Starke Migrationsbewegung in USA von Lockdown zu offenen Bundesstaaten

In den USA verfestigt sich der Trend einer richtigen Völkerwanderung. 1 von 350 Einwohnern haben die Bundesstaaten mit strikten Maßnahmen verlassen und sind in die offenen übersiedelt. Der Trend ist wesentlich mehr ausgeprägt als in Europa, wo es auch bereits Ansätze gibt, Länder mit schikanösen Maßnahmen zu verlassen wie etwa Österreich oder Deutschland.

Von Peter F. Mayer

Die USA sind praktisch entlang von Parteigrenzen gespalten. In den von der demokratischen Partei regierten Bundesstaaten, Regionen und Städten werden die Maßnahmen immer strenger. Impfpflicht, Maskenzwang, Schließungen von Schulen, Gastronomie und Geschäften sollen angeblich die Spitäler vor Überlastung schützen. Da aber viele Mitarbeiter in den Bereichen, wo Impfpflicht herrscht, den Dienst quittieren, sind zum Teil wirklich prekäre Situationen entstanden.

Ganz anders in den überwiegend von Republikanern regierten Staaten. In etwa 10 Staaten wie South Dakota gab es überhaupt nie Einschränkungen. Eine ganze Reihe weiterer Bundesstaaten haben seit September des Vorjahres die Maßnahmen aufgehoben oder zumindest gelockert. Darunter auch so große Staaten wie Florida, Texas oder Mississippi. In vielen dieser Bundesstaaten sind Impfpässe, Impfpflicht, Maskenpflicht und Ähnliches entweder per Verordnung des Gouverneurs, der Gerichte oder sogar per Gesetz verboten.

Bezüglich den übliche gehandelten Zahlen schneiden die offenen Staaten besser oder zumindest gleich gut ab. Warum auf Grund dieser offensichtlichen Ergebnisse niemand in der Politik die Konsequenzen zieht, ist eine gute Frage, auf die sich jeder selbst die Antwort suchen muss.

Abstimmung mit den Füssen

Viele Menschen ziehen aber im Gegensatz zu den Politikern sehr wohl die Konsequenz und wechseln in freundlichere Gefilde. Twitter User Kbirb hat die Daten erhoben und sehr übersichtlich grafisch dargestellt:

Der Süden ist klarer Gewinner, verständlich ist er doch auch klimatisch zu bevorzugen. Klarer Gewinner ist Florida mit einem Zuzug von etwa 264 Tausend Menschen. Gouverneur Ron DeSantis hatte schon im September des Vorjahres alle Maßnahmen aufgehoben. Seither wurden Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass von der Opposition geführte Schuldistrikte, Unternehmen oder Gemeinden die Öffnung konterkarieren. So zieht zum Beispiel die Frage nach einem Impfpass eine Geldstrafe von 5000 Dollar nach sich.

Massiv verloren haben von Hardlinern der Biden Partei regierte Staaten wie etwa Kalifornien (minus 429 Tausend Einwohner), New York (minus 406 Tausend) oder Illinois (minus 152 Tausend). Ähnlich wie Florida gewonnen haben Texas oder Arizona.

Parteipolitisch gesehen leben nun fast eine Million Menschen weniger in den blauen (Gouverneur von Demokraten) als in den roten (Gouverneur von Republikaner) Bundesstaaten. Nach den Daten von Juli 2020 bis Juli 2021, die noch nicht die jüngste Verordnungen für Impfpflicht widerspiegeln, sind Freiheitsbeschränkungen und Impfpass-Einschränken in den blauen Staaten am weitesten verbreitet. Die Verschiebung könnte also nochmal deutlich größer geworden sein.

Andere Faktoren beeinflussen die Binnenmigration, z. B. die Bildung der Kinder (persönlicher Unterricht, soziale Interaktion usw.). Fast eine Million Menschen (Nettozuwachs) landeten in Staaten, in denen es mehr persönliche Bildung gab als in den Staaten, die sie verließen. Dies spiegelt zufällig eine starke rot/blaue Spaltung wider.

Ganz deutlich zeigen sich auch die Unterschiede bei den Wirtschaftsdaten und der Arbeitslosigkeit. In den republikanisch geführten gibt es weit geringere Arbeitslosigkeit und die Wirtschaft wächst wieder. Sicher auch ein Anreiz zur Übersiedlung in die Freiheit.


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11 Kommentare zu „Starke Migrationsbewegung in USA von Lockdown zu offenen Bundesstaaten

  1. Mein Lieblings-„Migrant“: Elon Musk

    Tesla verließ das Silicon Valley Richtung US-amerikanischen Osten, dort wären die Lebenshaltungskosten niedriger.

    US-Notenbank Fed hat das Tapering (mehr Inflation) eingeleitet, da sucht Arbeitnehmer und Arbeitgeber nach niedrigeren Lebenshaltungskosten.

    Mein Respekt als Volkswirtin: Masken und des Staates Strenge sind recht hohe Lebenshaltungskosten. Die US-Amerikaner:innen nutzen ihre Freiheit.

    WO GEHEN WIR HIN BEI ZU HOHER INFLATION? – Nach Eisenhüttenstadt oder Bitterfeld?

    Wien und die Alpen sind schön, aber auch für alle?

    Migration für das politische Lexikon: „Eisenhüttenstadt und Bitterfeld kommen nach Wien und in die Alpen, dann kommen Wien und die Alpen nach Eisenhüttenstadt und Bitterfeld.“ – Es sei die Physik von Archimedes.

  2. Na ja, diese Bewegung gab‘s vorher auch schon, hat mit Covid nichts zu tun. Und dann sprechen wir von 0.2% der Bevölkerung, die wandert -auch nicht wirklich eine „starke Migrationsbewegung“.

    1. es kommt immer darauf an, wer, warum und wohin wandert.
      bei 0,2% werden es wohl eher das schaffende und materiell stärkere teil sein. folge daraus…….

  3. Na ja,

    Trump wirbt auf einmal massiv für Impfung

    Vehement spricht sich Donald Trump für Impfungen aus. Beobachter erhoffen sich dadurch eine steigende Impfquote. Der ehemalige US-Präsident lobt aber vor allem seine Rolle in der Impfstoff-Entwicklung, denn es geht um sein historisches Vermächtnis – und natürlich um die Präsidentschaft 2024.

    https://www.n-tv.de/politik/Trump-wirbt-auf-einmal-massiv-fuer-Impfung-article23020417.html

  4. Wieso ziehen die Leute auch z.B. aus South Dakota weg, so wie es die Karte suggeriert? SD war zwar nicht der berühmteste ist aber der massnahmenfreieste Bundesstaat. Ist die Karte oben nicht korrekt oder was stimmt hier nicht?

    1. Die Karte ist wahrscheinlich zu wenig detailiert, aber wenn man sich die Grafik darunter ansieht, ist ein leichter Zustrom in South Dakota zu erkennen. Ich vermute, SD ist bis auf die nicht vorhandenen Maßnahmen (wirtschaftlich) nicht besonders attraktiv.

      Bleibt ungeimpft,
      David

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