Italien bietet 600 € Unterstützung für psychologische Hilfe gegen Auswirkungen der Corona Maßnahmen

31. Juli 2022von 3,8 Minuten Lesezeit

In einer beispiellosen Krise der psychischen Gesundheit, von der vor allem junge Menschen betroffen sind, hat Italien am Montag die Möglichkeit eröffnet, eine Finanzierung der Therapiekosten zu beantragen. Die Einwohner Italiens können nun einen neuen „Psychologenbonus“ (bonus psicologo) beantragen, der Menschen, die mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen haben, den Zugang zu psychischen Gesundheitsdiensten erleichtern soll.

Seit Montag dieser können über die Website des italienischen Sozialversicherungsamtes (INPS) Gutscheine im Wert von 600 Euro pro Person für die Kosten einer Behandlung beantragt werden, wie Medien berichten.

Die Gutscheine im Gesamtwert von 10 Mio. EUR sind bedürftigkeitsgeprüft und werden bis zum 24. Oktober in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge vergeben.

Der Patient muss über ein Isee (eine Berechnung des relativen Haushaltseinkommens und -vermögens) von weniger als 50.000 EUR verfügen, um für den Fonds in Frage zu kommen, der für den Besuch von im italienischen Albo degli psicologi (Psychologenregister) eingetragenen Fachleuten verwendet werden kann.

Die Finanzierung wurde im Februar im Rahmen des Gesetzes zur Änderung des Milleproroghe-Haushalts angekündigt. Gesundheitsminister Roberto Speranza bezeichnete die Verbesserung der psychiatrischen Versorgung im Land als „entscheidend“.

Der Bonus soll durch zusätzliche 10 Millionen Euro an Mitteln ergänzt werden, die für die Stärkung bestehender Gesundheitseinrichtungen und die Einstellung neuer Fachkräfte für psychische Gesundheit bestimmt sind.

Die Genehmigung und Umsetzung des Fonds wurde von vielen Politikern und prominenten Experten für psychische Gesundheit als ein Schritt in die richtige Richtung für Italien begrüßt, das sich inmitten einer Krise der psychischen Gesundheit befindet.

Einige zeigten sich jedoch weniger beeindruckt, da Nachrichtenagenturen darauf hinwiesen, dass die für den Psychologenbonus vorgeschlagenen 10 Millionen Euro nur 16.000 Menschen zugute kommen würden, also weniger als 0,0003 Prozent der 59,5 Millionen Einwohner Italiens.

Inzwischen gibt es weit verbreitete Berichte über eine Krise der psychischen Gesundheit in Italien, von der vor allem jüngere Menschen betroffen sind. Jüngste Studien zeigen, dass schätzungsweise jeder vierte Jugendliche Symptome einer klinischen Depression aufweist und jeder fünfte Anzeichen von Angststörungen zeigt.

Im Januar 2021 meldete das Kinderkrankenhaus Bambino Gesù in Rom einen 30-prozentigen Anstieg der Krankenhauseinweisungen von Kindern zwischen 12 und 18 Jahren wegen Selbstverletzung nach der ersten Welle von Covid.

In der Zwischenzeit variiert die psychiatrische Versorgung in Italien von einem Teil des Landes zum anderen erheblich, da das Gesundheitssystem dezentralisiert ist: Es funktioniert eher auf regionaler als auf nationaler Ebene und wird von lokalen Gesundheitsbehörden (Aziende Sanitarie Locali, Asl) verwaltet.

Auch in Österreich und Deutschland sind die Jugendpsychiatrien überbelegt und es gibt lange Wartezeiten für eine Behandlung. Tatsächlich sind dies die einzigen Spitäler oder Spitalsabteilungen die durch die Corona-Krise und vor allem als Folge der Maßnahmen überbelegt sind. Suizidalität (das sind suizidale Gedanken und noch keine tatsächlichen Suizide) und Selbsttötungen haben seit Einführung der Corona-Maßnahmen neue Höhepunkte erreicht. Gerade in Österreich gibt es darüber eine heftige Kontroverse im Zusammenhang mit dem Suizid einer Ärztin, über deren offenbar unbedankte Behandlungserfolge mit Budesonid wir im April 2021 berichtet haben.

