Corona Infektion verursacht dauerhafte Antikörper und langlebige B-Zellen

Viele Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben, werden wahrscheinlich für den größten Teil ihres Lebens Antikörper gegen das Virus bilden. Das legen Forschungen nahe, die langlebige Antikörper produzierende Zellen im Knochenmark von Menschen identifiziert haben, die sich von COVID-191 erholt haben. Das hat gegen Ende 2020 schon Professor Florian Deisenhammer von der MedUni Innsbruck nachgewiesen. Die bisher häufig vertretene Ansicht, dass Antikörper rasch verschwinden ist falsch.

Die Studie der Washington University School of Medicine, St Louis, Missouri, liefert den Beweis, dass die durch eine SARS-CoV-2-Infektion ausgelöste Immunität außerordentlich langlebig ist. Antikörper – Proteine, die virale Partikel erkennen und inaktivieren können – sind eine wichtige Immunabwehr. Nach einer neuen Infektion sind kurzlebige Zellen, sogenannte Plasmablasten, eine frühe Quelle von Antikörpern.
Aber diese Zellen bilden sich bald zurück, nachdem ein Virus aus dem Körper entfernt wurde, und andere, langlebigere Zellen stellen Antikörper her: Eine geringe Zahl von Gedächtnis-B-Zellen verbleibt im Blut und erkennt eine erneute Infektion, während die Plasmazellen des Knochenmarks (BMPCs) in den Knochen gespeichert bleiben und jahrzehntelang Antikörper produzieren können.

Eine Plasmazelle ist unsere Lebensgeschichte, in Bezug auf die Krankheitserreger, denen wir ausgesetzt waren“, sagt Ali Ellebedy, ein B-Zell-Immunologe an der Washington University, der die Studie leitete, die am 24. Mai in Nature veröffentlicht wurde.
Die Forscher gingen davon aus, dass eine SARS-CoV-2-Infektion die Entwicklung von BMPCs auslösen würde – das ist bei fast allen Virusinfektionen der Fall – aber es gab Anzeichen dafür, dass eine schwere COVID-19-Infektion die Bildung dieser Zellen stören könnte. Einige frühe Studien zur Immunität gegen COVID-19 schürten ebenfalls Sorgen, als sie feststellten, dass die Antikörperspiegel nicht lange nach der Genesung abfielen.
Ellebedys Team verfolgte die Antikörperproduktion bei 77 Personen, die sich von meist leichten Fällen von COVID-19 erholt hatten. Wie erwartet, sanken die SARS-CoV-2-Antikörper in den vier Monaten nach der Infektion stark ab. Doch dieser Rückgang verlangsamte sich, und bis zu 11 Monate nach der Infektion konnten die Forscher noch Antikörper nachweisen, die das SARS-CoV-2-Spike-Protein erkannten.
Um die Quelle der Antikörper zu identifizieren, sammelte das Team um Ellebedy Gedächtnis-B-Zellen und Knochenmark von einer Untergruppe der Teilnehmer. Sieben Monate nach der Entwicklung von Symptomen hatten die meisten dieser Teilnehmer noch Gedächtnis-B-Zellen, die SARS-CoV-2 erkannten. In den Knochenmarksproben fanden die Wissenschaftler extrem niedrige, aber nachweisbare Populationen von BMPCs, deren Bildung durch die Coronavirus-Infektion der Teilnehmer 7 bis 8 Monate zuvor ausgelöst worden war. Bei allen fünf Personen, die einige Monate später eine weitere Knochenmarksprobe abgaben, waren die Konzentrationen dieser Zellen stabil.

Das Team der Washington University mit Ellebedy hat kürzlich auch eine Studie mit Florian Kramer von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, veröffentlicht, in dem die bindenden und neutralisierenden Antikörper nach Infektion bzw Impfung gemessen wurden. Dabei zeigte sich, dass das Verhältnis von bindenden zu neutralisierenden Antikörpern bei Infektionen weit günstiger ausfällt als bei Impfung, wo die bindenden wesentlich mehr sind. Bindende, also nicht-neutralisierende Antikörper, sind für die gefährliche antikörperabhängige Infektionsverstärkung (ADE) verantwortlich.


