„Es reicht!“ – MFG wird bei Wiener Ärztekammerwahl antreten

24. Dezember 2021von 3,9 Minuten Lesezeit

Endlich greift jemand das Thema Ärztekammer auf. Diese hat sich in den letzten Wochen noch viel mehr, als das schon seit Jahrzehnten der Fall ist, zu einem Hort der Arroganz, Unwissenheit und diktatorischer Maßnahmen entwickelt. Die Politiker und Bürokraten, die dort das Sagen haben schaden mittlerweile massiv der Gesundheit der Bevölkerung. Es wird Zeit diesen Augiasstall auszumisten.

Von Peter F. Mayer

Ich bin auch persönlich betroffen von der Leugnung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Schulmedizin, die die Kammer noch forciert. Das Verbot der Behandlung von Krankheiten in den Leitlinien, oder zumindest die Leugnung von Behandlungsmöglichkeiten gemäß naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, von Krankheiten wie Krebs, Autoimmunerkrankungen oder Covid-19 schadet Millionen Menschen und dient nur den Profiten der Pharmaindustrie.
Die neue, mittlerweile im oberösterreichischen Landtag vertretene Partei, MFG-Österreich, kündigt per Presseaussendung an, bei den nächsten Wahlen zur Wiener Ärztekammer mit einer eigenen Liste antreten zu wollen, übt Kritik am autoritären Stil von Kammerpräsident Szekeres und fordert, der Wohfahrtsfonds solle eine freiwillige Versicherung werden.

Es reicht! – Wir haben schon lange feststellen müssen, dass die Wiener Ärztekammer und Präsident Szekeres einen zunehmend autoritären und evidenzbefreiten Kurs verfolgen”, so RA Dr. Michael Brunner, Bundesparteiobmann der MFG. Insbesondere die Bevormundung der Ärzteschaft stößt sauer auf. Im Rahmen der Covid Maßnahmen, wo jeglicher Diskurs unterbunden wird, haben sich unzählige Ärzte bei der MFG gemeldet, so entstand die Idee, bei den kommenden ÄK-Wahlen in Wien anzutreten. “Wir bauen derzeit unser Team auf und werden es im Jänner präsentieren“, so Brunner.

Repressalien gegen Unterzeichner eines offenen Briefes

In der Tat ist die Unzufriedenheit groß: Erst vor wenigen Tagen haben 200 Ärzt*innen Kammerpräsidenten Szekeres den Rücktritt dringend empfohlen und ihm ausgerichtet, dass es mit ihrem standesethischen Verständnis unvereinbar ist, jedem Menschen – unabhängig von etwaigen Vorerkrankungen – die mRNA-Impfung mit Druck zu empfehlen. Auf dieses Schreiben folgte eine nie dagewesene Hetzjagd und dann auch eine Kündigungswelle gegen die Unterzeichner, bei der viele den Kammerpräsidenten selbst als Drahtzieher vermuten.

Offener Brief an den Kammerpräsidenten

Die MFG-Ärztinnen und Ärzte wollen:

  • eine Ärztekammer, die wieder die Interessen aller Mitglieder*innen vertritt
  • die Beendigung jeglicher Ausgrenzung
  • eine Verbesserung der Ausbildung sowie der Praxisgründungs- und -übergabemodalitäten
  • keine Bevormundung der Mitglieder*innen durch die Kammer
  • eine Überführung des Wohlfahrtsfonds in die allgemeine Sozial- und Pensionsversicherung

Zwei nsche für Forderungen von mir:
Und ich darf als Nicht-Arzt, sondern Physiker und gelegentlicher Patient, noch zwei Wünsche anfügen wofür die MFG-Liste eintreten sollte:

  • + eine Politik im Interesse der Patienten
  • + Schluss mit der Drittmittelfinanzierung durch Pharma von Forschung und Universitäten.

Die Drittmittelfinanzierung ist das Krebsübel der heutigen Medizin. Dies gibt der Pharmabranche die Kontrolle darüber wie und womit Patienten therapiert werden und verhindert, dass Ärzte und Wissenschaftler frei ihre Meinung sagen können. Man nehme nur das Beispiel des von der MedUni Wien gekündigten Arzt und Wissenschaftlers Univ. Prof. Dr. Andreas Sönnichsen. Freie und vor allem wissenschaftlich kompetente Meinungsäußerung verträgt offensichtlich eine wissenschaftlich inferiore Universitätsbürokratie nicht.

