USA, Kriegsverbrechen des Westens und die Folgen

22. Mai 2026von 4,6 Minuten Lesezeit

Die USA können ohne Kriege und damit ohne Kriegsverbrechen nicht existieren. Rückzug aus Afghanistan, nach 20 Jahren Bombenkrieg und Zerstörung des Landes, dann Ukraine-Konflikt Anfachung, von dort nach Venezuela, und dann die Kriege gegen den Iran. Und immer gab es neue Waffen, zerstörerischer, unheimlicher, niederträchtiger. Immer unterstützt durch die „Wertegemeinschaft“ westlicher „Demokratien“.

Brandbombenangriffe gegen zivile Städte im 2. Weltkrieg, dann Kernwaffen gegen Hiroshima und Nagasaki. Der 2. Weltkrieg war praktisch beendet, die Sowjetunion verhandelte bereits mit Japan über deren Kapitulation, aber die USA wollten die Unterschiede von Uran- und Plutonium-Bomben auf „weiche Ziele“ sehen. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Kernkritik der sogenannten Revisionismus-Schule, insbesondere begründet durch Historiker wie Gar Alperovitz, sowie die Einschätzungen zahlreicher späterer Wissenschaftler.

Kriegsverbrechen ohne Ende

Biowaffen gegen Nordkorea, „Entlaubungsmittel„, „Agent Orange“ war das am häufigsten eingesetzte Entlaubungsmittel im Vietnamkrieg. Das US-Militär versprühte zwischen 1961 und 1971 rund 80 Millionen Liter, um den nordvietnamesischen Truppen und dem Vietcong die Deckung im Dschungel zu nehmen. Es war mit dem hochgiftigen Dioxin TCDD verunreinigt und verursacht bis heute verheerende gesundheitliche und ökologische Schäden. Napalm und Antipersonen-Streubomben wie CBU-24 im gleichen Krieg. Und nun, durch Israel gegen Palästinenser und Libanesen erprobte neuartige Bomben mit Wolfram.

„Entsetzliche Kriegsverbrechen aufgedeckt! Die NYT bestätigt, dass das Pentagon eine experimentelle PRISM-Rakete, gefüllt mit 180.000 Wolframkügelchen, an einer iranischen Sporthalle getestet hat. Washington hat buchstäblich ein Mädchen-Volleyballteam als Versuchskaninchen benutzt und 21 Zivilisten massakriert.“ (Quelle)

Folter und Misshandlung von Gefangenen

  • Geheime CIA-Gefängnisse („Black Sites“): Inhaftierte wurden in Afghanistan und an geheimen Orten durch US-Geheimdienste systematisch gefoltert. Zu den angewandten Methoden („Enhanced Interrogation Techniques“) zählten unter anderem Waterboarding, Schlafentzug, extreme Temperaturen, sexuelle Demütigungen und Scheinhinrichtungen. Als die Welt aufwachte und aufschrie, man feststellte, dass die Foltergeständnisse tatsächlich wenig erfolgreich waren, stellte man um auf
  • Drohnentötungen: Abgesehen davon, dass diese Tötungen weit im Hinterland von umkämpften, oder auch in fremden Ländern an sich als Kriegsverbrechen gewertet werden kann, sind die Kollateralschäden erheblich. Schätzungen zufolge machten zivile Opfer bei US-Drohneneinsätzen (insbesondere in Pakistan, Jemen und Somalia) zwischen 7 % und 15 % aller Todesopfer aus. Unabhängige Beobachter gehen davon aus, dass bei Tausenden von US-Luftangriffen seit 2002 insgesamt zwischen 800 und fast 2.000 Zivilisten durch Drohnen starben. Die genauen Zahlen sind jedoch stark umstritten.
  • Abu-Ghuraib-Skandal: Während der Besatzung des Irak ab 2003 wurden irakische Gefangene im US-Militärgefängnis Abu Ghraib von US-Soldaten schwer misshandelt, gefoltert und gedemütigt. Dies wurde durch öffentlich gewordene Beweisfotos weltweit bekannt.

Tötung von Zivilisten und Kriegsgefangenen

  • Massaker und außergerichtliche Tötungen: Soldaten verübten gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Bekannt wurde beispielsweise das Massaker von Haditha im Irak (2005), bei dem US-Marines nach einem Sprengstoffanschlag zahlreiche unbewaffnete Zivilisten erschossen.
  • Tötung von Gefangenen: Berichte weisen auf das Massaker von Dascht-e Laili in Afghanistan im Jahr 2001 hin, bei dem hunderte gefangene Taliban-Kämpfer in Containern erstickt oder in der Wüste erschossen worden sein sollen.
  • Tötung von Zivilisten durch Luftschläge: US-Streitkräfte führten Drohneneinsätze und Luftangriffe durch, die auf fehlerhaften Geheimdienstinformationen beruhten. Dabei wurden oft Hochzeiten, Krankenhäuser oder Wohngebiete getroffen, was zu hohen zivilen Opferzahlen führte