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8 Kommentare zu „Corona Infektion verursacht dauerhafte Antikörper und langlebige B-Zellen

  1. Sehr geehrter Herr Mayer,
    sollten nun all die positiven „aktiven“ Corona-Fälle hiezu getestet werden, würde sich dann wahrscheinlich herausstellen, dass ein Großteil falsch positiv war, weil die PCR-Tests mit zu vielen Zyklen gemacht wurden und abertausende Menschen auf zwei Wochen eingesperrt waren, ohne krank bzw. infiziert zu sein…
    Wahrscheinlich wird auch diese Erkenntnis wieder ignoriert, sonst müssten sich ja die vielen „Genesenen“ nicht mehr impfen lassen, wo kämen wir denn dahin 😦

    1. Diese Erkenntnis wird seit über einem Jahr ignoriert. Wo waren Sie die ganze Zeit?

      Bei PCR-Tests von Gesunden war und ist die Falsch-Positiv-Quote schon immer 100%.

      Spätestens seit der Entlarvung der Drosten-Lüge, Viren würden durch „Asymptomatische“ weitergegeben, wobei „Asymptomatische“ solche Personen sind, bei dem der Test positive ausfällt, aber keine Krankheit vorliegt, spätestens seit dem ist völlig klar, dass das verordnete „Test-Regime“ nichts weiter als die Erhebung von Müll-Daten ist.

      Und durch die mit riesigem Aufwand durchgeführte „Kontaktverfolgung“ wurde kein einziger „Ausbruch“ verhindert, keine einzige Ansteckung verhindert (was gut so ist, denn nur so bleiben die Immunsysteme auf Trab).

      Der PCR-Test mag einigermaßen verlässlich die Farge beantworten können: „Finden sich auf der Schleimhaut des Getesteten Viren-Genschnipsel?“ Diese Frage mag vielleicht zu über 95% korrekt beantwortet werden.

      Aber auf die Frage: „Ist der Getestete krank oder kann er gar Viren ausscheiden und weitergeben?“ ist das positive Ergebnis des Tests, so wie sie durchgeführt wurden, bei 100% der „symptomlosen“, gesunden Getesteten falsch-positiv.

      Einzig durch die gezielte Verwirrung „Genschnipsel-Nachweis soll gleich Infektions-Nachweis und mögliche Infektiosität sein“ konnte in den Medien die Mär verbreitet werden, der PCR-Test sei zu über 95% sicher.

      Ja. Für Virenschnipsel.

      Aber nicht für den Nachweis einer Krankheit oder Infektiosität! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !

  2. Sogar im Urlaub kommen so wichtige Artikel!
    Vielen Dank!!!
    Die Erholung bitte nicht vergessen!!!!!

  3. Das kann doch nicht sein, dass die Biologie des Körpers derart selbstständig derart langfristige Lösungen zu ermöglichen vermag. Nein, nein, einzig unser Fortschritt weiß, wie es wirklich um die Gesundheit steht – und was Gesundheit überhaupt ist. Ein kurzer Blick in den SPIEGEL genügt:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/mrna-technik-gegen-krebs-herzinfarkt-demenz-die-wunderwaffen-fuer-ein-gesundes-leben-a-709c60b9-0002-0001-0000-000177967196

    Menschen, die derart verblendet sind, haben kein Gespür dafür, was Leben wirklich ist. Aber jetzt, wo der mRNA-Schuh in der Tür zur Zukunft steckt, kann alles nur noch besser werden …

  4. Sehr gute und wichtige Informationen, die leider an den Entscheidungsträgern vorbeizugehen scheinen. Denn wenn man im geplanten Immunitätsausweis nur durch den Nachweis von aktuellen Antikörpern dem PCR-Test und der Impfung entkommen kann, ist das wissenschaftlich doch nicht tragbar?!

  5. Überlegungen zum Begriffsumfang des Wortes „Infektion“, angeregt durch
    https://www.rubikon.news/artikel/krank-bis-zum-gesundheitsbeweis

    Ein Problem bei der Kommunikation zwischen Ärzten oder Wissenschaftlern und Normalmenschen ist der Begriff „Infektion“. Der Normalbürger versteht unter einer Infektion eine Erkrankung. Der Arzt/Wissenschaftler versteht darunter das Eindringen eines Keimes in den Körper. Allerdings gibt es sogar da Unklarheiten, obwohl man das bei einer wissenschaftlichen Begriffsbildung nicht erwarten dürfte.