Über die schweren Verletzungen von Kindern durch die Corona Politik gibt es eine Reihe von Studien, wie zum Beispiel eine COPPSY-Studie vom Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, die feststellt, dass Kinder und Jugendliche weiterhin psychisch stark unter den Corona-Maßnahmen leiden. Die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie weiter verschlechtert. Fast jedes dritte Kind leidet ein knappes Jahr nach Beginn der Pandemieunter psychischen Auffälligkeiten. Sorgen und Ängste haben noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden sind verstärkt zu beobachten. Mehr dazu hier.

Das Leiden der Kinder durch die Corona Politik ist in dem Dokumentarfilm “Eine andere Zukunft“ beschrieben worden. „Das Denken an Selbstmord betrifft mittlerweile 16 Prozent aller Jugendlichen. Für mich eine sehr bedrohliche Entwicklung.“ meint Prim. Prof. Dr.  Reinhold Kerbl, Generalsekretär der ÖGKJ, und fordert nachdrücklich: „Wir müssen den Kindern wieder die Freiheit zurückgeben.“

Weil der derzeitige österreichische Gesundheitsminister Johannes Rauch eingestanden hatte, dass die Covid-Politik „verheerende Kollateralschäden“ verursacht habe, ging Österreichs Twitter-Mob massiv auf ihn los. Dabei sorgt insbesondere die ZeroCovid Politik für massive psychische Verletzungen. Immerhin – Italien gesteht das zumindest implizit ein.


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Kinder leiden am stärksten unter Corona Maßnahmen und Masken

Wie die Maske zur Zwangsneurose wurde und die Sprachentwicklung der Kinder stört

Dokumentarfilm vom Verein Zukunft Kinderrechte

11 Kommentare

  1. MOhikaner 1. August 2022 at 8:22Antworten

    Mal nachrechnen:

    Meine klassische Analyse hat 4 Jahre gedauert. Mit 600 Euro hätte ich davon 2 Monate finanzieren können.

    Da spende ich doch glatt den „Löger-Daumen“!

  2. Taktgefühl 31. Juli 2022 at 15:53Antworten

    Wenn Selbstmordabsichten bei Kindern nicht bedrohlich sind, was ist dann bedrohlich?

    Ich orte den Terror bei der Jubelpresse wie z.B. dem Focus. Kritik wird immer mit den radikalsten Absichten in Verbindung gebracht, dadurch stellen sich die Haßprediger der Regierung als Opfer dar!
    „Anklage nach „Corona-Protesten“: 50.000 Euro „Kopfgeld“ auf Polizisten: Justiz-Akten enthüllen radikale Querdenker-Pläne“ Focus
    Fälle , die sich vom Leser gar nicht nachprüfen lassen, werden in unseriöser Weise verallgemeinert, wodurch sich der Focus-Journalist der Volkverhetzung schuldig macht.
    Parteien und Jubelpresse führen Krieg gegen die Bevölkerung. Und das geht an den Kinderseelen nicht spurlos vorbei.
    Im Übrigen hatte der Focus schon Artikel auf seiner Seite, die „Mafia-Methoden“ verherrlichen!

    • Taktgefühl 31. Juli 2022 at 15:55Antworten

      Wir behindern uns untereinander. Ich hatte das mal als Friktionen bezeichnet.

  3. chrissie 31. Juli 2022 at 11:31Antworten

    Die Psyche von vornherein gesund zu halten, oder eine intakte Immunabwehr: spielt in den Überlegungen der Pharmaindustrie und der Politmarionetten gar keine Rolle mehr.