Aber das sind nur die Spitzen von Eisbergen. Und natürlich immer wieder dementiert. So wie die bewusste Bombardierung von Krankenhäusern. Der bekannteste und von den USA offiziell eingeräumte Vorfall der Bombardierung eines Krankenhauses ereignete sich am 3. Oktober 2015 in Kundus (Afghanistan). Kampfflugzeuge der US-Streitkräfte bombardierten damals wiederholt eine vollbesetzte Trauma-Klinik der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières), wobei 42 Menschen, darunter Patienten und Klinikpersonal, starben.

So sieht aus der Sicht des Globalen Südens wertebasierte Politik aus. Der Wertewesten herrscht durch Verbreitung von Angst und Schrecken, nicht durch Beispiel und Vorbild. Die Führer des Globalen Südens beugen sich entweder oder lassen sich korrumpieren, oder werden entsorgt, wie z.B. der populäre pakistanische und gewählte Regierungschef Imran Khan, der syrische Präsident Assad oder die ganze politische Führung des Irans. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Aber aus Sicht von Staaten außerhalb der westlichen Mediendominanz sind diese Verbrechen der USA und zuletzt insbesondere Israels, nicht nur diesen Staaten anzulasten, sondern sie sind dem gesamten Konstrukt westlicher Politik zu „verdanken„.

Zerstörung des Nimbus der Unbesiegbarkeit

Aber Alternativen zu alten, oft korrupten Eliten sitzen in den Startlöchern, und der Abzug aus Afghanistan, der offensichtliche Nicht-Sieg der NATO gegen Russland in der Ukraine, und der erfolgreiche Widerstand des Irans ermutigen immer mehr politische Führungen im Globalen Süden, langsam aber sicher auf eine Abkopplung von diesem, aus ihrer Sicht ausbeuterischen und kolonialen Herrschaftssystem hin zu arbeiten.

Die schlechte Nachricht für Deutsche, Österreicher und Schweizer? Durch die Neuorientierung der Wirtschaften von aufstrebenden Gesellschaften, Schwellen- und Entwicklungsländern hin zu dem chinesischen Gesellschaftssystem, fallen zukünftige Märkte weg. Speziell für Deutschland, das lange Jahre von Exporterfolgen, auf Grund von hoher Qualität bei äußerster Lohnzurückhaltung der Arbeitnehmer profitierte, bedeutet dies eine drastische Veränderung der Zukunftsvision.

Aber diese Nachricht ist noch nicht bis in die politischen Führungen der „staatstragenden Parteien“ vorgedrungen. Eine Hegemonie, die nur auf Kriegen, Erpressung, Folter und Korruption basiert, ist nicht nachhaltig.

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5 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner 23. Mai 2026 um 0:29 Uhr - Antworten

    Westliche Werte

    Wieder werden Werte verteidigt,
    unsere Werte soll’n es sein.
    Fühl‘ mich dabei richtig beleidigt,
    denn diese Werte sind nicht mein.

    Von Wert für mich sind nicht die Lügen,
    die jetzt wie fast noch nie gedeihen,
    auch Korruption nicht mein Vergnügen,
    will mich der Gier nach Geld nicht weihen.

    Fühle mich keinesfalls verpflichtet,
    westlicher Machtgeilheit zu dienen,
    mein Sinn ist nicht darauf gerichtet,
    die Welt zu füllen mit Ruinen.

    Die reden von Demokratie,
    sind in Wahrheit ein wahrer Hort,
    wo man es sieht als Blasphemie,
    gebraucht jemand das freie Wort.

    Wertlose sind für die stattdessen
    Menschen, die täglich dafür streiten,
    dass es mangelt nicht am Essen,
    nicht woke Phantasien verbreiten.

    Im Westen hat multipler Wahn
    Werte ins Gegenteil verkehrt,
    so dass man durchaus sagen kann:
    Der Westen hat nichts mehr von Wert.

  2. Jurgen 22. Mai 2026 um 21:06 Uhr - Antworten

    Das ethische Niveau der Ausbeuter und Profiteure im Giralgeld ist weit unterhalb der Gürtellinie, äh was sage ich, unterhalb des Fußbodens abgesunken und statt zu erkennen, wie sehr sie versagt haben, drängen die 4 Reiter die Welt in den Abgrund und sehen sich als Götter, dabei sind des Kaisers Kleider bereits wegoptimiert und es bleibt nur der Spiegel des Narziß und es muss nur noch das Spielzeug der Knechtung vom Hype erlöst werden, um das Nichts zu erkennen, das sie erschaffen haben.

