Pfizer bleiben 48 Stunden um Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung in Uruguay zu belegen

4. Juli 2022von 2,5 Minuten Lesezeit

In Urguay geraten Pfizer und Regierungsbehörden unter Druck. Ein Verwaltungsgericht der Hauptstadt fordert innerhalb von 48 Stunden ausführliche Unterlagen und auch die Verträge zum Impfstoff. Man hat bis Mittwoch Zeit. 

Pfizer hat Ärger in Uruguay. Ein Verwaltungsgericht in Montevideo (Hauptstadt Uruguays) hat umfangreiche Informationen zu Pfizers „Corminaty“ Covid-Impfstoff angefordert. Die Informationen müssen binnen 48 Stunden offengelegt werden.

Gericht in Uruguay startet Prüfung

Der Richter Alejandro Recarey hat diese Offenlegung gegenüber der Regierung, dem Gesundheitsministerium, der staatlichen Gesundheitsbehörde und Pfizer angeordnet. Die Informationen sollten mehr Aufschluss über Wirksamkeit und Sicherheit geben.

Ausgelöst wurde die Anordnung durch eine Beschwerde rund um die Kinder-Impfungen. Am Mittwoch, 9 Uhr Ortszeit, sind Vertreter dieser Institutionen vorgeladen und müssen die Daten präsentieren. Dann ist es 14 Uhr in Mitteleuropa.

Das entsprechende Dekret fordert folgende Unterlagen, „Report24“ hat es übersetzt und als erster im deutschsprachigen Raum berichtet:

  • die Impfstoff-Kaufverträge zwischen der uruguayischen Regierung und Pfizer sowie Angaben, ob Klauseln zur zivilrechtlichen Entschädigung oder Straffreiheit für die Lieferanten im Falle möglicher Nebenwirkungen enthalten sind
  • Informationen über die Verteilung der Impfstoffchargen sowie Qualitätskontrollen
  • ausführliche Angaben zur biochemischen Zusammensetzung des Impfstoffs – unter anderem auch, ob Graphenoxid und nanotechnologische Bestandteile enthalten sind
  • Angaben zur verwendeten mRNA sowie Nachweise für deren Harmlosigkeit
  • eine Erklärung, ob die Vakzine bzw. Teile ihrer Inhaltsstoffe experimentell sind
  • detaillierte Daten, die die Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung, sprich: “die negativen oder positiven Auswirkungen der sogenannten Impfung auf die Zahl der mit Covid diagnostizierten Infektionen und Todesfälle seit Beginn der Kampagne bis heute”, belegen
  • detaillierte Angaben zum Durchschnittsalter derer, die mit Covid-19-Diagnose verstarben und Informationen, wie viele dieser Todesfälle ausschließlich durch die Krankheit verursacht wurden
  • Informationen dazu, ob Studien zum Anstieg der Sterbezahlen in Uruguay seit Beginn der Impfkampagne im März 2021 durchgeführt werden
  • Wissenschaftliche Nachweise, dass von Ungeimpften eine Gefahr ausgeht
  • Angaben zu den Verantwortlichen und Beteiligten der Impfkampagne und deren Verbindungen zu NGOs oder (Pharma-)Unternehmen
  • Angaben, inwieweit alternative Therapien gegen Covid-19 untersucht wurden

Ähnlich wie Indien?

Eine entsprechende Darlegung der Informationen würde durchaus überraschen. Man kennt einen ähnlichen Fall aus Indien. Indische Zulassungsbehörden verlangten von Pfizer zusätzliche Unterlagen, mit der die Sicherheit des mRNA-Impfstoffes belegt werden könnte. Damit war die Corminatay-Kampagne in Indien schon im Februar 2021 beendet. Zwei Monate später wurde wieder Ivermectin zur Behandlung von Covid empfohlen.

Das Gericht baut auch dem Fall vor, dass die Behörden und Pfizer nicht antworten könnten. So heißt es unter anderem: „Sollten Sie Schwierigkeiten haben, die entsprechenden Antworten zu formulieren, bitten wir Sie, in derselben Frist zu erläutern, worin diese Schwierigkeit bestehen könnten. Mit reichlich Details. Dies ist für die gerichtliche Beurteilung desselben erforderlich.“

Der ausführliche Bericht von „Telenoche“ ist hier zu finden.

Bild FadesgaCopa América 2019 en MontevideoCC BY-SA 4.0

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18 Kommentare

  1. Al 5. Juli 2022 at 8:44Antworten

    Ach so, Troll: Verwaltungsgerichte sind ja völlig bedeutungslos. Man hat sie nur so aus Spaß und als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für abgehalfterte Richter und Beamte. Wie Familiengerichte halt. Einfach nur Tünche und unbedeutendes Beiwerk. Klar.

    ;-(

  2. SchauGenau 5. Juli 2022 at 7:23Antworten

    Selbst wenn das positive Folgen hat, wie in Indien,d.h. dass das Zeug dort zurückgezogen wird, ficht das die Impftaliban hierzulande mit Sicherheit nicht an.
    Die machen weiter bis zum letzten halbjährigen Buzerl.
    Obwohl auch hier eine prominente Vertreterin og. Spezies (v.Laer) mit Ihrer Forderung nach Testung Aller, auch der Gespritzten, indirekt die völliige Wirkungslosigkeit beim „Schutz Anderer“ zugibt, und damit jeder Impfplicht und 1+2G den Boden entzieht.
    Leider sind unsere Verfassungrichter zu dumm, oder zu bösartig, das in Betracht zu ziehen.

