BSW – Politik ohne Grundlage

16. November 2024von 10 Minuten Lesezeit

Wofür steht das Bündnis Sahra Wagenknecht? Innerhalb kürzester Zeit wandelt sich die neue Partei von einem Hoffnungsträger zu einer weiteren Enttäuschung für viele Linke in Deutschland. Liegt es an den falschen Leuten oder am vorherrschenden Politikverständnis?

Vermutlich haben Wagenknechts Erfahrungen mit der Linkspartei, dann mit der Bewegung „aufstehen“, die scheinbar beide an den verschiedenen inneren Strömungen scheiterten, sie zu der Vorstellung gebracht, dass eine neue Partei aus Menschen bestehen sollte, die weitgehend ihre Ansichten teilen. So sammelte sie Leute um sich, von denen sie wohl glaubte, dass sie sich auf sie verlassen kann. Es entstand eine Art Kaderpartei, die über eine geringe Mitgliedschaft verfügt und noch weniger Aktive und Entscheider. Mitgliedschaft wie Führungspersonal sind weitgehend handverlesen. Die Auswahlkriterien sind undurchsichtig. Politisches Bewusstsein und Erfahrung scheinen dabei nicht an oberster Stelle zu stehen, wie das Führungspersonal in manchen untergeordneten Gremien erkennen lässt.

Private Kaderpartei

Die Partei profitierte bisher hauptsächlich von der schlechten Stimmung im Land, der schwindenden Bindungskraft der Regierungsparteien und der Hoffnung auf Verbesserung, die viele Wähler mit dem Namen Wagenknecht verbinden. Aber genügt das, um eine andere Politik zu machen? Mit diesem Anspruch und Versprechen ist das Bündnis angetreten, und damit gelang es ihm, aus dem Stand bei den Wahlen im Osten sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Die Partei wurde zum Zünglein an der Waage, weil die anderen es sich selbst verboten hatten, mit der Alternative für Deutschland (AfD) und der Linkspartei Regierungen zu bilden.

Aber wofür das BSW steht, ist nicht zu erkennen. Der  Anspruch anders zu sein als die anderen, hatte nur eine geringe Halbwertzeit. In dem unwürdigen Gezänk der ersten Sitzung des Thüringer Landtags hat auch das BSW kräftig mitgemischt. Jene Partei, die sich von den anderen abheben wollte, beteiligte sich an einem Parteiengezänk, wofür bisher nur die anderen bekannt waren und dementsprechend unbeliebt beim Bürger sind. Hat das BSW dabei eine andere Politik gemacht? Hat es eine bessere Figur abgegeben als die anderen Parteien? (1)

Auch Wagenknechts Vorstellung, ein einig Volk von Brüdern zu sein, wenn sie selbst die Mitstreiter aussucht, hat nicht lange gehalten. Mit den Erfolgen beginnen die Auseinandersetzungen der politischen Richtungen, zuerst in Vorwürfen und Anfeindungen, die erst hinter den Kulissen und dann immer öfter öffentlich ausgetragen wurden. Vielleicht herrschte die naive Vorstellung, dass man sich auch in Zukunft auf die politischen Ansichten jener Mitstreiter verlassen kann, die man selbst ausgesucht und in den inneren Kreis aufgenommen hat. Damals hielt man sie für zuverlässig, weil man zum damaligen Zeitpunkt einer Meinung war.

Aber die Meinungsverschiedenheiten entstehen in den Veränderungen durch neue gesellschaftliche Entwicklungen, mit denen sich die Parteien auseinandersetzen müssen. Das Neue bringt auch neue Sichtweisen. Zu glauben, dass die gemeinsamen Ansichten der Vergangenheit von den Veränderungen in der Welt unangefochten bleiben, ist naiv. Mit Sicherheit wollte das BSW keine Kaderpartei sein und hat sich bestimmt auch nicht so verstanden. Aber solch ein Bild entstand durch die Geheimnistuerei und Abschottung, die nach außen hin betrieben wurde.

Dabei  wollte man eigentlich nur sicher sein, nicht von Karrieristen ausgenutzt und von inneren Auseinandersetzungen zerrissen zu werden. Dagegen aber helfen keine persönlich bestimmten Auswahlverfahren. Dagegen hilft nur ein gemeinsames weltanschaulich gefestigtes Fundament und die sachliche Auseinandersetzungen mit den neuen Entwicklungen.

Teilhabe an der Macht

Aber gerade dieses politische Bewusstsein fehlt dem BSW, das auf einer Weltanschauung fußt, die in der Lage ist die Welt zu erkennen, wie sie ist, und die Veränderungen zu vermitteln, die in ihr vorgehen. Das BSW verfolgt keine politische Agenda, keine politischen Ziele. Es formuliert Ansprüche wie alle anderen Parteien auch, die mehr oder weniger persönlichen Wunschvorstellungen entspringen. Es bedient einen Teil der Wählerschaft mit Sichtweisen und Forderungen, die den Interessen dieses Teils entsprechen. All das ist mehr oder weniger zufällig, gestützt auf Stimmungen. Aber es schafft kein politisches Bewusstsein auf der Basis einer Weltanschauung und schon gar nicht sind die Mitglieder dieser Partei durch eine gemeinsame Weltanschauung untereinander verbunden.

