Ukraine-Krieg: Österreich steht noch stärker hinter Neutralität

6. März 2022von 2.6 Minuten Lesezeit

Der Krieg in Europa hat eine Auswirkung auf das Verhältnis der Österreicher zur Neutralität. Fast 80 Prozent der Österreicher sehen die militärische Neutralität Österreichs als „zeitgemäß“ an. Ein NATO-Beitritt kommt für die Bevölkerung also überhaupt nicht in Frage. Die meiste Zustimmung kommt von SPÖlern, bei der FPÖ gibt es am meisten Neutralitätszweifler. Doch alles in allem ist in jeder Partei die überwältigende Mehrheit für die Beibehaltung der Neutralität.

Von Waldo Holz*

Medien und Politik sind sich einig: Eine große Gefahr kommt vom Osten. Sie hat das Gesicht von Wladimir Putin. So wird auch die Neutralität Österreichs wieder offen bezweifelt. ÖVP-Kanzler meinte, sie sei dem Land „aufgezwungen“ worden, als man von den Alliierten den Staatsvertrag erhalten hatte. Noch dazu von jenem Land, das heute die Gefahr darstelle.

Debatte um Neutralität schon ausgebrochen

Eine Pressekonferenz später sagte er aber, „wir bekennen uns dazu“. Trotzdem ist die Debatte um die Neutralität bereits ausgebrochen. In der Bevölkerung zeigt sich aber ein anderes Bild: Seit des militärischen Einfalls Russlands in die Ukraine ist die Zustimmung der Bevölkerung zur Neutralität gestiegen.

Eine Umfrage zeigt auf die Frage „ist die Neutralität noch zeitgemäß?“, eine eindeutige Zustimmung innerhalb der Bevölkerung. Ganze 78 Prozent sagen „Ja“. Davon sind sich sogar 56 Prozent „ganz sicher“, dass die Neutralität für Österreich passt. Zum Vergleich: Im Oktober 2018 waren sich 45 Prozent „ganz sicher“, dass Österreich neutral bleiben soll.

Nur fünf Prozent der Österreicher sind absolut gegen die Neutralität. Zehn Prozent tendieren zumindest „eher“ zu einer NATO-Mitgliedschaft. Interessant: Am stärksten zweifeln FPÖ-Wähler an der Neutralität. 25 Prozent zweifeln in dieser Gruppe, 17 Prozent davon sagen „eher nein“. Am stärksten bekennen sich überraschenderweise Grün-Wähler zur Neutralität, obwohl die grüne Partei gerade mit Blick auf Deutschland den schärfsten transatlantischen Kurs fährt.

Österreich ganz klar gegen Nato-Beitritt

Die stärkste Zustimmung zur Neutralität gibt es unter der SPÖ-Wählerschaft. Mehr als zwei Drittel sehen sie als „ganz sicher“ zeitgemäß. Auch bei den NEOS, die am zuletzt deutlichsten Österreichs militärischen Status hinterfragt haben, ist die Wählerschaft klar gegen einen NATO-Beitritt.

Die Umfrage, wenn auch mit äußert geringen Sample (500 Befragte), zeigt jedenfalls deutlich: Wer Österreichs Neutralität beenden will, hat keine Chance innerhalb der Bevölkerung. Sie bleibt das „Herz“ Österreichs, wie es einst der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter behauptet hatte.

Deshalb, so das überlieferte Zitat zu seiner Zeit als Verteidigungsminister, könne man die Neutralität aus Österreich nicht rausreißen, man müsse sie stattdessen vorsichtig mit dem Löffel heraus operieren. Schon damals hieß es von der Jungen ÖVP: „Die Neutralität ist nicht mehr zeitgemäß“. 20 Jahre später schlägt das österreichische Herz aber noch kraftvoller, wenn man der aktuellen Umfrage glaubt.
Bild wikicommons

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18 Kommentare

  1. Eva-Maria 6. März 2022 at 17:39Antworten

    Das internationale Finanzsystem kann nur überleben, wenn es alle Staaten unterjocht und steuert.