  3. Konrad Kugler 22. Mai 2026 um 14:04 Uhr - Antworten

    Ich mußte 80 werden, bis mich ein Satz in einen Zwiespalt brachte: „Der Amerikaner ist konservativ, er will eine Waffe haben.“ ok, aber alle Staatssymbole sind freimaurerisch.
    Donald Trump bekämpft massiv Abtreibung und Genderisnus, aber er ist eben auch ein Amerikaner. Und als Präsident ist er bei weitem nicht der mächtigste Mann. Da ist der Zionismus vor. Und auf ein Schicksal wie JFK will er gern verzichten.
    Es bleibt eine Feststellung, die United States sind sich selbst und der Menschheit Feind. Der eigene Erfolg datiert auf 39 Billionen Schulden. Mit einer vernünftigen Politik könnten sie in Geld schwimmen.

  4. Jochen Mitschka 22. Mai 2026 um 12:31 Uhr - Antworten

    „BREAKING: Die USA haben die UN-Expertin Francesca Albanese gerade leise von ihrer Sanktionsliste gestrichen, eine Woche nachdem ein Bundesrichter die Maßnahmen vorübergehend wegen Verletzungen der Redefreiheit blockiert hatte, berichtet Reuters.

    Es ging nie um Recht oder Politik … es ging darum, eine der einflussreichsten Befürworterinnen palästinensischer Menschenrechte zum Schweigen zu bringen.

    Richter Richard Leon hat das durchschaut. Er warf der Trump-Regierung vor, @FranceskAlbs
    wegen der von ihr geäußerten Idee oder Botschaft ins Visier zu nehmen – dafür, dass sie es wagte, Haftbefehle für Netanjahu und Gallant wegen ihrer Verbrechen in Gaza zu empfehlen.

    Sie haben Sanktionen als Waffe eingesetzt, um ihre Mission zu schwächen, ein Exempel an allen zu statuieren, die es wagen, die israelische Straffreiheit infrage zu stellen. Aber Francesca hat nie nachgegeben.

    Die ICC-Anklagepunkte des Staatsanwalts gegen Netanjahu bestehen weiter. Der Völkermord in Gaza geht weiter. Aber heute hat die Wahrheit einen Sieg errungen.“ https://x.com/aseisfree/status/2057277759878000963

  5. Jochen Mitschka 22. Mai 2026 um 12:29 Uhr - Antworten

    „Palästinensischer Journalist Tamer, der sich auf hebräische Angelegenheiten spezialisiert:

    „Das israelische Militär ist im Südlibanon hilflos, es erleidet Treffer und ist nicht in der Lage zu reagieren, und genau das bedeutet Guerillakrieg.

    Die Begrenzung des Konflikts auf Kämpfe auf dem Schlachtfeld ist für Israel ein Abnutzungskrieg, da es früher auf die Bombardierung von Zivilisten als Form des „militärischen Drucks“ gesetzt hat, um die Lage zu seinen Gunsten zu wenden.

    Der brutale Angriff auf Zivilisten, in großem Maßstab und in dicht besiedelten Gebieten, ist seine primäre Waffe.

    Die Luftwaffe ist jetzt nicht mehr in der Lage, im Süden irgendwelche Erfolge zu erzielen, und genau deswegen tauchen interne israelische Forderungen auf, die amerikanischen Einschränkungen loszuwerden.

    Sie sagen offen, dass der einzige Weg, das Problem der FPV-Drohnen zu lösen, „durch Beirut“ führt, was bedeutet, Beirut mit Gewalt und Brutalität anzugreifen.

    Die Absicht hier ist die gezielte Tötung von Zivilisten und die Zerstörung ihrer Häuser, um die Hisbollah zum Stoppen der Abschüsse zu zwingen.

    Wenn Israel einen Krieg führen würde, während es die Regeln des Engagements und das Völkerrecht respektiert, würde es zu einem Schlachthaus für seine Truppen werden und zur Zerstörung seiner Armee führen.

    Das, was in dieser Periode im Südlibanon geschieht, beweist weiterhin die Gültigkeit dieser Theorie.“ – @tamerqdh

    Der einzige Grund, warum Hamas das amerikanische Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet und die als Kriegsgefangene gehaltenen israelischen Soldaten freigelassen hat, war, die Massaker an Zivilisten und die Kampagne des Verhungerns zu stoppen, die von der Biden-Administration und später der Trump-Administration als „militärischer Druck“ beschrieben wurden.

    Es war ein Waffenstillstand, den Hamas eingehalten hat, während Israel und die USA ihn täglich verletzt haben, und in nur den letzten 15 Stunden hat Israel 6 Palästinenser getötet, darunter ein Kind und eine Frau.“ https://x.com/warfareanalysis/status/2057685466065850769

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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