreters. Viele Antworten im Verhältnis zu Likes.

    Roberta Metsola: Solidarität auf Deutsch, „wenn einer ins Visier genommen wird, stehen wir alle zusammen“.

    Rumänien (@oana_toiu
    , @Bolojan
    , @GuvernulRo
    ): Solidarität, Einbestellung des russischen Botschafters.

    Spanien (@MAECgob
    / Albares): Unterstützung Deutschlands gegen hybride russische Bedrohung (vor allem als Repost/Statement).

    Viele kleinere MFA-Accounts haben keinen eigenen Leipzig-Post, sondern nur retweetet oder geschwiegen.

    Bewertung der X-Reaktionen auf diese Posts
    Das Muster ist bei fast allen großen Solidaritätsposts gleich:

    Offizieller Tenor der Posts
    Einheitliche Sprache: „hybrid attack“, „full solidarity“, „evidence is clear“, „united response“, „more sanctions“, „stand with Ukraine“.

    Das wirkt auf X wie abgestimmte Regierungskommunikation.

    Community-Reaktion darunter: überwiegend skeptisch bis ablehnend

    Gerade bei von der Leyen und Rutte ist das Verhältnis Antworten zu Likes ungewöhnlich hoch. Das ist auf X ein starkes Signal für Streit, nicht für Zustimmung.

    Typische Antwortlinien:
    „Wo sind die öffentlichen Beweise?“
    Vergleich mit Nord Stream (dort lange keine staatliche Zuschreibung, hier nach vier Wochen).
    Vorwurf der Eskalation / Kriegstreiberei.
    Spott über „Temu-Drohne“ vs. Atommacht.
    False-Flag-Vermutungen oder „Ukraine profitiert“.
    Kritik, dass derselbe Text in allen Hauptstädten auftaucht.

    Unterschiede nach Account
    von der Leyen und Rutte: schärfste Gegenwehr. Viele Replies greifen nicht nur Leipzig an, sondern die Person/Institution.

    Macron und Meloni: ebenfalls viel Widerspruch, aber auch mehr nationale Fanbasis, die den Post stützt.

    Nordics / Baltikum / Rumänien: etwas weniger Gift in den Replies, weil diese Accounts ohnehin als hart gegenüber Russland wahrgenommen werden.

    Kleine MFA-Accounts: kaum Reichweite, damit auch kaum Community-Sturm.

    Gesamteindruck
    Die europäischen Spitzenaccounts haben eine geschlossene politische Linie gepostet. Die X-Community darunter hat das mehrheitlich nicht als Beweisführung, sondern als politische Zuschreibung gelesen. Zustimmung gibt es (Solidarität, Hybridkrieg-Narrativ), aber die lautere und oft viralere Reaktion ist Misstrauen: erst Beweise, dann Sanktionen.
    https://x.com/Your_Tweety/status/2095161585060991347

  3. Kaspar Hauzer
    Antworten

    Nachdem offensichtlich die Ermittlungen abgeschlossen sind – das Ergebnis ist eine Feststellung, dass „professionelle Technik“ von „Low-Level-Agenten“ verwendet wurde, könnten doch einmal Bilder dieser „professionellen Technik, wie man sie aus anderen hybriden Operationen Russlands kennt“ veröffentlicht werden.
    Hintergrund: Auf einem Video „zum Tathergang“ ist verwackelt ein Quadcopter mit einem Durchmesser von vielleicht 50 cm zu erkennen. Daneben ein Päckchen, das vielleicht den Sprengstoff beinhaltet. Solche Fluggeräte werden von der Bundeswehr, der US Army und der russischen Armee in der Regel als Aufklärungsdrohnen im Gefechtsfeld eingesetzt, einfach, weil sie nur eine so geringe Nutzlast von 200 g – 500 g haben. Die ukrainische Armee setzt solche Fluggeräte wohl jedoch gerne auch gegen „Weichziele“ ein.
    Ein Transportflugzeug von der Größe einer Antonov kann man aber, selbst wenn aufgetankt, (nach Ukrinform.de sogar mit Munition beladen) wohl nicht als Weichziel“ auffassen.

