Polit-Erdrutsch in Tirol: MFG endgültig politische Kraft in Österreich

28. Februar 2022von 2,9 Minuten Lesezeit

Von Tirol aus erfasst Österreich ein politischer Erdrutsch. Die MFG stellt künftig 64 Mandatare in Tiroler Gemeinden. Parteichef Michael Brunner nützt den Erfolg und stellt deutliche Forderungen an die Regierung: Rücktritt, Neuwahlen, Rücknahme von Impfpflicht und allen Corona-Gesetzen, sowie eine politische und juristische Aufarbeitung. Für die ÖVP wurde der Wahltag zum Debakel.

Von Waldo Holz*

In 50 Tiroler Gemeinden war die neue politische Kraft in Österreich, die MFG, angetreten. In 47 gelang der Einzug in den Gemeinderat, teilweise mit berauschenden Ergebnissen. Den größten Erfolg hat man in Kufstein, Tirols zweitgrößter Stadt, geholt: Mit 11,4 Prozent liegt man nur 0,4 Prozent hinter den „Kufsteiner Grünen“. Gewinnen konnte die (ÖVP-nahe?) Liste „Die Parteifreien“, sie kam auf 30 Prozent. SPÖ, NEOS und FPÖ blieben hinter der MFG.

Tiroler Kommunalpolitik durchgeschüttelt

In 35 Kommunen stellt die MFG künftig ein Mandat, in sieben Gemeinden zwei und in fünf Ortschaften sogar drei Mandate. Je weniger Listen angetreten waren, umso beachtlicher waren die Erfolge der jungen Partei, die sich gegen das Corona-Narrativ stemmt.

In Mariastein, eine Gemeinde in Kufstein mit keinen 500 Einwohnern kam man auf fast 28 Prozent. Über 20 Prozent holte noch in zwei anderen Gemeinden. In Schwoich und Ebbs (ebenfalls im Bezirk Kufstein) kratzte man an der 20 Prozent Marke.

Entsprechend stolz zeigt sich der MFG-Landessprecher Bernhard Schmidt: „Die Menschlichkeit hat Einzug gehalten.“ Man habe „auf Kufstein und Schwaz“ ein Hauptaugenmerk gelegt, das sei geglückt. Auch Lienz sei ein Grund zu Freude: Dort kam man auf über 10 Prozent, mehr als Grüne und FPÖ gemeinsam.

Insgesamt holte man damit ganze 64 Mandate. Doch nicht nur aufgrund des Abschneidens der MFG kommt die Tiroler Gemeinderatswahl einem politischen Erdrutsch gleich. Die ÖVP kassierte herbe Niederlagen. Die Heimatgemeinde des Landeshauptmannes Günther Platter, Zams, ging verloren und ist jetzt rot.

Die Wahlbeteiligung lag bei 66,3 Prozent und war damit geringer als 2016 (71 Prozent).

MFG-Brunner will Neuwahlen

Die MFG hielt heute eine Pressekonferenz ab. Parteiobmann Michael Brunner bedankte sich „auf das aller Herzlichste“ bei allen Wählern. MFG werde die „positive Veränderung für die Republik bringen, die sich die Wähler wünschen.“

Die Regierung sei am Ende, das würden auch die mehr als 40 Verfassungsbrüche bestätigen. Der größte Skandal seien nun Mücksteins Antworten an den Verfassungsgerichtshof. Er habe den „Betrug“ nun selbst bestätigt. „Eine Notlage war zu keinem Zeitpunkt argumentierbar. Trotz der Tatsache, dass Intensivbetten abgebaut anstatt ausgebaut worden sind.“

Brunners Rede zeigte klar: Er will Neuwahlen und sieht die MFG mehr als gewappnet dafür. Brunner hat drei Forderungen: Umgehender Rücktritt der Regierung, umgehende Rücknahme der Corona-Gesetze und umgehende Rücknahme des Impfpflichtgesetzes.

Darüber hinaus fordert er einen parlamentarischen sowie einen außerparlamentarischen (gestellt von der Bevölkerung) Corona-Untersuchungsausschuss. Auch einen außerordentlichen Corona-Gerichtshof brauche es.

Die Regierung aber denkt trotz des Debakels in Tirol wohl nicht an Rücktritt. Denn Günther Platter sieht das Wahlergebnis ganz anders: „Ich bin mit den heutigen Gemeinderatswahlen sehr zufrieden. Es hat sich gezeigt, dass wir als Tiroler Volkspartei unser hohes Niveau halten und teilweise dazugewinnen konnten und die Tiroler Bürgermeisterpartei sind.“

Bild wikicommons

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18 Kommentare

  1. Roland Rössl 28. Februar 2022 at 19:55Antworten

    64 Mandate von in Summe über 3600, Erdrutsch????? Aufwachen!!!

  2. gagaertner 28. Februar 2022 at 17:17Antworten

    Gratulation aus Deutschland !!
    große Freude

  3. Jens Tiefschneider 28. Februar 2022 at 15:25Antworten

    TOP!!

    Vielleicht kann ich ja doch im April ohne Test und Maskenterror nach Oesterreich einreisen :) Nur zurück nach Dunkeldeutschland wirds dann wieder ein Problem. Aber das erledigt sich auch noch in diesem Jahr. Laterne, Laterne …

  4. Tony Malony 28. Februar 2022 at 13:46Antworten

    Ein fantastisches Ergebnis ! Gratulation.

