
Putin für Waffenstillstand und nennt Bedingungen zur Durchführung
Gestern landete Trumps Sonderbeauftragter Stephen Witkoff in Moskau und hatte am Abend einen Termin bei Russlands Präsident Putin. Dieser begrüßte die US-Initiative und erläuterte unter welchen Vorkehrungen und Bedingungen der Waffenstillstand durchgeführt werden sollte.
Trumps Sonderbeauftragter für Kriege und Krisenherde, der Immobilien Tycoon Steve Witkoff, überbrachte nach Moskau die Bedingungen, die die Ukraine für einen Waffenstillstand bei den Gesprächen in Jeddah gemacht hatte. Putin erläuterte umgekehrt die Bedingungen, die Russland wünscht.
Das Flugzeug des Sondergesandten hat Russland noch am gleichen Abend verlassen. Dies geht aus den Daten des Dienstes Flightradar hervor – das Flugzeug flog in Richtung Baku. Zuvor hatte der Politiker das Gebäude der amerikanischen Botschaft verlassen. Er machte keine Aussage, ob und wann er nach Russland zurückzukehren werde.
Zuvor hatte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die Ankunft der amerikanischen Delegation bestätigt. Und der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, gab an, dass das Treffen zwischen Putin und Witkoff am Abend des 13. März unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollte.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Unterstützung für eine mögliche 30-tägige Waffenruhe im Ukraine-Konflikt zum Ausdruck gebracht, aber Bedenken hinsichtlich der Umsetzung einer solchen Waffenruhe geäußert. In einer Rede am Donnerstag warnte Putin vor möglichen Schlupflöchern und strategischen Nachteilen.
„Wir wollen auch Garantien dafür, dass die Ukraine während der 30-tägigen Waffenruhe keine Mobilisierung durchführt, keine Soldaten ausbildet und keine Waffen erhält“, sagte Putin während einer Pressekonferenz mit seinem belarussischen Amtskollegen Alexander Lukaschenko in Moskau.
Der Präsident wies darauf hin, dass russische Truppen an einer fast 2.000 Kilometer langen Frontlinie vorrücken und eine Einstellung der Militäraktionen laufende Operationen stören könnte. Die ukrainischen Streitkräfte könnten eine Waffenruhe nutzen, um sich neu zu formieren, mehr Waffen zu erhalten und neue Rekruten auszubilden, warnte er.
„Wie werden diese 30 Tage genutzt werden? Um die Zwangsrekrutierungen in der Ukraine fortzusetzen? Um mehr Waffenlieferungen zu erhalten? Um neu mobilisierte Einheiten auszubilden? Oder wird nichts davon geschehen?“ fragte Putin.
Die Durchsetzung eines Waffenstillstands auf einem so riesigen Schlachtfeld sei schwierig, fügte er hinzu. Verstöße könnten leicht bestritten werden, was zu einem Schuldzuweisungsspiel zwischen beiden Seiten führen würde. Es gibt keine Systeme zur „Kontrolle und Verifizierung“, um einen Waffenstillstand zu überwachen, aber es sollte eine Einigung erzielt werden.
Putin erwähnte auch, dass die ukrainischen Truppen, die im August 2024 in die russische Region Kursk einmarschiert waren, nun abgeschnitten sind. Was im Falle eines Waffenstillstands mit ihnen geschehen soll, sei unklar, merkte er an.
„Sollen wir sie rauslassen, nachdem sie massenhaft Kriegsverbrechen gegen Zivilisten begangen haben? Wird die ukrainische Führung ihnen sagen, dass sie ihre Waffen niederlegen und sich einfach ergeben sollen?“, fragte Putin.
Putin deutete an, dass Gespräche mit seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump notwendig sein werden, um eine tragfähige Lösung zu finden.
„Die Idee, den Konflikt mit friedlichen Mitteln zu beenden, unterstützen wir“, betonte er.
Medienreaktion im Westen
Die amerikanischen und europäischen Medien kommentierten die gestrigen Aussagen von Wladimir Putin. Und sie sind sich einig, dass dies nicht das ist, was Washington hören wollte.