    Man hat 2013 als letzten souveränen Staat der Erde den Vatikan geputscht und unter die Knute gezwungen.
    Putins Russland war am Boden und wagte es wieder emporzutauchen und sich Werte zurückzuholen, also muß es fertiggemacht werden.

    Die grausamen Rudel der hörigen Staaten kläffen ekelhaft und verbeissen sich in das Fleisch der sowieso schon verarmten Russen um sie im Auftrag ihrer Herren noch weiter in die Armut zu stoßen.

    Es darf kein Staat mehr NEIN sagen zu den Forderungen der privaten Rudelführer.

    Ö hätte als neutraler Staat wenigstens die Ausrede, nicht in der Gruppe der blutigen Zubeisser stehen zu müssen, und es hat trotzdem nicht den Anstand sich gegenüber dem russischen Volk zurückzuhalten. Österreich hat die letzten Jahre die Oligarchen tief in den Staat reingelassen, die Steuerreformen sind bereits Liebedienerei an die internationale Finanzmafia.

    • McKotz 7. März 2022 at 9:11Antworten

      Mit fliegenden Fahnen unter Ihre „Fittiche“:

      https://www.voltairenet.org/article215855.html

      Das sollte jetzt jeder „Putin-Hasser und -Versteher“ lesen. Ich hänge es bei Ihnen an, da Sie ohnehin auf der richtigen Spur sind. Übersetzen mit deepl.com ist ja ein kinderspiel.

    • Alex 7. März 2022 at 10:10Antworten

      Seit den Äusserungen Nehammers und dem Aufflammen der Diskussion über unsere immerwährende Neutralität glaube ich, ich bin im falschen Film. Nun, bereits seit zwei Jahren meine ich ohnehin im falschen Lichtspielthater zu sitzen, aber das jetzt schlägt dem Fass den Boden aus. Ich kann mich noch an meinen Vater erinnern, der mir von der Erlösung durch den Staatsvertrag erzählt hatte, nach den Horrorjahren des Naziregimes und den 10 Jahren allierter Besatzer. Was hätten wir von einem Natobeitritt, ausser der Erfüllung irgendwelcher abgehobenen Befindlichkeiten dubioser politischer Akteure. Nicht umsonst heisst unsere Neutralität “ immerwährend“ und es gnade uns Gott, sollten wir diesen Segen brechen.

    • Fritz Madersbacher 7. März 2022 at 16:39Antworten

      @Alex
      7. März 2022 um 10:10 Uhr
      Herr Peter F. Mayer häuft immer mehr Verdienste um unser Land und seine Bevölkerung auf sich: zuerst versorgt und fördert er den Widerstand gegen Pandemie-Tyrannei und „Impf“zwang mit der dafür erforderlichen ideellen Basis. Jetzt treffen sich hier immer mehr Menschen, die für die Neutralität und Unabhängigkeit Österreichs eintreten! Auch in dieser Frage müssen wir uns zusammenschliessen!

  2. Markus Schwarz-Greindl 6. März 2022 at 15:10Antworten

    Es gibt keine Neutralität.

    Selbst das Nichts ist das GEGENSTÜCK zum Sein.

    Österreich und Finnland sind westlich orientiert. Es ist Kapitalismus als Nicht-Alternative zu ihm.

    Es gibt militärische Unterminiertheit.

    Österreich und Finnland sind Anpassungsgesellschaften, was Russland und Ukraine nicht sind …

  3. cppilia 6. März 2022 at 14:32Antworten

    Neutralität wünsche ich auch für Deutschland, denn die NATO ist längst nicht mehr ein Verteidigungsbündnis, sondern eher ein Angriffsbündnis, das den Vorgaben der USA folgt, denn die wollen das globale Bestimmungsrecht haben.

    • Fritz Madersbacher 6. März 2022 at 15:00Antworten

      @cppilia
      6. März 2022 um 14:32 Uhr
      Das wäre ein Riesenschritt in eine bessere Zukunft!

