Corona-Skandal um Macron: Millionen für private Berater-Riesen

30. März 2022von 3 Minuten Lesezeit

Die Corona-Krise war ein großes Geschäft für die Beraterriesen. Im Fokus steht ein weiteres Mal McKinsey, und zwar diesmal in Frankreich. 2021 hatte Frankreich mit McKinsey Verträge von über einer Milliarde Euro laufen. Darunter auch einen Deal für die Covid-Impfkampagne. Macron kommt unter Druck. 

Der französische Wahlkampf kommt langsam in die heiße Phase und bringt Emmanuel Macron erstmals in Bedrängnis. Den Stein ins Rollen brachte ein Bericht eines Untersuchungsausschusses, der am 16. März veröffentlicht worden war. Dabei wird die Rolle des globalen Berater-Riesen „McKinsey“ unter anderem während der Covid-Agenda thematisiert. Im Jahr 2021 beliefen sich die Verträge Frankreichs mit dem Berater-Riesen auf über eine Milliarde Euro.

Corona-Chefs

McKinsey war für Frankreichs Impfkampagne verantwortlich. Die Regierung lagerte die Aufgabe aus. „Public-Private-Partnership“ nennt man das im neuen Jargon. Nicht nur die Werbeclips hatte McKinsey über, sondern auch die Koordination aller Akteure aus dem medizinischen Bereich sowie die „Message Control“ während der Kampagne. Also das „Wording“, mit dem die zukünftig Geimpften geangelt und beruhigt werden sollten. Auch die Einführung des „Grünen Passes“ gehört dazu.

Der Ausschuss wirft McKinsey aber zunächst vor, die letzten zehn Jahre keine Steuern bezahlt zu haben. Der Bericht zieht auch eine Verbindung von der Firma zu Macrons politischem Aufstieg. Matthieu Aron, der den Bericht verfasst hat, sagt in einem Interview: „McKinsey ist so mächtig, weil Macron das Idol der Berater ist.“

Berater-Freund

Auch personelle Verstrickungen gebe es: Karim Tadjedinne soll einer der engsten Vertrauten von Macron und innerhalb der Führungsetage von McKinsey. Dass Macron das „Idol der Berater“ ist, liegt auf der Hand. 2008, knapp 10 Jahre vor dem Antritt seiner Präsidentschaft, wurde er Investmentbanker bei der Pariser „Rothschild & Cie“. In dieser Funktion war er auch bei der Übernahme der Säuglingsnahrungssparte Pfizers durch Nestlé beteiligt.

Die Bank unterstützte später seine Präsidentschaftskandidatur finanziell. Auch die „Boston Consulting Group“ (BCG), ein weiterer Beraterriese neben McKinsey, unterstützte Macron. Die Gründerin des Wiener Büros von BCG ist Antonella Mei-Pochtler, die später Chefberaterin von Sebastian Kurz wurde.

100 Millionen ließ sich Frankreich die Dienste von McKinsey bei der Impfkampagne kosten. Doch das ist nur ein Vertrag. Von 2018 bis 2021 verdoppelte sich die Anzahl an Verträgen McKinseys mit Frankreich. 2021 erreichten diese einen Rekordwert von über einer Milliarde Euro. Die meisten Verträge sind nicht öffentlich bekannt.

Skandal?

Macron ging kürzlich in die Offensive und meinte, dass es keinen Skandal gäbe. Alle Verträge sein rechtmäßig zustande gekommen. Das wird wohl auch stimmen. Doch die Affäre zieht in Frankreich bereits ganz andere Kreise: So zeige sich dadurch das Staatsverständnis von Macron. Man sehe, wie der Staat zum Selbstbedienungsladen der großen Beratungs- und Investmentunternehmen gemacht worden ist.

Macron: Ministerien würden eben „Tag und Nacht arbeiten“, weshalb es ihn nicht „schockiert, wenn sie externe Dienstleister zu ihrer Unterstützung anfordern“. Dass McKinsey auch keine Steuern gezahlt habe, liege an den Gesetzen. Er hätte doch Mindeststeuern für Konzernmultis einführen wollen.

