Westliche Experten zur militärischen Situation in der Ukraine nach den Referenden in 4 Gebieten

28. September 2022von 8,4 Minuten Lesezeit

Die Referenden in den Volksrepubliken Donezk und Luhansk, sowie in Cherson und Teilen von Saporischschja haben wie erwartet mit klaren Voten für den Antrag zur Aufnahme in die Russische Föderation geendet. Damit ergibt sich eine völlig neue strategische Situation in der Auseinandersetzung zwischen Russland und der NATO in der Ukraine. Westliche Analysten wie etwa das Royal United Services Institute (RUSI), das älteste Institut der Welt und der führende Think Tank für Verteidigung und Sicherheit im Vereinigten Königreich, haben durchaus von den Mainstream Medien abweichende Erkenntnisse.

Der von Tokio aus arbeitende Analyst Julian Macfarlane schreibt in seinem Blog über den Krieg, der nicht war:

Anfang März (oder so ungefähr) hatten die Russen die Offensivfähigkeiten der UAF so weit geschwächt, dass sie auf dem Schlachtfeld keine wirkliche Bedrohung mehr darstellten. Danach war die UAF nicht in der Lage, auch nur eine einzige erfolgreiche Gegenoffensive durchzuführen, einschließlich Charkow, wo die Ukrainer Gebiete einnahmen, aus denen sich die Russen zunächst zurückgezogen hatten, und zwar im Rahmen einer strategischen Umgruppierung, die den Referenden im Donbass, in Cherson, Saporischschja und Lugansk vorausging.

Wie ich bereits sagte, endete der „Krieg“ im März und schuf die Voraussetzungen für eine dauerhafte ukrainische Niederlage.

Dann begann die SMO.

Diese einzigartige militärische Sonderoperation hat praktisch keinen Präzedenzfall in bewaffneten Konflikten!

Welcher „Krieg“ fällt Ihnen ein, der darauf abzielt, das zivile Leben und die Infrastruktur zu erhalten und gleichzeitig die militärischen Kapazitäten des Gegners zu zerstören – und das mit so wenig Opfern wie möglich?

Dieser Konflikt ist nicht nur militärisch, sondern auch moralisch, mental und multidimensional. Die „Entmilitarisierung“ geht einher mit der „Entnazifizierung“ und dem, was ich „Konsolidierung“ nenne, d.h. Wiederaufbau und Umstrukturierung im laufenden Betrieb.

Mariupol wird bereits wieder aufgebaut, es werden Schulen eröffnet und neue Geschäfte eröffnet. Die Menschen sind glücklich. Vergleichen Sie das mit Bagdad, nachdem die Amerikaner es übernommen hatten.

….

Nehmen wir die Entmilitarisierung. Unter diesem Ziel verstehen westliche Beobachter in der Regel nur die Zerstörung des ukrainischen Militärs, also das Töten von Menschen. Das ist es natürlich auch – aber das eigentliche Ziel besteht darin, machtbesessenen Verrückten die Möglichkeit zu nehmen, unschuldige Menschen zu töten, wie sie es von 2014 bis 2022 taten. Die Russen sind nicht in die Ukraine „eingedrungen“ – sie haben die banderitische Ukraine daran gehindert, in die DVR und die LPR einzufallen.“

Eine ähnliche Einschätzung liefert Larry Johnson in seinem Blog. Larry C. Johnson ist ein Veteran der CIA und des Büros für Terrorismusbekämpfung des Außenministeriums. Er schreibt:

„Erinnern Sie sich noch an die Zeit vor drei Wochen, als Putin und das russische Militär in den Seilen hingen und die ukrainische Armee durch Charkow marschierte? Das war damals, und der von Urkaine versprochene Sieg blieb aus. Im Nachhinein hat es den Anschein, dass Russland das strategisch bedeutungslose Gebiet in der ukrainischen Oblast Charkow aufgegeben und seine Truppen in den Donbas, nach Saporischschja und Cherson verlegt hat. Und warum? Um für das Referendum in Position zu sein, d. h. um die ukrainischen Oblaste zu verteidigen, die über die Wiedervereinigung mit Mütterchen Russland abstimmen könnten. Putins spätere Ankündigung des Referendums, das am vergangenen Freitag begann, war weder ein Hail-Mary-Pass noch ein Akt der Verzweiflung. Die Planungen dafür liefen schon seit mindestens einem Monat, vielleicht sogar länger.“

In dem Zusammenhang ist von Interesse, dass Putin am 15. und 16. September anlässlich des Treffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit Gelegenheit für persönliche 4-Augen-Gespräche hatte mit Xi Jinping, dem Präsidenten von China, Narendra Modi, dem Premierminister von Indien, Recep Tayyip Edogan, dem Präsidenten der Türkei , sowie mit den Staatschefs von Iran, Belarus, Mongolei und einigen der Stans-Länder. Dass dabei über Russlands Pläne mit den Referenden und der Teilmobilisierung gesprochen wurde, liegt auf der Hand.

Johnson weiter über die Entwicklung:

„Die Ukraine warf zwar weiterhin ihre Truppen gegen die russischen Linien und schlug mit Artillerie auf zivile Ziele ein, zahlte aber einen schrecklichen Preis in Form von menschlichen Opfern und zerstörten Panzern und Kampffahrzeugen und schaffte es nicht, die Abstimmung vollständig zu stören. Die Abstimmung wurde in allen vier Oblasten von internationalen Beobachtern verfolgt.“

Johnson erwartet nach der Eingliederung der vier Regionen eine wesentlich aggressivere Reaktion Russlands auf weitere Angriffe der Ukraine gegen die neuen Territorien Russlands. Dadurch könne es zu einer Eskalation der Kämpfe kommen „aber die Ukraine und die NATO werden nur begrenzt in der Lage sein, darauf zu reagieren. Und warum?“ fragt Johnson.

Seine Antwort:

„Der Westen verfügt nicht mehr über die industrielle Basis, um mit Russlands Produktion von Kriegsmaterial Schritt zu halten. Diese Schwäche wird durch den doppelten Schlag der Inflation und des wirtschaftlichen Zusammenbruchs verschärft, der Europa heimsucht und auch die Vereinigten Staaten zu treffen beginnt.“

Zur Untermauerung zitiert er aus einer Analyse, die im Royal United Services Institute (RUSI) erschienen ist, in dem dieser Niedergang detailliert beschrieben wird. Das RUSI ist das älteste Institut der Welt und die führende britische Denkfabrik für Verteidigung und Sicherheit, das 1831 vom Herzog von Wellington gegründet wurde und dessen heutiger Präsident der Herzog von Kent ist. Hier die Auszüge aus dem Aufsatz:

„Der Krieg in der Ukraine hat bewiesen, dass das Zeitalter der industriellen Kriegsführung noch nicht vorbei ist. Der massive Verbrauch von Ausrüstung, Fahrzeugen und Munition erfordert eine groß angelegte industrielle Basis für die Nachschubversorgung – Quantität hat immer noch eine eigene Qualität. In den Massenkämpfen stehen 250.000 ukrainische Soldaten und 450.000 kürzlich mobilisierte Bürgersoldaten rund 200.000 russischen und separatistischen Truppen gegenüber. Die Bewaffnung, Verpflegung und Versorgung dieser Armeen ist eine gewaltige Aufgabe. Die Nachschubversorgung mit Munition ist besonders beschwerlich. Für die Ukraine kommt erschwerend hinzu, dass die russische Armee in der Lage ist, die ukrainische Militärindustrie und die Transportnetze in der Tiefe des Landes unter Beschuss zu nehmen. Die russische Armee hat ebenfalls unter ukrainischen grenzüberschreitenden Angriffen und Sabotageakten zu leiden, allerdings in geringerem Umfang. Das Tempo des Munitions- und Ausrüstungsverbrauchs in der Ukraine kann nur durch eine groß angelegte industrielle Basis aufrechterhalten werden.