  3. Rosa 4. Juli 2022 at 22:42Antworten

    Die richterliche Anordnung – das ist nicht ein Ersuchen – beinhaltet auch das persönliche Erscheinen von Vertretern zum einen bestimmter Behörden, zum anderen des Pfizer Konzerns am kommenden Mittwoch vor dem urugayischen Gericht, um die betr. richterlich angeforderten Dokumente vorzulegen und Informationen zu erstatten.

    Es wird sich in Kürze somit erweisen, ob sich Pfizer einer richterlichen ANORDNUNG entziehen kann/wird.

    • Elisabeth 5. Juli 2022 at 4:48Antworten

      Ich tippe darauf, dass irgendein Krokodil-Anwalt mit null Skrupel hinkommt und erklärt, warum alles geheim bleiben muss (zB weils die Uschi per verschwundenem SMS-Verkehr und die Notizzetterln von Biden so wollten, 75 Jahre keine Veröffentlichung zu unserer Sicherheit unerlässlich etc.)

  4. DerWaechter 4. Juli 2022 at 22:26Antworten

    Sehr geehrter Herr Durchleuchter, wann sollen denn die Geimpften alle sterben? Es gab bereits bei manchen die 4 Spritze, die erste vor über einem Jahr. Es hieß doch am Anfang innerhalb von 2 Jahren sterben alle geimpften Menschen. Wissen Sie mehr als andere? Wir nähern uns dem zweiten Jahr und von einem Massensterben kann ich nichts sehen.

  5. Morchel 4. Juli 2022 at 21:12Antworten

    Irgendwie scheinen 2. und 3. Welten klüger zu sein, als die selbsternannte 1.

  6. Reinhard Gunst 4. Juli 2022 at 18:45Antworten

    Ich schätzte, dass der Richter bald verunfallt und sich dann alles in Wohlgefallen auflöst.

  7. OMS 4. Juli 2022 at 18:00Antworten

    Die österreichische Justiz, insbesondere der Verfassungsgerichtshof und dessen Richter, könnten sich eine große Scheibe vom Vorgehen in Uruguay und dessen Richter Alejandro Recarey abschneiden.

  8. Nik Zerdahelyi 4. Juli 2022 at 17:53Antworten

    Keine einzige dieser Forderungen ist den deutschen oder österreichischen Verfassungsrichtern eingefallen, die zwar mit Sicherheit besser verdienen als ihre Kollegen in Indien oder Uruquay, aber für ihr Geld scheint’s nur politische Gefälligkeitsurteile abliefern. Schande.

  9. Jens Tiefschneider 4. Juli 2022 at 17:42Antworten

    Schön, das wenigstens in Uruguay noch die Gerichtsbarkeit funktioniert. Früher nannte man Uruguay respektlos Bananenrepublik. Heute sind wir die Bananenrepublik.

    • federkiel 4. Juli 2022 at 19:13Antworten

      Die „Bananenrepublik“ deckt zu 98 Prozent seines Energiebedarfes heute mit Hilfe von Wind, Sonne und Wasserkraft.

      • Ich 4. Juli 2022 at 21:13

        Uruguay erhält Strom aus dem Wasserkraftwerk Ipacarai ebenso wie auch aus den beiden argentinischen Kernkraftwerken. Windanlagen gibt es keine, die verschandeln sich doch nicht ihre einträglichste Geldquelle (Strand mit freiem Zugang zum Meer)

      • Gregor 4. Juli 2022 at 21:41

        Interessant, dann dürften die Bürger in der „Bananenrepublik“ ja gar nicht die exorbitanten Preissteigerungen zu spüren bekommen….

  10. A. Petermann 4. Juli 2022 at 17:38Antworten

    Bleiben wir gespannt wie das Pfizer anstellen will. Damit hat er wohl nicht gerechnet. So ein Vorgang hätte ich mir von unsere Regierung gewünscht. Doch da werden wir keine Einsicht sehen.

    Ermüdend diese Wörter wie „dramatische folgen…“ „fordert nach…. Nichts als nervige Schwarzseher. Die Corona und Krise Panikorchester haben die Bühne für sich entdeckt. Alle reiten auf demselben Gaul und ist kontraproduktiv. Die Psychologie hinter den Schlagzeilen sollte man kennen. Distanz ist das beste.

  11. Germann 4. Juli 2022 at 17:25Antworten

    Grandios! Davon können die Politker eine Scheibe abschneiden. Sofort alle bei uns eintauschen. Würde die Gerechtigkeit ihren verdienten Namen wieder herstellen.

  12. Slobodan Covjek 4. Juli 2022 at 17:00Antworten

    Können wir diesen Richter eintauschen, z.B. gegen unseren Herrn Grabenwarter.

  13. Karsten Mitka 4. Juli 2022 at 16:47Antworten

    Ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt. Allerdings, wie ich das sehe, ist der Richter das, was hier einem Amtsrichter entspricht, es gibt also noch ein paar Instanzen über ihm oder aber, er hat demnächst plötzlich einen Verkehrsunfall…

  14. federkiel 4. Juli 2022 at 16:03Antworten

    Interressant, das Dekret stammt von 1.7., und prompt hat die Pfizer Aktie einen Knick bekommen 😁

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