
Weisheitszähne: Ein Schatz der die Medizin revolutionieren könnte?
Weisheitszähne gelten routinemäßig als überflüssig, werden schnell (oft unter großen Schmerzen) gerissen und entsorgt. Dabei enthalten sie einige der leistungsstärksten Stammzellen des Körpers.
Für die orthodoxe Wissenschaft galten Weisheitszähne lange als überflüssig – man kann sie einfach ziehen und entsorgen, sobald sie stören. Während alternativmedizinische Ansätze (etwa auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin) und esoterische Sichtweisen die Weisheitszähne als wesentlich für körperliche Gesundheit und sogar geistige Entwicklung verstehen, beginnt nun auch die etablierte Wissenschaft ihren Wert zu erkennen.
Denn in der Pulpa der Weisheitszähne – dem weichen Inneren des Zahns – verbergen sich dental pulp stem cells (DPSCs), mesenchymale Stammzellen mit bemerkenswertem Potenzial. Forscher sehen in ihnen eine der zugänglichsten und potenteren Quellen für regenerative Therapien.
DPSCs aus Weisheitszähnen sind leicht zu gewinnen: Bei einer Routineextraktion entsteht kein zusätzlicher Eingriff. Im Vergleich zu Knochenmarkstammzellen sind sie oft proliferationsstärker und weniger invasiv zu ernten. Studien zeigen, dass sie sich schneller in Knochen-, Nerven- und Herzmuskelzellen differenzieren.
Für Knochenregeneration eignen sich DPSCs besonders gut. Jüngere systematische Reviews bestätigen, dass DPSCs kombiniert mit Scaffolds die Alveolar- und Kieferknochenregeneration signifikant verbessern. Anwendungen reichen von Frakturen über Osteoporose bis hin zu parodontalen Defekten. Eine multizentrische randomisierte klinische Studie aus 2025 zeigte bei Parodontitis-Patienten durch allogene DPSC-Injektionen signifikante Verbesserungen der Geweberegeneration.
Präklinische Arbeiten deuten auch auf Potenzial bei Schlaganfall, neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Hirntraumata hin. Ein Review aus 2025 hebt ihre neuroprotektiven Effekte hervor, etwa durch Reduktion oxidativen Stresses und Förderung der Neurogenese. Auch für Herzgewebe gibt es vielversprechende Daten: In Tierstudien verbessern DPSCs die kardiale Regeneration nach Infarkt, fördern Angiogenese und schützen Kardiomyozyten – hauptsächlich durch parakrine Effekte.
Das Interesse an Weisheitszähnen steigt in der Wissenschaft deutlich – nachdem man sie über viele Jahre einfach gezogen und entsorgt hat. Die Anzahl der Publikationen stieg von 97 (2010) auf 464 (2024). Dennoch sind viele Anwendungen noch präklinisch oder in frühen klinischen Phasen. Routine-Therapien für Herz, Gehirn oder Diabetes fehlen bisher; Stammzellen-Therapie bzw. ihr Banking ist teuer, nicht besonders bekannt und stößt teilweise auf Skepsis.
Noch heute werden Weisheitszähne als Müll entsorgt – und dabei vermutlich revolutionäres medizinisches Potenzial weggeworfen. Ein Grund mehr, warum es sich lohnen könnte, auch alternativmedizinische Zugänge anzusehen, bevor diese Zähne gezogen werden.
Ich habe alle Weisheitszähne noch. Einmal hatte man es darauf abgesehen. Ich erklärte, a) ham sie nix, mir tut nix weh b) fehlt dann der Gegenbiss und c) werden die anderen dann locker. Die Ärztin fing zum schreien an, was ich mich erdreistete.. Ich stand auf und überragte sie deutlich, bin doppelt so groß wie der tobende Giftzahn. Ich erklärte ihr, dass ich Statikerin bin. Sie war perplex: ich sagte Statik, nicht Statistik. Dann schrie sie weiter. Ich brach ab und sagte ihr, dass ich mich vor ihr fürchte…. und verließ die Praxis…
…eine Verrückte – solche Typen meinte ich. Sowas wird Ärztin – egal welche. Gibt ja genug solche Figuren.
Genau! Ich will nicht weitere Details schildern…jedenfalls rann mir das Blut aus dem Mund, als hätte ich gerade eine Vampirmahlzeit gehabt, so hat sie in mir herumgerissen und – gestochert. Als ich mich im Autospiegel ansah, war ich erschrocken. Dann las ich ihre Googlebewertungen, die später entfernt wurden. Die war wirklich gestört. Vor allem hat sie sich an Kindern ausgelassen. Viele Mütter haben sich beschwert über ihre herrische aufbrausende Art. Sie vertrug gar keine Kritik oder Widerrede. Eine Komplexlerin. Als ich mich erhob und so auf sie runtersah, hat sie geschluckt. Von mir war das natürlich ein cooler Witz, dass ich mich vor ihr fürchte.. ich hab ja meistens Humor. Hätte ich schon meinen blutüberströmten Mund gesehen, wärs noch lustiger gewesen. Ich hab ausgschaut wie der Dracula :-)
Wenn sie brüllt, so denkt die Ärztin, haben Patienten gleich viel mehr Vertrauen in die Maßnahme.
Zitat: „Weisheitszähne gelten routinemäßig als überflüssig, werden schnell (oft unter großen Schmerzen) gerissen und entsorgt. “
Ich weiß nicht, von welchem Planeten diese Weisheit stammt, aber in Deutschland ist dem nicht so. Das kann ich nach 28 Berufsjahren sagen. Es gibt einen Hang der Kieferorthopäden zum Entfernen der Weisheitszähne, weil diese den sekundären Engstand fürchten, der ihnen das schöne Therapieergebnis kaputt machen kann. Es gibt aber eine Stellungnahme der FDI, dass es keinen wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen den Weiheitszähnen und dem sek. Engstand gibt.
Gerissen werden Zähne erst recht nicht.
Vom Planeten Österreich stammt sie jedenfalls schon… hier gibt es Zahnärzte, die das sogar auf ihren prächtigen Webauftritten gleich einmal rechtfertigen, interessanterweise sind das häufig Ärztinnen.
Und der gelernte Österreicher, die gelernte Österreicherin widerspricht diesen ExpertInnen nicht…schon gar nicht, wenn es weh tut. Außerdem ist jede Entfernung ein einträglicher Eingriff. Damit will ich nicht die guten Zahnärzte in Misskredit bringen, die anders handeln. Die gibt es natürlich auch – vielleicht sollte man immer gleich vorher fragen…
Sehr interessanter Ansatz – überhaupt kein Zahn ist überflüssig.
Was mir aber rasch klar wurde und viele nicht wissen: Die Gier danach, die Weisheitszähne zu entfernen, hat auch damit zu tun, dass dann beim Röntgen mehr Platz ist für diese ekelhaften scharfkantigen Plättchen, die sie einem dafür hinten in den Mundwinkel stopfen – wobei es mich immer würgt – denn dann ist das Bild angeblich nicht klar genug. Als ob man nicht auch im Mund ausreichend sehen könnte, was los ist…
Man sollte das jedem gierigen Zahnarzt ins Gesicht sagen – oder den Arzt wechseln. Immer an die „Bequemlichkeit“ der modernen Medizin denken, dann kommt man drauf…