Die New York Times (New York, USA)
Ohne sich auf einen Waffenstillstand einzulassen, fordert Putin zahlreiche Zugeständnisse von der Ukraine
Dies waren Putins erste Kommentare zum Waffenstillstandsvorschlag, der diese Woche aus den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Ukraine in Saudi-Arabien hervorging. Und nach diesen zu urteilen, sieht der russische Staatschef diesen Vorschlag nur als Teil umfassenderer Verhandlungen zwischen Washington und Moskau und versucht zu zeigen, dass er die Bemühungen von Herrn Trump zur Beendigung des Krieges unterstützt.
Financial Times (London, Großbritannien)
Wladimir Putin stellt strenge Bedingungen für einen Waffenstillstand in der Ukraine
Putin wollte nicht beschuldigt werden, Trumps Deal im Weg zu stehen, aber er fühlte sich nicht unter Druck gesetzt, von seinen Maximalforderungen abzurücken.
Der Spiegel (Hamburg, Deutschland)
Ein entscheidendes „Ja, aber“ aus Moskau
Trump sagte: „Die erste Phase ist ein Waffenstillstand“, und er bezeichnete Putins Worte als „sehr vielversprechend“. Wie so oft bei Trump war dies jedoch nur seine eigentümliche Interpretation. Tatsächlich lehnte Putin den amerikanisch-ukrainischen Vorschlag für einen bedingungslosen Waffenstillstand praktisch ab, wenn auch in einer eindeutig freundlichen Art und Weise, mit einem entschiedenen „Ja, aber“.
The Washington Post (Washington, USA)
Putin stellt den Waffenstillstandsvorschlag der USA in Frage und stellt harte Bedingungen
Die Kommentare des russischen Staatschefs deuten darauf hin, dass schwierige Verhandlungen bevorstehen, die die Hoffnungen von Präsident Donald Trump auf ein schnelles Friedensabkommen untergraben könnten … Diese Äußerungen spiegeln sein Vertrauen in die Position Russlands im Krieg und seine Überzeugung wider, dass die militärische Unterstützung des Westens für Kiew unter der Trump-Regierung wahrscheinlich abnehmen wird, die kürzlich die Militärhilfe und den Austausch von Geheimdienstinformationen vorübergehend eingestellt hat.
Le Figaro (Paris, Frankreich)
Waffenstillstand in der Ukraine: Wladimir Putins bedingte Zustimmung zu Donald Trump
Für Wladimir Putin war es schwierig, den amerikanischen Vorschlag direkt abzulehnen, da er damit den Eindruck hätte erwecken können, dass er den Krieg mehr unterstützt als Wladimir Selenskyj. Dies gilt insbesondere in der Phase der Wiederaufnahme der Kontakte zu Washington, in der der Hauptteil der russischen Strategie in erster Linie darauf abzielt, die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zu normalisieren, um davon zu profitieren. Niemand erwartete, dass der Kremlchef angesichts seiner Überlegenheit auf dem Schlachtfeld die Einstellung der Feindseligkeiten genehmigen würde, ohne seine eigenen Bedingungen zu stellen.
Der ukrainische Telegram Kanal Legitimniy:
Putins Erklärung bestätigt voll und ganz unsere frühere Vereinbarung.
Hier ist also seine Aussage.
Putin unterstützte den von Trump vorgeschlagenen Waffenstillstand.
Er fügte hinzu, dass dieser Waffenstillstand Folgendes beinhalten sollte.
- Garantien für die Nichtlieferung von Waffen an die Ukraine (wir haben auch darüber geschrieben).
-
Garantien für die Abwesenheit von Mobilisierung und Ausbildung,
-
ein wirksamer Mechanismus zur Kontrolle von LBS. (Wir schrieben, dass die Russische Föderation kein Interesse daran hat, dass die ukrainischen Streitkräfte während des Waffenstillstands Verteidigungslinien aufbauen, die nicht mehr existieren.)
Es stellt sich heraus, dass Putin weder eine Ablehnung noch eine Unterstützung aussprach, was den Krieg und die Verhandlungen verlängert.
Jetzt sind Kiew und die Globalisten an der Reihe.
Kiew und die Globalisten werden versuchen, dies als Weigerung darzustellen, über Frieden zu verhandeln.