Aber weiter mit den Forderungen der MFG Ärzte:

Abschaffung des Wohlfahrtsfonds als Zwangssystem

Besonderes Ärgernis: der jetzige ÄK-Präsident ist ein glühender Verfechter des Wohlfahrtsfonds der ÄK – eine irreführende Bezeichnung, da er nicht dem Wohl der Ärzte dient. Dieser Fonds ist nämlich eine aus der Nachkriegszeit stammende Zwangsversicherung für Mediziner, in die zusätzlich zur staatlichen Sozialversicherung eingezahlt werden muss. Den Ärzten beschert dieser Fonds nur geringe Benefits, die Einzahlungen sind außerdem hoch und die Verwaltung der Gelder intransparent. Bei der Veranlagung der eingezahlten Beiträge haben die Ärzt*inne keinerlei Mitsprache.
Auch der Rechnungshof übte 2011 harsche Kritik am der Gebarung des Wohlfahrtsfonds. In der Vergangenheit verursachte Misswirtschaft Verluste von über 200 Millionen Euro, welche dann den Mitgliedern aufgebürdet wurden. Pikant: Während fast alle Ärzte bis zu 18% ihres Einkommens für diese zusätzliche Zwangsversicherung berappen müssen, sind Funktionäre der Ärztekammer davon befreit, u.a. auch der ÄK Präsident selbst. “Wir werden uns jedenfalls auch für eine Überführung des Zwangsversicherung in eine freiwillige Versicherung stark machen”, kündigt Brunner abschließend an.

Bild von rottonara auf Pixabay

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Wie Schulmedizin die Behandlung von Krankheiten verweigert

Der Kampf gegen Naturwissenschaft und Logik durch Ärzte, Ärztekammer, ÖGK und Politiker

Offener Brief an den Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer

Warum immer mehr Ärzt*innen gegen den Impfzwang sind – und wie die Ärztekammer kritische Mediziner*innen mundtot machen will.

14 Kommentare

  1. Naert Jean Marie 25. Dezember 2021 at 10:45Antworten

    Eine wunderbare Initiative ! Meiner Meinung nach reicht es aber nicht diesen Herren einfach aus ihren Ämtern zu verdrängen… so dass sie sich mit den erworbenen Pharmaffia Millionen bequem zurücklehnen können…. Sie gehören für ihre Verbrechen vor Gericht gestellt und zur Verantwortung gezogen bzw. weggesperrt.

  2. arnulf 24. Dezember 2021 at 18:05Antworten

    Die Drittmittelforschung ist allgemein – nicht nur im Medizin/Pharmabereich – das Krebsübel. Auch in anderen naturwissenschaftlichen Bereichen gibt es dadurch nur noch eine lobbyorientierte Anwendungsforschung. Neue Grundlagenerkenntnisse gibt es kaum noch und wenn diese Erkennisse dann noch wichtigen Industrielobbyintressen entgegenstehen, werden diese Ergebnisse auch noch massiv unterdrückt. Das ganze Coronageschehen ist doch nur die Spitze des Eisberges. Kleines Beispiel – Elektromobilität, überbordende Digitalisierung usw. dies darf alles nicht objektiv hinterfragt werden. Ja und natürlich – der Strom kommt aus der Steckdose ????!!!!!

  3. andi pi 24. Dezember 2021 at 15:08Antworten

    die frage ist halt, wie viele kritische ärztInnen angesichts der derzeitigen säuberungswelle dann noch überhaupt praktizieren (und somit mitwählen) werden dürfen. wünsche aber dennoch natürlich viel erfolg für die wahlen! und es könnte ja auch passieren, dass jene kritischen ärztInnen, die sich aus angst vor jobverlust derzeit nicht trauen, öffentlich kritik zu üben, bei einer geheimen wahl, bei der sie nichts zu befürchten haben, ihre meinung sehr wohl zum ausdruck geben werden.

  4. Brigitte 24. Dezember 2021 at 11:42Antworten

    Lieber Herr Mayer,
    vielen Dank für Ihre unermüdliche Arbeit. Vieles was ich über die „Pandemie“ und das Drumherum weiß, habe ich bei Ihnen gelernt. Ich hoffe, daß alle unsere „großsprecherischen Experten“ der öffentlichen Medien endlich mal erkennen, was wirklich Sache ist – nachzulesen bei Peter. F. Mayer!
    Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest!

