
Zweite Sphinx entdeckt?
Neue Radardaten legen die Vermutung nahe, dass tief unter dem Wüstensand des Gizeh-Plateaus eine weitere Sphinx begraben ist.
Italienische Forscher um den Radaringenieur Filippo Biondi behaupten, mit Satellitenradar eine zweite Sphinx unter dem Gizeh-Plateau entdeckt zu haben. Die Struktur soll unter rund 55 Metern verhärtetem Sand verborgen liegen und symmetrisch zur bekannten Sphinx positioniert sein. Die Italiener sprechen von einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent.
Biondi stellte die Theorie in einem Podcast vor. Demnach zeigen Synthetic-Aperture-Radar-(SAR-)Doppler-Tomographie-Aufnahmen von mehreren Satelliten (darunter Cosmo-SkyMed, Capella Space und Umbra) vertikale Schächte, dichte Wände und eine Erhebung, die in Form und Größe dem bekannten Sphinx entspricht. Zudem weist eine geometrische Spiegelachse von der Chephren-Pyramide zur Sphinx exakt auf diese Stelle hin.
Die These knüpft an ältere Überlegungen an. Schon länger gibt es Hinweise auf zwei Sphinx-Figuren. Dies wird seit Jahrzehnten diskutiert und gilt als umstritten. Indizien sind die Traumstele des Pharaos Thutmosis IV. und antike Quellen. Historische Quellen aus griechischer, römischer und islamischer Zeit sprechen gelegentlich von „zwei Wächtern“ am Plateau, ohne dass archäologische Belege vorlagen.
Die italienischen Forscher arbeiten seit Jahren mit der von Biondi mitentwickelten SAR-Doppler-Tomographie. Bereits 2022 veröffentlichten sie eine Studie zu vermeintlichen unterirdischen Kammern unter der Chephren-Pyramide. Die Methode misst winzige Oberflächenvibrationen und leitet daraus Tiefeninformationen ab. Die Geologie arbeitet damit schon länger, in der Ägyptologie wird der Ansatz noch immer skeptisch betrachtet.
Kritiker werfen dem Team vor, Daten zu überinterpretieren oder unabhängige Validierung zu vermeiden. Zahi Hawass, langjähriger Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, hatte ähnliche Behauptungen früher als „unwissenschaftlich“ abgetan.
Satellitenbilder zeigen eine auffällige Erhebung westlich des Sphinx, die in Proportionen und Lage passt. Ein tatsächlicher Aufschluss würde nur eine Ausgrabung ergeben. Tiefenbohrungen gelten durch die ägyptische Bürokratie aber als schwer machbar. Eine unabhängige Überprüfung der Rohdaten durch andere Institute steht aus.
Manche Archäologen zeigen sich euphorisch. Sollte sich der Fund bestätigen, könnte er die Geschichte der Sphinx völlig neu schreiben. Denn unter dem Sand könnte das Bauwerk nahezu perfekt erhalten geblieben sein und die Frage nach dem ursprünglichen Aussehen (Löwen- oder Menschenkopf?) klären. Gleichzeitig passt er in eine Reihe von Spekulationen über eine „verlorene Zivilisation“ unter Gizeh.
Mainstream-Archäologie bleibt naturgemäß vorsichtiger als der Hobby-Ägyptologe. Ohne Ausgrabung bleibt das Thema eine optimales Thema für Spekulation, Begeisterung und Skepsis.
Oh, das ist ja spannend. Ich liebe Katzen. War das nicht das Rätsel…was das ist..am Morgen auf vier Beinen, zu Mittag auf zwei, am Abend auf drei. Tja, Kindheitserinnerungen, wohl in einem LTB gestanden…;-)
Ahja, und in Asterix bei Kleopatra wurde ja auch geklärt, warum die Sphinx ihre Nase verloren hat… ;-)
Ist schon länger bekannt und wird schon in Büchern von Reinhard Habeck erwähnt. Deshalb muss man auch keine Geschichte umschreiben…