Dementsprechend brechen nun innerhalb der Partei die Widersprüche auf nach den Siegen bei den Landtagswahlen im Osten. Diese Brüche folgen der Aussicht auf Teilhabe an der Macht in Form von Regierungsbeteiligungen. Diese Entwicklung droht jeder Partei, sobald sie sich am Parlamentarismus der bürgerlichen Demokratie beteiligt. Selbst Parteien, die sich als Gegner der Klassengesellschaft verstehen, sind dieser Gefahr ausgesetzt.

Hatte sich die SPD im 19. Jahrhundert als Interessenvertreterin der Arbeiterklasse verstanden, gelangte sie mit ihrer zunehmenden Bedeutung immer öfter in die Zwickmühle zwischen der Übernahme von Verantwortung für die bürgerliche Gesellschaft und dem Festhalten an ihrer Klassenorientierung. 1914 war mit der Bewilligung der Kriegskredite dieser Zwiespalt zugunsten des  bürgerlichen Staats entschieden. Diese Entwicklung setzte sich über das 20. und 21. Jahrhundert fort bis hin zur Zeitenwende. Die SPD stimmte nicht mehr nur als Getriebene Kriegskrediten zu, sondern betreibt nun selbst aktiv Aufrüstung durch die Schaffung eines Sondervermögens.

Ähnlich war die Entwicklung bei den Grünen, nur noch wesentlich schneller. Was bei der SPD mehr als hundert Jahre gedauert hatte, vollzog sich bei der ehemaligen Friedenspartei innerhalb weniger Jahrzehnte. Im Gegensatz zur SPD hatte bei den Grünen  nie eine weltanschauliche Grundlage für deren Politik vorgelegen. Sie waren von Anfang an eine Partei der  moralischen Werte. Aber auch diese Ausrichtung führte mit zunehmender gesellschaftlicher Bedeutung zu einer Richtungsdiskussion zwischen den Realos, die Machtpolitik betreiben, und den sogenannten Fundamentalisten (Fundis), die an ihren moralischen Grundsätzen festhalten wollten. Heute bestimmen die Realpolitiker.

Nun deutet sich beim BSW eine ähnliche Entwicklung an, nur dass hier der Zerfallsprozess noch einmal schneller stattfindet. Während einige in ostdeutschen Landtagen Realpolitik machen wollen, gestützt auf die Wahlergebnisse und die Not der bürgerlichen Parteien, noch überhaupt Koalitionspartner zu finden, kämpft Wagenknecht von Berlin aus um die Reste weltanschaulicher Ansätze. Die Forderung nach dem Ende der Waffenlieferungen an Kiew, der Wiederaufnahme der Diplomatie und dem Verbot neuer amerikanischer Raketen in Deutschland erhält mit ihrer Aufnahme in die Präambeln der Koalitionsverträge im Osten den Anschein von Inhaltlichem und Prinzipientreue aufrecht.

Ob man sich in der Führung des BSW dessen bewusst ist, dass es sich dabei eigentlich nur noch um ein Feigenblatt handelt, ist nicht erkennbar. Aber man sieht sich genötigt, an dieser Frage Koalitionen scheitern zu lassen. Man will nicht den Eindruck von fehlendem Rückgrat erwecken, den man den anderen Parteien vorgeworfen hat und den der Bürger am Verhalten der meisten Parteien verabscheut. Bei genauerer Betrachtung aber sind die Unterschiede zwischen den Präambeln in Brandenburg und Thüringen bedeutungslos, an denen sich nun der Richtungsstreit in der Partei offenbart. Wer macht sich schon Gedanken über Präambeln und vor allem, welchen Einfluss haben sie auf die praktische Politik, wenn es um Krankenhäuser, Schulen und sonstige Alltagsprobleme der Menschen geht?

Nicht noch eine Partei

Es ist schwer zu sagen, wie ernst Wagenknecht und die Führung in Berlin den Streit um die Präambeln tatsächlich nehmen. Jedenfalls scheinen für sie Ansehen und Glaubwürdigkeit an der Einhaltung dieser Zusagen zu hängen, die man vor den Wahlen in Bezug auf Waffenlieferungen an die Ukraine und die Aufstellung neuer US-Raketen gemacht hatte. Sie scheinen überzeugt, dass sie sonst auf dem Weg sind, „das BSW zu einer Partei zu machen, von der es nicht noch eine braucht“ (2).

Die Wagenknechte sehen das Unterscheidungsmerkmal zwischen sich und den anderen auf der moralischen Ebene von Glaubwürdigkeit, Standhaftigkeit und Worttreue. Sie wollen die Demokratie gerechter und demokratischer machen. Das heißt aber nichts anderes, als dass sie die kapitalistische Gesellschaft reformieren, d.h. erträglicher machen wollen, überwinden wollen sie sie nicht. Dazu glauben sie, den Bürgern die besseren Konzepte und Modelle anbieten zu können. Sie halten sich für die besseren Interessenvertreter und Stellvertreter des Volkswillens.

Aber sie erkennen anscheinend nicht, dass das Volk sich in einer Klassengesellschaft nicht so einheitlich zeigt, wie der Begriff nahelegt, dass es aus unterschiedlichen Klassen besteht mit ganz verschiedenen Interessen. Ein solches Klassenbewusstsein herrscht beim BSW vielleicht theoretisch vor, aber seine Führung versteht nicht, welche praktische Politik daraus zu folgen hat. Da das BSW keine klassenorientierte Politik betreibt, unterscheidet es sich in seinem politischen Bewusstsein nicht von den anderen Parteien, nur in seiner moralischen Ausrichtung.

