Neuer Höhepunkt der China-Verteufelung: “Völkermord” in Xinjiang!

17. Juni 2022von 3.6 Minuten Lesezeit

Kaum zu glauben, aber wahr: Das Mediengekreische über China ist noch schriller und dümmer als über Covid und Russland!

“Die arabische Welt schweigt zu den Genozid-Vorwürfen. Warum?” fragt Pierre Heumann, langjähriger Nahostkorrespondent des Handelsblattes und anderer Medien, in der Weltwoche.

Nun, hätte er sich 2 Minuten Zeit genommen und gegoogelt, hätte er herausgefunden, dass die seit 2021 von der amerikanischen Regierung aufgestellte und von anderen Politikern und Medien im Westen nachgeplapperte Behauptung, die chinesische Regierung begehe einen Völkermord an der muslimischen Bevölkerung in der Provinz Xinjiang, von den eigenen Anwälten als unbewiesen widerlegt wurde.

Hätte er ein paar Minuten länger gegoogelt, wäre er auch dahinter gekommen, dass der Begriff Genozid 1944 von Raphael Lemkin, einem polnischen Anwalt jüdischer Abstammung, geprägt und beim Nürnberger Tribunal zur begrifflichen Einordnung für die Ermordung von Millionen von Juden durch die Nazis verwendet wurde.

Und wäre er nicht zu faul gewesen, wüsste er auch, dass das Büro der Vereinten Nationen für die Verhütung von Völkermord klar stellte, dass „Genozid nur dann vorliegt, wenn es Beweise dafür gibt, dass die Täter die Absicht hatten, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe physisch zu zerstören. Kulturelle Zerstörung ist nicht ausreichend, ebenso wenig wie die Absicht, eine Gruppe einfach zu zerstreuen”.

Shaun Rein [Quelle: aurumbureau.com]

Shaun Rein, ein amerikanischer Geschäftsmann jüdischer Abstammung, der Xinjiang dank regelmäßiger Besuche gut kennt, hält es für einen unverschämten Skandal, dass ignorante und voreingenommene westliche Politiker und Journalisten die ungeheurliche Propaganda eines Völkermords an den Muslimen in Xinjiang verbreiten. 

 

In Xinjiang gibt es mehr als 20.000 Moscheen. [Quelle: worldaffairs.blog]

Natürlich ist auch Chinas „Krieg gegen den Terrorismus“ sehr problematisch und nicht gewaltfrei. Die gnadenlosen Kampagnen Amerikas und Israels, in denen sie seit Jahrzehnten echte und mutmaßliche Terroristen bombardierten und dabei ganze Wohngebiete mit unschuldigen Zivilisten, Krankenhäuser und Schulen auslöschten, haben den Chinesen gezeigt, wie man es nicht machen sollte. Obwohl es auch in Xinjiang zu Polizeigewalt kommt, hat sich Beijing im Allgemeinen dafür entschieden, die Ursachen des Terrorismus durch Armutsbekämpfung und Bildung anzugehen und nicht durch Gewaltexzesse, einschließlich solcher kriegerischer Mittel.

Großer Basar in Urumqi, der Hauptstadt von Xinjiang. [Quelle: worldaffairs.blog]

Es ist daher nicht verwunderlich, dass diese chinesische Provinz, die noch vor drei Jahrzehnten mausarm war und von der außerhalb Chinas kaum jemand je etwas gehört hatte, heute ganz anders aussieht, nachdem eine aufwändige Kampagne zur Modernisierung ihrer Städte, zur Errichtung neuer Krankenhäuser und Schulen, zum Bau von mehr als 20 Flughäfen, zur Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze in modernen Fabriken, zur Mechanisierung der Landwirtschaft und zur Anbindung der Region durch Hochgeschwindigkeitszüge durchgeführt wurde. Ich kann Herrn Heumann den Vorwurf nicht machen, nicht zu wissen, dass es den Muslimen in Xinjiang heute besser geht als vielen Muslimen in muslimischen Ländern, weil er, im Unterschied zu mir, nie dort war.

