Volkskrankheit Demenz?

25. April 2025von 3,6 Minuten Lesezeit

Demenzen gelten inzwischen in Industrieländern als Volkskrankheit, der man neuerdings mit präventiven Produkten der Pharmaindustrie oder Nahrungsergänzungsmitteln begegnen sollte.

Verkannt wird dabei, dass Demenz oder die oft synonym verwendete Bezeichnung „Alzheimer“ kein klar definiertes Krankheitsbild sind. Intellektuelle Einschränkungen, Depression und Unruhe sind unspezifische Symptome, die keineswegs immer einen schicksalhaften hirnorganischen Degenerationsprozess anzeigen. Eine „Alzheimer“-Erkrankung kann man ohnehin nicht am Lebenden definitiv diagnostizieren.

Ein isolierter geistiger Verfall war in ursprünglicheren Gesellschaften und in Notzeiten nie ein Thema. Die Schlüssel-Beschreibung einer Alzheimer-Erkrankung durch den Namensgeber Alois Alzheimer (1864-1915) datiert erst von 1906. Auch damals handelte es sich im Gegensatz zu heute immer um Einzelfälle. Die gestiegene Lebenserwartung kann allerdings nicht zur Ursache für die Epidemie an intellektuellem Verfall verantwortlich gemacht werden, da der Erkrankungsbeginn meist in einem Alter liegt, das auch früher erreicht wurde.

Es sollte zu denken geben, dass vermeintliche „Demenzen“ in Ländern häufig sind, in denen der Konsum an Produkten der Pharmaindustrie hoch ist. Bei jeder Einschränkung der intellektuellen Leistungsfähigkeit spielt eine Beeinträchtigung von Botenstoffen im Gehirn eine wichtige Rolle. Der Botenstoff Acetylcholin ist für zentrale Gedächtnisfunktionen des „Speicherns“ und „Wiederherstellens“ wichtig. Medikamente, die in diese Vorgänge eingreifen können Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unruhe oder Aggressivität hervorrufen.

Dies betrifft nicht nur alle Psychopharmaka, auf die im Alter grundsätzlich verzichtet werden sollte. Viele Mittel gegen Harninkontinenz, Migräne oder Asthma gehören dazu. Auch als unverdächtig geltende Medikamente wie die immer noch kritiklos und oft unnötig lange verordneten Kortisonpräparate, manche Antibiotika (z.B. Fluorochinolone) oder sog. nicht-steroidale entzündungshemmende Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen) können zum Bild einer „Demenz“ führen. Dies gilt auch für den marktführend bei Parkinson-Symptomen verordneten Wirkstoff Levodopa. Bei der meist gleichzeitigen Einnahme dieser Substanzen wird der Effekt gar noch potenziert. Infolge der abnehmenden Fähigkeit zum Abbau und Ausscheidung der Pharmaka verschärft sich eine Überdosierung mit jedem Lebensjahr.

Diese Symptome werden dann allzu oft als „dementiver Abbau“ verkannt, obwohl es sich um ein medikamentös bedingtes oder verstärktes Delir handelt. Und dieses ist durchaus wieder rückläufig, wenn die gehirnschädlichen Pharmaka abgesetzt werden. Leider passiert dies viel zu selten.

Das Etikett „Demenz“ wird stillschweigend von Angehörigen und medizinischem Personal verfügt und akzeptiert. Die Konsequenz besteht dann in der zusätzlichen Einnahme weiterer Pharmaka oder vermeintlich hilfreicher Vitamine oder Spurenelemente. Nicht wenige Senioren versterben wohl an toxischen Medikamentenwirkungen, ohne dass dies erkannt wird. Je mehr Medikamente, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Demenz-Diagnose, die gar nicht zutrifft.

Was ist zu tun?

