Rotes Kreuz Chef bestätigt: „Fälle“ durch Testen unnötig erhöht

In der wissenschaftlichen Community besteht schon seit längerem Einigkeit darüber, dass Tests nichts über die Infektiösität aussagen, dass der PCR Test kein Virus nachweist, und dass es je nach Prävalenz eher mehr als weniger falsch-positive Ergebnisse gibt. Auch die Ärztekammern von Oberösterreich und Tirol haben schon gefordert die sinnlosen Massentestungen von Personen ohne Symptomen einzustellen.

In den westlichen Bundesländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg besteht größte Sorge um den Wintertourismus. Das von Bundeskanzler, Landesregierung und lokalen Behörden verursachte Desaster und Chaos von Ischgl beschäftigt nicht nur die Untersuchungskommission, sondern auch internationale Medien und demnächst die Gerichte. Und dazu kommen die täglich veröffentlichten Zahlen „bestätigter Fälle“ – in der ZIB 1 und manchen Medien noch immer fälschlich als „Neuinfektionen“ bezeichnet –, die den westlichen Bundesländern einen Fixplatz auf den Reisewarnungen anderer Länder einräumen.

Da ist natürlich Feuer am Dach. Aber Rotkreuz Kommandant Gerry Foitik eilte mit einem Papier zu Hilfe. Und er hat völlig recht, wenn er schreibt:

Wintertourismus: wenn Zahlen eine Zeit lang sinken, aber noch immer zu hoch sind, für eine ‚grüne‘ Einschätzung der EU-Partner könnten wir innerhalb weniger Tage aufhören Kontaktpersonen „1“ zu testen: die Inzidenz sinkt dann sofort um 500 täglich“.

Foitik bestätigt damit, dass die täglich steigenden Zahlen durch vermehrte Tests verursacht werden. Und man darf eines nicht vergessen: Die so genannten Kontaktpersonen „1“ sind in der Regel ohne Symptome, wenn sie getestet werden. Hätten sie nämlich welche, dann wären sie wahrscheinlich bereits getestet worden und/oder in Quarantäne. Und damit ist zwangsläufig verbunden, dass es „positive“ Resultate gibt, die aber mit einer Wahrscheinlichkeit von um die 90% falsch-positiv sind (warum das so ist habe ich schon mehrfach erklärt, z.B. hier und hier).

Aber es kommt noch etwas dazu. Selbst wenn diese Tests negativ ausfallen, werden K1 Personen in Quarantäne geschickt, was an sich bereits ein Skandal ist. In der Tiroler Tageszeitung schreibt Anita Heubacher:

Gesundheitsexperten bezweifeln, dass der von der Bundesregierung schleichend verhängte Lockdown das Virus eindämmen wird. Die Bevölkerung erfährt indes am eigenen Leib, wie viel die Corona-Strategie taugt.“

Und weiter:

Was testen, testen, testen sehr wohl geschafft hat, ist, dass wir wie das Kaninchen vor der Schlange auf das Säulendiagramm der positiv Getesteten starren. Zwar wissen wir jetzt, dass die um Millionen Euro gekauften PCR-Tests ein Virusfragment, nicht aber eine Krankheit nachweisen können, dennoch behalten wir diese Strategie bei, testen zu allem Überfluss weiterhin gesunde Personen und schicken die mit negativem Test in Quarantäne.“

Dem kann man nur zustimmen. Die Corona-Politik der Regierung ist von Hilflosigkeit und Panikmache geprägt, wie übrigens auch die der meisten anderen Regierungen – mit Ausnahme von Schweden, wo die Mediziner und Experten nicht nur das Sagen haben, sondern auch die Pressekonferenzen abhalten.

Die Folge hat sogar Foitik schon (siehe Kopie des Papers von Foitik unten) begriffen:

Eine Gruppe hat es (das Virus und die Maßnahmen) satt, eine Gruppe weiß das schon alles und ergreift selbst sinnvolle Maßnahmen, eine Gruppe glaubt genau das Gegenteil und die meisten haben mittlerweile andere Probleme.“

Da hat Foitik recht. Maßnahmen wie die völlige Absperrung von Ortschaften, wie es derzeit mit Kuchl passiert, schaden der Bevölkerung ohne den geringsten Nutzen zu stiften. Das wird immer mehr Menschen klar. Mit den nahezu im Tagesrhythmus veränderten Maßnahmen kennt sich auch kaum noch jemand aus, begründet werden sie mit den „steigenden Neuinfektionen“. Was davon zu halten ist, hat Foitik deutlich gemacht.

Ob damit die Wintersaison im Tourismus noch zu retten ist, darf allerdings bezweifelt werden. Warum sollen Schweden, die sich zu Hause eines völlig normalen Lebens ohne Masken und ohne sinnlose Einschränkungen erfreuen, warum sollten die sich mit absurde Regeln anfreunden wie Masken am Lift, sich um 22 Uhr aus Lokalen verjagen lassen und sich möglicherweise überfallsartig einem PCR-Test unterziehen und sich anschließend in Quarantäne schicken lassen? Die werden lieber in Schweden Schi fahren gehen und höhere Preise für Alkohol in Kauf nehmen.

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