Tatsächlich werden Maschinen, nicht Muslime zur “Zwangsarbeit” gezwungen: 90 Prozent der Baumwollernte und -verarbeitung in Xinjiang erfolgen inzwischen mechanisiert. Die meisten Farmen gehören muslimischen Uiguren Foto:CourtesyofNewsweek.com)

Ich erlaube mir aber die Gegenfrage: Warum hat Herr Heumann seine Hausaufgaben nicht gemacht und betreibt mit seinem opportunistischen China- und Arabien-Bashing Geschichtsrevisionismus, der den Opfern von wirklichen Genoziden ins Gesicht schlägt?

Bild Radosław BotevXinjiang Wuqia County (4)CC BY 3.0 PL

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht unsere. Wir veröffentlichen sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.

Felix Abt ist Unternehmer und Autor von “A Capitalist in North Korea: My Seven Years in the Hermit Kingdom” und von “A Land of Prison Camps, Starving Slaves and Nuclear Bombs?


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22 Kommentare

  1. H 21. Juni 2022 at 22:41Antworten

    Lieber Herr Abt,
    Lieber Herr Madersbacher,

    Der Punkt ist doch dieser: Für mainstream-kritische Beiträge und Kommentare wie ihre, die ich persönlich gerne lese (lang lebe die Meinungs- und Pressefreiheit), säßen sie in China und insbesondere in Xinjiang längst für 20 Jahre in einem Umerziehungslager. Das ist weder westliche Propaganda noch „China Verteufelung“, sondern der harte Fakt eines totalitären Regimes in dem Kritik am Mainstream mit aller Härte ausgemerzt wird.

  2. Al 18. Juni 2022 at 10:40Antworten

    Was wir über China erfahren, bzw. was uns darüber erzählt wird, hat nicht etwa zum Ziel, uns zu „informieren“ (warum ich auch immer über China informiert sein sollte … auch so ein Globalisierungsschwachsinn), sonder dient einzig und alleine dem Zweck, hier unsere Weltbild zu formieren.
    Eben solches gilt natürlich auch anders herum: auch Chinesen hören iW über uns nur Erzählungen, die deren duldsames und unterwürfiges Weltbild festigen sollen.

    „Information“ dient heutzutage einzig und alleine nur noch der DEFORMATION: wir sollen durch Pseudoinformation im Sinne der Herrschenden denk-defomiert werden um freiwillig ein unmögliches Leben zu akzeptieren und in einem willfährigen Ausbeutungsmodus gehalten zu werden.

    Während man sich über Chinesen aufregt, übersieht man zugleich, wie wir (abgesehen von der Ausbeutung) durch Vielfach-Besteuerung auf jeden einzelnen von uns erarbeiteten Euro ausgenommen werden wie die Weihnachtsgans. ja, manche beruhigen sich mit dem Gedanken, dass wir es doch „viel besser als die Chinesen (oder Afrikaner oder Inder oder oder oder) haben“.

    • Taktgefühl 18. Juni 2022 at 18:23Antworten

      Ich erinnere mich, mindestens 10 Jahre lang der einzig globalisierungskritische User im Internet gewesen zu sein. Das war keine leichte Zeit.Da war einfach nichts, niemanden, der die EU in Frage gestellt hat, niemanden, der die Globalisieruerung in Frage gestellt hat, die eine direkte Folge der europäischen Grossraumwirtschaft war, die Zuwanderung wurde nicht in Frage gestellt, weil es verboten war, „Ausländer“ zu sagen. Bis 2003 trugen die Europäer einen Maulkorb. Und sie hielten sich daran. So tragisch das klingt.

      Doch halt, es gab noch jemanden im Netz, das war der andere, der auch alleine gegen Windmühlen kämpfte. Wir kannten uns.