Diese Tatsache sollte eine konkrete Warnung an die westlichen Länder sein, die ihre militärisch-industriellen Kapazitäten abgebaut und Umfang und Wirksamkeit der Effizienz geopfert haben. Diese Strategie beruht auf falschen Annahmen über die Zukunft des Krieges und wurde sowohl von der bürokratischen Kultur westlicher Regierungen als auch vom Erbe der Konflikte niedriger Intensität beeinflusst. Gegenwärtig verfügt der Westen möglicherweise nicht über die industriellen Kapazitäten, um einen groß angelegten Krieg zu führen. Wenn die US-Regierung plant, wieder zum Arsenal der Demokratie zu werden, dann müssen die bestehenden Fähigkeiten der militärisch-industriellen Basis der USA und die Kernannahmen, die ihre Entwicklung vorangetrieben haben, neu überprüft werden.“

Dies ist die Arbeit von Oberstleutnant a.D. Alex Vershinin, einem US-Bürger. Er legt detailliert dar, vor welcher Herausforderung die Vereinigten Staaten und ihre NATO-Verbündeten stehen, wenn sie es wagen, sich mit Russland auf einen Schlagabtausch einzulassen:

„Gegenwärtig bauen die USA ihre Artilleriemunitionsbestände ab. Im Jahr 2020 werden die Käufe von Artilleriemunition um 36 % auf 425 Mio. USD zurückgehen. Für 2022 ist geplant, die Ausgaben für 155-mm-Artilleriegeschosse auf 174 Millionen Dollar zu senken. Dies entspricht 75.357 M795-Grundmunition für die reguläre Artillerie, 1.400 XM1113-Munition für die M777 und 1.046 XM1113-Munition für die erweiterten Artilleriekanonen. Schließlich sind 75 Millionen Dollar für Excalibur-Präzisionsmunition vorgesehen, die 176.000 Dollar pro Schuss kostet, also insgesamt 426 Schuss. Kurz gesagt, die jährliche US-Artillerieproduktion würde bestenfalls für 10 Tage bis zwei Wochen Kampfeinsatz in der Ukraine reichen. Wenn die anfängliche Schätzung der von den Russen abgefeuerten Geschosse um 50 % überzogen ist, würde die gelieferte Artillerie nur für drei Wochen reichen.

Die USA sind nicht das einzige Land, das vor dieser Herausforderung steht. In einem kürzlich durchgeführten Kriegsspiel, an dem US-amerikanische, britische und französische Streitkräfte beteiligt waren, hatten die britischen Streitkräfte ihre nationalen Vorräte an kritischer Munition nach acht Tagen aufgebraucht.“

Johnson erläutert weiter, dass die logistische Situation von Russland völlig anders ist, denn man hätte Anlagen „die rund um die Uhr in Betrieb sind und Munition, Fahrzeuge, Panzer, Drohnen, Raketen und Flugkörper produzieren.

Der Westen gebe sich immer noch dem Irrglauben hin, dass Russlands Wirtschaft gerade noch so vor sich hin dümpelt. Russland verfügt über die Mineralien, das Material und das qualifizierte Personal, das erforderlich ist, um das zu produzieren, was das russische Militär zur Aufrechterhaltung seiner Operationen benötigt, insbesondere für intensive Kampfeinsätze. Und hat offenbar auch mit Verbündeten wie China, Indien, Iran und anderen die Vorgangsweise abgestimmt und kann auf deren riesige Produktionskapazitäten zugreifen.

Johnson fasst die Situation so zusammen:

„Ich weiß nicht, ob dies von Anfang an der russische Plan war – d.h. Operationen durchzuführen, die zu einer faktischen Entwaffnung der Vereinigten Staaten und Europas führen würden – oder ob dies reiner Zufall ist. Wie dem auch sei, der Westen hat keine praktikablen Möglichkeiten, Russland in der Ukraine zu besiegen, es sei denn, es kommt zu einem Atomkrieg.“

Er hält auch Risse im Gefüge der NATO für möglich. Die kollabierenden Volkswirtschaften in Frankreich, Deutschland und Italien werden die Politik auch dazu bringen sich mehr um die Lage der Bevölkerung im eignen Land zu kümmern, als den Krieg der Ukraine weiter zu unterstützen. Interessant wird auch die Rolle des NATO-Mitglieds Türkei sein, die noch dazu gerade eine Intensivierung der Spannungen mit dem NATO-Mitglied Griechenland erleben.


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31 Kommentare

  1. Steve Acker 29. September 2022 at 21:51Antworten

    Zu den Referenden ein paar Anmerkungen.
    Ich bin überzeugt dass in diesen Gebieten ganz grundsätzlich eine große Mehrheit für ein Zusammengehen mit Russland ist.
    Janukowitsch hatte in Donezk und Lugansk 2010 über 75% der stimmen.

    Wie ich gelesen habe, sind die Ukrainer in den zurückeroberten Gebieten brutal gegen „kollaborateure“ vorgegangen. Als Kollaboration gilt bereits die Annahme von Lebensmitteln von den Russen, oder wenn ein Lehrer einfach seine Arbeit weitergemacht hat. Darauf langjärhige Haftstrafen.

    Selensky hat alle,die mehr zu Russland stehen aufgefordert nach Russland zu ziehen. d. h. wenn die Ukrainer in die Gebiete zurückkommen sollten, droht eine ethnische Säuberung.
    Auch für die Teilnahme an den Referenden hat er Strafen angedroht.

    All dies treibt die Menschen noch viel mehr in die Arme der Russen.

    Minsk 2 war ein Versuche eines Kompromisses , damit die Volksgruppen zusammenleben. Die Ukraine war nicht daran interessiert und tat nichts zur Umsetzung.
    Was wir jetzt erleben, ist die folge dessen.

    • Andreas I. 29. September 2022 at 23:17Antworten

      Hallo,
      „All dies treibt die Menschen noch viel mehr in die Arme der Russen.“

      Und da frage ich mich, ob dahinter vielleicht doch irgendein gewiefter Plan stecken könnte, oder ob die heutigen USA-Strategen echt außer grenzenloser Hybris nichts mehr auf der Pfanne haben, d.h. wirklich so dumm sein können.
      Es wäre ja in beide Richtungen nicht das erste Mal in der Geschichte …

  2. Rosa 28. September 2022 at 23:39Antworten

    Die EU will nun weitere Sanktionen beschließen, natürlich für Ölimporte aus der Russischen Föderation, und sollen die EU-Staaten auch übere weitere Importbeschränkungen abstimmen, so Van der Leyen heute.

