In Syrien wird investiert

7. August 2025von 2,4 Minuten Lesezeit

Das islamistische Syrien wird zum Spielplatz ausländischer Investitionen. Am Mittwoch unterzeichnete man Abkommen im Wert von 14 Milliarden zur Erneuerung von Damaskus.

Ausländisches Kapital fließt nach Syrien, während sich die Minderheiten des Landes vor dem neuen Regime verstecken müssen. Am Mittwoch hat Syrien Abkommen für 12 große strategische Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Transport und Immobilien umfassen, mit einem Gesamtwert von 14 Milliarden Dollar unterzeichnet. Das zeigt einmal mehr: Das sunnitisch-islamistische Regime, das aus der Al-Kaida und dem IS hervorgegangen ist, ist gekommen um zu bleiben.

Geld kommt nicht nur aus finanzstarken Regionen wie Katar oder Saudi-Arabien. Auch ein italienisches Unternehmen hat ein Großprojekt mit dem syrischen Regime an Land gezogen.

4 Milliarden Dollar investiert das katarische Unternehmen UCC Holding in den Flughafen Damaskus. Die nationalen Investitionsgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate übernimmt ein Projekt im Wert von 2 Milliarden Dollar zur Errichtung einer U-Bahn in der syrischen Hauptstadt. Das katarische (de facto Staatsmedium) Al-Jazeera berichtet euphorisch über die Entwicklungen für „die neue Regierung von Präsident Ahmed al-Sharaa, da sie mit den schweren Folgen der sektiererischen Gewalt zu kämpfen hat, die am 13. Juli in der südlichen Provinz Suwayda zwischen Beduinen und Drusen-Kämpfern ausgebrochen ist.“ Tatsächlich wurden Drusen, die als nicht-islamische Sekte verstanden wurde, verfolgt und geschlachtet.

Mit dem italienischen Unternehmen UBAKO unterzeichnete das Regime das Projekt „Damascus Towers“ im Wert von 2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen ist höchst seltsam, weist nur zwei Mitarbeiter auf und wurde 2022 gegründet. Nun soll es einen milliardenschweren Deal an Land gezogen haben. Ein Bürgerjournalist recherchierte noch mehr:

„Ein Klick auf den Facebook-Link auf der Website des Unternehmens führt zu einem persönlichen Profil eines Mannes namens Bassem Al-Saba’, dessen Biografie lautet: Ich besitze ein erstklassiges Bauunternehmen in Damaskus, das sich auf Bauwesen, Mechanik und Elektrizität spezialisiert hat, sowie Unternehmen in den USA und im Libanon.“

Die Projekte „werden sich über ganz Syrien erstrecken und einen qualitativen Wandel im Infrastruktur- und Wirtschaftsleben darstellen“, sagte der „Investitionsminister“ am Mittwoch und fügte hinzu, dass die Abkommen „ein Wendepunkt“ für die Zukunft Syriens seien. Al-Sharaa und der US-Sondergesandte für Syrien, Tom Barrack, waren beide bei der Unterzeichnungszeremonie anwesend, berichtete die offizielle syrische Nachrichtenagentur SANA am Mittwoch.

Barrack gratulierte den syrischen Behörden zu „einem weiteren großen Erfolg“ und sagte, sie würden den Aufstieg eines „neuen Zentrums“ für „Handel und Wohlstand“ erleben. Die UN schätzt die Kosten für den Wiederaufbau Syriens nach dem Krieg auf mehr als 400 Milliarden Dollar. Es wird also noch viel Kapital nach Syrien fließen.

Bild President.azIlham Aliyev had expanded meeting with President of Syria, July 2025 (5)CC BY 4.0

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Ein Kommentar

  1. Sabine Schoenfelder 7. August 2025 um 14:14 Uhr - Antworten

    Was für eine verlogene Welt. Israel kämpft einerseits gegen „bedrohliche Muslime“ rings um das eigene Land. Andererseits implantiert der WERTEWESTEN….😂👍🏼…se l b s t mit aller militärischen Gewalt und Tücke ein atavistisches Muselmanen- Regime, das Andersgläubigen die Köpfe abschlägt.
    Immer dabei : Bibi und die Anhänger des Deep State.
    Irgendwie gewinnt man den Eindruck, daß der Kampf um Syrien noch lange nicht vorbei ist….
    Auch die Türkei sollte man bei den „Höchstbietenden“ nicht vergessen.

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