      Was wir hier und heute erleben, ist die direkte Folge der Globalisierung und des Freihandels mit China.
      Wir kämpfen schon gar nicht mehr gegen das Ursachenproblem, wir verzetteln uns in der Bekämpfung von Sekundär- und Tertiärkonflikten, weil wir das Ursachenproblem schon gar nicht mehr richtig differenzieren können.

      Und die meisten tun überhaupt nichts, die sitzen mit ihren Masken alle sozialen Konflikte nur aus, weil die gar nichts begreifen und noch nie was begriffen haben. Diese trägen Leute schleppen wir noch alle mit.

      Alles hängt mir allem zusammen. Und der blinde Fleck gegenüber China kommt uns nun teuer zu stehen.

      • Milan 18. Juni 2022 at 20:32

        Taktgefühl
        18. Juni 2022 at 18:23Antworten

        Ist ihnen noch nie der Gedanke gekommen dass sie und der Eine Gleichgesinnte im Netz auf der falschen Spur unterwegs sein können?
        Glauben sie im Ernst nur sie und der Eine im Netz sind allwissend?
        Die globale Welt ist so komplex das weder der Eine noch sie den echten Durchblick haben können.
        Diejenigen die sie als Aussitzer betrachten haben schon eine Meinung dazu, nur drehen sie nicht derart am Rad wie sie.

      • Al 20. Juni 2022 at 11:10

        Ah, der Pausenclown ist wieder da. Witzig an diesem Gag von ihm ist, dass gerade er sich dauernd als Allwissend aufspielt.

        HAHAHAHArollgeckersprotzblitzkrach DERWARGUT ROFL milanmilowitschkischenkelklopf

        ;-(

      • Nightbird 20. Juni 2022 at 16:24

        @ Taktgefühl

        Bravo. Gut gebrüllt.

        Ich denke genauso.

        Und lass‘ jene, die anders denken, nur reden.
        Sie sind längst unwichtig.

        Nightbird

  3. Taktgefühl 18. Juni 2022 at 8:13Antworten

    China verteufelt die westlichen Westen und das nicht erst seit gestern. Wir verstehen die chinesische Propaganda bloß nicht.

    Xinjiang heißt eigentlich Turkmenistan. Was haben die Chinesen in Turkmenistan verloren?

    Das Internet ist ein weiteres Schachbrett der Kulturkriegförderung. Darauf führen nicht nur unsere Regierungen Krieg gegen uns und unsere Traditionen, die Antifa ist sicher auch ein Organ, welches von Chinesen benutzt wird, um uns von innen zu zerstören.
    Die Europäer haben keinerlei Selbstachtung mehr. China übernimmt schleichend Europa mit dem Kauf von Häfen, Flughäfen und der Aneignung der traditionellen Industrien samt Kundenstamm.

    Wer Europa hat, hat die Welt, sagen die Chinesen und die neue Seidenstraße reicht schon mitten hinein in Europa.

    Für China sind die USA ein „Problem“. „Manchmal denke ich, wie grausam es für China und die Vereinigten Staaten ist, miteinander verfeindet zu sein und sich in einer engen Straße treffen zu müssen!“ Chi Hoatian, chinesischer Ex-Verteidigungsminister und stellvertretender Vorsitzender der Militärkommission. In China werden auch ganz offen Atomwaffenschläge und Biowaffenangriffe auf die USA diskutiert.

    Natürlich ist mir klar, daß die USA nicht sauber sind, aber die Chinesen sind es auch nicht. Deshalb ist mir der Artikel ein Rätsel!
    Auf die Art, der Feind meines Feindes ist mein Freund, wird das nichts. Das sollte man anderen überlassen.