  4. Fritz Madersbacher 31. Juli 2022 at 11:22Antworten

    „Weil der derzeitige österreichische Gesundheitsminister Johannes Rauch eingestanden hatte, dass die Covid-Politik „verheerende Kollateralschäden“ verursacht habe, ging Österreichs Twitter-Mob massiv auf ihn los“
    Auch „strafrechtliche Konsequenzen“ wurden „in den Raum“ gestellt:
    „Manfred Matzka, langjähriger Leiter der Präsidialsektion im Bundeskanzleramt, stellt sogar strafrechtliche Konsequenzen für Rauch in den Raum: Die Tatbestände der Delikte „vorsätzliche Gemeingefährdung“ und „fahrlässige Gemeingefährdung“ seien „sehr allgemein umschrieben, so dass jede Handlung eines Menschen erfasst ist, die eine Gesundheitsgefahr für eine größere Zahl von anderen Menschen herbeiführt. Die Erlassung einer Verordnung durch einen Bundesminister ist beispielsweise eine derartige Handlung“, schreibt der Jurist in einem Brief an Rauch, der dem STANDARD vorliegt. Im „dann gegen Sie eingeleiteten Strafverfahren“ müsse Rauch dann beweisen, dass er durch die Aufhebung der Quarantäne keine solche Gefahr herbeigeführt habe. „Angesichts dieser Anforderungen einerseits und der Kenntnis des Qualitätsniveaus der juristischen Vorarbeiten in Ihrem Ressort und in Ihrem Ministerbüro andererseits wünsche ich Ihnen da recht viel Glück. Sie werden es brauchen.“ Noch sei es aber nicht zu spät, die Verordnung wieder aufzuheben.“ („Der Standard“, 29/07/2022)
    Der gute Herr darf gefragt werden: und das fällt Ihnen erst jetzt bei einer vergleichsweise unbedeutenden Sache ein? Die ganze „Pandemie“-Tyrannei war und ist eine einzige „vorsätzliche Gemeingefährdung“, die „eine Gesundheitsgefahr für eine größere Zahl von anderen Menschen herbeiführt“. Er reiht sich nahtlos in die Reihe jener Juristen ein – von Verfassungsrechtlern bis Verfassungsrichtern, die uns jetzt deutlich demonstrieren, was wir von ihren „Rechtskünsten“ zu halten haben: sie haben zu allem geschwiegen bzw. es mit provokanten Winkelzügen gerechtfertigt!
    Besagter Herr hat sich übrigens zu Kreisky-Zeiten als super-„links“ (mit eigener Zeitschrift) geriert – ein besonderes Früchtchen, das wieder einmal illustriert, zu welcher Nebelwerferphrase „links“ verkommen ist …

    • Elisabeth 31. Juli 2022 at 12:01Antworten

      Ich will ja den lieben Andreas nicht kränken, deshalb hole ich zu keinem Pauschalschlag aus ;-) Ich versuchs mal so – ja, so sind sie halt, die selbsternannten „Demokraten“ …

      Einer von ihnen …

      report24.news/geimpft-und-doppelt-geboostert-biden-fing-sich-erneut-covid-ein/

      Die Quarantäne für Symptomlose musste fallen, weil sonst das Chaos ausbricht. Alle wären im Krankenstand ….. obwohl gesund. Symptomlose sind nicht ansteckend. Das ist keine neue Erkenntnis. Auch die vom System verfolgte und völlig ruinierte Ärztin Dr. Rösch hat das sofort gesagt. Aber kranke Geimpfte sind ansteckend …

      • Batti 31. Juli 2022 at 15:01

        Frage … soll nicht Chaos ausbrechen? Land zerstören, egal wie? Illegale Migration, Hohes C, Krieg, Teuerung … dann kommen die Retter der Welt, die sich einbilden, jedem Menschen den eigenen wahnhaften Lebenssinn oktroyieren zu wollen? und ihnen noch dafür dankbar die Füße zu lecken?

      • Elisabeth 1. August 2022 at 4:07

        Schon wieder ein Troll.

    • Batti 31. Juli 2022 at 14:57Antworten

      der Herr Rauch hat überhaupt nix zu beweisen! der Herr Matzka muss die Schuld beweisen, wo samma denn? Damit fangt’s an, wenn er schon so großartig tönt. Das kapier sogar ich als juristisches Nockabatzl

  5. Jens Tiefschneider 31. Juli 2022 at 11:08Antworten

    Lachnummer. Angststörungen und Depressionen erfordern mehrere Jahre Behandlung, da ist es mit 600 Euro nicht getan. Der scheidende Präsident Draghi versucht sein satanisches Gewissen rein zu waschen. Die Hölle wartet schon auf ihn.

  6. Saskia Th 31. Juli 2022 at 10:55Antworten

    Das ist doch ein Witz! 600 € Unterstützung für psychologische Hilfe gegen Auswirkungen der Corona Maßnahmen? Als ob man damit alles beseitigen könnten. Jeder Gang verschlimmert den Zustand. Es wird immer irrsinniger.

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