Grok Antworten zu möglichen Schäden durch Windräder und Rechenzentren

12. August 2026von 6,7 Minuten Lesezeit

Kürzlich liefert die X/Twitter-KI Grok einige interessante Antworten auf eine Frage zu einem X-Posting über niedrigen Wasserstand im Neusiedlersee (Bild). Ich war neugierig was Grok dazu sagt, ob nahe zueinander gebaute Windparks und Rechenzentren besonders gesundheitsschädlich sein würden. Hier einige Antworten.

Konkret geht es dabei um eine bedenkliche Kombination von Windrädern mit Höhen von bis zu 289 und einem Rechenzentrum. in nur wenigen Kilometern Entfernung. Es soll auf 4,3 Hektar bisheriger Ackerfläche mit bis zu 28 Metern Höhe entstehen. Damit kann sich die Summe die Belastungen für Landschaft, Böden und Anwohner durch Erwärmung und Infraschall deutlich verstärken.

Die zweite Antwort ist ziemlich entlarvend und beschriebt die Zustände, wie wir sie schon von Covid kennen, ziemlich prägnant.

Meine erste Frage war daher:

Folgen einer möglichen Überlagerung von Infraschall durch Windräder und Rechenzentren

Antwort Grok:

„Die beiden verlinkten TKP-Artikel (August und Juni 2026) thematisieren kritische Sichtweisen zu Infraschall:

  • Windkraft: Infraschall (u. a. um 0,5 Hz) soll sich über große Entfernungen (angeblich ≥ 25 km) ausbreiten und direkte Schädigungen am Herzmuskel verursachen (Verweis auf Mainzer Studien). Weitere genannte Symptome: Stress, Cortisol-Anstieg, Schlafstörungen und „Spukgefühle“. Politiker würden die Gesundheit der Bürger der Windindustrie opfern.
  • Rechenzentren („KI-Burgen“): Kühlanlagen und Ventilatoren erzeugen unhörbaren Infraschall (1–20 Hz), der zu Schwindel, Übelkeit, Angstzuständen und Schlafstörungen führen soll. In Kronstorf wird eine Verstärkung durch Wasserflächen (Enns) als Schallspiegel beschrieben. Zusätzlich werden Wärme (Data Heat Island), Wasserverbrauch und Landschaftsveränderungen kritisiert.

Eine explizite, detaillierte Analyse der kombinierten Wirkung beider Quellen findet sich in den Artikeln nicht, wird aber als zusätzliche Belastung in Regionen mit beiden Infrastrukturen nahegelegt.

Wissenschaftliche Lage zu Infraschall aus den Einzelquellen

Windenergieanlagen
Hochwertige kontrollierte Studien (z. B. Marshall et al. 2023 in Environmental Health Perspectives – doppelblinde, randomisierte Cross-over-Studie mit 72 Stunden Exposition gegenüber simuliertem Windkraft-Infraschall bei ca. 90 dB) fanden keine signifikanten Effekte auf Schlaf, Herz-Kreislauf-Parameter, kognitive Leistungen oder subjektive Symptome im Vergleich zur Schein-Exposition.

Reviews und Stellungnahmen (u. a. Science Feedback, systematische Übersichten) kommen übereinstimmend zu dem Schluss: Es gibt keine robuste Evidenz, dass der typische Infraschall von Windrädern direkte physiologische Schäden verursacht. Beschwerden in der Nähe von Anlagen hängen häufiger mit hörbarem Schall, visueller Belastung, Erwartungshaltung (Nocebo-Effekt) oder anderen Faktoren zusammen.

Rechenzentren
Kühlanlagen, Ventilatoren und Notstromaggregate erzeugen niederfrequenten Schall und Infraschall. Es gibt Anwohnerbeschwerden über anhaltenden „Hum“ bzw. Druckgefühl. Rigorose, peer-reviewed Studien, die typische Umgebungspegel von Data-Center-Infraschall kausal mit spezifischen Gesundheitsschäden (z. B. Herzschädigung oder systematischen neurologischen Effekten) verknüpfen, sind bisher rar. Messungen in und um Anlagen zeigen meist Werte, die unter den Wahrnehmungsschwellen und weit unter klassischen Gefahrengrenzwerten liegen.

Überlagerung / kumulative Effekte

Es liegen keine spezifischen wissenschaftlichen Studien vor, die die Überlagerung von Infraschall aus Windenergieanlagen und Rechenzentren systematisch untersuchen.