  4. Hunsrücker 17. Juni 2022 at 20:46Antworten

    https://einarschlereth.blogspot.com/2019/12/die-uiguren-frage-wie-kann-die-usa-es.html

    Einar ist ungerechter Weise viel zu früh gestorben.
    Der Artikel ist empfehlenswert und räumt mit der Desinformationskampagne der üblichen Verdächtigen auf.
    Was China im Moment abzieht, das ist mir schleierhaft.
    Zur Ehrenrettung Chinas unterstelle ich mal, die machen einen auf dicke Faschohose, in Wirklichkeit verpassen sie dem Wertewesten den Gnadenstoß, klever, ich muß schon sagen, Grüsse aus dem Hunsrück.

  5. Taktgefühl 17. Juni 2022 at 19:45Antworten

    Xinjiang ist Turkmenistan. So wie die Parteien uns hier mit Afrikanern und Arabern überfluten, überfluten die Chinesen Turkmenistan mit Han-Chinesen. Und die Uiguren kommen in Umerziehungslager, wenn sie sich der neuen Ordnung nicht anpassen.

    China lehnt die „Menschenrechte“ offiziell ab. Was ja wohl heißt, daß die KPCh die Menschenrechte weder einhält noch respektiert.

    Die Methoden der Volksverhetzung haben sich nicht nur in China, auch in Europa verfeinert. Die Paragraphen werden nur nicht angewendet, weil genau die, welche sich schuldig machen, auch die Weisungsbefungnis über die Staatsanwälte haben.

    Faktisch haben wir es in Turmenistan, Tibet, aber auch in Europa mit Völkermorden zu tun. Das Völkerstrafgesetzbuch (welches ja von China gar nicht anerkannt wird und bei uns nur zum Einsatz kommt, wenn es den Parteien opportun erscheint) hat das glasklare Definitionen:

    $6 Völkermord ( 1) Wer in der Absicht, eine nationale4, rassisische, religiöse oder ehtnische Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören,
    1. ein Mitglied der Gruppe tötet (das überläßt man den Ausheimischen),
    2. einem Mitglied der Gruppe schwere körperliche oder seelische Schäden, insbesondere der in § 226 des StGB bezeichneten Art zufügt,

    ..

    Das Völkerrstrafrecht, auch und gerade „§ 7 Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ kann man sich ja mal durchlesen, dann sollte die Einsicht eine andere sein.

    Das ist eine komische Mode, China für seine Verbrechen zu entschulden, weil das gerade so paßt.

  6. Leynad Jee 17. Juni 2022 at 16:28Antworten

    Also nachdem ich die Arte Doku „China Das Drama der Uiguren“ größtenteils gesehen habe, könnte an der Erzählung doch mehr dran sein, weil die Gerüchte wurden gerade in den letzten zwei, drei Jahren wohl mit vielen Beweisen und Augenzeugen unterfüttert. Wenn man sieht, wie die Lockdowns jetzt wieder in Shanghai umgesetzt werden, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass mit den Uiguren sanfter umgegangen wird.

    • alexkalexk 17. Juni 2022 at 19:08Antworten

      Kann er sich nicht vorstellen …

      Ich habe über mehrere Wochen mit einer Chinesin Kontakt per WhatsApp gehabt; seitdem WEIß ich, dass 100 % von allem, was was hier in den Mainstreammedien (nicht nur) über China berichtet wird, gelogen ist.

      Über alle China-Märchen, die ich ihr aus deutschen Medien erzählt habe, konnte sie nur lachen.
      Ich habe sicher weniger als einen klitzekleinen Einblick in das Leben dort nehmen können.
      Aber Covid-Maßnahmen, Lockdowns? Sie wusste gar nicht was ich damit meinte – Gab’s bei ihnen nicht – in einer Millionenstadt …
      Nun – kann ja sein, dass die in ihrem WhatsApp alles fälschen können, was die Kamera zeigt, sie geht abends spazieren, aus einem trüben Nest wird eine glitzernde Großstadt, sie filmt einen Trabant, ein Ferrari ist zu sehen … sie schwenkt die Kamera in ihrer Garage und aus einem Fahrrad wird ihr Zweitwagen – ein Porsche… alles möglich … das wiederum kann ich mir nicht vorstellen.

