UN-Klimagipfel will Aktion gegen „Klimawandel“

15. November 2022von 3,5 Minuten Lesezeit

Selenski hat am Klimagipfel aufgerufen, endlich gegen den Klimawandel zu „handeln“. Andere Politiker, etwa Von der Leyen, sehen den Ukraine-Krieg als Wendepunkt. Während die Reichen und Mächtigen in Ägypten debattieren, wird auch auf anderen Fronten für die gesellschaftliche Transformation im Namen des Klimas gekämpft  – und geklebt.

Am Freitag geht der UN-Klimagipfel im ägyptischen Sharm El-Sheikh zu Ende. Das Weltwirtschaftsforum bewirbt und begleitet den Gipfel im großen Stil. Online präsentierte man nach den ersten Tagen die „Topzitate“, darunter der ukrainische Präsident Selenski, UN-Generalsekretär Guterres, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und andere. Es ist ein Schaulaufen in Sharm El-Sheikh und alle sind sich einig: Der Klimawandel muss unbedingt bekämpft werden. Grundlegende Fragen zur Richtung, die von der Politik eingeschlagen wurde, werden nicht mehr gestellt. Dafür sind alle möglichen ideologischen Verrenkungen zu lesen.

Selenski schon Klimaretter

Die Rede von Selenski könnte man als bedrohlich einstufen, gerade weil er seit Monaten als großer Politiker und Verteidiger der „freien Welt“ hofiert wird: „Es gibt keine wirksame Klimapolitik ohne den Frieden […] Es gibt immer noch viele, für die der Klimawandel nur Rhetorik oder Marketing ist […] aber kein wirkliches Handeln […] Sie sind es, die Angriffskriege anzetteln, obwohl sich der Planet keinen einzigen Schuss leisten kann, weil er globales gemeinsames Handeln braucht.“

Geschickt verknüpft Selenski die Kritik am Vorgehen Russlands mit dem Klimawandel. Es ist Russland, das für alles verantwortlich ist. Auch für den Klimawandel, der nun nicht schärfer bekämpft werden kann, weil eben die Ukraine angegriffen worden ist. Besonders ironisch ist dabei sein Ruf nach Frieden. Erst am Dienstag sagte Selenski, dass die Ukraine „für den Frieden bereit“ wäre. Bedingung? Russland muss abziehen und die „territoriale Unversehrtheit“ der Ukraine wiederhergestellt werden. Damit zählt für Selenski wohl auch ein russischer Rückzug von der Krim. Frieden ist für die Ukraine somit weiterhin nur durch eine Kapitulation Russlands möglich. Gleichzeitig fordert er auch in der Klimapolitik „wirkliches Handeln“.

Ursula von der Leyen sieht im Krieg, mit dem eine Energiekrise einherging, einen Wendepunkt: „Die globale Krise der fossilen Brennstoffe muss ein Wendepunkt sein. Nehmen wir also nicht den ‚Highway to Hell‘, sondern verdienen wir uns das saubere Ticket in den Himmel“. Viel weniger Pathos ist kaum möglich. Von der Leyen scheint es ernst zu meinem, mit dem Weg „in den Himmel“.

Der neue britische Premierminister Rishi Sunak ist sich – nicht überraschend – mit von der Leyen und auch Selenksi ziemlich einig: „Klimasicherheit geht Hand in Hand mit Energiesicherheit. Putins verabscheuungswürdiger Krieg in der Ukraine und die weltweit steigenden Energiepreise sind kein Grund, beim Klimawandel zu zögern. Sie sind ein Grund, schneller zu handeln.“

Anti-Demokraten überall

Wie wird der Westen schneller handeln? In einem neuen Buch („Globaler Klimanotstand“) von Grame Maxton, von 2014 bis 2018 Generalsekretär des elitären „Club of Rome“, wird gefordert, „die Demokratie“ auszusetzen. Das allgemeine Wahlrecht würde die Anstrengungen gegen den Klimawandel behindern, lässt sich in der „FAZ“ nachlesen.

Aber auch ein Sprecher Chinas, der Klimabeauftragte Xie Zhenhua, versichert vor der UN, den Willen der Großmacht CO2-neutral zu werden: „Ganz gleich, wie sehr sich das äußere Umfeld verändert und wie viele Herausforderungen wir zu bewältigen haben, China ist fest entschlossen, die Vision der Kohlenstoffneutralität zu erreichen“.

