Ficos erster Auftritt nach Attentat

6. Juni 2024von 3,6 Minuten Lesezeit

In seinem ersten Auftritt nach dem Mordversuch vergibt Robert Fico und warnt, in dem er die Strukturen und Dynamiken die zum Anschlag geführt haben, beschreibt.

Nach dem gescheiterten Anschlag auf den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico hat sich dieser wieder zu Wort gemeldet. Nur rund drei Wochen nach dem Attentat und noch vor der EU-Wahl kann der Kritiker Brüssels damit eigene Worte an die Öffentlichkeit richten. Und seine rund 15-minütige Rede hat es in sich.

Hass aus Brüssel

Nicht nur, dass er seinem Attentäter vergibt – er werde keine rechtlichen Schritte einleiten – da dieser nur ein Bote des Hasses war, aufgestachelt von der politisch erfolglosen und von der EU unterstützen Opposition. Fico führt mit klarer und ruhiger Stimme die Brüsseler Methoden aus, mit denen seine Regierung konfrontiert ist, mit denen jedes kleine Land konfrontiert ist, das auf seine Souveränität beharrt. Über den Anschlag urteilt er so:

„Ich habe keinen Grund zu glauben, dass das der Angriff eines einsamen Irren war […] Es ist damit zu rechnen, dass die Antiregierungsmedien, die aus dem Ausland finanzierten NGOs und die Opposition anfangen werden, den Mordanschlag auf mich nun kleinzureden. Dass es nur ein Angriff einer irren Person gewesen sei, dass es keine Verbindungen zwischen ihm und der Opposition gebe und dass der Schaden auf meine Gesundheit nicht ernst gewesen wäre. Es ist eine grausame Beobachtung, aber das Recht auf eine abweichende Meinung existiert in der EU nicht mehr.“

Doch Fico geht in seinem Aufritt um einiges weiter und beschreibt, wie EU/NATO-Herrscher gegen seine sozialdemokratische Partei seit Jahren vorgehen, Hass schüren und das gesellschaftliche Klima vergiften – eben weil die SMER, „fundamental dem „Es-gibt-nur-eine-Meinung“-Kurs der „großen westlichen Demokratien“ widerspricht und ein Einmischen anderer Staaten in die internen Angelegenheiten der Slowakei ablehnt, als auch die aggressive Ausweitung des EU-Modells ablehnt.

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Als kleines Land wie die Slowakei macht man sich mit dieser Position nicht einfach. Aber er habe damit Erfahrung sagt Fico. Denn er war schon gegen die Bombardierung Jugoslawiens, gegen den Krieg im Irak, gegen die Einführung von verpflichtenden Quoten von Migranten und jetzt eben gegen die Abschaffung des Veto-Rechts einzelner EU-Staaten: „Eine selbstsichere, souveräne slowakische Außenpolitik, obwohl verhaftet auf der Mitgliedschaft von EU und NATO, aber orientiert an alle vier Ecken der Welt, ist einfach nicht in Mode.“

Er kritisierte den Ausschluss der SMER aus der sozialdemokratischen Partei Europas und kritisierte die Visegrad-Gruppe, die Slwokei ebenfalls fast ausgeschlossen habe. Und er beschreibt in der Folge, wie die EU gegen die SMER und ihre politische Position vorgeht und die pro-EU-Opposition auf allen Ebenen unterstützt: „Für große Demokratien war es viel wichtiger politische Kräfte in der Slowakei verfügbar zu haben, die bereit sind, lieber alles zum Zweck ausländischer Interessen zu tun, als dem Gesetz zu folgen.“

Schon seit Monaten habe er öffentlich gewarnt, dass aufgrund des von der Opposition und ihren nahestehenden Medien geschürten Hasses ein Attentat auf einen Regierungspolitiker drohe. „Das habe ich öffentlich gesagt, in den Medien, auf Pressekonferenzen und auch zu allen Botschaftern der EU- und Nato-Länder in der Slowakei.“ Drohungen – nicht nur gegen ihn – seien im Vorfeld des Anschlags Alltag gewesen.