      • Taktgefühl 17. Juni 2022 at 20:46

        Mit einer Chinesin und dann noch über ein digitales Medium Kontakt zu haben, ist also mit ganz großer Gewissheit kein Freibrief.

        Fahren Sie hier mit dem Zug, dem Bus, setzen sich ins Cafe oder gehen einfach über die Straße, da sehen Sie Millionen Hirnis, die am Smartphone herumspielen, dabei Maske tragen und die alle nicht blicken, was hier gespielt wird.

        Die Chinesen sind gewiß nicht klüger als die Europäer. Ich kenne jemanden, solche Beispiele sind fürs Internet völlig ungeeignet.

      • Leynad Jee 19. Juni 2022 at 1:16

        Ach so, Lockdowns kennen die nicht und der Lockdown in Shanghai, der jetzt mit kleiner Unterbrechung im dritten Monat läuft ist bloß eine Einbildung wie auch das Einreiseverbot für alle Ausländer im Land der Uiguren, die Satellitenaufnahmen und Fotos der KZ und die vielen Zeugen, wonach Uiguren wegen Belanglosigkeiten für Jahrzehnte dort inhaftiert werden.

    • Andreas I. 17. Juni 2022 at 21:26Antworten

      @ Leynad Jee Hallo,
      „Also nachdem ich die Arte … “

      Oh ja Arte, da kann man voll drauf vertrauen.^^

  7. 1150 17. Juni 2022 at 15:40Antworten

    ach wenn ich china höre, fällt mir tibet ein.
    allerdings kennt kaum einer die geschichte, der „abnabelung und unabhängigkeit“ vor dem einmarsch der chinesischen volksarmee, der leibeigenschaft der bevölkerung und den ärmlichen und elenden verhältnissen unter der herrschaft des grossen dhalai lama, der mönche und der herrschenden adelselite.
    alle kennen nur brad pitt und sein tibet

  8. Fritz Madersbacher 17. Juni 2022 at 12:35Antworten

    „Natürlich ist auch Chinas „Krieg gegen den Terrorismus“ sehr problematisch und nicht gewaltfrei“
    Was aber uns darüber erzählt wird, hat ungefähr den Wahrheitsgehalt der Pandemieschwindelpropaganda. Die Berichterstattung westlicher Medien sollte eigentlich in ihrer Indoktrinationsabsicht und widerwärtigen Doppelmoral langsam durchschaut werden – schon im ureigensten Interesse …

    • Taktgefühl 17. Juni 2022 at 20:02Antworten

      Sie werden sicher darin zustimmen, daß, wenn man sich seit 20 oder 30 Jahren mit China beschäftigt hat, das eine andere Qualität hat, als wenn man jetzt unter den Vorzeichen des Krieges damit anfängt?

      Chinas häßliches Seite ist systematisch schöngeredet worden, und daß Apple seine Geschäfte mit Kinderarbeit macht, oder den Falun Gong Organa geraubt werden, ist ja nicht wirklich neu. Das wollte man damals nicht sehen, weil das Wirtschaftswachstum von 10% enorme Gewinne versprach.

      Niedriglohn, Sklavenarbeit, Bettelei, Armut – das sind die Exportgüter aus dem Handel mit China. Billigproduktion exportiert die sozialen Probleme. Das wollte man nicht sehen.
      Auch in Europa, auch in Deutschland gibt es Sklavenarbeit.

      Natürlich ist das Heuchelei, wenn man sich die Partien jetzt ganz entsetzt zeigen. Aber die heucheln sowieso Tag und Nacht und heulen Krokodilstränen. Das ist ja nicht neu.