    Wahrscheinlich ist darin – das wievielte Sanktionspaket ist das bis dato? – auch gleich mal die „Ursulas Strafe“ für „Explosives Öffnen von North Stream 2“ – dessen man Russland seitens EU & Co oder, besser gesagt, USA & Co bezichtigt – enthalten …

    Den Ausdruck „Scheinreferenden“ hören wir hier im Staatsfunk täglich, auch regierungsnahe Privatsender verwenden diese Formulierung. Von zahlreichen internationalen (!) unabhängigen Beobachtern in der Ostukraine der letzten Tage wird kein Sterbenswörtchen erwähnt, schon gar nicht objektives Bildmaterial von den ausländischen Wahlbeobachtern gezeigt. Im Gegenteil, im österreichischen TV wurde vielmehr erwähnt, die Ost-Ukrainer würden zum Referendum „gezwungen“ werden, sogar der Ausdruck, „mit der Waffe“.

    Referendum Ukraine:

    Die „öffentlich-rechtliche Erzählung“ (auch) zum aktuellen Unabhängigkeits-Referendum steht geradezu in vollem Gegensatz zu dem, was aus Sicht erwähnter internationaler Beobachterteams berichtet wird. – – anti-spiegel.ru/2022/erster-bericht-ueber-die-beobachtung-des-referendums

    Dass die unabhängigen – aus verschiedenen Nationen und Kontinenten stammenden – Beobachter des Ostukraine-Referendums bei ihrer Tätigkeit fallweise durchaus in Gefahr um Leib und Leben gerieten, wird öffentlich-rechtlich auch nicht erwähnt. – – anti-spiegel.ru/2022/mordanschlag-auf-meine-beobachtergruppe-vereitelt

    Hingegen lässt sich Frau van der Leyen sich auf ihrer für die Bevölkerungen katastrophalen Zerstörungsmission durch nichts und niemand beirren:

    „Der Vorschlag für neue Strafmassnahmen ist auch eine Reaktion auf die russische Teilmobilmachung im Krieg gegen die Ukraine sowie die Scheinreferenden in von Russland besetzten ukrainischen Gebieten. „In der vergangenen Woche hat Russland in seinem Angriffskrieg auf die Ukraine einen weiteren Schritt in Richtung Eskalation unternommen“, sagte von der Leyen. „Wir akzeptieren weder die Scheinreferenden noch irgendeine Art von Annexion in der Ukraine.“

    Quelle – expmx.com/de/2022/09/28/breaking-eu-schlaegt-neue-russland-sanktionen-vor-einschliesslich-oelpreisobergrenze

    Wie kann diese vernunft- wie moralbefreite, ungewählte, präpotente, selbstherrliche „Kriegsgöttin“, wie können all die destruktiven, maliziösen Demolierer, mit denen sie zugange ist, die im Vorder- wie auch jene im Hintergrund, wie können all diese zu den historisch Schlimmsten zählenden Schwerverbrecher endlich gestoppt und entmachtet werden?

    • Andreas I. 30. September 2022 at 9:11Antworten

      Hallo,
      der Satz ist ja interessant, Leyen:
      „Wir akzeptieren weder die Scheinreferenden noch irgendeine Art von Annexion in der Ukraine.“

      Wer ist „wir“? Ein Wählermandat kann sie ja mangels Wahl nicht haben. SMS mit Pfizer und einen Preis der B&M-Gates_Stiftung hat sie, das könnten Indizien sein, in welche Richtungen zu vermuten ist, wer „wir“ ist.
      Welche „Scheinreferenden“? Die in Charkiw, Lugansk, Donezk und Saporoschje sind echt und nach 8 Jahren Konfliktzustand bitterer Errnst, also die können nicht gemeint sein.
      Welche „Annexion“? Abspaltung mit Referenden ist Sezession, also Charkiw, Lugansk, Donezk und Saporoschje können nicht gemeint sein.

      Aber sie meint genau das – und das ist Realsatire.
      Eine lupenrein demokratisch legitimierte Präsidentin der EU verurteilt Abstimmungen.

      Eines stimmt allerdings mit der Realität überein:
      „Wir akzeptieren weder … noch irgendeine Art von Annexion in der Ukraine.“

      Das stimmt, in der Ukraine akzeptieren Ursula&Co. behauptete Annexion nicht.
      Hingegen in Palästina akzeptieren Ursula&Co. Annexion und in Irak und in Syrien akzeptieren sie Besatzung.
      Also „wir“ ist jedenfalls transatlantisch orientiert.

      Aber hat eigentlich mal jemand die EU-Bürger gefragt, ob sie so eine Oberursel akzeptieren? :-)

      • Rosa 30. September 2022 at 16:18

        „Wer ist WIR ..“

        PLURALIS MAJESTATIS der Frau Ursula, schätze ich.

        Btw, heute eine Nahaufnahme von ihr gesehen. Fast erschreckend (wenn es mir naheginge), wie extrem gealtert die Dame aussieht.

  3. Hans H. 28. September 2022 at 19:17Antworten

    Der Blog sollte sich mMn lieber auf seine medizinischen Kernthemen konzentrieren und vom Ukraine-Thema die Finger lassen. Denn mit solchen Artikel macht man sich nur lächerlich. Russland habe im März die Offensive schon freiwillig eingestellt, da man Zivilisten und Infrastruktur schonen will… behaupten da irgendwelche zurecht unbekannten Experten. Nachdem von den Russen ganze Städte wie Severodonetsk und Mariupol in Schutt und Asche gebombt wurden. Tausende Zivilisten im Bomben und Raketenterror ums Leben kamen und ein Sachschaden verursacht wurde von mittlerweile über 300 Mrd €.
    Weil Russland laut diesen Experten ja so erfolgreich ist und alles nach Plan läuft, deswegen zieht man sich aus einem Gebiet nach dem anderen zurück, unter Zurücklassung von hunderten Panzern, Geschützen usw. Weil es so erfolgreich ist, macht Russland jetzt mobil und schickt seine Mobilisierten nach vollkommen unzureichendem Training und mit vollkommen unzureichender Ausrüstung sofort an die Front. Weil Russlands Rüstungsindustrie so überlegen ist, wie diese Experten behaupten, hat Russland mittlerweile schon die Munitionslager von Weißrussland geplündert, Munition in Nordkorea bestellt und vom Iran Drohnen gekauft und rollt mittlerweile uralte T-62 Panzer an die Front. Während die USA die Rüstungsindustrie noch nicht einmal hochgefahren hat und im Gegensatz zu Russland den im Kalten Krieg aufgebauten Waffenbestand noch nicht einmal aus den Lagern geholt hat. Russland hat als große Sowjetunion das Wettrüsten gegen die USA verloren. Damals war man noch vergleichsweise mächtig und die Ukraine, Kasachstan und viele weitere Länder waren noch auf ihrer Seite. Jetzt steht Russland vollkommen alleine (bzw. gerade noch mit Weißrussland) da und soll laut diesen Experten ein Wettrüsten gewinnen…
    Sorry, aber wer soll so etwas glauben? Dieser Blog ist gerade deswegen so wertvoll, da er bei medizinischen Themen die Wissenschaft hochhält. Beim Ukraine-Krieg passiert jedoch das genaue Gegenteil. Da werden irgendwelche unbekannten Experten dahergezerrt, deren Behauptungen so offensichtlich falsch und unlogisch sind, dass es einem förmlich beim Lesen dieses Unsinns die Gehirnwindungen gerade biegt.

    • Andreas I. 28. September 2022 at 22:38Antworten

      Hallo,
      „Nachdem von den Russen ganze Städte wie Severodonetsk und Mariupol in Schutt und Asche gebombt wurden. Tausende Zivilisten im Bomben und Raketenterror ums Leben kamen“

      Russland bot Evakuierungskorridore an. Das ukrainische Militär hinderte die Zivilisten, die Kampfzone zu verlassen.
      Um trotzdem die Zivilisten so weit wie möglich zu schonen, wurden die Städte eben nicht gebombt, sondern es wurde Haus für Haus erkämpft und das sieht man auch an der Art der Schäden, die die Häuser dadurch hatten.