Aber diese Politik, stellvertretend für das Volkes dessen Interessen zu benennen und für deren Umsetzung zu sorgen, hat sich verbraucht. Diejenigen, die dem Volk weismachen wollen zu wissen, was das Beste für es ist, und vorgeben, als einzige in der Lage zu sein, das zu erreichen, erreichen das Volk immer seltener. Die Menschen merken immer öfter und deutlicher, dass die selbsternannten großen Heilsbringer ihnen kein Heil bringen. Die gesellschaftlichen Zustände entziehen einer solchen Stellvertreterpolitik immer mehr die Grundlagen.

Denn die wirtschaftlichen Grundlagen für eine solche Politik schwinden immer mehr wegen der antirussischen Sanktionen und deren Folgen: Preissteigerungen und Niedergang der Wirtschaft. Aber auch im Bewusstsein der Menschen findet eine solche Politik immer weniger Niederschlag. Sie trauen den Heilsverkündern immer weniger, nicht nur weil sie diese für Lügner halten, sondern weil sie auch merken, dass diese mit ihrem Latein am Ende sind. Diese Ahnungen und Stimmungen aber greift das BSW nicht auf, sondern versucht es ebenso als Stellvertreter nur mit anderen Forderungen und Parolen.

Keine neue Partei

Wagenknecht war auf dem richtigen Weg, als sie „aufstehen“ ins Leben rief. Sie war immer noch auf dem richtigen Weg, als sie mit Alice Schwarzer zusammen gegen den Krieg mobilisierte. Aber sie ging den Weg nicht weiter. Sie setzte die Mobilisierung, die sie angekündigt hatte, nicht fort. Sie erkannte wohl nicht, dass die Zeit der Stellvertreterpolitik vorbei ist, dass man die Menschen für die eigenen Interessen mobilisieren und organisieren muss. Zudem scheinen sie und ihre Mitstreiter nicht zu wissen, wie man das macht, und vor allem, wohin diese Mobilisierung führen soll.

Ihr Politikverständnis reicht über das Denken nach den Maßstäben der parlamentarischen Demokratie nicht hinaus. Da wird für Wahlergebnisse und Mandate gekämpft. Dazu reichen herausragende Persönlichkeiten, die mit herausragenden Ideen und Vorschlägen die Geschicke von Parteien und Gesellschaften bestimmen. Das ist das Denken des Bündnisses wie auch der anderen Parteien. Aber die Verhältnisse entwickeln sich so, dass die Stellvertreter die Geschicke der Menschen immer seltener erfolgreich verwalten können. Letztere werden wohl gezwungen sein, die eigenen Geschicke  vermehrt selbst in die Hand zu nehmen, damit das dabei herauskommt, was für sie das Richtige ist.

Der gute Wille kann dem BSW nicht abgesprochen werden. Aber angesichts der veränderten Bedingungen ist es mit der Aufgabe überfordert. Es will weiterhin im alten Stil Politik machen, statt sich auf die Kraft und Einfallsreichtum derer zu stützen, die zunehmend für die eigenen Interessen in Bewegung geraten. Es braucht aber nicht nur die Mobilisierung der Menschen. Es bedarf auch eines klaren Ziels.

Dieses ist noch nicht erkennbar. Aber die Suche danach drängt immer mehr über die bestehende Ordnung hinaus. Für den Erfolg bedarf es einer Organisation, einer Partei, die über die politische Klarheit verfügt, wohin dieser Weg gehen soll und ihn in der Diskussion mit jenen ermittelt, die auf der Suche sind. Zu all dem aber fehlt dem BSW die Analysefähigkeit der materialistischen Weltanschauung als Fundament und das Denken über die bestehende Ordnung hinaus. Insofern ist das Bündnis nur eine jener Parteien, von denen es nicht noch eine braucht.

(1)  siehe dazu Rüdiger Rauls: Der Osten wird blau

(2)  Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.10.24: BSW-Spitze kritisiert den Kurs von Katja Wolf in Thüringen

Bild Steffen Prößdorf, 2024-08-19 Event, Thüringer Wahlkampftour-Start des BSW in Eisenach STP 3012 by SteproCC BY-SA 4.0

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Rüdiger Rauls ist Reprofotograf und Buchautor. Er betreibt den Blog Politische Analyse.



 

36 Kommentare

  1. Nurmalso 17. November 2024 um 10:33 Uhr - Antworten

    Ist doch gut, dass es diese Altä gibt. Wechselten doch viele CDU-Wähler zu ihr und viele Linke ebenfalls zu ihr ab. Auch von der ausgestorbenen FDP sind Übrigbleibsel zu ihr gewechselt. Das ist sehr gut für die AfD.
    Noch unschlüssige AfD-Wähler wären sowieso nicht zu ihr gewechselt, denn die die AfD wählen, wollen mehr als so ein bissel Zwischending Wagenknecht. Die wollen den radikalen Kurs, wollen das russische Erdgas wieder, wollen wettbewerbsfähige deutsche Wirtschaft, wollen Wohlstand für das deutsche Vaterland und nicht Milliarden in die Welt verschenken, wollen den Ausstieg aus der EU die mittlerweile faschistische Wesenszüge trägt.