Es ist offensichtlich, dass erst mit der oft unreflektierten Übermedikation die Schein-Diagnose „Demenz“ ihren Einzug in den Alltag der Menschen gehalten hat. Deren „pandemische“ Verbreitung ist bei durchschnittlich 8-10 Medikamenten im Alter kein Wunder. Wenn es vor der Ära der Pharmaprodukte keine nennenswerte Anzahl von „Demenzen“ gab, sollte dies Nachricht genug sein. Aus Notzeiten, in denen wirklich ein Mangel an vielen lebensnotwendigen Substanzen herrschte, nicht bekannt, dass dann Demenzen auftraten. Da traten andere wirkliche Mangelkrankheiten auf. Geistiger Verfall ist generell ein Zeichen einer Intoxikation, aber nicht irgendeines Mangels.

Bei jeder Einschränkung der intellektuellen Leistungsfähigkeit ist es ratsam, möglichst viele – am besten alle! – Medikamente abzusetzen. Nicht selten klaren Menschen innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen auf und sind wieder in der Lage ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der vorschnelle Ruf nach Behandlung einer „Demenz“ durch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel wegen eines vermeintlichen Mangels ist unangebracht und kontraproduktiv. Erst, wenn auch nach Wochen nach deren Absetzen keine Besserung eintritt, sollte man über Alternativen nachdenken.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat 8 Bücher veröffentlicht. Darunter „Hauptsache Panik. Eine neuer Blick auf Pandemien in Europa“, „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“ und „Hauptsache krank?


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8 Kommentare

  1. Sabine Schoenfelder 27. April 2025 um 12:44 Uhr - Antworten

    Täglich schwirrt eine neue „Hiobsbotschaft“ durch die Medien. Was gestern noch als notwendiges Nahrungsergänzungsmittel propagiert wurde, kann schon morgen eine tödliche Gefahr sein….😳😳😖
    Bei „Ibuprofen“ gab es einst Untersuchungen, die gerade das Gegenteil der hier vertretenen Meinung (angeblich) bewiesen.
    Menschen, die regelmäßig IBU verstoffwechselten erkrankten nachweislich weniger an Demenz, als die Kontrollgruppe….
    Letztendlich ist auch das Krankheitsgeschehen ein multifaktorieller Vorgang..und der Rest reine Spekulation….

  2. Monika 25. April 2025 um 16:09 Uhr - Antworten

    ich nehme an, dass es aluminium ist, dann zusätzlich zucker , cafe und produkte vom schwein

  3. Leynad 25. April 2025 um 13:57 Uhr - Antworten

    Parkinson ist am Aufholen, da höhere ‚Wachstumsraten‘ und sind wohl schon 6 Millionen weltweit betroffen. Darunter auch meine Mutter, 84, die vorher bei bester Gesundheit war. Ich habe den Booster in Verdacht, da auch mein Vater Alzheimer jetzt hat, aber kann es nicht beweisen. Fakt ist, dass es für beide Krankheiten nichts wirklich Wirkungsvolles gibt, zumindest von der Pharma-Mafia. MCT-Öl soll wohl helfen, zumindest bei Alzheimer und temporär auch Nikotin. Ich schätze, dass Typ-3 Diabetes der eigentliche Grund ist, die man nur schwierig diagnostizieren kann (Zellprobe) und halte auch zu hohen Zuckerkonsum zumindest für einen Co-Faktor. Mangel an Lithium, DHA, EPA habe ich auch in Verdacht.

