US-Studie: Bundesstaaten ohne Lockdowns und ohne Schulschließungen schneiden besser ab

12. April 2022von 3.7 Minuten Lesezeit

Schon frühere Studien haben gezeigt, dass je drakonischer die Maßnahmen, desto schlechter das Abschneiden von Staaten ist. Einzelne Maßnahmen haben oft verheerende Auswirkungen. So etwa die Anordnung des New Yorker Gouverneurs Erkrankte in ein Pflegeheim zu schicken. Ein anderes Beispiel ist die Schließung der Grenzen in Italien, was zur Abreise der rumänischen Pflegerinnen führte.

In einer neuen beim National Bureau of Economic Research veröffentlichten Studie untersuchen der Wirtschaftswissenschaftler Casey Mulligan von der University of Chicago, Stephen Moore von der Heritage Foundation und Phil Kerpen vom Committee to Unleash Prosperity die Entwicklung der letzten zwei Jahre hinsichtlich Covid-Todesfällen, wirtschaftlicher und schulischer Entwicklung.

Das Ergebnis kurz zusammengefasst: New York, New Jersey und Kalifornien scheiterten bei der Bewältigung der COVID-19-Pandemie aufgrund strenger Abriegelungen und Maßnahmen, während Florida zu den besten Staaten des Landes gehörte.

Auf den letzten 10 Plätzen der Studie finden sich vor allem die Staaten, die am stärksten von der Pandemie betroffen waren und zu den letzten gehörten, die ihre Schulen wieder geöffnet haben.

Diese Übersichtskarte zeigt die kombinierten Ergebnisse. Die Tabelle zeigt die kombinierte Punktzahl jedes Staates zusammen mit seinen Komponenten.

Die Ergebnisse in NJ, NY und CA gehören in allen drei Kategorien zu den schlechtesten: Sterblichkeit, Wirtschaft und Schulbildung. UT, NE und VT waren in allen drei Kategorien führend. Die Ergebnisse weisen ein klares räumliches Muster auf, das möglicherweise räumliche Korrelationen bei demografischen, wirtschaftlichen und politischen Variablen widerspiegelt. IL, NM, CO und CA sind jedoch Ausreißer unter ihren geografischen Nachbarn, die niedrige kombinierte Punktzahlen aufweisen. FL, AR, WV und UT sind Ausreißer in die andere Richtung.

„Die Schließung ihrer Wirtschaft und Schulen war bei weitem der größte Fehler, den Gouverneure und Staatsbeamte während COVID gemacht haben, insbesondere in den blauen Staaten“, sagte Stephen Moore, einer der Autoren der Studie und Mitbegründer des Committee To Unleash Prosperity, am Montag. (Blau: von Demokraten dominiert und regiert, Rot: Republikaner)

Obwohl der inzwischen in Ungnade gefallene ehemalige Gouverneur Andrew Cuomo anfangs für seine strikte Reaktion auf die Pandemie gelobt wurde, schnitt der „Empire State“ laut der Studie in jeder Hinsicht schlecht ab und landete insgesamt auf Platz 49.

Am schlechtesten schnitt New Jersey ab, so die Studie. Auch Kalifornien, Illinois und Washington, D.C. erhielten eine schlechte Note.

„Sie hatten eine hohe altersbereinigte Sterblichkeitsrate, eine hohe Arbeitslosigkeit und erhebliche BIP-Verluste, und sie ließen ihre Schulen viel länger geschlossen als fast alle anderen Staaten“, so die Studie.

Utah, Nebraska, Vermont und Florida – alle von Republikanern regiert – führten die Liste an.

Die Studie ergab, dass die Staaten, die Geschäfte, Kirchen, Schulen und Restaurants für längere Zeit geschlossen hielten, keine niedrigeren Sterberaten aufwiesen als die Staaten, die weitgehend geöffnet blieben.

Die schlechte Sterblichkeitsrate in einigen Bundesstaaten wie New Jersey und New York, wo Cuomo wegen einer Anordnung, die Pflegeheime zur Aufnahme von COVID-19-Patienten aufforderte, in die Kritik geriet, lässt sich möglicherweise durch die Politik der Pflegeheime erklären.

Florida, dessen republikanischer Gouverneur Ron DeSantis die COVID-Beschränkungen zu einem früheren Zeitpunkt der Pandemie aufhob, belegte der Studie zufolge Platz 28 bei der Sterblichkeit. Im Vergleich dazu lag das stark abgeschottete Kalifornien auf Platz 27, was die Zahl der Todesfälle angeht.

Die Schließung von Schulen hatte der Studie zufolge keinen Einfluss auf die Zahl der Todesfälle bei Kindern oder Erwachsenen.

„Die Staaten, die ihre Wirtschaft abriegelten, hatten im Durchschnitt eine um zwei Prozentpunkte höhere Arbeitslosenquote als die Staaten, die sich nicht an strengen Abriegelungen beteiligten“, so die Forscher weiter.

„Diese hohen Arbeitslosenquoten bestehen nun schon seit zwei Jahren. Die meisten Staaten, die ihre Wirtschaft abgeschottet haben, haben die in den ersten Monaten der COVID verlorenen Arbeitsplätze noch immer nicht vollständig wiederhergestellt.“

New York belegte den 33. Platz für die geringsten Auswirkungen auf das Bildungswesen und den vorletzten Platz für seine wirtschaftliche Leistung. Kalifornien belegte Platz 50 bei den Beeinträchtigungen im Bildungswesen und Platz 40 bei der Wirtschaftsleistung.