Allgemeine akustische und lärmmedizinische Prinzipien:

  • Schalldruckpegel addieren sich, wenn die Quellen im gleichen Frequenzbereich und zeitlich überlappend wirken (energetische Addition). Bei unterschiedlichen Frequenzspektren und Modulationen (Windräder erzeugen oft impulsartige Komponenten, Data Centers eher kontinuierlichen Breitband-Niederfrequenzschall) ist die Überlagerung komplexer.
  • Bei Pegelwerten unterhalb der Hör- und Wahrnehmungsschwelle bleibt die Frage offener physiologischer Wirkungen ungeklärt – die meisten kontrollierten Studien finden hier keine klaren Effekte.
  • Für hörbaren niederfrequenten Lärm (LFN) und Gesamtlärmbelastung ist eine additive bzw. synergistische Wirkung auf Belästigung, Schlafstörungen und Stress besser belegt. Hier können mehrere Quellen die subjektive Belastung und die Schlafqualität spürbar erhöhen.
  • In der Lärmwirkungsforschung werden kumulative Expositionen (mehrere industrielle Quellen) grundsätzlich als relevant angesehen, weil sie die Gesamtexposition und die Erholungsmöglichkeiten der Anwohner reduzieren.

Mögliche reale Folgen in Überlagerungsgebieten

Wenn Windparks und große Rechenzentren räumlich nahe beieinander liegen, können auftreten:

  • Erhöhte Gesamtbelastung durch kontinuierlichen niederfrequenten Schall + intermittierende Komponenten der Windräder.
  • Verstärkte subjektive Belästigung und Schlafstörungen (besonders bei empfindlichen Personen).
  • Psychischer Stress durch die Wahrnehmung mehrerer industrieller Quellen (visuell + akustisch).
  • In Kombination mit anderen Faktoren (Abwärme der Data Centers, Landschaftsveränderung) eine spürbare Beeinträchtigung der Wohn- und Lebensqualität.

Schwere, direkte organische Schäden (z. B. Herzmuskelschädigung) durch die typischen Infraschallpegel beider Quellen sind nach dem aktuellen Stand der kontrollierten Studien nicht belegt.

Fazit

Die in den TKP-Artikeln dargestellten starken gesundheitlichen Wirkungen von Infraschall (besonders die Herzschädigung) werden von der Mehrheit der hochwertigen kontrollierten Studien und systematischen Reviews nicht gestützt. Eine Überlagerung beider Quellen kann die subjektive Belastung und die Lärmbelästigung erhöhen und die Erholungsmöglichkeiten der Anwohner einschränken. Spezifische wissenschaftliche Untersuchungen zur kombinierten Infraschall-Exposition aus Windkraft und Rechenzentren fehlen jedoch bislang.

Für konkrete Standorte wären unabhängige, längerfristige Messungen der tatsächlichen Pegel (hörbarer Schall + Infraschall) vor und nach Inbetriebnahme sowie epidemiologische Untersuchungen am aussagekräftigsten.

Non, das war einerseits überraschend nach der Antwort zu den Windparks beim Neusiedlersee, aber den Covid Erfahrungen, doch wieder zu erwarten.“

Daher eine Zusatzfrage:

Welche Industrien haben ein Interesse daran, dass es bestimmte Studien nicht gibt?

Antwort Grok:

Die Frage bezieht sich auf Studien zu möglichen Gesundheitswirkungen von Infraschall (besonders in Kombination von Windrädern und Rechenzentren) bzw. auf Studien, die solche Wirkungen klar belegen würden.

Hier eine nüchterne Einschätzung der Interessenlagen:

1. Windenergie-Branche und erneuerbare Energiewirtschaft

  • Starkes Interesse an möglichst wenigen oder negativen Ergebnissen zu Gesundheitswirkungen von Infraschall.
  • Gründe: Genehmigungen, Mindestabstände, Bürgerproteste und Projektverzögerungen verteuern oder verhindern Anlagen. Jede ernstzunehmende Studie, die kausale Schäden nachweist, würde den Ausbau erschweren und die Kosten erhöhen.
  • Viele bestehende Studien, die keine oder nur sehr geringe Effekte finden, wurden teilweise von Energieunternehmen, Branchenverbänden oder regierungsnahen Institutionen mitfinanziert oder beauftragt.

