Sanktionen: Bulgarien bezieht nun Erdgas aus der Türkei und diese aus Russland

16. Januar 2023von 1,7 Minuten Lesezeit

Die EU schießt sich im Auftrag der USA mit den Sanktionen ins eigene Knie. Nach der folgsamen Umsetzung der Corona-Maßnahmen durch die amoklaufenden Brüsseler Klima-Talibans wird die EU-Politik immer lächerlicher. Sie wird zum Vorteil des sanktionierten Russland unterlaufen.

Stolz wird erklärt, dass man die Abhängigkeit von russischen Erdgas abgeschüttelt und insgesamt weniger Erdgas verbraucht habe. Das ist allerdings einerseits darauf zurückzuführen, dass Unternehmen energieintensive und Erdgas verbrauchende Produktionen aus Kostengründen einstellen mussten und andererseits weniger betuchte Menschen in ihren unbeheizten Wohnungen frieren.

Vollends absurd werden Gaskäufe bei Lieferanten, die ihrerseits Gas in Russland kaufen, wie das beispielsweise Bulgarien macht.

Der Versuch, Gaslieferungen aus Russland durch türkischen Brennstoff zu ersetzen, ist sinnlos. Diese Meinung vertrat der französische Politiker und Führer der Bewegung „Patrioten“ Florian Philippot. In seinem Twitter-Post erinnerte er daran, dass Ankara selbst 45 % seines Gases aus Russland bezieht. Daher wird Europa den gleichen Brennstoff kaufen müssen, aber für viel Geld.

Um auf russisches Gas zu verzichten“, unterzeichnet Bulgarien ein Abkommen, um massiv Gas aus der Türkei zu importieren. …die Türkei, die 45 % ihres Gases aus Russland bezieht! Bulgarien wird also in Wirklichkeit viel teurer russisches Gas kaufen als zuvor! (

Der Politiker betonte auch, dass nicht nur Bulgarien, sondern auch Frankreich vor ähnlichen Problemen stehen werde.

Eine weitere originelle Variante ist, Benzin und Diesel aus China zu kaufen, die russisches Erdöl zu Treibstoff verarbeiten. Dafür stehen die Raffinerien in den Käuferländern still oder sind weniger ausgelastet.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge uns auf Telegram und GETTR


So machte und macht die EU Erdgas und Energie teuer

EU plant ab 2030 Enteignung von Hausbesitzern zwecks “Klimarettung”

4 Kommentare

  1. Heiko 17. Januar 2023 at 15:33Antworten

    Wenn die Revolte nicht in Osteuropa anfängt, dann niemals und nirgends. Bulgarien hat auf Druck der EU, besonders Deutschlands, South Stream gekündigt und dann als vorbildlicher EU-Eleve auf Anerkennung gehofft, aber es kam nichts. Aus South Stream wurde dann Turkish Stream und das Geld floss und fließt in die Türkei. Bulgarien ist so arm wie vorher auch. Jetzt schießen sich Bulgaren, resp. deren Regierung, sich schon wieder ins eigene Knie. Wie lange will das die Bevölkerung noch mitmachen? Der Leidensdruck ist doch schon länger viel höher als bei uns.

  2. niklant 17. Januar 2023 at 10:03Antworten

    Na da können wir Deutsche ja Glücklich sein, das wir Scholz-Habeck Gas aus dem Frakking Angebot der Amerikaner erhalten, geliefert von Schiffen, die unmengen an Diesel verballern! Ist es nicht herrlich, wie wir auf diese Art und Weise die Kriegskassen der Amis füllen?

  3. Pro Dotto Diddi Otto 16. Januar 2023 at 14:21Antworten

    Aus Effizienz- bzw. Kosten- sowie Kapazitätsgründen der türkischen Pipeline bezieht Bulgarien das russische Gas wahrscheinlich weiterhin über die russische Pipeline – nur abgerechnet wird über den türkischen Zwischenhändler.

  4. Veron 16. Januar 2023 at 13:54Antworten

    Demnächst wird wohl Österreich Gas aus Ungarn kaufen, außer man erwartet von der Bevölkerung, dass sie darauf verzichtet.

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Aktuelle Beiträge