Zum Vergleich: Florida belegte den dritten Platz für die geringsten Auswirkungen auf das Bildungswesen und den 13. für die Wirtschaftsleistung.


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6 Kommentare

  1. Taktgefühl 12. April 2022 at 21:07Antworten

    Es gibt immer wieder Kriminelle wie Grünen Anton Hofreiter, die die Impfpflicht verteidigen.

    Die G-Regeln sind aus vielen Gründen verfassungswidrig und scharf zu verurteilen. Im Notstand darf das Parlament Gundrechte einschränken, aber nur mit einem Gesetz und nicht alle: Art 5, Abs. 1 erster Halbsatz, Art 8, Art 17, Art 11, Art 13. Und die dürfen in ihrem Wesensgehalt nicht angetastet werden. Zudem darf das Gesetz nicht aussondern, sondern muß für alle gelten.

    Ein Zugriff auf die anderen Grundrechte ist schwerstkriminell.

    Das Parlament hat unter anderem den Datenschutz ausgehebelt und die Schweigepflicht des Arztes.
    Arztrecht: „Den Arzt trifft eine Schweigepflicht. Der Zugang Dritter zum Arztgeheimnis ist nur mit der Einwilligung des Patienten statthaft. .. Der Arzt darf sein Wissen nur dann preisgeben, wenn sich dadurch ernste Gefahren für Leib und Leben des Patienten oder anderer Personen abwenden lassen; eine Offenbarungspflicht besteht auch in diesen Fällen NICHT.“

    Erst mit diesem Eingriff waren die Diskriminierungsregeln und verbrecherischen Hetzreden gegen Ungeimpfte überhaupt möglich. Die G-Regeln sind nicht weniger als mafiöse Erpressungs- und Nötigungsversuche.

    Daß Impfungen von Mediziner vorgenommen werden und angelernte Hobbypharmakologen kein Ersatz für einen medizinischen Eingriff sind, liegt wohl auf der Hand.
    Pflichtimpfungen sind schon aus eben genannten Gründen keine demokratische Option. Da hört man dann, ja was hätten die denn sonst tun können? JUbelpresse und Parlamentarier haben zum ersten nie nach anderen Optionen gesucht, zum zweiten ist das nicht mein Problem.

    Josef Fischer hat damals zu Recht einen Torte in die *esse gekriegt. Vielleicht aus Zorn, aber verdient.

    Ich habe keine Lust, alle Verfassungen und Landesverfassungen nach politischen Unsauberkeiten zu durchforsten. Manche kenne ich schon auswendig.
    Die Landesverfassungen können dem GG übrigens vorgehen.

    Für Österreich wird dasselbe gelten wie für Deutschland. Vielleicht hat jemand Lust, die Verfassung Österreichs zu durchforsten?

  2. Frühling 12. April 2022 at 13:55Antworten

    Es gab mannigfaltige psychische Auswirkungen, die während dieser unmenschlichen Vorgehensweise stattfanden. Die wurden und werden komplett ausgeblendet. Das Ergebnis, was das mit Menschen gemacht hat steht noch aus….

  3. HelmutK 12. April 2022 at 13:25Antworten

    Achja, den gleichen Vorschlag, also die Bitte „Nichts zu tun“ habe ich vor ein paar Monaten auch auf den Scienceblogs in Thilo’s Blog gemacht.

    Darauf hin wurde ich bedroht, weil ich angeblich eine justiziable Todesdrohung ausgesprochen hätte. Das zeigt wie abgehoben, gemein und absolut bösartig die stromlinienförmigen Auswendiglern aber Nixverstehen-Akademiker sind.

    Feynmann hat sich mit diesen Auswendiglern-Akademikern, für die Fermi-Aufgaben ein unüberwindliches Hindernis darstellen, ja auch schon mal beschäftigt und einer angeblichen Elite-Universität ein Armutszeugnis ausgestellt.

  4. HelmutK 12. April 2022 at 13:11Antworten

    Es wäre demnach sinnvoller jedem Abgeordneten eine Millionen-Villa zu schenken und eine lebenslange fürstliche Entlohnung zu garantieren, die ihm ein Leben in Saus und Braus gestattet. Das alles unter der einzigen Bedingung, das er völlig untätig bleibt. So würden die zwar faulen aber trotzdem fürstlich entlohnten Politiker jedenfalls weitaus weniger Schaden anrichten als es momentan der Fall ist.

    Also „Fürstlicher Lohn mit maximalem Schaden“ gegen „Fürstlicher Lohn fürs Faulenzen“ austauschen, wäre für alle gewinnbringend.

    • Taktgefühl 12. April 2022 at 21:10Antworten

      Wir sollten die bezahlen, damit die verschwinden.

  5. Peter Pan 12. April 2022 at 13:02Antworten

    Interessant ist u. a. auch der Bundesstaat Montana. Montana ist zwar ein wunderschöner Staat, aber innerhalb der USA sehr arm. Das hatte sich schon immer sehr negativ auf das öffentliche Bildungssystem ausgewirkt.
    Montana hat zwar einige „Corona“ Maßnahmen umgesetzt, aber auch sehr früh wieder fallengelassen. Insbesondere das aktive Vorgehen gegen die Zertifikate, Impfpflichten über Arbeitgeber und dergleichen fallen auf.

    https://en.wikipedia.org/wiki/COVID-19_pandemic_in_Montana

    Montana ist in der nun veröffentlichten Liste ganz weit oben und wirtschaftlich gut aus der „Krise“ hervorgekommen.
    Nebenbei: Im Winter ist es verdammt kalt in Montana.

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