Und der Weltbank-Manager, Axel van Trotsenburg, kritisiert die wohlhabenden Länder, drängt dabei auf mehr Unterstützungsgeld Richtung Süden: „Es fließt kein Geld nach Subsahara-Afrika. Punktum. Ich möchte alle auffordern: Tut mehr.“

Für zwei Wochen trifft man sich zum Klimagipfel. Im Vorfeld polterte das WEF den Gipfel als „Aufruf zum Handeln“ zu sehen. Die Rufe der Aktivisten der „Letzten Generation“ klingen dabei exakt gleich wie die Rufe des WEF. Denn die Klebeaktivisten rufen stets: „Wir müssen endlich handeln.“ Das Buch von Grame Maxton gibt den gewünschten Totalitarismus vor: Nicht nur soll das allgemeine Wahlrecht ausgesetzt werden. Auch globale Notstandsgesetze werden gefordert, „um das Klima zu retten“. Demokratie führt für ihn direkt in die „Klimahölle“.


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16 Kommentare

  1. Georg Uttenthaler 17. November 2022 at 18:13Antworten

    Wenn wir einmal den Kopf aus unserer Blase stecken würden, dann wüssten wir, dass der „Climate Emergency Fund“ (vielleicht nicht als einziger) als Geldgeber hinter der „letzten Kleber- Generation“ steckt. Wie skurril es ist, dass amerikanische Milliardäre (Nachkommen von Ghetty, Rockefeller- Disney, etc.), die ihr Geld sicher nicht mit Naturschutz und veganen Produkten gemacht haben, sondern ihr Geld mit der „UMWELT- ZERSTÖRUNG durch Öl und Chemie“ verdient haben, diese Chaoten finanzieren!.
    Die europäischen selbsternannten Klimaschützer nehmen ihre fürstlichen Vergütungen vom Erzfeind Öl und Chemie!!!.
    Anstatt Lösungsmittel wäre es vernünftig, bei minus Graden einige Bauern mit Güllefass zu engagieren, die dann die Herrschaften mit „würzigem WC- Adel“ von der Straße spritzen. Die dort herumsitzen finanzieren nämlich wir Steuerzahler und zusätzlich werden sie noch aus dem US. Fond fürstlich entlohnt, das ist dann das erste selbstverdiente Geld, gratuliere!!!

    Andererseits, wenn man die augenblickliche konzertierte Destabilisierung der europäischen Wirtschaft in Rechnung stellt, dann ist dieses Faktum weniger skurril als durchaus gewollt zu sehen. Der Vergleich mit den Taliban ist durchaus gerechtfertigt, liegt doch beiden Organisationen eine ideologisch-fundamentalistische „Religion“ zugrunde. Demgegenüber verstehe ich den Vergleich nicht, was die Beschädigung/Zerstörung von Kulturgut mit der Umweltzerstörung zu tun haben soll. Letztere ist ein Problem, dessen Lösung den Menschen betrifft . Aber vielleicht liegt das auch daran, dass der viel zu schwammige Begriff des Klimawandels, den der Umweltzerstörung ersetzt hat. Die Umwelt kann der Mensch verdrecken, aber das Klima kann der Mensch gottseidank nicht verändern, sagen 1100 Wissenschaftler und Klima- Forscher weltweit mit ihren Namen in ihren Gutachten.(keine Horror- Modellierungen) Auf jeden Fall ist das Problem nur konstruktiv und nicht mit destruktiven Aktionen wie Kleben zu lösen.

  2. Dr. med. Veronika Rampold 16. November 2022 at 14:52Antworten

    Grenzen des WAchstums auf einem begrenzten Erdball gibt es selbstverständlich.
    Das Problem der Überbevölkerung ebenfalls.
    Man kann nicht Offensichtliches leugnen, um es sich kurzfristig politisch bequem zu machen.

    Falsch und kriminell aber ist der Lösungsweg, den die Eliten seit den 1970ern einschlugen.

    Statt sich um beides schon damals ernsthaft, aber demokratisch-modern dh unter Beteiligung der Bevölkerung und mit Respekt für deren Glauben und deren Gesundheit zu kümmern

    und dafür auch heilige Kühe, z.B. im Westen Suggestivwerbung mit dem Ziel des Zuvielkonsumierens und in D die tempolimit-„freie Fahrt“, zu opfern
    (das hätte echt niemandem wehgetan!!)

