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Wirtschaft

Sanktionen: Bulgarien bezieht nun Erdgas aus der Türkei und diese aus Russland

4 Kommentare 16. Januar 2023 2 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Die EU schießt sich im Auftrag der USA mit den Sanktionen ins eigene Knie. Nach der folgsamen Umsetzung der Corona-Maßnahmen durch die amoklaufenden Brüsseler Klima-Talibans wird die EU-Politik immer lächerlicher. Sie wird zum Vorteil des sanktionierten Russland unterlaufen.

Stolz wird erklärt, dass man die Abhängigkeit von russischen Erdgas abgeschüttelt und insgesamt weniger Erdgas verbraucht habe. Das ist allerdings einerseits darauf zurückzuführen, dass Unternehmen energieintensive und Erdgas verbrauchende Produktionen aus Kostengründen einstellen mussten und andererseits weniger betuchte Menschen in ihren unbeheizten Wohnungen frieren.

Vollends absurd werden Gaskäufe bei Lieferanten, die ihrerseits Gas in Russland kaufen, wie das beispielsweise Bulgarien macht.

Der Versuch, Gaslieferungen aus Russland durch türkischen Brennstoff zu ersetzen, ist sinnlos. Diese Meinung vertrat der französische Politiker und Führer der Bewegung „Patrioten“ Florian Philippot. In seinem Twitter-Post erinnerte er daran, dass Ankara selbst 45 % seines Gases aus Russland bezieht. Daher wird Europa den gleichen Brennstoff kaufen müssen, aber für viel Geld.

Um auf russisches Gas zu verzichten“, unterzeichnet Bulgarien ein Abkommen, um massiv Gas aus der Türkei zu importieren. …die Türkei, die 45 % ihres Gases aus Russland bezieht! Bulgarien wird also in Wirklichkeit viel teurer russisches Gas kaufen als zuvor! (

Der Politiker betonte auch, dass nicht nur Bulgarien, sondern auch Frankreich vor ähnlichen Problemen stehen werde.

Eine weitere originelle Variante ist, Benzin und Diesel aus China zu kaufen, die russisches Erdöl zu Treibstoff verarbeiten. Dafür stehen die Raffinerien in den Käuferländern still oder sind weniger ausgelastet.


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4 Kommentare

  1. Heiko

    Wenn die Revolte nicht in Osteuropa anfängt, dann niemals und nirgends. Bulgarien hat auf Druck der EU, besonders Deutschlands, South Stream gekündigt und dann als vorbildlicher EU-Eleve auf Anerkennung gehofft, aber es kam nichts. Aus South Stream wurde dann Turkish Stream und das Geld floss und fließt in die Türkei. Bulgarien ist so arm wie vorher auch. Jetzt schießen sich Bulgaren, resp. deren Regierung, sich schon wieder ins eigene Knie. Wie lange will das die Bevölkerung noch mitmachen? Der Leidensdruck ist doch schon länger viel höher als bei uns.

  2. niklant

    Na da können wir Deutsche ja Glücklich sein, das wir Scholz-Habeck Gas aus dem Frakking Angebot der Amerikaner erhalten, geliefert von Schiffen, die unmengen an Diesel verballern! Ist es nicht herrlich, wie wir auf diese Art und Weise die Kriegskassen der Amis füllen?

  3. Pro Dotto Diddi Otto

    Aus Effizienz- bzw. Kosten- sowie Kapazitätsgründen der türkischen Pipeline bezieht Bulgarien das russische Gas wahrscheinlich weiterhin über die russische Pipeline – nur abgerechnet wird über den türkischen Zwischenhändler.

  4. Veron

    Demnächst wird wohl Österreich Gas aus Ungarn kaufen, außer man erwartet von der Bevölkerung, dass sie darauf verzichtet.

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