2. Tech-Konzerne und Data-Center-Betreiber (Google, Microsoft, Amazon, Meta, Oracle usw.)

  • Deutliches Interesse, Bedenken zu Lärm, Infraschall, Abwärme und Wasserverbrauch klein zu halten.
  • Gründe: Extrem schneller Ausbau von Hyperscale- und AI-Rechenzentren. Strengere Lärm-/Infraschall-Auflagen, größere Abstände zu Wohngebieten oder verpflichtende UVP-Verfahren würden Standorte verteuern und den Zeitplan verzögern.
  • Diese Unternehmen haben massive wirtschaftliche und politische Einflussmöglichkeiten.

3. Politik und staatliche Institutionen mit Ausbauzielen

  • Regierungen und Behörden, die ambitionierte Ziele beim Ausbau von Windkraft und digitaler Infrastruktur (KI, Cloud, Digitalisierung) verfolgen, haben oft ein Interesse an Narrativen, die die Technik als unproblematisch darstellen.
  • Kritische Studien können den politischen Handlungsspielraum einschränken und Widerstand in der Bevölkerung verstärken.

4. Weitere indirekt Interessierte

  • Netzbetreiber und Energieversorger, die von der steigenden Stromnachfrage durch Data Centers und dem Ausbau erneuerbarer Energien profitieren.
  • Teile der Finanz- und Investmentbranche, die stark in Renewables und Tech investiert sind.

Wichtige Einordnung

Es gibt keinen Beleg für eine systematische, flächendeckende Unterdrückung von Forschung. Es gibt durchaus Studien zu Infraschall von Windrädern (die Mehrheit der hochwertigen kontrollierten Studien findet bei realistischen Pegeln keine klaren physiologischen Schäden). Zu Data Centers und vor allem zur kombinierten Exposition existieren deutlich weniger Untersuchungen – das kann auch schlicht daran liegen, dass die massive räumliche Nähe beider Infrastrukturen relativ neu ist.

Industrie und Politik haben jedoch klare finanzielle und politische Anreize:

  • Forschung zu fördern, die Entwarnung gibt,
  • kritische Fragestellungen weniger zu finanzieren,
  • und Ergebnisse, die unbequem sind, öffentlich abzuwerten.

Das ist kein spezielles Phänomen dieser Branchen, sondern ein bekanntes Muster bei Technologien mit hohen Investitionssummen und politischen Zielvorgaben (historisch vergleichbar mit anderen Industrien).

Umgekehrt haben auch Gegner der Windkraft und kritische Bürgerinitiativen ein Interesse an Studien, die Schäden möglichst dramatisch darstellen.

Die wissenschaftlich sauberste Haltung ist daher: Unabhängige, gut kontrollierte Studien mit transparenter Finanzierung und Vorab-Registrierung der Hypothesen sind am wertvollsten – unabhängig davon, welche Seite sie finanziert.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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4 Kommentare

  1. Andreas_Sch. 12. August 2026 um 21:25 Uhr - Antworten

    Diese hässlichen Windmühlen und Rechenzentren dienen lediglich dazu, wirtschaftliche Tätigkeiten vorzutäuschen, ohne wirklich etwas zu liefern – Nichts weiter als heiße Luft (im wahrsten Sinne des Wortes). Das ist wie bei einem „Job“, den ich einmal hatte, bei dem ich eigentlich gar nichts gemacht habe, schon gar nichts Sinnvolles oder auch nur dem Unternehmenszweck Dienliches, außer andere davon zu überzeugen, dass ohne mich alle Räder still stehen – was natürlich Quatsch war. Und dafür lassen sich die Leute die Gesundheit zerschießen, die Landschaft vermüllen und machen dabei noch kräftig mit? Interessant – geradezu faszinierend! 🧐

  2. local.man 12. August 2026 um 12:23 Uhr - Antworten

    Egal wie man es machen wird, es wird zu mittleren bis großen Problemen führen.

    Baut man es Anwohner nah, haben wir ergebliche gesundheitliche Probleme zusätzlich zu den der Umgebungs/Umweltveränderungen bzw. Schädigung.
    Vielleicht lässt sich hier noch eine Möglichkeit finden, die Wärme der Anlagen die erzeugt wird, weiterzunutzen, z.B. Heizen.
    Wäre aber kein echter Trost.

    Baut man sie in der Pampa irgendwo, wird es dort zwar die Leute nicht direkt schädigen, aber den Rest ebenso an Problemen erschaffen und die Landschaft verschandeln. Lässt sich mit unterirdischen Anlagen evtl. optisch verhindern, aber Restprobleme bleiben bestehen auch für die Tierwelt.