      „Weil Russland laut diesen Experten ja so erfolgreich ist und alles nach Plan läuft, deswegen zieht man sich aus einem Gebiet nach dem anderen zurück,“

      Aus exakt einem Gebiet nach der einzigen erfolgreichen Offensive der ukrainischen Armee in den gesamten 7 Monaten.

      „unter Zurücklassung von hunderten Panzern, Geschützen usw.“

      Von denen es nur komischerweise nicht die entsprechenden hunderte Fotos gibt, warum wohl nicht?!

      „macht Russland jetzt mobil und schickt seine Mobilisierten nach vollkommen unzureichendem Training und mit vollkommen unzureichender Ausrüstung sofort an die Front.“

      Erstens sind das ehemalige Soldaten, wurden also schonmal trainiert … und zweitens werden sie eingesetzt, die okkupierten Gebiete zu sichern.

      „Weil Russlands Rüstungsindustrie so überlegen ist, wie diese Experten behaupten, hat Russland mittlerweile schon die Munitionslager von Weißrussland geplündert, Munition in Nordkorea bestellt und vom Iran Drohnen gekauft“

      Nordkorea hat die Republiken LVR (Lugansk) und DVR (Donezk) anerkannt und da könnte man schmunzeln, ach ja Nordkorea der kleine Dicke mit der Frisur; aber es ist möglich, dass eine Verbindung China – Nordkorea besteht und dann wäre das diplomatisch nicht mehr nur so zum Schmunzeln, zumindest nicht für USA und westeuropäische Transatlantiker.
      Und die iranischen Drohnen sind genau das, was in Russlands Arsenal zwischen Drohnen mit weniger Reichweite und großen teuren Raketen/Marschflugkörpern noch fehlte und die werden von Russland unter dem Namen „Geranium 2“ inzwischen selber hergestellt.
      (Und könnten, da iranische Drohnen und so effektiv, für USA noch zum Problem im Nahen und Mittleren Osten werden, falls USA da noch mehr rumstänkern will.)

      „und rollt mittlerweile uralte T-62 Panzer an die Front.“

      Eben nicht an die Front, sondern ins Hinterland, die okkupierten Gebiete zu sichern.
      Übrigens waren die T-62 teurer als die T-72, aber zur sowjetischen und später auch zur russischen Doktrin passten die T-72 besser, so dass die T-62 nicht aktualisiert / modernisiert wurden. Die T-62 nur wegen ihres Alters zu unterschätzen könnte aber ein Fehler sein, denn es gab Videos aus Syrien, wo T-62 ohne reaktive Panzerung Treffer von Panzerabwehrraketen überlebt haben.

      „Während die USA die Rüstungsindustrie noch nicht einmal hochgefahren hat und im Gegensatz zu Russland den im Kalten Krieg aufgebauten Waffenbestand noch nicht einmal aus den Lagern geholt hat.“

      Ah ja. Und deswegen müssen westeuropäische Nato-Staaten mit ran.

      „Russland hat als große Sowjetunion das Wettrüsten gegen die USA verloren. … und soll laut diesen Experten ein Wettrüsten gewinnen…“

      Wer sagt denn, dass Russland sich auf ein symmetrisches Wettrüsten einlässt?
      Russland verteidigt sein eigenes Territorium (was allerdings groß ist) und wenn USA an der Grenze Russlands und in Gebieten, wo Russen wohnen, herumstänkert, naja okay, dann macht Russland diese paar km² auch noch zu russischem Territorium, dann kann USA da nicht mehr rumstänkern, Problem erledigt.
      USA hingegen mit 600+ Militärstützpunktern weltweit und 10 – 12 Flugzeugträgerverbänden weltweit im Einsatz … und einem entsprechenden Militärhaushalt von 700+ Milliarden und einer entsprechenden Schuldenquote Schulden zu BIP …

      Vielleicht werden ja morgen alle Vorhersagen westlicher Politiker und Medien wahr und Russlands Wirtschaft und Rüstungsproduktion bricht zusammen, das russische Volk entmachtet die aktuelle Regierung … und die Ukraine erobert alle verlorenen Gebiete zurück und die dortige Bevölkerung – von der Ukraine 8 Jahre lang beschossen – jubelt der ukrainischen Armee zu, Selenski u.ä. pro-USA-Regierungen werden von allen Ukrainern unterstützt … vielleicht.
      Bislang liegen die Erfolge auf der Seite Russlands, nicht nur Lugansk und Donezk sind jetzt russisches Territorium, sondern weil Ukraine & Westen je unbedingt den Krieg hinziehen mussten, sind jetzt auch noch Charkiw und Saporoschje russisches Territorium.
      Das ist – bislang – die Realität.
      Vielleicht werden ja morgen .. aber bislang sieht es eben anders aus.

      • Hans H. 29. September 2022 at 9:13

        Ach so? Die Städte wurden nicht zerbombt. Klar, das Theater in Mariupol in dem nur Zivilisten waren ist von selbst zusammengebrochen und die zerstörte Stadt, die bis heute ohne Gas, Strom und fließendes Wasser ist, bilden wir uns nur ein. Auch das zerstörte Severodonetsk und viele kleinere Städte, die von den Russen mit Artillerie Massenbeschuss praktisch in Grund und Boden gebombt wurden.
        Die Russen mussten sich schon aus den Regionen Kiew, Chernihiv und Sumy zurückziehen, dann wurden sie von Ukrainern zunächst (Mai) aus der unmittelbaren Umgebung Charkiws vertrieben. Sie mussten die Schlangeninsel aufgeben, weil sie nicht mehr haltbar war und jetzt haben sie in der Region Charkiw eine heftige Niederlage erlitten. Zu den hunderten zurückgelassenen und zerstörten Panzern gibt es eindeutige Bild- und Videobeweise. Nur halt nicht auf russischen Propagandaseiten. Die Seite oryxspioenkop macht nichts anderes als alle per Bild oder Video festgehaltenen Verluste zu dokumentieren und es sind mittlerweile bei den Russen fast 6.500. Die Russen haben enorme Verluste, da sie eine inkompetente Militärführung haben, eine insuffiziente Kommandostruktur, ein durch Korruption und Vernachlässigung heruntergekommenes Heer und vor allem unmotivierte Soldaten, die sie als Kanonenfutter verheizen.
        Davor kann man die Augen verschließen und weiterhin dem Kriegstreiber im Kreml zujubeln, der laut Ihnen nur „sein Territorium verteidigt“ (in der Ukraine? Ernsthaft?). Fakten lassen sich jedoch nicht dauerhaft verdrängen und Russland wird diesen Krieg verlieren.

      • Petra 29. September 2022 at 10:58

        „Russland bot Evakuierungskorridore an. Das ukrainische Militär hinderte die Zivilisten, die Kampfzone zu verlassen.“
        Danke für dieses Beispiel. In den System-Medien, die der ukrainischen Propaganda folgen, wurde die Sache dann dahin dargestellt, dass Zivilisten von Russen verschleppt wurden, und dass das ukrainische Militär dies zu verhindern suchte bzw. verhinderte.