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Analysen des „Waffenstillstand“ Pokers zwischen USA-Ukraine und Russland
Wird Putin einem Waffenstillstand zustimmen?
Selenskis Kehrtwende bei den Waffenstillstandsbedingungen ist ein falsches Zugeständnis
Trump verfehlt wichtigste Wahlversprechen bei Ukraine, Syrien oder Veröffentlichungen
Und wieder……..NEIN.
Putin stimmt nicht zu, er hat sehr diplomatisch abgelehnt. Das ist nicht nur meine Interpretation, sondern auch die von The Duran (die in solchen Dingen ein sehr feines Näschen haben, wie ich finde).
Ich habe viel eher das Gefühl, der Westen macht Show-Politik für die eigenen Leute – wie ja eh immer.
Mir ist eh nur wichtig, dass sich der Westen nicht einig wird und endlich implodiert.Niemand braucht die EU, die Nato oder 1000 US-Militärbasen….. Wirklich niemand.
Ein Frieden dürfte schwieriger sein als gedacht, da die EU Trump ständig in den Rücken fällt. Trump müsste ein Machtwort Richtung Leyen, Merz und Macron sprechen. Das geht aber nicht, ohne diese zu beschädigen.
Man wird sich kaum auf jemanden einigen können, der den Waffenstillstand kontrolliert. Die Araber oder die Chinesen, vielleicht mit UN-Mandat, sieht sicher keiner gern als Aufpasser gegenüber EU-„Hilfe“ und Russen.
Eine Waffenruhe würde dazu führen, dass beide im Hintergrund fieberhaft arbeiten und sobald einer niest alles schlimmer wird als zuvor.
Dazu kommt das Problem des Reputationsverlustes von USA und EU, denen es nicht gelungen ist, Putin aufzuhalten. Wo auch immer die deutlich überlegenen Etats des Westens versickern.
Natürlich kann man auch annehmen, dass alles eine Scharade ist und Trump und Leyen unter einer Decke stecken. Vermutlich ist das die Hauptsicht in Russland?
Es soll Frieden geben, also den Normalzustand.
Der Preis ist kein Kriegsende, sondern eine Kriegs“pause“.
30 Tage Waffenruhe und dann?
Nochmal 30 Tage, weil die am Boden liegende Ukraine, wieder auf 2 Beine gestellt werden soll und weil man nur mal wieder Zeit schinden will, wie es Merkel ja schonmal zugegeben hatte?
Na klar, man könnte auch versuchen auf die Art, einen für beide Seiten gesichtswahrenden Ausklang hinzubekommen über paar Monate.
Aber dann braucht es auch ein Entgegenkommen.
Die russische Führung, ist mal wieder für Frieden zu haben.. Warum auch nicht, sie sind ja nicht das Problem.
Wenn ich ständig auf einen ruhenden Bären zugehe, Schritt für Schritt, dann kann ich nicht sagen, die Gefahr kommt mich zu. So stellen es aber die ganze Zeit die westlichen Führungen und die Medien dar.
Seit 1990 bricht man die Zusage, nicht weiter vorzurücken, tut es aber permanent und steht dann irgendwann vor dem Bären.
Wenn dieser dann sich aufrichtet und brüllt, dann ist der die Bedrohung.
Das nun die russische Führung Sicherheiten haben will, ist doch klar.
Selbstverständlich dürfen keine neuen Waffen und Soldaten/Söldner in der Zeit geschickt werden. Wie würde das wohl aussehen und wer würde dies mitmachen, wenn er dabei zusieht, wie der niedergerungene Feind, wieder Stück für Stück aufgebaut wird und daneben die Uhr runtertickt?
Dann steht die Frage der Gebietsabtretung um Raum, die es nunmal braucht. Im Grunde müsste die ganze Ukraine Pufferzone bleiben. Aber wenigstens eine vernünftig große Sicherheitszone und das wird nicht wenig sein.
Und dann steht die Sicherung der Waffenruhe und die Linie zur Einhaltung zur Debatte.
Man muss den russischen Führungspersonal und dessen Vordenker, hier schon zustimmen und sie sagen vernünftige Dinge.
Denn sie verlangen eigentlich nichts weiter, als dass es auch zum Frieden, zur Einigung und zu keiner erneuten Gefahr kommt.