  4. Fritz Madersbacher
    Antworten

    Die österreichsche Regierung demonstriert wieder einmal ihr Verständnis von „Neutralität“ und betätigt sich als EU/NATO-Wasserträger und Speichellecker:
    „Als „Reaktion auf den hybriden Angriff in Leipzig durch Russland“ hat Außenministerin Beate Meinl-Reisinger am Mittwoch veranlasst, dass der russische Botschafter in Wien einbestellt wird. Das teilte das Außenministerium (BMEIA) am frühen Mittwochabend in einer Aussendung mit. „Hybride Angriffe bedrohen unsere Sicherheit. Jetzt geht es um Solidarität und Geschlossenheit innerhalb Europas“, wurde die NEOS-Politikerin darin zitiert.
    Weiters ließ Meinl-Reisinger wissen: „Auf EU-Ebene poche ich auf eine scharfe Verurteilung durch die 27 EU-Staaten. Das EU-Sanktionsregime gegen hybride Bedrohungen ermöglicht uns, gezielt auf destabilisierende Aktivitäten zu reagieren. Ich dränge darauf, dieses Regime jetzt zu nutzen, damit wir für Russland den Preis für Aggressionen erhöhen.“
    („Kurier“, 02/09/2026)

  5. Dr. Rolf Lindner
    Antworten

    Nur wer glaubt, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, dass das Lebensgas CO2 verhindert werden muss, dass Selenskiyi überhaupt einen Funken Moral hat, dass das Eindringen von muselmanischen Handaufhaltern notwendig ist, der glaubt auch an die russische Herkunft der Drohne.

  6. Der Zivilist
    Antworten

    Gladio

  7. cwsuisse
    Antworten

    Friedrich Merz arbeitet völlig kritiklos mit den United States of War Crimes zusammen.

  8. Sting2
    Antworten

    Russland hätte sicher kein Interesse daran, eine mit Sprengstoff beladene Drohne stundenlang um ein ukrainisches Flugzeug herumfliegen zu lassen, bis sie von einem angeblich unbeteiligten gefunden und gestoppt wird!

    Russland fällt damit als Täter aus und es bleiben 3 Verdächtige:

    Die Ukraine, die EU/NATO/USA, und Merz selbst (Motiv in jedem Fall: Russophobie fördern)!!

    Ich tippe auf Merz – für seine reGIERung sicher am einfachsten!!

  9. Sting2
    Antworten

    Seit der Plandemie sollte klar sein, dass es keine stichhaltigen Beweise und Fakten für Kriege gegen die Bevölkerung, braucht.

    https://anti-spiegel.ru/2026/der-spiegel-und-der-drohnenvorfall-von-leipzig/

    „Eine klassische False-Flag-Operation, deren Ziel es war, dass die Drohne gefunden wird, damit man dann einen entsprechenden anti-russischen Medienhype organisieren kann.

    Dazu passt der kaputte Zünder, denn niemand wollte, dass die Drohne explodiert!!!

  10. Sting2
    Antworten

    PRÄSIDENT PUTIN HAT VOLLKOMMEN RECHT!!

    Wenn Deutschland Russland solch schwerwiegende Vorwürfe macht, muss Deutschland Russland und der Öffentlichkeit auch die Beweise zugänglich machen!!

    TUT ES DAS NICHT MÜSS MAN GANZ KLAR VON EINER LÜGE AUSGEHEN!!

  11. VerarmterAdel
    Antworten

    Diese ferngesteuerten Irren werden immer einen Grund finden um 5:45 Uhr wieder zurückzuschießen, denn wie gesagt, sie haben nichts zu melden. Sie sind nur Ausführende. Armseliges Pack!

  12. bribrei
    Antworten

    „False-Flag-Operation“
    Jaaa – was denn sonst?? Wie könnte man ernsthaft daran zweifeln…
    „Ein Busfahrer bemerkt die Drohne, kickt sie mit dem Fuß zu Boden, Sprengstoff, der im Kalten Krieg (!) in den Warschauer-Pakt-Staaten (DDR!) verwendet wurde, explodiert nicht, weil der Zünder versagt (!), der Anschluss war nicht korrekt montiert (!)“:
    https://tkp.at/2026/08/08/die-nackte-kanone-teil-3-oder-sender-gleiwitz-2-0/
    Demnächst werden den kriminellen Verschwörungspraktikern die tatsächlichen Putin’schen Drohnen um die Ohren fliegen…
    Wer den politischen Kriegstreibern und den hündisch ergebenen, gut bezahlten Medienhuren immer noch Glauben schenkt, hat den Knall nicht gehört: die Explosion der sich auflösenden Gehirne in der Narrativ-Hitze…

  13. Konrad Kugler
    Antworten

    Nachdem die B-Regierung mein Vertrauen in sie seit 2015 notorisch untergraben hat, war mein erster Gedanke. Getürkt.
    Die weiteren Signale bei absolut kriminellen Staatsschulden deuten auf einen kriegerischen Ansatz hin, um dieses Problem zu „lösen“.

