Zur Klimarelevanz der Viehwirtschaft

26. November 2025von 2,9 Minuten Lesezeit

Die Verfechter des menschengemachten Klimawandels aufgrund der Emission von Treibhausgasen haben die Viehwirtschaft als einen der maßgeblichen Emittenten klimaschädlicher Treibhausgase, insbesondere Methan, ausgemacht. Als Konsequenz wird das Töten von Tieren, die Forcierung veganer Ernährung oder die Beimischung von Medikamenten zum Tierfutter propagiert.

Die These von der klimaschädlichen Viehwirtschaft und des Fleischkonsums lässt sich durch eine Kohlenstoffbilanz eines Wiederkäuers entkräften. Der Massenerhaltungssatz für Kohlenstoff besagt, dass die Menge der aufgenommenen Kohlenstoffatome gleich der Menge der abgegebenen Kohlenstoffatome sein muss.

Wiederkäuer nehmen Kohlenstoff in Form pflanzlicher organischer Kohlenstoffverbindungen auf. Kohlenstoffatome in der pflanzlichen Nahrung stammen aus dem atmosphärischen Kohlendioxid, welches die Pflanze während ihres Wachstums aufgenommen und gespeichert hat.

Kohlenstoff wird abgegeben über gasförmige, flüssige und feste Verbindungen.

Bleibt die Masse eines Wiederkäuers gleich, kann die abgegebene Kohlenstoffmasse niemals größer sein als die aufgenommene Kohlenstoffmasse.

Kohlenstoffverbindungen in den Ausscheidungen befinden sich in der gasförmigen Phase, hauptsächlich Methan, sowie im Kot und in der Gülle. Alle diese Verbindungen reagieren letztendlich wieder zu Kohlendioxid der Atmosphäre. Die Menge dieses Kohlendioxids kann niemals größer sein, als die Menge des Kohlendioxids, das die Pflanzen zuvor aufgenommen haben.

Klimarelevant sind Veränderungen der Zusammensetzung der Erdatmosphäre, die länger als 30 Jahre dauern. Dies ist auch der Standpunkt des IPCC. Die Zersetzung der durch Lebewesen ausgeschiedenen Kohlenstoffverbindungen zu Kohlendioxid erfolgt in wesentlich kürzeren Zeiträumen, die somit keinen direkten Einfluss auf das Klima haben können.

Nukleare Reaktionen, bei denen zusätzliche Kohlenstoffatome entstehen, können in Lebewesen ausgeschlossen werden.

Aus dieser Betrachtung ergeben sich zwingend folgende Schlussfolgerungen:

  • Viehwirtschaft bewirkt keine Änderung der klimarelevanten Treibhausgase in der Erdatmosphäre bzw.
  • Viehwirtschaft ist per definitionem klimaneutral. Damit ist auch Fleischkonsum klimaneutral.
  • Weiterhin hat damit auch die Anzahl der Nutztiere auf dem Planeten Erde keinen Einfluss auf die Menge klimaschädlicher Treibhausgase in der Atmosphäre.
  • Die Gabe von krankmachenden Futterzusätzen zur Verringerung des gasförmigen Anteils der Ausscheidungen führt zwangsläufig zu einem Anstieg der Ausscheidung fester und flüssiger Kohlenstoffverbindungen. Die Kohlenstoffbilanz bleibt hierdurch unverändert.
  • Vegane Ernährung vermeidet lediglich den klimaneutralen Zwischenschritt der Viehwirtschaft und kann somit zum „Klimaschutz“ nicht beitragen.

Jegliche Lebenswesen sind Teil des natürlichen Kohlenstoffzyklus. Die Betrachtung der Viehwirtschaft als klimabeeinflussender Faktor kann somit getrost in der Klimadiskussion unterschlagen werden. Die 300 Millionen Kühe in Indien können also guten Gewissens weiter leben.

Ergänzend kann die Klimawirksamkeit von Methan bezweifelt werden, und zwar auf Basis des Nordstream-Terrorakts im Frühherbst 2022, bei dem ca. 250.000 Tonnen Methan innerhalb kurzer Zeit in die Atmosphäre über der Ostsee entwichen. Ein Temperatureffekt bzw. Temperatsprung in umliegenden Wetterstationen war nicht erkennbar, der aber wegen erhöhtem Methangehalt in den darüber liegenden Atmosphärenschichten hätte sichtbar werden müssen.


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Dr.-Ing. Reiner Tillner-Roth, Schweiz, ist promovierter Maschinenbauer, Fachrichtung Thermodynamik und Energietechnik und hat lange Jahre in leitender Funktion in einem kältetechnischen Unternehmen gearbeitet.


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3 Kommentare

  1. triple-delta 26. November 2025 um 17:56 Uhr - Antworten

    Es geht viel einfacher. Die Atmosphäre ist kein Treibhaus, also kann es auch keine Treibhausgase geben.
    Wenn man einmal begriffen hat, dass 2 mal 2 Vier ergibt, muss man das doch nicht jeden neu nachweisen.

  2. Wolliku 26. November 2025 um 17:38 Uhr - Antworten

    Danke für klare und bei mir völlig selbsterklärende CO2- und CH4-Effekte in der traurigen bis schwachsinnigen Klimadiskussion. In der Klimakirche finden diese Erläuterungen aber keinen fruchtbaren Boden für Relativierungen oder einer Abwendung von der Apokalypse durch Treibhausgase. Die Klimakirche hat ihren CO2-Ablasshandel fest etabliert, zumindest in Europa werden weiterhin die Treibhausgase beim Hosianna-Singen mit dem Beelzebub persönlich assoziiert, selbst wenn junge grasende Wiederkäuer durchaus einen Kuschelfaktor bei den Kids haben. Nur die heroische Greta fehlt allerdings jetzt, weil sie sich aus der Sicht der MSM mit Antisemitismus im Gaza-Konflikt auf die schiefe Bahn begeben hat.

  3. Satya 26. November 2025 um 8:38 Uhr - Antworten

    Ideologie / politische Interessen fressen Wissenschaft! Das haben wir bereits während Corona bemerkt.

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