  5. Tatjana 24. Dezember 2021 at 10:50Antworten

    Wirklich wahr, es reicht langsam. Großartig! Zustimmung!

    Warum so gedrängt wird mit der Impfung ist klar. Sie befürchten, dass das Haltbarkeitsdatum zahlreicher Impfstoffdosen überschritten wird und die Vakzine verfallen.

    In Österreich liegen derzeit 10,2 Millionen Impfdosen auf Lager, die nur noch bis Ende März 2022 haltbar sind. Selbst wenn es im ersten Quartal eine große Menge an Kinder- sowie Booster-Impfungen gäbe, würden diese Dosen nicht komplett aufgebraucht. Gift kann ruhig verderben. Österreich hat aber noch 280.000 Dosen von Astrazeneca auf Lager, für die es auch im Ausland keinen Abnehmer mehr findet. Niemand will sie haben. Und über eine „1G“ Regel wird bereits besprochen, dank Drostens der Hellsehen. Die Regierung und Virologen sind nur damit beschäftigt sich neue Märchen für uns auszudenken.

    Denken und Sehen ist nicht so deren Stärke, denn es gibt bereits geboosterte die infiziert worden sind und auch starben. Es sind vier bisher. Dennoch wird behauptet die kürzlich geboostert sind, würden > Achtung < das Wort "wahrscheinlich" weniger zur Weiterverbreitung beitragen und wären merklich gegen die Erkrankung geschützt. Falsch Herr Besserwisser Drostens! Alle Virologen und Virologinnen sind nicht nur Blind, sondern unwissend in jeder Hinsicht.

  6. Uschi 24. Dezember 2021 at 10:26Antworten

    Auch hier greife die Physik von Archimedes.

    Ich gönne uns Beobachtung und der MFG Besonnenheit.

    Geschichte zeigt, dass verdrängt wird, um mit sich zu besetzen bei alten Modalitäten.

    Wer äußerte in der MFG bisher, das zwanghafte Kammerwesen ersatzlos zu streichen?

    „Der Beitrag für die Kammer ist hoch, also versuche ich für mich die Kammer maximal zu nutzen.“ – Der Geschichte Irrweg!

    Wie soll bei so einer „Mechanik“ wahre WISSENSCHAFT Gehör finden?

  7. Nina 24. Dezember 2021 at 10:21Antworten

    Danke Herr Peter F. Mayer für diesen nennenswerten Beitrag. Danke für Ihre Arbeit und Mühe die Sie hier reinstecken.
    Wünsche Ihnen ein frohes Fest.

  8. Luis 24. Dezember 2021 at 10:02Antworten

    Jawohl! Jetzt reichts! Zustimmung meinerseits. Danke Herr Peter F. Mayer.
    Die Pharmaindustrie macht Menschen Krank und man weiß nie was ein Medikament tatsächlich enthält. Gott sei Dank blieb ich bis heute davon verschont.

  9. Klaus C. 24. Dezember 2021 at 9:27Antworten

    Noch ein Wunsch. Es wäre schon viel geholfen, wenn für den nächsten Ärztekammerpräsident Lesen als Mindestqualifikation gefordert wird. Dann fällt vielleicht eher auf, dass mittlerweile selbst die Hersteller der mRNA lange Listen mit Kontraindikationen als Beipackzettel mitgeben. Das vorher lesen zu können, würde sicher helfen, Falschbehauptungen in Bezug auf die Sicherheit der Impfstoffe in Rundbriefen an Ärzte zu vermeiden.

    Um die mutigen Ärzte, die nun verfolgt werden, tut mir das echt leid. Wäre schön, wenn man da mehr von lesen könnte. Das sollte viel stärker publik gemacht werden. Insbesondere für die Zeit danach. Denn sie werden auch wieder praktizieren können. Ich – und ich bin sicher nicht akkeine- wäre dann gerne deren Patient. Eine bessere Empfehlung gibt es fast nicht.

  10. Markus 24. Dezember 2021 at 8:33Antworten

    Dieses Vorhaben ist unbedingt zu unterstützen- die Ärztekammer muss wieder das werden was sie sein soll und nicht ein Ort der Diktatorisch den ärzten vorschreibt was sie zu tun haben- und das auch noch mit existenzbedrohenden Maßnahmen.

    • Roman Lex 24. Dezember 2021 at 11:37Antworten

      Dem kann ich nur zu einhundert Prozent beistimmen!!

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