  14. therMOnukular
    Antworten

    „Leipziger Drohne: Alle Merkmale einer False-Flag-Operation“

    Nein! Doch! Ohh!

    Weit wagt sich der Autor hier nicht vor die Haustür – aber damit liegt er wenigstens einmal richtig.

    „Gleiwitz sendet wieder, diesmal vom Küniglberg“ – habe ich der ORF-Redaktion schon nach den ersten „Berichten“ geschickt. Nach den „Frontberichten“, der angeblichen GPS-Störung von Uschi’s Flieger und all dem sonstigen Schmafu einfach nur ein weiterer Beweis dafür, dass moderner „Qualitätsjournalismus“ bereits den Informationsgehalt des 3. Reichs unterbietet.

    Funfact: meines Wissens gibt es da zB eine „renommierte“ US-Zeitung, bei der über 50% ihrer „Journalisten“ eine CIA-Ausbildung im (selbstverfassten) Lebenslauf stehen haben.

    1. Hello
      Antworten

      Eigentlich wollte ich eine ähnliche Bemerkung abgeben wie Sie. Aber eine K.Funktion gibt es wieder einmal nicht. Ich kann also nur antworten. Und da habe ich gleich eine Frage an Sie: Bekommen Sie eigentlich eine Rüchmeldung vom ORF? Ich nicht.

      1. therMOnukular

        Wollte eh grad einen Nachtrag zum ORF schreiben…..da kommt Ihre Frage sehr gelegen…;))

        Ab und zu bekomme ich Antwort – dann, wenn sie glauben, so etwas wie Argumente zu haben. Das endete dann zB in der verblüffenden Erklärung, dass Natsi-Tattoos auf Assoff-Soldaten keinerlei Bedeutung haben, weil das viele Menschen haben, oder, dass es „nur noch ganz wenige Natsis“ dort gibt und es deshalb „entpolitisiert“ sei…..

        Die häufigste Ausrede ist aber „wir haben ja nur zitiert“.
        Ich habe aber auch diversen Entscheidungsträgern schon ausführliche (und als ehemaliger „Redakteur“ rein argumentative, höfliche) Anfragen geschickt – von dort erhalte ich aber regelmäßig eine Urlaubs-Abwesenheits-Notiz. Auch die Nachfrage in der Direktion, warum die alle und permanent auf Urlaub sind, ergab keine Antwort.

        Zum Nachtrag:
        Soeben auf den blauen Seiten wird von „rätselhaften“ Angriffen auf das Stromnetz in Sachsen berichtet – und natürlich sofort mit der Drohne in Leipzig in Verbindung gebracht. Man schreibt von ermittelnden Behörden ohne konkrete Hinweise, weiß es aber selbst natürlich schon und bereitet das volksverhetzende Framing vor……. Komischer Weise wird kein Zusammenhang mit den nachweislich linken Angriffen auf das Berliner Stromnetz hergestellt oder angedacht.

        Mit Dummheit alleine kann ich mir das längst nicht mehr erklären. Das sind unredlichste Auftragsschreiber.

        PS: das lustigste Bonmot hat die Personalabteilung geliefert:
        Ich habe vor ein paar Jahren eine Initiativ-Bewerbung an den ORF geschickt und mich offiziell als Recruiting-Chef beworben, da man mir früher erklärte, dass ich im P-Computer erhalten bleibe und meine „Aufnahmeprüfung“ gültig – ich könne also jederzeit ins Unternehmen zurückkehren.
        Als Begründung und Konzept argumentierte ich mit der Notwendigkeit eines Austauschs der gesamten Personalabteilung (um das Unternehmen wieder mit richtigen Persönlichkeiten zu versorgen, die auch politischem Druck standhalten können) und eine vollständige Abkehr von modernen „Persönlichkeits-Tests“ (da diese lediglich auf Durchschnitt „geeicht“ sind, Dank ihrer „Natur“ und Herangehensweise).
        Antwort: Diese Position ist derzeit nicht ausgeschrieben, aber wir halten Ihre Bewerbung in Evidenz…..schau ma mal….;))

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