  4. McKotz 6. März 2022 at 12:14Antworten

    @Eva-Maria
    3 Puzzles, wenngleich Sie einige kennen dürften:

    Sie kennen Tavistock-Institute?
    Wer dort „trainiert“ wurde, ….. da werden Sie einiges bei DuckDuckGo finden!
    https://www.amazon.com/Tavistock-Institute-Social-Engineering-Masses/dp/163424043X
    Das Titelbild: wunderbar, es zeigt uns in Realitä!

    Sie kennen die Aussage dieses Herrn? US-Strategie George Friedman STRATFOR auf antikrieg.tv vor 7 Jahren (11 Minuten Video)
    Sinngemäß: „Der Krieg in Europa wird kommen, es müssen ja keine 100 Millionen Tote sein“

    Aber vielleicht kennen Sie u.a. die Geschichtsdarstellung eines Tamilen zu Russland nicht:
    https://www.sooddram.com/%E0%AE%95%E0%AE%9F%E0%AF%8D%E0%AE%9F%E0%AF%81%E0%AE%B0%E0%AF%88%E0%AE%95%E0%AE%B3%E0%AF%8D/%E0%AE%85%E0%AE%B0%E0%AE%9A%E0%AE%BF%E0%AE%AF%E0%AE%B2%E0%AF%8D-%E0%AE%9A%E0%AE%AE%E0%AF%82%E0%AE%95-%E0%AE%86%E0%AE%AF%E0%AF%8D%E0%AE%B5%E0%AF%81/rothschild-russian-revolution/

    Nun, ich behaupte, sie passen alle in das große Bild was gerade neu gefälscht wird.

  5. Gleb Nershin 6. März 2022 at 10:58Antworten

    “ A nation that does not want to feed its own army will soon feed someone else’s “

    (Napoleon Bonaparte)

    Nur bewaffnete Neutralität ist Neutralität, alles andere ist Selbstbetrug.

    • Fritz Madersbacher 6. März 2022 at 12:25Antworten

      @Gleb Nershin
      6. März 2022 um 10:58 Uhr
      „Nur bewaffnete Neutralität ist Neutralität, alles andere ist Selbstbetrug“
      Nur bewaffnete Schein-Neutralität ist ein noch schlimmerer Selbstbetrug …

  6. McKotz 6. März 2022 at 8:50Antworten

    Ich hänge es hier an:

    An @Hans H. und die Kolomojskyj-Versteher unter den Schreibern und Lesern dieses Blogs.
    Ihre Sorge gilt also diesen Patrioten, ganz sicher nicht den dortigen Bewohnern
    https://uacrisis.org/de/54793-top-5-ukrainian-oligarchs
    Warum ich Kolomojskyj ausgewählt habe, z. B. deshalb und das hier ist „Mainstream“
    https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/ostblogger/ukraine-selenskyj-kolomojskyj-100.html
    Aber seine „präsidiale Qualifikation“ kann ich den hiesigen Verstehern nicht ersparen:
    https://www.dailystar.co.uk/news/world-news/ukraine-president-volodymyr-zelenskyy-plays-26379035

    Aber erinnern wir uns: Millionen Tote im Nahen Osten und die durch Napalm verbrannten Kinder haben die Russen in den letzten Jahrzehnten auf dem Gewissen?
    Und falls sie ein „neutraler“ Ösi sind: Wie oft hat den dieses Land das Neutralitätsversprechen in den letzten Jahrzehnten gebrochen? Afghanistan, Mali, ……. und bei dem Missionen OSZE, Golan in welchem „Hintern“ kroch man da? US-Konvois auf der A10 mit Eskorte der MP.
    Figl und Raab, Kreisky sowieso, würden sich im Grab umdrehen, wenn sie sehen würden wer Jahrzehnte später alles wieder zerdeppert.

    Und für die mit dem KURZzeitgedächtnis:
    https://www.unz.com/article/the-us-is-culpable-in-todays-ukraine-crisis/
    und den Menschenrechtsheuchlern in den westlichen Demokratien sei dies in Erinnerung gebracht
    https://www.abreureport.com/2013/09/madeleine-albright-and-500000-dead.html
    Gut, das war jetzt „antisemitisch“, das erklärt jetzt aber auch meine Nick: McKotz!