    • Andreas I. 17. November 2024 um 13:20 Uhr - Antworten

      Hallo,
      ,,AfD-Wähler … wollen Wohlstand für das deutsche Vaterland“

      Und gehören AfD-Wähler zum Vaterland dazu?
      Dann wäre die Frage, ob sie mit einer liberalen Partei Wohlstand bekommen.
      In allen liberal regierten Staaten sieht die finanzielle / materielle Situation so aus, dass 1-10 % exponentiell (Zinseszins) reich werden, weitere 20 % einen gewissen Wohlstand halten und 70 % ärmer werden.
      Und ob die AfD-Wähler unbedingt zu den Gewinnern gehören …

      Die Kommunistische Partei Chinas hat einen erheblichen Teil der chinesischen Bevölkerung aus der Armut herausgeführt in einen bescheidenen Wohlstand. Und das auch mit kapitalistischen Methoden, aber das ist eben kein liberaler Kapitalismus (mit freiem Markt und Nachtwächterstaat wie im Westen), sondern, auch wenn es zunächst paradox klingt, sozialistischer Kapitalismus (mit teilweise privatem Eigentum an Produktionsmitteln und starkem Staat, der nötigenfalls auch mal Kapitalisten auf deren Platz verweist).

      Also wenn man liberalen Kapitalismus (Westen) und sozialistischen Kapitalismus (China) dahingehend vergleicht, wo der Wohlstand der Mehrheit schrumpft und wo er wächst, dann würde man nicht ohne weiteres auf die Idee kommen, zur Erreichung von Wohlstand das politische Konzept zu wählen, wo der Wohlstand der Mehrheit schrumpft.

  2. Fritz Madersbacher 16. November 2024 um 21:07 Uhr - Antworten

    „Ihr Politikverständnis reicht über das Denken nach den Maßstäben der parlamentarischen Demokratie nicht hinaus. Da wird für Wahlergebnisse und Mandate gekämpft“

    Das schafft ein grundsätzliches Problem, das schon von Lenin angesprochen wurde: „… im Zeitalter des Kapitalismus, wo die arbeitenden Menschen unaufhörlich ausgebeutet und indoktriniert werden, ist für die politischen Parteien der Arbeiter gerade der Umstand am charakteristischsten, daß sie nur eine Minderheit ihrer Klasse erfassen können. Die politische Partei kann nur die Minderheit der Klasse erfassen, ebenso wie die wirklich klassenbewußten Arbeiter in jeder kapitalistischen Gesellschaft nur die Minderheit aller Arbeiter bilden“ (Rede auf dem II. Kongreß der Kommunistischen Internationale, 23. Juli 1920)

    Da dieser Zug für die gealterten, mit den Ideen und Leitbildern des Kapitalismus gefütterten Gesellschaften vorerst auf längere Sicht abgefahren ist, werden sie – nicht zu ihrem Vorteil – hinter ihren herrschenden Klassen hinterdrein trotten und ihre Hoffnungen weiterhin in Wahlergebnisse und erreichte Mandate stecken …

  3. Traeumer 16. November 2024 um 20:59 Uhr - Antworten

    Ein langer Artikel von einer Art, von der es noch einen nicht gebraucht hätte. Herr Rauls redet über das BSW und bewertet es, allerdings ohne diese Partei oder Vertreter dieser Partei selbst zu Wort kommen zu lassen: eine faszinierende Art der Auseinandersetzung mit dem BSW. Es scheint mir, dass dieses Vorgehen nicht notwendig war, da das BSW in Presseerklärungen öfter mal seine Positionen kundtut. Zum bsp. können diese auf dem BSW Kanal auf telegram gefunden werden. Den Beitrag von Herrn Rauls lesend könnte man auf die Idee kommen, dass es dem Autor nicht so sehr darum zu tun war, Klarheit über das BSW zu vergrößern, als unbegründete Ansichten des Herrn Rauls über das BSW zu verbreiten.

    • Sabine Schoenfelder 17. November 2024 um 0:07 Uhr - Antworten

      Ein Artikel, so er nicht streng naturwissenschaftlich ausgelegt ist,( und selbst dann !) beinhaltet immer „Meinung“.
      Sie ist oft Antrieb, Veranlassung, Motiv, um überhaupt einen Artikel zu verfassen.
      Warum sollte er bei jeder Veröffentlichung über eine Partei einen Vertreter zu Wort kommen lassen ?
      Frau Wagenknecht äußerte sich in unzähligen Talk-Shows und ihre ersten Schritte in die reale Parteipolitik kann jeder in den Medien verfolgen.
      Kann es sein, daß Ihre Kritik ausschließlich darauf zurückzuführen ist, daß Sie nicht mit den Inhalten des Artikels übereinstimmen ?

  4. Andreas I. 16. November 2024 um 20:49 Uhr - Antworten

    Hallo,
    erstens empfehle ich zu reflektieren, dass die Art und Weise einer Betrachtung immer auch etwas über den Betrachter aussagt, machmal weniger manchmal mehr.
    Zweitens erschließt sich mir nach wie vor nicht, was die persönliche Meinung Rüdiger Rauls so besonders macht, dass man sie unbedingt veröffentlichen müsste. Ich kann da nichts originelles finden.
    Drittens kann man Rüdiger Rauls persönliche Meinung trotzdem veröffentlichen, vielleicht finden andere da ja irgendwas besonderes dran – aber Meinung würde dann doch in die Rubrik ,,Meinung“ gehören, oder wozu gibt es die?!
    In diesem Artikel gibt es keine einzige politische Information, Null Niente Nada Nitschewo, das ist 100 % persönliche Meinung. Und nicht begründet, nicht ,,bei BSW ist es so und so weil …“ sondern einfach nur ,,bei BSW ist es so“, eine einfache Meinungsäußerung, fein, nur hier in der falschen Rubrik.