    es aber der Entscheidung der Frau zu überlassen, ob sie sich kein, ein oder mehrere Kinder wünscht, wie es die Medizin ja ermöglicht, also keinen Negativdruck auf Nicht- oder Vielfortpflanzerinnen auszuüben…

    hat man erst bloß die ehrenamtlichen Umweltvereine, wie Greenpeace, das damals ja noch ehrlich war, auf diese Dinge losgelassen, sie sich in David gegen Goliath Kämpfen abarbeiten lassen und im Großen, auf dass man nur ja alle Anlagen voll abgeschrieben bekommt, den alten Stremel weitergemacht,

    dann hat man das Volk durch die globale Computerwelle von der Betätigung in der realen Sphäre abgelenkt, die Umweltvereine zu Rattennestern von Geheimdiensten gemacht und

    in aller Stille dafür gesorgt, dass mehr gestorben und weniger geboren wird, egal ob die Menschen das wollen, durch Betrug, Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung und Mord, und zum Vehikel dieser Teufelei machte man die einzige Instanz, zu der fast jeder moderne Mensch Vertrauen hat, die Medizin…

    Die Teufel (sprich Geldadligen), die das organisiert haben, glaubten, so lösten sie das Grenzenproblem nach ihren Wünschen.
    Fakt ist aber, dass sie auf einen gigantischen Misserfolg zusteuern… selbst wenn man ihre amoralische Perspektive teilt, kann man das nicht übersehen.
    Kern ihrer egozentrischen Träume war die Ersetzung der meisten Menschen durch die Maschine. Ich bezweifle, dass sie den noch ernsthaft träumen. Dass sie nicht ohne Menschen auskommen werden und wollen und dass die 500 Millionen von den Georgia Giudestones keinesfalls ausreichen, um „ihre Zivilisation“ zu erhalten, die es ihnen bequem macht, kapieren sie gerade. STichwort Fachkräftemangel. Wie alle Räder hakeln und halb stillstehen, digitale wie reale, wenn auch nur 3 oder 5 % der arbeitenden Bevölkerung wegfallen, merkt der verwöhnteste Scheich bis ins Federbett.

    Wir Volk kriegen immer Erfolgsstories über neue digitale und KI Errungenschaften serviert. Das ist aber wie mit den Produktionsrekorden in der ex UDSSR. Und mit den Potemkinschen Dörfern.
    Zweifeln wir daran!

  3. Germann 16. November 2022 at 9:35Antworten

    Alle sind sich einig. Ja, dass sind sie seit Jahren aber passiert ist nichts. Gerade USA und Deutschland stehen auf Platz 1 und reden, reden, reden. Ernst kann man diese Sippe nicht mehr.
    Wir stecken bereits in der Klimahölle. Nur erst wenn es knallt bemerken es die Menschen.

  4. Hannibal Murkle 16. November 2022 at 8:04Antworten

    Die Anbiederung bei der Klima-Sekte hat Selensky nicht geholfen – jetzt spricht Biden darüber, dass die in Polen eingeschlagene Rakete von der Ukraine abgeschossen wurde – sämtliche Medien geben es weiter. Wird das Banderastan fallen gelassen?

  5. I.B. 15. November 2022 at 21:46Antworten

    „Der neue britische Premierminister Rishi Sunak:…Putins verabscheuungswürdiger Krieg…“

    Geht es eigentlich noch höhnischer und verlogener?
    Wie viele verabscheuungswürdige Kriege gibt es denn, an denen sich GB NICHT beteiligt hat und/oder nicht verantwortlich war?

  6. Charly1 15. November 2022 at 21:21Antworten

    Ab sofort gibt es nur noch „Klimaflüchtlinge“….

    • Charly1 15. November 2022 at 21:22Antworten

      Die Globalisten sind versessen darauf, Europa in braune und schwarze Länder zu verwandeln. Und sie haben einen Weg gefunden, dies unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den „Klimawandel“ zu tun. Anstatt sie „illegale Flüchtlinge“ oder auch nur „Migranten“ zu nennen, gehen die Globalisten jetzt mit dem Begriff „Klimamigranten“. Die Implikation hier ist, dass diese Menschen wegen der „globalen Erwärmung“ aus ihren Heimatländern fliehen müssen, um in Europa einzudringen. Anfang des Jahres kündigte das WEF an, dass der Plan darin besteht, bis zum Jahr 2050 weitere 200 Millionen „Klimaflüchtlinge“ in den Westen zu bringen.

  7. Charly1 15. November 2022 at 17:00Antworten

    Der Berufskomiker hat die Ukrainer gut unterhalten, jetzt unterhält er die ganze Welt, darum auch die Gagen von hunderten Millionen die er von der EU erhält!