    • Eva-Maria 6. März 2022 at 10:33Antworten

      @McKotz,
      zur letzten Bemerkung:
      es gibt so viele anständige Juden, die niemals das unterstützen, was gewisse Ostjuden-Oligarchen oder Reinrassen-Nazionisten oder erpresserische kaltkriegerische- ostjüdisch gewurzelte- US Politiker treiben, daß es im Gegenteil, sogar antisemitisch wäre, so zu tun als ob diese Verbrecher gläubige Juden wären.

      Jeder anständige Jude distanziert sich von diesen Verbrechern, die frech den Deckmantel des verfolgten Judentums ausnutzen und sich so den Strafgerichten entziehen wollen.

    • Fritz Madersbacher 6. März 2022 at 11:52Antworten

      @McKotz
      6. März 2022 um 8:50 Uhr
      „Und falls sie ein „neutraler“ Ösi sind: Wie oft hat den dieses Land das Neutralitätsversprechen in den letzten Jahrzehnten gebrochen? Afghanistan, Mali, ……. und bei dem Missionen OSZE, Golan in welchem „Hintern“ kroch man da? US-Konvois auf der A10 mit Eskorte der MP“
      Die Neutralität eines Landes ist so viel wert wie das Vertrauen, das ihr von den anderen Ländern geschenkt wird. Das Vertrauen in die Neutralität Österreichs ist sicher nicht gewachsen durch den Beitritt zur EU, und sicher erst recht nicht durch die Mitgliedschaft in der NATO-“Partnerschaft für den Frieden“ (ja, heißt tatsächlich so). Aktionen wie das Hissen kriegsführender Staaten auf Bundeskanzleramt und Außenministerium (es heißt seit ein paar Jahren bezeichnenderweise „Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten“, man beachte die Reihenfolge) sind nicht vertrauensbildend, sondern beschädigen das Vertrauen vieler für uns wichtiger Länder.
      „Ukraine-Krieg: Österreich steht noch stärker hinter Neutralität – Der Krieg in Europa hat eine Auswirkung auf das Verhältnis der Österreicher zur Neutralität. Fast 80 Prozent der Österreicher sehen die militärische Neutralität Österreichs als „zeitgemäß“ an. Ein NATO-Beitritt kommt für die Bevölkerung also überhaupt nicht in Frage“
      Wir müssen viel stärker auf die Glaubwürdigkeit unserer Neutralität achten und jenen entgegentreten, die sie den Interessen ihrer ausländischen Hintermänner zu opfern bereit sind! Wir sind viel zu blauäugig und gutgläubig! Ich glaube aber, dass wir in der „Pandemie“ wieder gelernt haben, was Widerstand bedeutet!

    • Fritz Madersbacher 6. März 2022 at 12:20Antworten

      @Eva-Maria
      6. März 2022 um 10:33 Uhr
      Ich stimme Ihrer Antwort zu, möchte sie noch folgendermaßen verdeutlichen: „Judentum“ ist eine Religion wie das „Christentum“ (beide enthalten verschiedene „Ausformungen“ / Richtungen). Wenn jemand in Ihrer Antwort die Worte „Judentum“ durch „Christentum“ und „Jude“ durch „Christ“ ersetzt, ergibt sie auch eine sinnvolle Aussage. Die „semitische (Unter-)Rasse“ ist eine Erfindung der (imperialistischen Interessen dienenden) Nationalismen des 19. Jahrhunderts, aufgegriffen vor allem im preussischen Kaiserreich. Als „Semiten“ kann man sinnvollerweise nur die Sprecher/-innen semitischer Sprachen bezeichnen. Die am meisten gesprochene semitische Sprache ist das Arabische mit seinen vielen „regionalen“ Varianten („Sprachvarietäten“). Die Sprache des palästinensischen Volkes ist Arabisch, alles, was gegen dieses Volk gerichtet ist, ist demzufolge „antisemitisch“. Das entspricht so gar nicht der missbräuchlichen Verwendung des Totschlag-„Argumentes“ „Antisemitismus“, mit dem der kolonialistische Apartheidsstaat Israel seine Gegner mundtot machen will, gerne aufgegriffen von ungebildeten deutschen und österreichischen Poltikern und Journalisten, die sich damit als „antifaschistisch“ brüsten wollen, obwohl ihre Schandtaten gerade in der „Pandemie“ einen völlig anderen Befund ergeben!