  5. Antermoya 16. November 2024 um 17:43 Uhr - Antworten

    Als Wagenknechts Stern vor Jahren aufging, also, als sie als attraktive Antithese zur Mutti entdeckt wurde und auch aufgrund ihrer Eloquenz und Unerschrockenheit in jeder deutschen Polittalkshow zum bezahlten Inventar als Reibebaum wurde, sah ich sie mir noch gerne an. Sie kann schon gut reden!
    Mit der Zeit, eigentlich relativ schnell, es kamen ja immer wieder die selben Worthülsen, dacht ich mir, eine typische Salonkommunistin, angestellt (von wem?), um das politische Lager noch mehr zu spalten, also eine weitere Partei für nichts.
    Der Herr Raul sieht das glasklar, Kompliment!

    Ausserdem, was die Grünen angeht, in Österreich gabs ja am Anfang die bürgerlichen und die alternativen Grünen, letztere erwiesenermassen Marxisten.
    Beim Zusammengehen dieser beiden Strömungen übernahmen gleich mal letztere das Kommando, erstere waren ja im richtigen Leben verankert, machten das aus Überzeugung und brauchten keine andere Einkommensquelle und Selbstbestätigung …
    Daß sich die deutschen Grünen schon in den Neunzigern gesellschafts- und familienschädlich äusserten, wurde wahrscheinlich medial nicht ernst genommen und jetzt haben wir den, hm, Salat kann ich nicht schreiben, den mag ich zu gerne, Scherbenhaufen.

    • triple-delta 17. November 2024 um 12:12 Uhr - Antworten

      Inzwischen ist Frau Wagenknecht von den kommunistischen Ideen ihrer ersten Jugend die sprichwörtlichen Baerbock’schen Hundertausende Kilometer entfernt. Oskar hat sie sanft in die Sozialdemokratie eingehegt.

      • Sabine Schoenfelder 19. November 2024 um 16:14 Uhr

        ….guter Witz.😁👍

  6. Marco 16. November 2024 um 17:23 Uhr - Antworten

    Alles möglicherweise nicht falsch, Tatsache ist trotzdem, dass die Partei im Jänner gegründet wurde und sehr schnell Erfolg zeigte. Ich schließe mich hier der Frage nach Alternativen an und füge hinzu, dass es für DE doch niemals schlimmer ausfallen kann, als Scholz, Habeck, Lauterbach und eine Annalena Charlotte Alma Baerbock oder ein tauruswütiger Merz!
    Aber ok, Kritik kann natürlich geäußert werden – in diesem Fall halt recht sinnlos …

  7. Marco 16. November 2024 um 17:10 Uhr - Antworten

    Und wieso muss man hier, um zu liken, eine Anmeldung bei WordPress vollführen?

    • Thomas Oysmüller 17. November 2024 um 10:02 Uhr - Antworten

      Weil wir mit Spamer usw. zu kämpfen hatten/haben.

      • Marco 17. November 2024 um 18:29 Uhr

        danke für die Antwort – kenn ich noch nicht, gibt es dazu nähere Informationen – danke?!

  8. Marco 16. November 2024 um 17:08 Uhr - Antworten

    Zusätzlich ist die Frau seit ca. 15 Jahren mit Oskar Lafontaine leeirt, da wird auch etwas hängen geblieben sein

  9. Marco 16. November 2024 um 17:05 Uhr - Antworten

    Alles möglicherweise nicht falsch, Tatsache ist trotzdem, dass die Partei im Jänner gegründet wurde und sehr schnell Erfolg zeigte. Ich schließe mich hier der Frage nach Alternativen an und füge hinzu, dass es für DE doch niemals schlimmer ausfallen kann, als Scholz, Habeck, Lauterbach und eine Annalena Charlotte Alma Baerbock oder ein tauruswütiger Merz!
    Aber ok, Kritik kann natürlich geäußert werden – in diesem Fall halt recht sinnlos …

  10. Sabine Schoenfelder 16. November 2024 um 15:01 Uhr - Antworten

    Dieses Bündnis ist das Trittbrett zum Erhalt des Altparteiensystems. Das war von Anfang an 👉 klar.
    Sie ist eine angem e r k e l t e SED-Perle durch und durch. Ihre Waffe : Routiniertes Propagandageschwätz im ordentlichen Outfittery…😁🥂Thatˋs it.
    Gegen die Coronapolitik anstinken wollen und selbst eine Hardlinerin, die die Impfpflicht forderte, an die Spitze ihres neuen Bündnisses platzieren… .😂🤣..lächerlich.
    Für Frieden demonstrieren aber nur ohne die AFD..😳🤣..voll demokratisch.
    200 Mal vom Mainstream zum Talken eingeladen….stinkt bis zum Himmel…

  11. Der alte Marxist 16. November 2024 um 14:40 Uhr - Antworten

    Dass die BSW-Sternschnuppe bald verglühen wird, hat sich längst abgezeichnet. Ohne ein substanzielles ideologisches Fundament – basierend auf einer klaren politische Analyse des heutigen Finanz- bzw. Konzernkapitalismus und Strategien zu seiner Überwindung – bleibt nur ein zusammengewürfelter Haufen von Leuten, die eigentlich kaum etwas verbindet – außer die Unzufriedenheit mit dem bestehenden politischen Angebot. Da spannt sich der Bogen von gemäßigten Bobo-Linken über ehemalige sozialdemokratische Freunde des Genossen der Bosse (Schröder) bis hin zu neoliberalen ex-FDPlern.