Ficos Auftritt und seine Rede sorgen schon jetzt für eine weltweite Welle der Solidarität mit dem slowakischen Regierungschef. Bürgerrechtler ChayBowes sagt zur Rede:

„Der demokratisch gewählte slowakische Regierungschef Robert Fico setzt sich mit den Hintermännern seines Attentats auseinander. Selbst nachdem er angeschossen wurde, bleibt er entschlossen, mehr Demokrat als diejenigen, die versucht haben, die Demokratie durch ein Attentat auf ihn zu töten. Ein bemerkenswerter Mann.“

Ende Juni oder im Juli will Fico wieder an die Arbeit zurückkehren. Derzeit befindet er sich in einer Klinik in Behandlung. Zu seinem gesundheitlichen Zustand sagt Fico: „wiederholte Operationen, viel Schmerz und Leid“ – doch er scheint am Weg der Besserung: „Es wird ein kleines Wunder sein, wenn ich in ein paar Wochen zurück an die Arbeit kann.“

Hier ist die Rede (mit englischen Untertiteln) auf Telegram zu finden und hier auf X. 


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15 Kommentare

  1. Jurgen 6. Juni 2024 um 22:12 Uhr - Antworten

    Man sollte sich nicht blenden lassen vom politischen Marionettentheater. Der dritte Weltkrieg läuft schon länger, die Raffgier ist unbeschreiblich, sogar der Vatikan steckt da mit drin, die oberste Oberklasse gegen das Proletariat und den Mittelstand. Die Covid „Impf“ungen war eine der eingesetzten Biowaffen im dritten Weltkrieg, gegen die Zeugungsfähigkeit, für ein verkürztes Leben… aber jeder konnte „freiwillig“ entscheiden… vergesst alle was ihr über Krieg zu wissen glaubt, die Regeln wurden geändert…

  2. BoniBonus 6. Juni 2024 um 14:28 Uhr - Antworten

    Irgendwie stinkt das nach Cosa Nostra“ nächstes mal, schneiden wir beide Ohren ab“
    ……… eine andere Erklärung muss man wohl suchen.

    • Ulrich5411 6. Juni 2024 um 15:06 Uhr - Antworten

      es gibt eine vielsagende Buch Trilogie zu Angela Merkel von Gertrud Höhler
      Teil 1 – Die Patin – Wie Angela Merkel Deutschland umbaut
      Teil 2 – vom Niedergang der Demokratie
      Teil 3 – Angela Merkel ein Requiem

      es könnte auch einen Teil 4 geben – Wie Angela Merkel mit Ursula von der Leyen Europa in einen faschistoiden Zentralstaat umbaut

      weitere Vergleiche mit Mafia etc. erübrigen sich dann. Zwischen den real existierenden sozialistischen Stasistaat, Stalinismus, Maoismus, Pol Potismus und ähnliche Regime-Konstrukte und den Exzessen des dritten dritten Reiches passt kein Blatt Papier. Faschismus bleibt Faschismus und kommt selten mit einem kleinen österreichischen Schnauzbartträger daher.

      Von wem das Zitat stammt weis ich gerade nicht:
      Wenn der Faschismus nach D wiederkehrt, wird er sich als Antifaschismus ausgeben

  3. Kamil 6. Juni 2024 um 12:39 Uhr - Antworten

    Na ja, wie Schafe? Glaubst du immer noch dem Lügner Fico? Aber jetzt stellte sich endlich heraus, dass das Attentat ein Schwindel war, und ihr habt nur eines gezeigt, dass ihr über Fico lügt!! Überprüfen Sie sorgfältig, was seine Regierung in den Gesetzen annimmt und was Fico in der EU genehmigt hat !!!

  4. ich 6. Juni 2024 um 11:17 Uhr - Antworten

    Denke, er wird nicht rechtlich verfolgt, um die Kommunikation mit den Hintermännern abfangen zu können, das ist ein cleverer Schachzug.