    • Fritz Madersbacher 6. März 2022 at 14:12Antworten

      Korrektur: natürlich „semitische (Untermenschen-)Rasse“ im Gegensatz zur „arischen (Herrenmenschen-)Rasse“ (ein besonders dummes Konstrukt, wenn man weiss, welche Menschen am ehesten als „Arier“ angesprochen werden könnten – sie wurden ebenfalls in Vernichtungslagern umgebracht!)

  7. 1150 6. März 2022 at 8:18Antworten

    wenn die neutralität österreich „aufgezwungen“ wurde, bedeutet dies für einige darsteller, sie sei ein unrecht?
    auch die impfpflicht wurde österreichs bevölkerung aufgezwungen, ergo muss sie unrecht sein, oder?
    frage ich, als bildungsferner querdenker, schwurbler, neonazi und jedem anderem begriff, welcher sonst noch ins feindbild passt

    • Pfeiffer C. 6. März 2022 at 12:32Antworten

      „Medien und Politik sind sich einig: Eine große Gefahr kommt vom Osten. Sie hat das Gesicht von Wladimir Putin“.

      Sowas kommt von sowas her:

      Berufliches Anforderungsprofil für Politys & Journys 2022:

      Ihre Aufgaben:

      Die europäischen Regierungen als US-Interessen-Outlet sind mit der Abwicklung ihrer eigene Länder beauftragt. Als politische Führungskraft leisten Sie hierzu Ihren Beitrag.

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      Über Fremdsprachenkenntnisse müssen Sie nicht verfügen, auch müssen Sie Fremdwörter nicht fehlerfrei aussprechen oder verstehen können. Über Lebenserfahrung und Urteilsfähigkeit müssen Sie nicht zwingend verfügen. Schul- und StudienabbrecherInnen werden bei der Besetzung politischer Positionen bevorzugt.

      Sollten Sie ein Studium beendet und bei der Erstellung Ihrer Doktorarbeit weite Teile abgeschrieben und Zitate nicht als solche kenntlich gemacht haben, so finden Sie im politischen Establishment zahlreiche Gleichgesinnte.

      Mit diesen Qualifikationen überzeugen Sie uns:

      Frauen, Transvestiten und Personen, die sich über ihr Geschlecht noch nicht im Klaren sind, werden bei der Auswahl bevorzugt, vor allem dann, wenn sie über einen multiplen Migrationshintergrund verfügen.

      Übergewicht ist von Vorteil. Die Bevölkerungsmehrheit Konzerneuropas soll sich durch Sie repräsentiert fühlen.

      Wenn Sie über die genannten Qualifikationen verfügen, sind Sie fit für die Bewerbung um eine Führungsposition im gemeinsamen europäischen Konzernstaats.

      Was Sie sonst noch wissen sollten: Mitgliedschaften in sogenannten Friedensinitiativen sowie Aktivitäten in Demokratie-, Bürgerrechtsorganisationen sind ein Knock-out-Kriterium.

      Text = Unter hochprozentigster Plagiatsverwendung von © Ullrich Mies / Sozial- und Politikwissenschaftler.

    • Markus Schwarz-Greindl 6. März 2022 at 15:49Antworten

      „Demokratie auf dem Rückzug, Diktaturen auf dem Vormarsch: Einer aktuellen Studie zufolge leben immer weniger Menschen in freien und fairen Staatsformen. Grund ist vor allem die Corona-Pandemie, wie die britische „Economist“-Gruppe in ihrem am Donnerstag veröffentlichten „Demokratieindex“ betont.“

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