        Wenn das Wort „Evakuierung“ durch „Verschleppung“ ersetzt wird, dann bekommt ein Vorgang, der für einen externen neutralen Beobachter gleich aussieht, sofort eine ganz andere Bedeutung.

      • Andreas I. 29. September 2022 at 11:50

        @ Petra Hallo,
        gestern bemühte ich die Suchmaschine und aktuell taucht in vielen Überschriften von Qualitätsmedien der Begriff „Scheinreferenden“ auf – als ich das sah, musste ich lachen.

        A
        Die Qualitätsmedien behaupten, dass die Russen mit ihrer Kriegführung Zivilisten töten, terrorisieren, massakrieren, sonstwas.
        B
        Diese Zivilisten stimmen für Beitritt zu Russland ab.

        Eines von beiden muss falsch sein, denn A steht in Widerspruch zu B.
        Also bleibt den Qualitätsmedien kein anderer Ausweg (um ihre Behauptung A aufrechtzuerhalten), als von „Scheinreferenden“ zu reden.
        Dumm nur:

        C
        Es ist überprüfbar, ob Referenden stattgefunden haben. Nach Aussagen von Leuten, die vor Ort waren, haben Referenden stattgefunden.

        Also bliebe den Qualitätsmedien kein anderer Ausweg (um ihre Behauptung A aufrechtzuerhalten), als entweder
        D
        Wahlfälschung zu behaupten oder
        F
        zu behaupten „unter vorgehaltener Waffe“ (wie sie schon bei der Krim behaupteten).

        D ist nie auszuschließen, aber wenigstens Indizien sollte man schon nennen können, wenn man es behauptet.
        F stünde in Widerspruch dazu, dass die Qualitätsmedien den sagenhaften Erfolg der ukrainischen Armee feiern und erklären, wie schwach Russland sei, wenn es die Teilmobilisierung braucht – aber wenn das so ist, welche Russen sollen dann im gesamten Territotium der Referenden allen abstimmenden Bürgern „die Waffe vorgehalten“ haben?! Widerspruch.

        Und genau deswegen können die Qualitätsmedien sich erst gar nicht mit B bis F befassen, denn dann fiele ihre Behauptung A in sich zusammen (und damit das Feindbild vom bösen Russen).
        Also bleibt den Qualitätsmedien nicht anderes übrig, als einfach den Begriff „Scheinreferenden“ zu setzen und damit sachliche Auseinandersetzung zu vermeiden.
        Allerdings ist das so arm, eine dermaßene Bankrotterklärung, dass ich da schon wieder lachen muss.

      • I.B. 29. September 2022 at 14:53

        Andreas I.
        29. September 2022 at 11:50
        @ Petra Hallo,

        Dazu kommt noch, dass die „Scheinreferenden“ völkerrechtswidrige“ Scheinreferenden sein sollen. Im Völkerrecht kommen aber Abstimmungen zu einer Separation gar nicht vor. Im Völkerrecht gibt es das Selbstbestimmungsrecht, wie ein Volk leben möchte. Ob sich eine Region vom Staat abspalten möchte, ist Sache des Staates (der vermutlich nicht zustimmen will wie in Jugoslawien), aber nicht Sache des Völkerrechts. Ob diese Abstimmung dann international anerkannt wird, ist auch nicht Sache des Völkerrechts, sondern eine politische Anerkennung oder Nicht-Anerkennung der internationalen Staaten.

        Die kriegerische Abspaltung der Teilstaaten von Jugoslawien wurde zB anerkannt. Dass die USA und die NATO einen Völkerrechtsbruch begingen, als sie Jugoslawien angriffen, wird vom demokratischen Werte-Westen nie erwähnt.

      • Andreas I. 29. September 2022 at 15:48

        @ I.B. Hallo,
        der Wertewesten hat ja auch seine „regelbasierte Ordnung“, faktisch eine höhere Ordnung, man könnte auch sagen eine exeptionelle Ordnung, da braucht es sowas primitives wie Völkerrecht ja erst gar nicht.

      • Andreas I. 29. September 2022 at 23:02

        @ Hans H.Hallo,

        „Ach so? Die Städte wurden nicht zerbombt.“

        Nein.

        „Klar, das Theater in Mariupol in dem nur Zivilisten waren ist von selbst zusammengebrochen“

        Erstens warum sollte ein Gebäude, in dem sich nur Zivilisten befinden, bombardiert werden? Das ergibt keinen Sinn. Zweitens wer erzählt sowas? Drittens wurden in den Häuserkämpfen auch Granaten eingesetzt – wie gesagt kann man das auf den Bildern an der Art der Beschädigungen der Häuser sehen. Viertens bezog die ukrainische Armee ihre Stellungen oft direkt neben zivilen Einrichtungen, davon gibt es etliche Bilder, und ich weiß nicht, von welchem Theater sie reden, aber wenn die ukrainische Armee sich auch dort neben dem Theater positioniert hatte und mit Granaten beschossen wurde, kann selbstverständlich das Gebäude so schwer beschädigt worden sein.
        Die Behauptung, dass „Städte gebombt“ worden wären, die suggeriert Luftwaffen-Bombardements – und die gab es eben nicht, also ist diese Behauptung bzw. die implizierte Suggestion irreführend .

        „und die zerstörte Stadt, die bis heute ohne Gas, Strom und fließendes Wasser ist, bilden wir uns nur ein.“

        Die Häuserkämpfe haben die Stadt bis zu diesem Grad zerstört, aber dass „Städte gebombt“ worden wären, bleibt falsch und erzeugt einen falschen Eindruck.
        Die ukrainische Armee bzw. in Mariupol die Azow-Kämpfer hätten die Zivilisten durch die Fluchtkorridore fliehen lassen können und dann hätte möglicherweise – in militärischer Logik durchaus folgerichtig – die russische Luftwaffe die „Städte gebombt“, wie Sie behaupten.
        Aber ukrainische Armee und Azow-Kämpfer haben die Zivilisten eben nicht gehen lassen und entsprechend wurden nicht „Städte gebombt“, sondern es musste Häuserkampf geführt werden.

        „Auch das zerstörte Severodonetsk und viele kleinere Städte, die von den Russen mit Artillerie Massenbeschuss praktisch in Grund und Boden gebombt wurden.“

        Ach so na gut; Sie unterscheiden nicht zwischen Artillerie und Bomben? Okay ich bin auch kein Militärexperte, aber da gibt es schon noch Unterschiede in der militärischen Taktik, ob Luftangriff oder Bodenoperation …
        Nur warum suchen Sie die Verantwortung so einseitig bei den Russen und nicht auch bei der ukrainischen Armee? Wenn die sich in den Städten verschanzen (mussten), weil ihnen verboten wurde, sich zurückzuziehen, was aber wahnsinnig war, weil die Russen die Städte sowieso eingenommen haben.

        „Die Russen mussten sich schon aus den Regionen Kiew, Chernihiv und Sumy zurückziehen,“

        Ob sie mussten … nachdem klar war, dass Kiew / Regierung Selenski nicht kapituliert, sondern sinnlos ukrainische Menschen verheizt, wurde jedenfalls die Umzingelung Kiews aufgelöst.

        „dann wurden sie von Ukrainern zunächst (Mai) aus der unmittelbaren Umgebung Charkiws vertrieben.“

        Ja vielleicht, vielleicht aber auch weniger spektakulär vertrieben als dass sich die Russen wegen Unterzahl zurückzogen. Jedenfalls ist Oblast Charkiw jetzt faktisch Territorium der Russischen Föderation.