  5. Veron 28. Februar 2022 at 13:34Antworten

    gmx/© APA macht dazu den Lesern weis, es hätte keinen klaren Trend gegeben. „ .. .. die impf- und maßnahmenkritischen MFG zieht zwar stark in die Ortsparlamente ein, ein berauschendes Ergebnis mit Stichwahl-Teilnahmen wurde es aber nicht“ . ZWAR – was schon allein die Verwendung eines solchen Wortes ausmacht!
    Ein schönes Ergebnis, ich habe mir dennoch mehr gewünscht. So viele Menschen sind zufrieden? (Geht ja nur um lokale Politik, aber auch unser Bürgermeister fordert, dass man zur Impfung geht.) Oder einfach nur träge .. .. so wie jene Person, die ich fragte, ob sie denn das nächste Mal (bei der Nationalratswahl) wieder die Politiker wählen will, die uns so sehr belogen haben. Antwort: „Was soll ich denn sonst machen?“ „MFG?“ „Ach die .. ..“ Was bewirkt, dass die MFG so ein schlechtes Image hat, dass sie nicht in Betracht gezogen wird?

    • Bergfan Max 28. Februar 2022 at 13:58Antworten

      Ihr Beispiel zeigt genau die erbärmlichen Mitläufer auf. Solange es etwas zu holen gibt laufen sie dort mit, wenn es aus ist, waren sie eh schon immer auf dieser Seite. Diesen Bürgermeister einfach ein Mail schreiben mit der Frage, warum er für die Giftspritze ist und ob er seine Bewohner ausrotten will, so wie seine Bundespartei.

    • Bernhard 28. Februar 2022 at 18:16Antworten

      @Veron: Die APA ist nach dem 1.Weltkrieg aus dem K.u.K. Kriegspressequartier hervorgegangen. Ist sie wieder auf dem Weg dorthin? Im Kriegspressequartier habe damals viele Literaten von Weltruf ihre Edelfeder in den Dienst der Propaganda gestellt. So wie auch heute viele Intellektuelle sich vom herrschenden Narrativ magisch angezogen fühlen.

    • Fritz Madersbacher 28. Februar 2022 at 19:25Antworten

      @ Bernhard
      28. Februar 2022 um 18:16 Uhr
      „So wie auch heute viele Intellektuelle sich vom herrschenden Narrativ magisch angezogen fühlen“
      Wes Brot ich esse …

  6. OMS 90 28. Februar 2022 at 13:20Antworten

    Die Regierung sei am Ende, das würden auch die mehr als 40 Verfassungsbrüche bestätigen. Der größte Skandal sei nun Mückstein Antworten an den Verfassungsgerichtshof. – Mehr braucht man zu Türkis und Grün nicht mehr zu sagen! Rücktritt samt Bundespräsident!

  7. Elisabeth 28. Februar 2022 at 13:15Antworten

    Super!

    Und die FPÖ muss man dazu rechnen.

  8. Markus Schwarz-Greindl 28. Februar 2022 at 12:56Antworten

    Der deutsche „Mainstream“-Spiegel:

    12.43 Uhr: Das militärisch neutrale Österreich wird seine Hilfslieferungen an die Ukraine ausweiten. Das hat das Krisenkabinett beschlossen. Es sollen 10.000 Helme sowie Schutzwesten für zivile Helfer wie etwa Rettungskräfte geliefert werden, teilte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mit.

    »Als neutraler Staat ist unsere Priorität die humanitäre Hilfe vor Ort«, sagte Kanzler Karl Nehammer. Das neue von der EU geplante Sanktionspaket werde von Österreich mitgetragen. Ein Stopp der Gaslieferungen Russlands nach Österreich sei derzeit nicht unmittelbar absehbar.

    Vor diesem Hintergrund stellte das Energieministerium einmal mehr klar, dass die Versorgungssicherheit des Landes gewährleistet sei.

  9. Lopadistory 28. Februar 2022 at 12:48Antworten

    Ich gratuliere der symphatischen MFG. Allerdings werden sie eines Tages hoffentlich „liefern“ müssen. Hoffentlich verkommen sie nicht zum selben Apparatschik zu dem bisher sämtliche Parteien verkommen sind. Aber; die Hoffnung stirbt zuletzt.

  10. Markus 28. Februar 2022 at 12:40Antworten

    Die Tiroler Volkspartei wäre gut beraten endlich die reissleine zu ziehen-
    Platter hat fertig- es ist Zeit zu gehen.
    Die meisten Traditionsvereine sind von der ÖVP vereinnamt und daher auch unter deren Fuchtel- es muss endölich Schluß sein mit diesem parteipolitischen Hick Hack.

    Das Volk hat das Sagen und nicht eine Berufpolitikerkaste die sich einbildet alles muss nach ihrer Pfeife tanzen-

    Eine Änderung dieses verfahrenen Systems ist dringend angesagt.

    • Fritz Madersbacher 28. Februar 2022 at 13:16Antworten

      @Markus
      28. Februar 2022 um 12:40 Uhr
      „Eine Änderung dieses verfahrenen Systems ist dringend angesagt“ – und sie hat auch schon begonnen und ist nicht mehr aufzuhalten. Die Tiroler Gemeinderatswahlen waren ein Hinweis …

  11. Rosa 28. Februar 2022 at 12:11Antworten

    Schwarze Realitätsverweigerung 2022:

    „Es hat sich gezeigt, dass wir als Tiroler Volkspartei unser hohes Niveau halten und teilweise dazugewinnen konnten und …“

  12. Mammalina 28. Februar 2022 at 11:52Antworten

    Gratulation an Österreich!!!

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