Ab dem 12. August 2026 gilt die neue EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR). Brüssel verkauft dies als Meilenstein, die Wirklichkeit bringt noch mehr Bürokratie, kaum etwas für die Umwelt und erdrückt kleine Unternehmer und Händler.
Für weniger Müll soll die neue Verpackungsverordnung sorgen. Schon jetzt haben einige Händler die Belieferung der EU dadurch eingestellt – damit schafft man wirklich mehr Müll. Kritiker meinen, dass die Verordnung Firmen in Bürokratie ersticke, Kosten verursache und Umweltziele verfehle.
Der EU-Abgeordnete Haider (FPÖ), Mitglied im Umwelt- und Verkehrsausschuss, kritisiert vor allem das Fehlen echter Harmonisierung im Binnenmarkt. Stattdessen kommen umfangreiche Kennzeichnungs-, Berichts- und Dokumentationspflichten – auch für kleinere Betriebe. Die kurzfristig veröffentlichten FAQs und Leitlinien der Kommission werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Starre Mehrwegquoten verdrängen recyclebare Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe. Dadurch geraten funktionierende Recyclingkreisläufe in Gefahr, und paradoxerweise könnten mehr Kunststoffverpackungen aus fossilen Rohstoffen in Umlauf kommen.
Re-Use-Systeme seien oft energie- und ressourcenintensiver durch Herstellung, Reinigung und Transporte. Die Kommission selbst schätzt allein die Kosten für das Relabeling auf 18 Milliarden Euro; pro Haushalt drohen rund 160 Euro Mehrkosten im Jahr. Die EU habe die Verpackungsflut nicht eingedämmt, sondern eine neue Bürokratieflut entfesselt. Die Verordnung gehöre komplett entsorgt und neu aufgesetzt, so der Abgeordnete in einer Presseaussendung.
Diese Kritik steht nicht isoliert. Branchenvertreter und Medien berichten von wachsender Wut. Der DIHK-Referatsleiter Christoph Petri nennt die Regeln „von der Komplexität her einfach zu sperrig“. Er forderte sogleich eine Pause bei der Umsetzung. Mittelständische Unternehmer klagen, künftig müsse jeder Karton, jedes Etikett und jedes Packband lückenlos nachverfolgbar sein.
Würth-Geschäftsführer Norbert Heckmann: „Ich kann so nicht arbeiten – weil ich bald mehr Verpackungsregularien als Verpackungen habe.“
Die Verordnung treibt wilde Blüten: Lackhersteller gelten plötzlich als „Hersteller“ von Verpackungen mit weitreichenden Pflichten.
Kleinere Händler stellen den Versand ins EU-Ausland teilweise ein, weil die Dokumentation den Aufwand nicht rechtfertigt. Berliner Modelabels schreiben auf Instagram „Tschüssi! Wir versenden ab jetzt nicht mehr in EU-Länder“. Ein Werkzeughändler stoppt Lieferungen in Länder mit nur wenigen Tausend Euro Umsatz. Schweizer Mini-Shops und der schwedische Händler iLabs Electronics haben den EU-Versand ebenfalls pausiert. Das sind nur ein paar Beispiele.
Die Verordnung geht gegen kleine und mittlere Unternehmen, während Großkonzerne Lobbykraft und Ressourcen haben, fehlen Bagatellgrenzen und einheitliche Meldestellen. In manchen Ländern fallen hohe Gebühren für Bevollmächtigte und quartalsweise Meldungen an – Beträge, die für KMU existenzbedrohend sein können, und der Grund warum die kleinen Händler aufgeben.
Verbände wie der Markenverband und der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel (FKN) warnen zudem vor nationalem „Gold Plating“: Deutschland plane zusätzliche Behörden, Abgaben und eine 70-Prozent-Mehrwegquote, die weit über die EU-Vorgaben hinausgehe und ohne ökologischen Mehrwert jährlich zig Millionen Euro koste. Das gefährde den fairen Wettbewerb im Binnenmarkt und Investitionen in Recycling.
Ökologische Einwände gibt es ebenfalls: Studien zeigen, dass starre Quoten und Materialverschiebungen CO₂-Emissionen und Abfallmengen eher erhöhen als senken können. Hier würden „Klimaskeptiker“ zumindest einwenden, dass dies ja gut ist. Die Verordnung riskiere zudem, etablierte Kreisläufe zu zerstören, statt sie zu stärken.
Die FPÖ-Forderung nach einem Neustart findet in der Wirtschaft Widerhall. Aber ob Brüssel nachjustiert darf man wohl bezweifeln.