        „Sie mussten die Schlangeninsel aufgeben,“

        Die sie nicht unbedingt brauchen, wenn sie genügend mit ihrer Kriegsmarine abdecken können. Diese Insel ist zwar taktisch gut gelegen, aber im Zeitalter von Raketen ist so ein Miniinselchen nun auch nicht unbedingt Kämpfe wert, bei denen man Soldaten verlieren könnte.

        „und jetzt haben sie in der Region Charkiw eine heftige Niederlage erlitten.“

        Militärische Niederlage ja, aber „heftige“?! Die Russen haben sich mit geringen Verlusten zurückgezogen und die Ukrainer haben für ihren „Erfolg“ Verluste erlitten, es blieb zeitweiliger Geländegewinn, also da ist diskutabel, ob das überhaupt eine Niederlage war, aber eine „heftige“ wohl kaum.

        „Zu den hunderten zurückgelassenen und zerstörten Panzern gibt es eindeutige Bild- und Videobeweise. Nur halt nicht auf russischen Propagandaseiten. Die Seite oryxspioenkop macht nichts anderes als alle per Bild oder Video festgehaltenen Verluste zu dokumentieren und es sind mittlerweile bei den Russen fast 6.500.“

        Materialverluste (zerstörte Panzer u.a. Kriegsgerät) und Personalverluste (tote Soldaten) sind schon noch zwei verschiedene Sachen.
        Die Personalverluste gibt Russland selber mit 5900 an und wenn andere Quellen 6500 zählen, ist das jedenfalls nicht um Größenordnungen verkehrt, sondern beides rund um 6000.
        Aber zu den “ hunderten zurückgelassenen und zerstörten Panzern“?! Das ist nicht das Selbe wie die 6500, also sind die „hunderte Panzer“ da auch dokumentiert oder nur die 6500 Personalverluste (tote Soldaten)?
        Wenn nicht, dann bleibt es bis auf weiteres eine Behauptung, dass die Russen „hunderte Panzer“ verloren hätten.

        „Die Russen haben enorme Verluste,“

        Traurig für 6000 Seelen, militärisch bei 100.000 bis 150.000 über 7 Monate erscheint die Bezeichnung „enorme“ Verluste doch etwas schwungvoll.

        „da sie eine inkompetente Militärführung haben, eine insuffiziente Kommandostruktur, ein durch Korruption und Vernachlässigung heruntergekommenes Heer und vor allem unmotivierte Soldaten, die sie als Kanonenfutter verheizen.“

        1000 km Frontlinie in Unterzahl in gegnerisches Territorium hineinzutreiben spricht eine andere Sprache.

        „Davor kann man die Augen verschließen und weiterhin dem Kriegstreiber im Kreml zujubeln,“

        Oder den Kriegstreibern im Weißen Haus und im Kongress und im Bundestag und in Brüssel zujubeln …

        „der laut Ihnen nur „sein Territorium verteidigt“ (in der Ukraine? Ernsthaft?).“

        Nicht „der“, 140 Millionen und Einzahl passt eher weniger zusammen.
        Es ist eben nicht mehr Ukraine, nach den Referenden ist es Russland und ja, man kann vor den Fakten die Augen verschließen. :->
        Die Menschen vor Ort stimmten für Russland, weil die Russen und der Krieg in der ehem. Ukraine eben nicht so sind, wie sie in den westlichen Medien dargestellt werden – und die Ukrainer auch nicht so, wie sie in den westlichen Medien dargestellt werden.
        Ja vor diesen Fakten kann man die Augen verschließen, dann sieht man sie nicht, aber nur man selber (und ggf. andere, die auch die Augen verschließen) sieht sie nicht.
        Die ukrainischen Regierungen ab 2014 haben selber die Menschen in Charkiv, Lugansk, Donezk und Saporoschje aus der Ukraine vertrieben, nur haben diese Menschen sich nicht entwurzeln lassen, sondern haben ihr Heimatland mitgenommen.

        „Fakten lassen sich jedoch nicht dauerhaft verdrängen und Russland wird diesen Krieg verlieren.“

        Russland hat ihn bereits gewonnen:
        – Die ehemals ukrainischen Oblaste Charkiv, Lugansk, Donezk und Saporoschje sind russisches Territorium. Es gab für den Westen die Chance der Minsker Vereinbarungen und der Sicherheitsgarantie, dass die Ukraine neutral bleibt, dann wäre das alles noch Ukraine. Verspielt.
        – Nato-Staaten wie Deutschland haben sich mit „Sondervermögen“ zusätzlich verschuldet.
        – Die BRICS kooperieren enger als zuvor. Argentinien und Iran sind Beitrittskandidaten.
        – EU und damit alle europäischen Nato-Staaten sind in einer Krise, die zwar größtenteils hausgemacht ist, aber durch die Russland-Sanktionen noch verschärft wird.
        – USA kann nichts anderes mehr machen, als russische Gasröhren zu sprengen, aber dabei auch Nato-Staaten in Westeuropa zu schädigen und damit seine eigene Position in Westeuropa zu schwächen.
        Sorry bro, es sieht keineswegs danach aus, dass Russland diesen Krieg verlieren würde, es sieht eher danach aus, dass USA gerade den Weg geht, den alle Imperien gingen.

    • Fritz Madersbacher 28. September 2022 at 22:41Antworten

      @Hans H.
      28. September 2022 at 19:17
      „… irgendwelche unbekannten Experten dahergezerrt, deren Behauptungen so offensichtlich falsch und unlogisch sind“
      Ihre Wut ist verständlich, Ihrer Darstellung der Ereignisse wird im von Ihnen kritisierten Artikel der Boden unter den Füßen weggezogen. Aber woher stammen die „Fakten“ Ihrer Darstellung? Und wie logisch sind sie? Sie geben von Anfang bis Ende die Kriegsberichterstattung jener Medien wieder, die uns eben noch die „Pandemie“ erklärt haben. Ich will Ihnen nicht in Ihre Sicht der Ereignisse in der Ukraine dreinpfuschen, aber wenn Sie neben der „interessierten“ Darstellung insbesondere in den deutschen „Leit“-Medien die Berichterstattung von Medien aus aller Welt lesen, dann werden Sie sehr schnell feststellen, wie in sich widersprüchlich und – ich muß es leider sagen – wirklich erbärmlich dumm die kriegsgeile Darstellung der Ereignisse in den deutschen und österreichischen „Qualitäts“-Medien ist – und sie entfernt sich mit jedem Tag weiter von der Realität, verkommt zu einer immer gefährlicheren Verzerrung der Ereignisse zu rein propagandistischen Zwecken. Wozu soll das dienen? Nach zweieinhalb Jahren „Pandemie“ wollen sich diese Pandemiefeiglinge als Kriegshelden aufspielen? Das ist doch wirklich lächerlich!