  8. Thomas Holzer 15. November 2022 at 16:56Antworten

    Die Energiekosten sind schon vor dem russischem Angriff gestiegen, dank der dummdreisten Politik, vor allem Deutschlands, aber Frau Gewessler ist natürlich auch nicht besser. Der russische Angriff war nur ein Beschleuniger. Flatterenergie eignet sich halt nicht für Industrienationen, außer man möchte die Industrie vernichten. Die Ersten, welche auf die Barrikaden steigen werden, werden nicht die Autochthonen sein, sondern die Neubürger 🙊🙉🙈😟☹️😢🇮🇱😎

  9. Heiko 15. November 2022 at 16:55Antworten

    Man müsste ein aktuelles Synonymwörterbuch rausbringen, damit die Menschen sich die politischen Texte und Parolen ins Deutsche übersetzen können.

    Freiheit bedeutet Ausbeutung
    Demokratie – hemmungsloser Kapitalismus
    Klimawandel – Menschheit
    Dann weiß man wer da bekämpft werden soll.

  10. Glass Steagall Act 15. November 2022 at 15:56Antworten

    Wenn ich schon den Begriff „Klimawandel“ höre schwillt mir der Kamm! Menschengemachter Klimaschwindel wäre korrekt! Oder auch wissenschaftlicher Betrug!

    Nunja, die größte Lüge der Menschheitsgeschichte wird weiter finanziell von den Milliarden gesponsert, damit der Bürger auch schon kuscht. Diese ganzen Heuchler auf dem Kongress gehen mir völlig am A…. vorbei. Diese angeblich so feine Gesellschaft oder auch „Politmafia“ predigt Wasser und säuft Wein. Sie fliegen mit Privatjets, gastieren in teuren Luxushotels, lassen sich kulinarisch verwöhnen und wollen dann dem Rest der Menschheit vorschreiben sich einzuschränken. Ich sage nein danke! Baut euch eure eigene Welt auf, aber ohne uns!

  11. Hollie 15. November 2022 at 15:47Antworten

    „So let us not take the ‚highway to hell‘ but let’s earn the clean ticket to heaven,“
    Unglaublich, hat vdLeyen tatsächlich gesagt!
    Passt aber. Dieses globale Projekt erinnerte mich schon vorher stark an den Turmbau zu Babel. Menschliche Hybris.
    Das Ticket zum Himmel „verdient“ man sich in Wahrheit mit konkreter (Gottes- und) Nächstenliebe, Demut und Bescheidenheit, mit einer clean soul, die Jesus einem durch sein Kreuz schenken will.

  12. Michael R 15. November 2022 at 15:01Antworten

    Erstmal zu dem:

    《 In einem neuen Buch („Globaler Klimanotstand“) von Grame Maxton, von 2014 bis 2018 Generalsekretär des elitären „Club of Rome“, wird gefordert, „die Demokratie“ auszusetzen. Das allgemeine Wahlrecht würde die Anstrengungen gegen den Klimawandel behindern, lässt sich in der „FAZ“ nachlesen. 》

    Edition : 23. März 2020. So neu ist es also nicht mehr. Gerade bei Amazon gegoogelt. Das Buch, immerhin 200 Seiten, kostet lächerliche 10 Euro. Schon das lässt aufhorchen. Ein Buch mit diesem Seitenumfang kann man nur für 10 Euro anbieten, wenn es einen Sponsor gibt. Eine NGO? Eine „Foundation“?

    – Der Autor Maxton ist Schotte und lebt in Taiwan, weiß aber von den deutschen Notstandsgesetzen.

    Ein Rezensent bei Amazon schreibt:

    《 Der Autor dieses Buches Graeme Maxton ist kein Nobody, er war von 2014 bis 2018 Generalsekretär des Club of Rome, seine Bücher sind Bestseller.

    Er kritisiert darin das allgemeine Wahlrecht. Es gebe Menschen eine Stimme, die keine Ahnung haben. Damit lasse sich der Klimawandel nicht aufhalten.

    Aber Maxton geht noch weiter: Er fordert „radikale, globale Notstandsgesetze“ auf der ganzen Welt, um den Klimawandel zu bremsen. Das sei zwar leider nicht so einfach „aufgrund unserer modernen demokratischen Systeme“. Doch es gibt für ihn ein Vorbild: Deutschland.

    Hier kann die Regierung den Ausnahmezustand verhängen, um außerordentliche Gefahren abzuwenden. Maxton will, dass Deutschland vorangeht und andere Länder folgen, mindestens Japan, China, Russland und die USA. Die Gefahren hält er für beherrschbar.