    • Birgitta 25. April 2025 um 16:51 Uhr - Antworten

      Es gibt Antworten auf die Ursachen von Demenz und all die explodierenden Krankheiten unserer Zeit. Sie kommen von Anthony William, dem Medical Medium, das seit dem Alter von vier Jahren eine Stimme hört, die ihm zu jedem Menschen, der ihm begegnet, sagt, an welchen Krankheiten er leidet und durch welche Nahrungsmittel diese geheilt werden können. Die Stimme ist der „Geist des Mitgefühls“, the „Spirit of Compassion“. Nachdem AW sich jahrelang gegen seine besondere „Begabung“ gewehrt hatte, nahm er sie im jungen Erwachsenenalter nach einem besonderen Erlebnis an (siehe Band 1 „Mediale Medizin“ ab S. 27) und sieht sie nun als Dienst an Gott und an seinen Mitmenschen an. Dabei ist er selbst ein ganz normaler Typ geblieben. In seinen mittlerweile acht Büchern zeigt er auf, welcher toxischen Belastung wir im täglichen Leben ausgesetzt sind und wie man diese ausleiten kann. Bei Demenz liegt im Wesentlichen eine Schwermetallbelastung vor. Hilfreich sind hier besonders Staudenselleriesaft und der Schwermetall Detox Smoothie (siehe Band 2 „ Medical Food“).
      Klingt schräg? Aus Erfahrung kann ich sagen: es wirkt!
      Gehen Sie auf die Seite
      medicalmefium.com und machen Sie sich selbst ein Bild!

  4. Verschwoerungspraktiker 25. April 2025 um 13:09 Uhr - Antworten

    Naja, der „Tip“ ALLE Medikamente abzusetzen, kann auch in die Hose gehen! Als Medizinhistoriker sollten Sie wissen, dass es tatsächlich auch sinnvolle Medikamente gibt, die u.a. auch für den ständig wachsenden Altersdurchschnitt mitverantwortlich ist. Auch wenn ich der Pharmaindustrie grundsätzlich abgrundtief misstraue, muss man das anerkennen.

    Es gab auch schon ganz andere Expertisen. z.B von einem britischen Rheumatologen, der verwundert war, dass unter seinen vielen und überwiegend alten Patienten keine einziger Demenzfall war. Er führte das darauf zurück, dass Demenz durch eine Entzündung des Gehirnes zustandekommt und die Rheuma-Medikamente dem entgegenwirkten.
    Nach seinem Tod, hat das ein italienischer Rheumatologe zufällig entdeckt und weiterverfolgt. Ein Pharmakonzern hat die Erkenntnisse eingesackt und in der Schublade verschwinden lassen.
    Wäre ja noch schöner wenn rauskäme, dass billige Entzündungshemmer GEGEN Demenz helfen…..

    Demenz nannte man früher übrigens einfach „Verkalkung“ und die gab es ab einem gewissen Alter auch nicht gerade selten.

  5. Der Zivilist 25. April 2025 um 12:24 Uhr - Antworten

    Ich möchte nicht widersprechen, aber ergänzen, daß ganz allgemein die Fähigkeit, zuzuhören abhanden kommt und zwar altersunabhängig. Ich vermute, daß das mit den sog. sozialen Medien zu tun hat, die darauf trainieren, ausschließlich Gedanken zu folgen, die nicht länger als ein Post sind. Bei komplexeren Zusammenhängen wird dann abgeschaltet, dazwischengequatscht, solche Inhalte werden also nicht nur nicht erinnert, vergessen, sie kommen überhaupt nie im Gedächtnis an !

  6. Gabriele 25. April 2025 um 10:45 Uhr - Antworten

    Stimme dem voll und ganz zu. Denn auch z. B. Lithium (in fraglicher Form) einzunehmen, bedeutet sicher nicht, vor Demenz oder Alzheimer geschützt zu sein.
    Demenz ist genau wie Krebs ein disharmonischer bis toxisch bedingter Zustand des gesamten Organismus, aber der oberkluge „Homo industrialis“ möchte gegen alles und jedes eine bestimmte Pille schlucken (oder noch lieber eine ordentliche Spritze) bekommen und dann soll es gut sein…
    Ein völlig kindlich-naive Sichtweise…. Medizin-Lego für die jammernden Kleinkinder.

    • Salander 26. April 2025 um 23:43 Uhr - Antworten

      Ach, deshalb ist Lithium in Deutschland nur auf Rezept zu erhalten und nicht, wie in anderen Ländern, frei verkäuflich.🤔

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