      • Hans H. 29. September 2022 at 9:20

        Ich bin nicht wütend und von den Behauptungen dieser Experten auch absolut unbeeindruckt. Denn sie sind genau das Behauptungen (bzw. Thesen in der Wissenschaft), die jeder aufstellen kann. Viele dieser Behauptungen sind aber eben eindeutig falsch. Thesen die falsifiziert wurden, sind eben nicht mehr wissenschaftlich, sondern Unsinn. Genau das ist auch das Problem dieser Behauptungen, das habe ich anhand von Stichworten aufgezählt. Solche Kommentarseiten wie hier reichen aber sicher nicht auf, um all meine Quellen zu allem vorgebrachten Unsinn vorzubringen. Ich informiere mich jedenfalls aus russischen Quellen, ukrainischen Quellen und auch neutralen Seiten und aus dem versuche ich dann jeweils herauszudestillieren was wirklich Faktum ist und was nur Behauptung. Denn Propaganda betreiben beide Seiten. Genau das ist aber das Problem mit tkp beim Ukraine-Krieg. Hier lässt man im Gegensatz zu den medizinischen Themen jegliche Objektivität außer Acht und transportiert wie in diesem Artikel ungefiltert russische Propaganda, die oft nur auf Behauptungen beruht und leicht widerlegt werden kann.

      • Andreas I. 29. September 2022 at 10:53

        Hallo,
        „die Kriegsberichterstattung jener Medien wieder, die uns eben noch die „Pandemie“ erklärt haben.“

        Und das sind jene Medien, die vor der „Pandemie“
        – von jugoslawischen KZ erzählt haben
        – von irakischen Massenvernichtungswaffen erzählt haben
        – bezüglich Irak auch die Brutkastenlüge verbreitet haben
        – Israels Okkupationen, Israels Besatzungs- und Siedlungspolitik seit Jahrzehnten beschönigend framen
        – USA-Kriege und bundesdeutsche Beteiligung an solchen (Jugoslawien, Afghanistan) beschönigend framen
        – über Libyen falsch berichtet haben
        – über Syrien falsch berichtet haben
        – China verzerrt darstellen

        – innenpolitisch schon 2010, als es noch Spurenelemente von Rechststaatlichkeit gab, das Urteil des BVerfG zur Berechnungsgrundlage der Hartz-IV-Regelsätze nicht thematisierten und stattdessen der Volksverhetzung Guido Westerwelles breiten Raum boten (min. 4 Millionen erwerbslose bundesdeutsche Bürger derart zu diffamieren war Volksverhetzung, nur liegt Volksverhetzung juristisch nur gegen Juden vor, es waren eben schon damals nur noch Spurenelemente von Rechststaatlichkeit)
        – die „Wiedervereinigung“ nach wie vor so darstellen, dass man sich als Ossi fragt, wovon die da reden
        – Die Riraten negativ darstellten, Die Basis gar nicht erwähnten

        – seit 2014 über die Ukraine mindestens sehr einseitig berichteten
        – den Krieg in Jemen bestenfalls als Randnotiz erwähnen
        – von einer Äußerung eines iranischen Regierungschef eine falsche Übersetzung regelmäßig wiederholten

        Man bräuchte kaum die Medien der jeweils anderen Seiten, denn nach alledem kann man sich darauf verlassen:
        Wenn diese Qualitätsmedien etwas behaupten oder mit Suggenstionen versuchen einen Eindruck zu erwecken, dann ist meistens das Gegenteil der Fall.

      • Andreas I. 29. September 2022 at 11:09

        @ Hans H Hallo,
        „Viele dieser Behauptungen sind aber eben eindeutig falsch. Thesen die falsifiziert wurden, sind eben nicht mehr wissenschaftlich, sondern Unsinn.“

        Was eine Behauptung Ihrerseits ist und so steht Behauptung gegen Behauptung.
        Konkret würde es, wenn Sie eine Behauptung, die Ihrer Meinung nach falsch ist, widerlegen würden, also nachweisbare Tatsachen nennen würden, die gegen diese Behauptung sprechen. Damit würden Sie dem von Ihnen eingeforderten wissenschaftlich Anspruch gerecht.

    • I.B. 28. September 2022 at 22:43Antworten

      „Dieser Blog ist gerade deswegen so wertvoll, da er bei medizinischen Themen die Wissenschaft hochhält.“

      Nun, das sehen zB viele „Corona-Experten“ und ihre Anhänger anders. Für die werden hier Verschwörungstheorien gebracht.

      Ob hier bei diesem Bericht über die militärische Situation irgendwelche unbekannten Experten dahergezerrt wurden – wie Sie schreiben -, kann ich nicht beurteilen. Ich bin jedenfalls immer vorsichtig, wenn ich von „Experten“ höre.

      So hat zB Deutschlands Vorzeigeunternehmer Wolfgang Grupp von Trigema gewagt zu sagen: „Ich behaupte, dass der Amerikaner im Hintergrund alles steuert, damit er alleine eine Weltmacht bleibt.“ Aus seiner Sicht brächten die Sanktionen gegen Russland nichts. (BW24)

      Schon findet sich ein „Experte“ wie Thorsten Benner (Mitbegründer und Direktor des Global Public Policy Institute (GPPi) ​​in Berlin. Er beschäftigt sich mit internationalen Organisationen, Frieden und Sicherheit, sowie dem Zusammenspiel der USA, Europas und nicht-westlicher Mächte), der von Verschwörungstheorien spricht. „Klischeehafter könnte man reflexhaften Antiamerikanismus nicht in eine Verschwörungstheorie packen, um von einem vermeintlichen Geheimplan hinter der russischen Invasion zu fabulieren“, sagt der Politik-Experte. Er ist sich sicher: „Der Trigema-Chef hat für die Bundeszentrale für politische Bildung und den Polethikunterricht perfektes Anschauungsmaterial für Verschwörungstheorien in der öffentlichen Diskussion geliefert.“ (zu finden bei BuzzFeed)

      Offenbar hat der „Experte“ und Direktor von GPPi noch nie Biden oder George Friedman zugehört.

      • Hans H. 29. September 2022 at 9:28

        Genau das ist das Problem. Experte A behauptet das, Experte B behauptet das. Experte ist kein geschützter Titel. Jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt, kann sich so nennen. Darum gebe ich auf solches Gelaber von beiden Seiten auch nicht viel. Ich versuche auch an dieses Thema wissenschaftlich heranzugehen und zu jeder Behauptung (=These) die Fakten zu suchen. Also ist die These verifiziert, oder falsifiziert, oder weder noch (also möglich, aber unbestätigt). Nur so kommt man zu einem objektiven Bild. TKP hat das in der Coronakrise beispielhaft gemacht und bringt bei jedem medizinischen Thema die zugrundeliegenden Studien. Hier jedoch werden einfach nur irgendwelche Behauptungen (Thesen) von irgendwelchen vorgeblichen Experten zusammengefasst, die teilweise schon eindeutig falsifiziert wurden und teilweise so absurd sind, dass es einem die Haare sträubt.

      • Andreas I. 29. September 2022 at 11:01

        Hallo,
        „Offenbar hat der „Experte“ und Direktor von GPPi noch nie Biden oder George Friedman zugehört.“

        Und weiß nichts von Bzezinski, kann die Fakten weltweite Leitwährung und weltweite Militärpräsenz in keinen Zusammenhang bringen … naja, wahrscheinlich würde sich klären, warum sowas in den Qualitätsmedien beliebt ist, wenn man recherchieren würde, wer dieses “ Global Public Policy Institute“ finanziert.

      • I.B. 29. September 2022 at 11:14

        Hans H.
        29. September 2022 at 9:28

        „Also ist die These verifiziert, oder falsifiziert, …“

        Von wem verifiziert oder falsifiziert? Von correctiv oder mimikama?