Der Ball den der Westen den Russen zugespielt hat, haben sie wirklich gut aufgenommen und durch logisch nachzuvollziehende und kluge Argumente und Fragen/Forderungen, gut zurückgespielt, ohne nun so zu wirken, als wollen sie alles einnehmen und damit den Wind aus den Segeln derer genommen, die nur darauf gewartet haben, bei der Ablehnung, wieder die Russen als riesige Gefahr dazustellen und als eroberungswillig.
Ich wurde er den westlichen Führungsetagen hier mal wieder eine eher linke Nummer unterstellen wollen. 30 Tage Kriegspause aha.. Das sagt nichts groß aus, aber es hört sich nach Frieden an.
Die Ladung Drohnen auf Russland vor paar Tagen, ist hier wenig vertrauenserweckend.
Letzte Nacht wurden wieder Langstreckendrohnen nach Moskau geschickt. Sie wurden abgefangen. Ein Monat brauchen vielleicht auch die Taurus, um vor Ort zu sein?
Denke, daß Trump und Putin regelmäßig miteinander telefonieren und gemeinsam den Friedensplan ausarbeiten. Putin steht Trump viel näher als die ver“Bidete“ EU, die sich nur ungern von ihren faschistoiden Plänen trennt. 900 Milliarden will Trump aus der Ukraine und nicht zufällig will Merz für seine Blackrocker den gleichen Betrag in Deutschland als „Sondervermögen“ akquirieren. Es gibt keine Zufälle. Nur Ursache und Wirkung. 🤌🤓
Langsam wird es peinlich, wenn sich nicht Trump und Putin direkt treffen! Ich denke, alle Bürger dieser Welt fühlen sich langsam veräppelt! Zwischen „ich will Frieden“ und „alles bleibt wie es ist“, befindet sich momentan nur ein schmaler Grat der Wahrheit! Alles andere ist Heuchelei!
Ich finde das nicht schwierig. Wenn die „temporäre Waffenruhe“ dazu genützt wird, aufzurüsten, Nachschub zu erhalten usw., dann ist das inakzeptabel. Sonstige Friedensverhandlungen lehnt man ja ab. Man muss aber eine dauerhafte Lösung vereinbaren.
Selenski hat am gleichen Tag, nachdem sein Team eine Waffenpause wollte, übrigens gesagt, mit Gebietsabtretungen sei er nicht einverstanden. Also was soll das dann? Und Amerika beliefert die Ukraine wieder mit Waffen und Geld. Wozu? Und am selben Tag trifft Macron seine Heeresspitze und macht sie bereit, als „Friedenstruppe“ in die Ukraine aufzubrechen. Diese Waffenpause wird nicht nur dazu genützt, Kiew mit Nachschub zu versorgen, sondern NATO-Truppen ins Land zu schicken, möglichst ungestört.
Das ist ja wohl ein Witz!
Durch Österreich rollen schon die Militärtransporte – auch ein klarer Verstoß gegen die Neutralität. Aber was kümmerts die ungewählte Regierung? Da sie im Schwindel regiert, bricht sie auch alle anderen Gesetze…
https://exxpress.at/politik/fpoe-fordert-militaertransporte-durch-oesterreich-sofort-stoppen/
Ich habe gelesen, später hat er auch den Verzicht auf die NATO und die EUdSSR ausgeschlossen – soll Putin zusätzlich kapitulieren und ins Kiewer Gefängnis gehen? Rutte hat aber auf die Banderas in der NATO verzichtet. Erst mal gilt weiterhin – es wird auf dem Schlachtfeld entschieden. Alles deutet darauf hin, dass die Russen möglichst tief in die Oblast Sumy gehen, wo sie bereits ein paar Dörfer befreit haben. Spezialeinheiten sind dort entlang der gesamten Grenze aktiv.
Dorf für Dorf geht es auch Richtung Kramatorsk – einen Durchbruch wie bei Sudscha gibt es dort noch nicht. Dafür werden die Russen auf dem Brückenkopf bei Kupiansk bedrängt, da die Luftwaffe bei Sudscha beschäftigt ist. Eindeutigere Überlegenheit würde die banderistisch-westliche Kapitulation beschleunigen.