      • Fritz Madersbacher 17. Juni 2022 at 20:33

        @Taktgefühl
        17. Juni 2022 at 20:02
        Obwohl ich in China und auch in Deutschland gearbeitet habe, kann ich eher über Österreich etwas sagen und sehe auch darin meine Aufgabe, innerhalb Österreichs etwas zu einer gedeihlichen Entwicklung der Welt beizutragen. Ich hoffe dabei auf die Unterstützung der anderen Völker, denn je besser sie ihre Probleme meistern, desto besser gestaltet sich auch Österreichs Zukunft. Internationale Solidarität bedeutet für mich gegenseitige Hilfe durch Anpacken der eigenen Probleme – auch die „Pandemie“ zeigt das sehr deutlich. Dazu gehört auch eine gewisse Bescheidenheit (das Gegenteil „westlicher / europäischer Besserwisserei“), der Respekt vor anderen Völkern und ihren Traditionen, und die Zurückhaltung betreffend ungefragter Einmischung bei anderen Menschen, da sie ja selbst die Folgen ihres Handelns tragen müssen (nicht ihre „guten Ratgeber“). Das chinesische Volk hat eine revolutionäre Tradition und wird seine Probleme meistern.

      • Milan 17. Juni 2022 at 21:33

        Taktgefühl
        17. Juni 2022 at 20:02Antworten

        Was sie von sich geben ist absoluter Blödsinn.
        Ich war in China in hunderten Fabriken und nicht nur in den Büros.
        Kinderarbeit gibt es dort nicht. Das ist strengstens verboten.
        Sie scheinen das mit Bangladesch und Co zu verwechseln.
        Aktuell ist es in China, insbesondere im Süden so das Arbeitskräftemangel herrscht. Gut für die Arbeitnehmer.

        Hören sie doch auf anderen Ländern ihre Sichtweise aufzwingen zu wollen.

        Wie Herr Madersbacher richtig schreibt: Das Chinesische Volk wird seine Probleme meistern.

  9. Gutmann 17. Juni 2022 at 11:57Antworten

    Niemand macht und hat seine Hausaufgaben gemacht. Deshalb befinden wir uns im größten Chaos aller Zeiten. Der Ganze Mist hat begonnen damit das Menschen anfingen sich was zurechtzuspinnen.Traditionen, Religionen, Gesetze und bis zu Selbstjustiz hin. Um einiges zu nennen die nichts mit dem wahren Leben zu tun haben. Pure selbstzerstörung und des eigenen Lebens ausgeschlossen. Genau das ist es! Verkörpert nur Zerstörung. Es bleibt nur eine saubere Lösung auf dieser Erde: Muttergewalt räumt komplett auf während alle fleißig am planen sind. Passend zur Überbevölkerung: Viele Köche verderben den Brei.

  10. Gerhard 17. Juni 2022 at 10:55Antworten

    Wir erleben eine Welle der Horrornachrichten und dabei geht oft die Wahrheit unter. China ist nicht ganz so unschuldig wie es gern vorgibt. Sind schon ohne und ich habe lange dort gearbeitet und musste so einiges ansehen und aushalten. Da bleibt nur die Füße in die Hand zu nehmen.
    Leider sind diese Länder Weltmeister in Vertuschen und Manipulation. Deutschland arbeitet lange genug mit Länder zusammen die nichts gutes bringt.

    • Toni 17. Juni 2022 at 14:40Antworten

      Genau.

      China unterdrückt die eigene Bevölkerung und drangsaliert sie mit Massenüberwachung und Schikanen jeglicher Art, deshalb ist dieses Land bei unseren Regierungen so beliebt. Abgesehen davon ist Europa in vielen Belangen auch von China abhängig, nicht nur vom bösen Russland. Zeigt sich sehr schön, wenn wieder einmal ein paar Container aus China irgendwo feststecken. China kontrolliert ca. 90% der Produktion der seltenen Erden, ohne die die sogenannten erneuerbaren Energien keinen Pieps machen.

      Glück auf, Toni

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