  5. JoeO 6. Juni 2024 um 10:52 Uhr - Antworten

    Volle Genesungsansprache mit deutschem Text https://x.com/Joe_0_/status/1798637982033031558

  6. Slobodan Covjek 6. Juni 2024 um 10:00 Uhr - Antworten

    Der ORF-teletext berichtet auf Seite 133 auch über die Rede von Robert Fico, lässt aber die Kritik an den Machtcliquen völlig weg, man erfährt lediglich, dass er dem Attentäter vergebe.
    So ein ÖRR ist verzichtbar.

    • Reinhard Hardtke 6. Juni 2024 um 11:04 Uhr - Antworten

      Auslassungen, Auslassungen und nochmals Auslassungen. So wird die Realität umgeschrieben. Immer schön gegen jeden journlistischen Anspruch auf Vollständigkeit. In der jetztigen Form sind unserer Öffentlich Rechtlichen Medien eher zersetzend tätig und somit demokratiefeindlich. Und wir bezahlen auch noch diese Propagandisten für unserer eigene Gehirnwäsche.

  7. Daisy 6. Juni 2024 um 9:44 Uhr - Antworten

    Er ist ein willensstarker Freigeist. Ich bin froh, dass er bald zurückkommt. Er hat die Kraft, sich gegen den allgemeinen Wahnsinn zu stellen. Leider gibt es wenige, die sich für den Frieden einsetzen und auch für die Souveränität des Landes und der Bürger. Das sind noch Ungarn/Orban, Italien zum Teil… wer noch? Ach-ja, aus Georgien werden sie nicht so leicht eine zweite Ukraine machen können. Denn dort verlangt ja jetzt ein Gesetz, das Soros‘ Aktivitäten offengelegt werden müssen.

  8. Dorothea 6. Juni 2024 um 8:47 Uhr - Antworten

    Was soll man davon halten? Fico macht keine Anzeige gegen den Attentäter. Also haben die Handlanger nichts zu befürchten und die Auftraggeber kann man lange suchen. Jeder kann sich seinen Teil dazu denken. Zukünftig wird sich mein Entsetzen über so einen Vorfall in Grenzen halten.

    • Dirk 6. Juni 2024 um 9:07 Uhr - Antworten

      Hallo Dorothea ich kenne das slowakische Rechtssystem nicht aber hierzulande würden Ermittlungen auch ohne die Anzeige des Opfers stattfinden .
      Seine Anzeige wäre lediglich ne Nebenklage entsprechend wird schon ermittelt werden. Denke das wird in der Slowakei ähnlich sein

      • Dorothea 6. Juni 2024 um 11:18 Uhr

        Dirk, vielen Dank, Sie haben natürlich recht. Voreilig geschrieben, aus erster Fassungslosigkeit heraus. Obwohl, dem Kommentar von Josef D. ist nichts hinzuzufügen.

    • Gray 6. Juni 2024 um 9:24 Uhr - Antworten

      Mord (Versuch) ist ein offizial Delikt, da bedarf es keiner Anzeige. Dies wird von der STA von Amtswegen verfolgt.

    • suedtiroler 6. Juni 2024 um 9:38 Uhr - Antworten

      mir auch komplett unverständlich warum er den/die Täter ungeschoren davon kommen lassen will.
      aber ist eben auch eine Sache ob man beweisen kann, wer noch dahinter steckt und warum.
      am Ende lassen sie es dann aussehen wie der verwirrte Einzeltäter

    • Josef D. 6. Juni 2024 um 10:15 Uhr - Antworten

      Warum sollte eine Anzeige ein positives Ergebnis bringen? Die EU-Justiz ist weitgehend korrupt, sonst müssten schon allein alle Regierungspolitiker (vor allem Lauterbach, Scholz, Strack-Zimmermann & Co.) längst im Knast sitzen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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