    Das gerade einmal 4 Seiten (!)lange „Parteiprogramm“ besteht im Wesentlichen aus nichtssagenden Worthülsen und Allgemeinplätzen. Es soll halt alles ein wenig „vernünftiger“ werden! Man ist für eine funktionierende „innovative“ Marktwirtschaft mit fairem Wettbewerb und etwas weniger Konzern-Einluß (der Kapitalismus wir aber nicht in Frage gestellt), für „sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen“ statt blindem Aktivismus und undurchdachten Maßnahmen“ (der Klima-Wahn selbst wird aber nicht hinterfragt), für Stärkung des Sozialstaats und Investitionen in die Infrastruktur (was immer das bedeutet), und gegen „rechtsextreme, rassistische und gewaltbereite Ideologien jeder Art sowie Cancel Culture, Konformitätsdruck und die zunehmende Verengung des Meinungsspektrums (dass die Faschismus-Keule gegen alle Systemkritiker geschwungen wird, wird aber nicht hinterfragt), für Begrenzung der Migration auf eine Größenordnung, „die unser Land und seine Infrastruktur nicht überfordert“ (wobei auch hier viele Interpretationen möglich sind). Eine Kritik an Impffaschismus bzw. Corona-Diktatur findet man gar nicht!

    Nun biederte man sich auch den Systemparteien in Thüringen, Sachsen und Brandenburg an, und beteiligt sich noch an der Politik der Stigmatisierung der AFD. Auch wenn diese ein neoliberales Fundament hat – in Sachen Migration, Klima und Corona ist sie weit besser als das BSW aufgestellt. Daher wäre eine partielle Kooperation in diesen Bereichen durchaus sinnvoll – so könnte die „zunehmende Verengung des Meinungsspektrums“ wirkungsvoll aufgebrocen werden.

    Immerhin wird das baldige Ende des BSW Raum schaffen für eine neue linke Gruppierung – die allerdings über einen längeren Zeitraum systematisch aufgebaut werden muss. Ohne ein solides, klares, kapitalismuskritisches bis anti-kapitalistisches Fundament, wird es keine linke Gruppierung geben, die tatsächlich im Kampf gegen die Konzernherrschaft Veränderungen für die Massen erreichen kann!

    • triple-delta 17. November 2024 um 12:15 Uhr - Antworten

      Damit wären wir bei dem, was früher Klassenbewusstsein genannt wurde. Daran krankte schon die DDR.

    • Andreas I. 17. November 2024 um 19:11 Uhr - Antworten

      Hallo,
      dogmatischer Kommunismus bzw. der ,,real existierende Sozialismus“ hatte in den Bereichen versagt, die besser privatwirtschaftlich sein sollten.
      Dogmatischer Liberalismus versagt in den Bereichen, die besser staatlich betrieben werden sollten.
      Und wer weiß, ob und welche Probleme es möglicherweise in China im Jahre 2050 geben wird, aber seit immerhin zwei Jahrzehnten funktioniert dort eine Mischform ziemlich gut. Was privatwirtschaftlich sein sollte, ist privatwirtschaftlich und was staatlich sein sollte, ist staatlich – einfach pragmatisch.

  12. Andrweas 16. November 2024 um 14:25 Uhr - Antworten

    Das war herausragend!
    Damit hat tkp sich an die Spitze gestellt. Dieser Beitrag war dringend notwendig.

  13. Pfeiffer C 16. November 2024 um 13:51 Uhr - Antworten

    Aber wofür das BSW steht, ist nicht zu erkennen.

    Bei allem Respekt, Rüdiger Rauls: Selbstverständlich ist zu erkennen, wofür das BSW steht, man muss es nur erkennen wollen!

    Sie, Herr, Rauls, sind einer von uns (und wir sind bekanntlich die Guten :-)). Trotzdem scheint mir, daß Sie sie sich aus irgendwelchen Gründen schon lange an S. Wagenknecht abarbeiten und namentlich Sie damit der linken Bewegung einen Bärendienst erweisen.

    Ein Rückblick:

    2018 in ihrer DIE LINKE-Funktion:

    „Nein zum Krieg!“ und ein Ende der Aufrüstung und der Eskalation gegenüber Russland – das hat eine Friedensdemonstration am Mittwoch in Berlin gefordert. Politiker der Linksfraktion im Bundestag wie Sahra Wagenknecht haben dabei neben anderen Rednern die Politik der Bundesregierung deutlich kritisiert. Sie fordern bessere Beziehungen zu Russland.

    „Die Welt war noch nie so nah an der Schwelle eines heißen Krieges, zumindest nicht seit dem Ende der Block-Konfrontation! Das war haarscharf!“ Das sagte Sahra Wagenknecht, Co-Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, am Mittwoch in Berlin auf einer Friedensdemonstration. Ihr sei „angst und bange“ geworden, nachdem sie die Nachrichten vom westlichen Angriff auf Syrien in der Nacht zum Samstag gehört habe.

    Wagenknecht bezweifelte, dass das „einfach mal so passiert“ war. „Es wäre zu einfach zu sagen: Da ist ein Verrückter im Weißen Haus, der hat einen falschen Tweet gemacht, das hat uns alle in Gefahr gebracht.“ Für sie handelt es sich um eine schrittweise Eskalation, die mit dem angeblichen Anschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien und den westlichen Reaktionen darauf begann.