    Maxtons Haltungen zur Demokratie haben seiner Popularität jedenfalls nicht sichtbar geschadet. Er ist noch immer ein gern gebuchter Redner und Gast auf Podiumsdiskussion. 》

    Fordern die Grünen deswegen das Wahlrecht ab 16? Weil die Jugendlichen mehr Ahnung haben als die Alten? Möglich. In YouTube trug Reichelt (ehemals BILD Chefredakteur) gestern vor, wie unsere Kinder/Enkel schon im Kindergarten linksgrün indokriniert werden. Kita und Grundschule werden für politische Indokrination missbraucht, ganz wie beim unseligen Adolf oder in der DDR. Solchermaßen „Ausgebildete“ sind dann mit 16 natürlich kompetent in Klimafragen. Wahrscheinlich sind die ersten Jahrgänge dieser „Ausbildung“ genau die, die sich jetzt auf der Straße festkleben oder Gemälde mit Tomatensuppe „schmücken“. Sie tun das in der gleichen Überzeugung, das Richtige zu tun wie die Hitlerjungen im Endkampf auf der Brücke, oder die Kinder in der DDR die ihre eigenen Eltern denunzierten, weil sie Westfernsehen schauten.

    Dass die deutschen Notstandsgesetze ganz legal eine Diktatur ermöglichen, war mir schon als Jugendlicher klar, gegen ihre Einführung zu protestieren, war für mich damals selbstverständlich. Bekommt Österreich jetzt nicht auch so ein Gesetz?

    „Wehret den Anfängen!“ Ich fürchte, das kommt bereits zu spät. Die „Transformation“ ist bereits voll im Gange.

    • Jürgen R. 15. November 2022 at 21:05Antworten

      Der Club of Rome hat bereits im Jahr 1972 mit „Die Grenzen des Wachstums“ Panik verbreitet. Ginge es nach diesem Buch, dürften wir heute alle nicht mehr leben. Wann stoppt endlich jemand diese Wahnsinnigen?

  13. Idaho 15. November 2022 at 14:52Antworten

    Empfehle sehr das aktuelle Interview von Russell Brand mit Eckhart Tolle (YouTube)
    Gegen Ende kommen sie genau auf das zu sprechen was all diesen „Eliten“ und „Führern“ fehlt 😉

    • Jan 15. November 2022 at 18:53Antworten

      Maxtons Standpunkte sind folgerichtig und verantwortungsbewusst. Wir haben ein Problem mit Öl. Die Produktion kann die Nachfrage nicht decken. Das bedeutet zweierlei:

      a) einen großen Krieg, da die sich weiter verknappende Förderung gar nicht erst auf dem Weltmarkt erscheint, weil sich potente Staaten ihre Kontingente bereits vorher sichern, durch Verträge oder eben militärisch. Die BRICSS machen das gerade vor.

      b) einen sich stetig verringernden Lebensstandard mit entsprechender Unzufriedenheit und sehr starken Verteilungsungleichgewichten. Jedes Leben wird zu Lasten einen anderen Wohlstands gehen. Mit dem Lebensstandard verringert sich auch die Ernährung.

      Maxton hat vermutlich die Erfahrung gemacht, dass die Menschen gar nicht entscheiden wollen. Leute, die Karli Lauterbach zu ihrem spiritus rector erkoren haben, haben sowieso die Kontrolle über ihr Leben verloren.

      Die Alternative zur zentral gesteuerten Erzeugung und Verteilung wäre die rasche Steigerung von Nahrungsmitteln, die keine fossilen Energien benötigen. Das geht aus meiner Sicht nur mit kleinen Bio-Gärten im Hinterhof.

      Das will aber niemand hören. Darauf möchte sich niemand vorbereiten. Dann lieber Insekten aus Kill Bills Serverfarmen.

      Vielleicht gehört Maxton auch irgendeiner Religion an, die die Ankunft des Herren mit dem Antichristen vorbereiten. Wenn ich das Wohnzimmer zerschlage, kommt Mama sicher gleich, glaubt das zornige Kleinkind.

      Öl ist gleich Menschenleben (oder Lebensstandard) und das globale Ölfördermaximum ist überschritten. Weniger Öl muss zu weniger Menschen (oder geringerem Lebensstandard) führen.
      Leute, denen man einreden kann, dass es sich um eine gefährliche Überhitzung der Erde handele, wenn beide Pole eisbedeckt sind… – also irgendwie kann ich Maxton ja verstehen! Die Leute verdienen es einfach nicht anders.

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