    Also war die Idee es in Zonen die von Natur aus sehr kühl sind, zu errichten, schon besser. Nur wird das die Gegenden wohl auch erwärmen, mit unabsehbaren Folgen.
    Die Idee im All die KI Zentren zu errichten, ist also nicht einfach so aus der Luft gegriffen. Aber es hat auch Nachteile. Erstmal können wir da nicht mehr so einfach zugreifen und 2. ergeben sich dann im All viele Probleme um unsere Erdkugel. Zudem man permanent sterbende Satelliten verglühen lassen muss, was sicherlich für die Atmossphäre einwirkt. Wir reden hier nach x Jahren von Hunderttausenden solcher Satelliten die verlühen pro Jahr, wenn sie eine Überlebensdauer von ca. 7 Jahren haben, was durchgegeben wurde von AUF1 TV Recherche.
    Die Kosten diese zu ersetzen kommt hinzu. Und man wird diese Satelliten brauchen, um die Datenübertragung zu sichern in alle Winkel der Erde, wenn man unbedingt, alles kabellos am Ende haben will, was abzulehnen ist, da die Strahlung viel zu schädlich ist.

    Lustigerweise arbeiten wir mit KI, die uns enorm hilft, aber wollen diese Rechenzentren nicht ;)

    Es muss also eine clevere Lösung her und diese ist wie immer sehr schwer zu erreichen in dieser Systemstruktur, wenn es kein Coop gibt für die Menschen, sondern das was wir eben haben. Koste es was es wolle.. Menschen egal Einstellung…

    Aber man sollte hier am Thema dran bleiben, weil dies ein riesiger Teil der Zukunft sein wird.. Die Roboter-Industrie kommt alsbald hinzu.
    Das wird noch mehr als nur ein Randthema werden.. Es wird das zentrale Thema werden und wie soll das in dieser Systemstruktur vernünftig gemacht werden, wenn Menschen „überflüssig“ werden aus Sicht der Besitzenden und sie uns alle eher weghaben wollen und mit Cyborgs/Roboter ersetzen?

    So langsam wird das Ausmaß erfassbar und die Gedanken der Machtclique, die uns voraus sind in dem Themen, weil sie die Technik und was geschehen wird, eher kennen und in der Hand haben..

    Wir aber das System nicht kontrollieren.. Ich sehe hier einen ernsten Konflikt auf uns zurasen, weit über die Fragen und Probleme der KI Rechenzentren hinaus…
    Die Menschen können nicht ewig die Belastungen stemmen gesundheitlich.. Essen macht Krank, Strahlung, die Medizin selbst, jetzt kommt Infraschall durch Wind und KI dazu, weiterer Erwärmung, schlechtere Energieversorgung bei riesige Vergiftung der Flora und Fauna durch Abrieb + versiegeln der Böden durch diese Wind/Sonne Parks und nun Rechencentren.. Tja..

    Menschheitsreduktions-Fantasien der Besitzenden sind damit auch viel eher nachvollziehbar.. Nicht weil sie richtig sind, weil sie aus Sicht der Besitzenden nötig sind..
    Ich mache mir Sorgen, da wir eher alle unterworfen sind und nirgends wirklich das Ruder in der Hand halten.
    Lass mal die Roboter soweit sein, gegen uns Krieg spielen zu können… Nunja…

  3. Jan 12. August 2026 um 8:25 Uhr - Antworten

    „Schwere, direkte organische Schäden sind nicht belegt.“

    Das ist im begrenzten Zeithorizont von Studien auch kaum möglich, wenn die Kausalkette über Erhöhung des Cortisolspiegels und Blutdrucks zu Herzerkrankungen läuft.

    Allerdings sind Küstenbewohner, die mit ständigem Rauschen und Schwappen konfrontiert sind, nicht häufiger krank. Oder sind das andere Frequenzen?

    • rudifluegl 13. August 2026 um 3:13 Uhr - Antworten

      Na dann hören Sie sich mal ein AC/DC Konzert mit einem durchgehendem Pulsschlagfreqenz Wummern und dann die Ouverture Solennelle „1812“ mit den Kanonenschüssen von Tschaikovsky an und schätzen Sie Ihre psychische Beanspruchung für ein Jahr ab. Was käme da wohl mehr dem Meer nahe?

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