    2018 minus Jahre davor: Es war nach der Epoche der permanenten, versprechensgebrochenen NATO-Osterweiterungen, die Epoche der US-Großmanöver in der Nähe Russlands, die Epoche der US-Atomarmanöver in Europa, nach dem 5 Mrd US-$ Maidanputsch das Ukraine-Einsickern der Vernichtungsprofiteur-Vorbereiter!

    Gabriele Krone-Schmalz veröffentlichte „Eiszeit“ Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist –

    S. Wagenknecht forderte bei der einleitend dargestellten Friedensdemo bessere Beziehungen zu Russland.

    Im Dezember 2021 forderte Russland Gespräche, in deren Mittelpunkt Russlands Sicherheitsinteressen stehen sollten. Vergeblich, die US-dominierte Seite stellte sich tot, man wollte, daß es kracht.

    Und Sie, Herr Rauls?

    Schrieben am 21. April 2018 in der Linke Zeitung einen Leserbrief zum Friedensdemo bezogenen Artikel „Sahra Wagenknecht gegen Politik der Bundesregierung: „So darf es nicht weitergehen!“ in einem post:

    Zitat:

    … Es darf so nicht weitergehen wie bisher!“ Sie verdeckt damit die eigene politische Schwäche und Handlungsunfähigkeit hinter dem Vorwurf an die Bürger, dass sie nicht genug für den Frieden tun….
    man muss dann auch Vorschläge haben und keine Vorwürfe.

    Zitat Ende

    S. Wagenknecht forderte also ebendamals u.a. klar und deutlich: Bessere Beziehungen zu Russland!

    Wenn das im Dezember 2021 geschehen wäre, Russlands vitale Sicherheitsinteressen anzuhören, zu verhandeln, aufeinander zuzugehen – tja? Dann? Oha, dann hätte es möglicherweise nicht gekracht!(Man entschuldige meinen Euphemismus).

    Aber Deutschland ist eine Polit-Sklaven-Kolonie! Lässt sich u.a. die zentrale Energieversorgung wegsprengen und steht – Hände an der Hosennaht, 8 days in the week, neben dem Telefon (ohne Mikrofonsprechmuschel) im Kanzleramt parat, um Befehle entgegenzunehmen…

    • Sabine Schoenfelder 16. November 2024 um 15:11 Uhr - Antworten

      „ S. Wagenknecht forderte also ebendamals u.a. klar und deutlich: Bessere Beziehungen zu Russland!“
      Was glauben Sie WO das verschwundene DDR-Vermögen“ residiert ?
      In Amerika…??🤣😂
      Wenn Wagenknechtchen für Frieden ist, warum darf die AFD nicht mit demonstrieren… ?
      Lesen Sie mal den Werdegang dieser Dame. Ihre Haltung zu Mauerschützen.
      Sie war nicht einfach „links“, sie war eine hardlinerin, und sie liebt die Aufmerksamkeit als „stellvertretende“ Rosa Luxemburg……🤣….selbst die Frisur behält sie bei.

      • suspicious 17. November 2024 um 8:12 Uhr

        Mit Amerika liegen Sie gar nicht weit daneben – es liegt jedoch vermutlich in Südamerika (Chile, um genau zu sein). Es ist in Chile ein offenes Geheimnis, dass am Ende der DDR viele Ostdeutsche mit Koffern voller WEST-Mark nach Chile migriert sind. Das war dem Staat Chile wohl nicht ganz so unrecht, brachte es doch jede Menge Devisen ins Land. Keiner hatte danach gefragt, woher diese Deutschen die ganze Kohle hatten.
        Dass am Ende der DDR auch ein schöner Teil des Staatsvermögens an den damaligen Besatzer Russland migriert wurde, kann man sicher von ausgehen. Wo dieses Vermögen nun genau schlummert, wird man wohl nicht so genau wissen (wollen)

      • triple-delta 17. November 2024 um 12:17 Uhr

        Das ist das große Paradoxon vieler scheinbar kritischer Menschen – mit Antikommunismus gegen den Kapitalismus sein zu wollen.

      • Sabine Schoenfelder 17. November 2024 um 14:02 Uhr

        Vermutlich wurde diversifiziert…🤣👍, man weiß ja, daß der Soze und Kommunist gut mit Geld umgehen kann…..mit dem Geld der ANDEREN….🤝

    • Pfeiffer C 17. November 2024 um 10:15 Uhr - Antworten

      @suspicious „Wo dieses Vermögen nun schlummert, wird man wohl nicht so genau wissen“ –

      Die „Rote Fini“ (* 10. September 1934 als Rudolfine Eckel; † 27. Oktober 2012 in Tel Aviv) soll das Geld nach 2014 abgehoben und in Banksafes gelagert haben, wobei der endgültige Verbleib unbekannt ist.

      Istgleich Danny DeVitos in der Rolle Lawrence Garfields mit dem legendären Einzeiler im Film „Das Geld anderer Leute“:

      „Ihr Geld ist nicht weg, es ist nur woanders“

  14. Verschwoerungspraktiker 16. November 2024 um 13:30 Uhr - Antworten

    Die vierte Häutung der SED, eine Champagnerkommunistin, ein Medienprodukt, eine glühende Stalinistin….tie in ihr drin vermutlich immer noch, Eine die die DDR keinen Unrechtsstaat nennen will, eine „Hoffnungsträgerin“ für unverbesserliche Ewiggestrige. Das alles fällt mir zu Wagenknecht ein.