Bild „File:PET-Verpackung-offen.jpg“ by StromBer is licensed under CC BY-SA 3.0.
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8 Kommentare
Von Glühbirnenverbot zur leistungsschwachen Waschmaschine – alles Ausgeburten der minderintelligenten Eurokraten.
Die KI räumt Jobs weg.. Damit keine echte Änderung vollzogen werden muss für die Freiheit durch Verteilung der gewaltigen Mehrwerte, Aktionäre wollen mehr Kohle, braucht es neue Bullshitjobs.
Ergo braucht es neue Verordnungen für jede Firma und mehr Bürokratie, wo dann diese Leute weiterhin ihre Lebenszeit verhökern dürfen.
Das Spiel ist alt, genau genommen 101,5 Jahre alt.. Seit 1924 läuft der Spaß zum Erhalt der bestehenden Zustände beim Thema Erwerbsarbeit, Wirtschaftsmodell und Umverteilung..
1924? Das würde mich näher interessieren. 🤔
Die EU-Verpackungsverordnung ist ein weiterer Schlag gegen KMU’s, ob gewollt oder nicht. Ein solch wirtschaftsfeindliches und bürokratieförderndes werkl ist wirklich das dämlichste Eigentor seit langem.
Beispiele: aufbewahrfristen für verpackungsmaterialien 5 (!!) Jahre, bevollmächtigte erforderlich in allen EU-zielländern (müssen diese auch ein Fax haben? Ich vermute ja…) …
Wozu es eine WKO gibt weiß ich nicht, eine interressensvertretung kann das nicht sein.
Dem großen Fernziel – Vernichtung der gewerbetreibenden Bevölkerung und Ersatz durch multinationale Konzerne – kommen wir leider erneut einen Schritt näher. Große Finanzgebilde bieten große Schmiergelder und holen sich im Bedarfsfall frisches Schuldgeld einer machtlosen Bevölkerung. Das kann es nicht sein, das darf es nicht werden.
„Das kann es nicht sein, das darf es nicht werden.“
Das ist es längst! Die gute Nachricht ist allerdings, dass Größe ein Zeichen von Krankheit ist …
OMG…ich habe heute Schutzbrillen made in Germany verteilt. Also wann kommt die Sonnenfinsternis nun? BTW, der Weiße war wohl gut und der Rote war wenig süß…
Die EU , die Ausrangierten und Abgetakelten dort, dient einzig den Konzernen und Börsenspekulanten. Wann endlich wird dieser Verein abserviert?
Wir haben in der Politik nur noch minderintelligente Loser. Wann endlich gibt es auch Berufsvoraussetzungen für Funktionäre und Politiker? Dort sammelt sich stets der Abschaum der Gesellschaft der Nichtsnutze.
Und im Grunde können die Börsenspekulanten auch sonst nix….
Wer sollte die Qualifikation checken, Jens Spahn? Der Verfassungsschutz?
Es wird nur mit Disziplin zu überwinden sein: Der Wähler muss sich vor den Spiegel stellen und kräftig ohrfeigen!
Nein! Ich werde nicht Kalle Nebenwirkungsfrei zum Kanzler wählen! Nein, ich werde mich beherrschen und nicht mein Kreuz bei Cruella in Be oder Legasthenchen machen!
Man muss das dann in der Wahlkabine auch durchziehen. Schwierig, ich weiß!
Für die Wahlhelfer werden die Heerscharen immer belastender, die greinend aus der Kabine gekrochen kommen und wimmern: Ich habe wieder Pinicchio gewählt, ich konnte nicht anders!
Tragisch eigentlich.
;-)) Ja, man kann das eh nur noch mit Humor ertragen.
Es wird eher schlechter, denn es hängt von der Schulbildung ab…zwar baut die Technik auf altem Wissen auf und entwickelt sich immer weiter, niemand muss das Rad neu erfinden, aber der Mensch in seiner Entwicklung fängt immer wieder bei Null an…es gibt Begabungen, die uns unterscheiden, wozu auch Intelligenz zählt. Diese Begabungen werden von der breiten Masse gehasst. In der Schule versucht man daher, sie auszumerzen und fördert die Dummen…
Und so, jetzt sind auch die Blöden an der Macht…das ist die Politische Korrektheit, die dazu geführt hat. Geistesschwache werden heute als alternativ Begabte betrachtet und natürlich muss man sie bei der Postenvergabe, im ôffentlichen Dienst und staatsnahen Betrieben, bevorzugen analog der Quot:innen…und solche Quot:innen sitzen nun auch zuhauf in Brüssel.
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