Die Affäre erregt kaum internationales Interesse, während es im Wahlkampf zum ersten richtigen Dämpfer für Macron wird. Dabei ist es nicht der erste Corona-Skandal rund um McKinsey. In Österreich beauftragte man die Berater etwa im Tourismusministerium, um eine Teststrategie für Hotels zu erarbeiten. Die AGES hatte dagegen „Boston Consulting“ für eine Teststrategie beauftragt. Details lässt man kaum an die Öffentlichkeit kommen. Auch in der Schweiz und in Großbritannien war (oder ist) McKinsey bei Corona aktiv.

Macron führt weiterhin alle Umfragen stabil an.

Bild wikimedia

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5 Kommentare

  1. Elisabeth 31. März 2022 at 7:03Antworten

    Die Young Global Leader sind zumeist sehr übertrieben geschminkt – Macron gibt Unsummen für Schminke aus, Knastifantasti hatte oft zuviel Rouge aufgetragen und Trudeau seine schwulstigen Lippen sehr betont, auch Kurz formte oft den Bananenmund (als würde er eine Banane lutschen wollen). Ich denke, das ist der Hauptgrund, warum sie bei den alten Männern, Schwab & Co, Gates hatte Kontakte zu Epstein…., so beliebt sind, denn zu einem echten GV sind sie wohl nicht mehr fährig. Wird nicht auch Viagra von Pfizer hergestellt? Man muss die Zusammenhänge sehen ;-)

    Aber vermutlich wurden diese Typen deswegen ausgesucht, weil sie erpressbar und starke Persönlichkeits äh störungen haben?

  2. Slobodan Covjek 30. März 2022 at 13:31Antworten

    Macron liegt mit 27 Prozent in Führung vor Marine Le Pen mit 21 Prozent. Eine „Demokratie“ in der die Mächtigen die veröffentlichte Meinung nach Belieben manipulieren können, ist keine Demokratie. Am weitesten auf dem Gebiet der alternativen Medien scheinen die USA zu sein. Europa hinkt da weit hinterher.

  3. anamcara 30. März 2022 at 12:31Antworten

    Ergänzend:

    Éric Zemmour, Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2022 behauptet, dass die Angestellten von McKinsey während der Wahlkampagne 2017 von Macron kostenlos für ihn gearbeitet haben und, dass er sich dafür revanchiert habe dahingehend, dass McKinsey von der Steueroptimierung profitiert habe.

  4. Sebastian 30. März 2022 at 11:41Antworten

    Macron kommt schon lange in Bedrängnis. Seit er sein Volk mit Beleidigungen überhäuft hatte die sich nicht die Nadel geben wollen.Deal für die Covid-Impfkampagne bringt viel ein. Egal was mit den Geimpften passiert. So ist der wahre Macron, der ständig eine Maske der Lügen trägt.

  5. Markus 30. März 2022 at 11:40Antworten

    Die Politiker und ihre freunderl sowie die Pharmamafia haben mit dieser künstlichen Pandemie Millionen verdient. Nicht einemal das menschenlaben ist denen wichtig genug um gewinne zu machen. Wie schon Seehofer vor Jahren sagte hat die Pharma die Politik in der Hand- ich frage mich nur womit. Denen könnte man ganz schnell die Zähne ziehen- Korruption und Lüge im grossen Stil darf nicht geduldet werden. Diese ganze Plandemie muss durch die Justiz aufgearbeitet werden und die verantwortlichen massiv zur verantwortung gezogen werden. Dieser wahnsinn darf nie mehr passieren und die Hirngespinste des WEF müssen gestoppt werden- Die NWOP ist ein kriminelles kartenhaus – das muss beendet werden. Die angeblichen Eliten sind nur auf den eigenen Vorteil aus niemals zu Gunsten des Volkes.
    jetzt ist es zeit diesen verbrechern das handwerk zu legen, die auf Kosten der gesundheit ihre gewinne erzielen- auch die Politik muss sich grundlegend ändern. Dieses derzeitige Parteiensystem, ist am Ende

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