    „Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 40 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand.“ / Winston Churchill

    • Sabine Schoenfelder 19. November 2024 um 16:17 Uhr - Antworten

      👍🤝🥂

  15. Glass Steagall Act 16. November 2024 um 12:16 Uhr - Antworten

    Ich will es mal so ausdrücken: jede Partei, die kategorisch ausschließt mit einer anderen Partei zusammenarbeiten, ist KEINE demokratische Partei! Oder mit anderen Worten, diese Politiker haben den Sinn von Demokratie nicht verstanden und sind unwählbar. In einer echten Demokratischen ist immer der Wählerwille entscheidend! Wenn man nach diesen Kriterien im Bundestag schaut, wird es eng für echte Demokratie! Allerdings wissen wahrscheinlich 90% der Wähler nicht einmal, was Demokratie wirklich bedeutet! Demokratie bedeutet nämlich Herrschaft des Volkes!

    Was wir im Bundestag sehen ist Herrschaft der Politfunktionäre, die ihre Befehle von außen bekommen, aber nicht vom Volk. Denn Minister bedeutet „Diener“ und nicht Herrscher! Aber der Durchschnittswähler hat inzwischen gelernt und akzeptiert, dass diese Diener seine Herrscher sind.

    Mit Hilfe der Parteienzerstückelung der letzten Jahrzehnte, haben die Eliten von außen die Kontrolle über die eigentliche Demokratie erlangt. Hinzu kommt noch dieses antidemokratische System des Fraktionszwangs. Alles Elemente zur Steuerung von außen durch Eliten. Das hat der Wähler nur nie verstanden!

    • Andreas I. 17. November 2024 um 11:23 Uhr - Antworten

      Hallo,
      den Sinn einer parlamentarischen Demokratie habe ich so verstanden, dass die gewählten Volksvertreter die Interessen der Wähler vertreten.
      Also wenn die Wähler einer Partei ein Interesse daran haben, dass diese Partei auf keinen Fall mit einer bestimmten anderen Partei koaliert, dann ist es im Sinne der parlamentarischen Demokratie, dass die Partei den Wählerauftrag ausführt.
      (Ob die Wähler der Partei das tatsächlich so wollen, wäre eine andere Frage. Dass man aus linker Sicht mit keiner der Altparteien koalieren kann, weil die alle rects sind – nämlich wirtschaftsliberal – das wäre auch eine andere Frage. Aber Ausführung des Wählerauftrages ist m.E. Sinn der parlamentarischen Demokratie.)

      Mir wäre ja direkte Demokratie lieber. Die Mehrheit der Deutschen hat aber Angst, dass dann ja für die Todesstrafe abgestimmt werden könnte.
      Also die Mehrheit ist gegen die Todesstrafe, aber hat Angst, dass wenn sie abstimmen könnten … naja, die Dichter und Denker , was soll man da noch machen?!

      • Glass Steagall Act 17. November 2024 um 17:05 Uhr

        Eine parlamentarische Demokratie ist in Wirklichkeit eine Beschneidung von Demokratie! Wenn der Wähler nur alle vier Jahre seine Stimme abgeben kann, ist das nicht im Sinne einer echten Demokratie! Deswegen haben die Eliten dem Volk auch nur eine parlamentarische Demokratie gestattet, um von außen über die angeblichen Volksvertreter direkten Einfluss auf das Geschehen nehmen zu können! Denn in den vier Jahren nach der Wahl hat der Wähler absolut keinen Einfluss mehr und kann im ungünstigen Fall ein zerstörtes Land vorfinden! Somit kann das Volk nicht entscheiden, ob es Krieg führen möchte oder nicht oder ob es Sanktionen gegen Russland mitmachen möchte oder ob es Waffen in die Ukraine schicken will! Hier zeigt sich, dass die parlamentarische Demokratie nur eine Scheindemokratie ist!

      • Andreas I. 17. November 2024 um 18:27 Uhr

        Hallo,
        in diesem Punkt bin ich ganz ihrer Meinung.

  16. NN 16. November 2024 um 11:54 Uhr - Antworten

    Eine furchtbar pessimistische Sicht der Dinge, ohne klar zu sagen, was Wagenknecht hätte besser machen können…
    Ich weiß nicht ganz, was das soll. Menschen machen Fehler, Sachen können klappen oder auch nicht, es gibt oft auch nicht nur den einzig richtigen Weg, sondern mehrere, von denen auch keiner perfekt ist.
    Letztendlich muss sich jeder auch fragen, was denn die Alternativen sind. Und da ist in meinen Augen immer noch jede erheblich schlechter als das BSW.

    • Verschwoerungspraktiker 16. November 2024 um 13:34 Uhr - Antworten

      Die KPD bleibt eben die SED, die PDS, die Linke, BSW……… nur minimale Unterschiede.

      Nicht wirklich ein Erfolgskonzept.

    • Andreas I. 16. November 2024 um 21:20 Uhr - Antworten

      An NN Hallo,
      ,,Ich weiß nicht ganz, was das soll.“

      Zusammenfassung: Rüdiger Rauls findet BSW doof.
      Das ist eine persönliche Meinung, weiter nix.

  17. Gabriele 16. November 2024 um 11:30 Uhr - Antworten

    Sie hat leider eine Menge versprochen – aber halten wird sie es wohl nicht (können).

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