        Vielleicht stimmen die Angaben im Artikel nicht. Ich kann es nicht überprüfen. Vielleicht ist es nur Wunschdenken. Aber Ihre Ausführungen klingen für mich halt sehr nach MSM und denen traue ich eben gar nicht. Wenn nach einem Rückzug der Russen ZWEI Menschen im deutschen Fernsehen zu sehen sind, die den Rückzug der Russen aus einem mehrheitlich Kiew nicht gut gesinntem Gebiet begrüßen, dann ist das für mich nicht gerade überzeugend.

        So denke ich auch an das gefundene Massengrab in der Ukraine mit den Fotos von lauter Holzkreuzen vor jedem Grab. Sind die Berichterstatter schon selbst so indoktriniert, dass sie die Diskrepanz von Massengrab (und damit suggeriertem versteckten Grab eines Massakers) und Holzkreuzen vor jedem einzelnen Grab (was eigentlich sogar „Einsegnung“ bedeutet) nicht erkennen?

        Jedenfalls hat selbst der gar nicht zimperliche Kissinger die USA davor gewarnt, in den Krieg einzusteigen, denn Russland besitze Waffen, die wesentlich weiter reichen als die Waffen der USA. Andererseits sagt Kissinger einmal – wenn man den diversen Berichten glauben darf – Ukraine solle Gebiete abtreten, ein anderes Mal, es solle keine Gebiete abtreten.

        Was vom Main-Stream und dem Staatspropaganda-Funk kommt, ist so grotesk, dass ich dem gar nichts glaube. Wenn das, was Sie schreiben nach MSM klingt, warum sollte ich Ihnen mehr glauben als anderen Berichten, die es anders sehen?

    • Konrad Kugler 29. September 2022 at 21:32Antworten

      Hans H. die Schäden im Donbass stammen vom Krieg, den die Ukraine seit 8 Jahren gegen den Donbass führt. Die Kriegsverbrecher sind die Ukrainer, weil sie Geschützstellungen in Wohngebieten aufstellten. Rußland befreit die Russen im Donbass vor dem Terrorregime und zerlegt das ganze Land dafür?
      Mariupol wird bereits wieder aufgebaut

  4. Dr. No 28. September 2022 at 14:23Antworten

    Gute Analyse, aber wissen die Generelle im Pentagon und anders wo all das nicht? Im Gegensatz zu Politiker sind die Generelle vom Fach und handeln wissenschaftsbasierend und können vor Militärgericht zur Verantwortung gezogen werden. Was hier vor sich geht ist, in meinen Augen, ein abgekartetes Spiel zwischen 2 Weltmächte die alles im Voraus abgesprochen haben, der Zeitplan wird beschleunigt oder verlangsamt je nach die Entwicklung auf der Ebene der Wirtschaft und nicht unbedingt auf der Ebene der Diplomatie oder der Kampfhandlung. Das Ziel ist Europa und im Kern davon Deutschland, im Interessen der USA, zu deindustrialisieren und die Ukraine zu Teilen, ich befürchte dass es nach dem Anschlag auf Nord Stream bereits für Deutschland zu spät ist, sich aus der Falle zu befreien und seine Industrie über den Winter zu Retten. Es ist auch schon Zeit für Österreich seine Lage zu überdenken und sich an seinen traditionellen Einflussbereich im Osteuropa und auf den Balkan zu orientieren, was für ein neutrales Land eher einfacher fallen würde als ein NATO-Mitglied.

  5. RAS 28. September 2022 at 14:19Antworten

    Thierry Meyssan schreibt auf voltairentPUNKTorg dazu:

    „…Moskau reagierte, indem es ankündigte, dass, wenn der Westen einen weiteren Schritt machen würde, es seine neuen Waffen einsetzen würde.

    Die russischen und chinesischen Armeen beherrschen die Technik der Hyperschallträgerraketen, die dem Westen fehlen. Moskau und Peking können jedes Ziel, überall auf der Welt, in Minutenschnelle zerstören. Es ist unmöglich, sie aufzuhalten, und dieses Ungleichgewicht wird mindestens bis 2030 anhalten, so die US-Generäle. Russland hat bereits gesagt, dass es das britische Außenministerium als Priorität treffen würde, welches es als den denkenden Kopf seiner Feinde betrachtet, und das Pentagon, das es als seinen bewaffneten Arm betrachtet. Für den Fall, dass sie angriffen, würden die russischen und chinesischen Armeen zuerst die strategischen Kommunikationssatelliten (CS3) der Vereinigten Staaten zerstören. Sie würden in wenigen Stunden die Möglichkeit verlieren, Atomraketen zu lenken und damit Vergeltung zu üben. Es gibt wenig Zweifel am Ausgang eines solchen Krieges.
    …(…)“

  6. Andreas I. 28. September 2022 at 12:29Antworten

    Hallo,
    es sind ja auch unterschiedliche Militärdoktrinen … aber das Problem mit dem Munitionsnachschub hat die deutsche Ingenieurskunst gelöst:
    Die Panzerhaubitze 2000 braucht nach 100 Schuss technische Wartung, also die kann gar nicht so viel Munition verbrauchen und dann braucht es auch nicht so viel Nachschub. :-)

  7. Germann 28. September 2022 at 10:44Antworten

    Die Zahl ist nicht maßgebend sondern die Strategischen Handlungen. Und ja, dem Irrglauben geben sich Politiker gern hin. Versäumnise fordern einen hohen Preis.

  8. Carmen 28. September 2022 at 10:39Antworten

    Es wird dramatisch. Unsere elitären – ideologisch verblendeten und unfassbar dummen Politiker inkl. EU – wollen das und werden wohl keine Gelegenheit bekommen sich um die eigene Bevölkerung zu kümmern.Sie werden aus den Ämtern gewählt – gejagt -geschimpft werden.

  9. Hans Im Glück 28. September 2022 at 10:38Antworten

    „Schließlich sind 75 Millionen Dollar für Excalibur-Präzisionsmunition vorgesehen, die 176.000 Dollar pro Schuss kostet…“
    Was könnte man für 176.000 Dollar segensreiches und sinnvolles für die Menschen tun! Was für eine Verschwendung. Logisch, dass Olaf da nicht hintanstehen möchte und 100 Milliarden „Sondervermögen“ in die Hand nimmt. „Sondervermögen“!

    • Heiko 28. September 2022 at 10:48Antworten

      Erinnert irgendwie an die Munitionsbeschaffung im „Freischütz“.

  10. Grld 28. September 2022 at 10:22Antworten

    Putin und seine Leute sind in ihren Reden verblüffend offen.

    Es wäre gut, wenn die westlichen psychopatischen Chaoten besser zuhören würden. Aber aktives Zuhören kann man von notorischen Lügnern und Betrügern eben nicht erwarten.

    Jeder Angriff auf die derzeitigen noch ukrainischen Gebiete sind in Zukunft Angriffe direkt auf russisches Territorium.
    Von russischer Seite wurde immer wieder betont, das derartige Angriffe entsprechend beantwortet werden.
    Wenn die USA/NATO/EU nicht bald zurückrudern wird es dramatisch.

    • I.B. 28. September 2022 at 11:31Antworten

      George Friedman von Stratfor war 2015 ebenfalls verblüffend und geradezu unverschämt offen: „Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und im Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland, weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt…“ (Es geht noch viel schlimmer weiter)

      Wie Sie sagen: Es wäre gut, wenn die westlichen psychopatischen Chaoten besser zuhören würden. Aber aktives Zuhören kann man von notorischen Lügnern und Betrügern eben nicht erwarten.

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

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