    Die ursprüngliche Definition von „Infektion“ umfasst das Eindringen eine Keimes in einen Körper, dessen Ansiedelung und dessen Vermehrung im Körper.

    Im Unterschied dazu wird heute der Begriff „Infektion“ auch in wissenschaftlichem Kontext schon dann verwendet, wenn der Keim „angeflogen kommt“ und auf Schleimhäuten landet. Der eine mag argumentieren, dass der Keim ja in den Körper eingedrungen wäre – der andere argumentiert, dass Schleimhäute Grenzflächen zur Außenwelt bilden, und dass daher ein Eindringen erst vorliegt, wenn die Schleimhaut-Barriere überwunden wurde.

    Es ist also ganz wichtig zu verstehen, dass der Begriff „Infektion“ von verschiedenen Menschen völlig unterschiedlich angewandt und völlig unterschiedlich verstanden werden kann.

    Kurz: im aktuellen Debatten-Raum wird unter „Infektion“ etwas verstanden, dass von dem Extrem „bei einer Krankenschwester über die Schleimhaut gehuscht“ (Drosten) bis hin zum Extrem „symptomatisch erkrankt“ (Alltagsverständnis) reichen kann.

    Niemand achtet auf diese Bandbreite des Begriff „Infektion“, die also für die betroffene Person den Unterschied von „völlig bedeutungslos“ bis hin zu „lebensbedrohend“ bedeuten kann. Aber jeder wird hoffentlich sofort einsehen, dass eine solcher Begriffsumfang für eine Situationseinschätzung völlig untauglich ist. Man kann nicht begrifflich völlig Unbedeutendes mit tatsächlich Lebensbedrohendem zusammen in eine Topf werfen und darauf eine Analyse ausführen und Handlungsempfehlungen gründen.

    Für eine Arzt/Wissenschaftler gilt ein Mensch als infiziert, schon lange bevor sich das Immunsystem mit dem Keim überhaupt auseinander setzt. Wenn nämlich ein Virus-Genomschnipsel auf einem Abstrich gefunden wird, wird von der stillschweigenden Annahme ausgegangen, dass dieses Virus-Genomschnipsel aus dem Körper stammen müsse – und nicht etwa aus der Umwelt. Diese Annahme ist aber natürlich ein Kardinalfehler, denn die Schleimhäute sind per Definition Teil des Organs, das sich mit der Umwelt direkt auseinander setzt, mit ihr korrespondiert: die Haut!

    Niemand würde annehmen, wenn er eine Tintenfleck am Finger hat, käme diese Tinte aus dem Körper. Finden wir Blut am Finger ist aber die Möglichkeit sehr groß, dass das aus unserem Körper stammt.

    Da wir nun von Viren „angeflogen“ werden können, kann ein gefundenes Viren-Genomschnipsel immer aus dem Körper ODER aus der Umwelt stammen. Vermutlich ein „klassischer Fall“ dazu waren die Funde von massenhaften „Infizierten“ in Schlachtereien. Ganz offensichtlich werden beim Zerlegen der Tiere Viren-Genschnipsel in der Luft verteilt und von den Schlachtern eingeatmet. Wohlgemerkt: praktisch keiner dieser tausenden von „Fällen“ (bei „Tönnies“) war krank.

    Was aber auch oft ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass selbst nach dem Eindringen eines Virus in den Körper und dessen Ansiedelung im Körper und dessen Vermehrung im Körper zwar eindeutig eine Infektion im strengen Sinne vorliegt die etwa anhand der Blutwerte nachgewiesen werden kann – aber deshalb der Betroffene immer noch nicht krank sein muss (unser Immunsystem arbeitet immer – aber wir sind nicht immer krank) und vor allem auch kaum bis gar keine Viren ausscheidet, an die Umwelt abgegeben werden. Also „positiv getestet“ ist nicht gleich „infiziert“, und Letzteres ist nicht gleich „krank“, und Letzteres ist nicht gleich „infektiös“.

    Genau diese gedankliche Verkettung wurde aber durchgeführt um die „Lockdowns“ und „Maßnahmen“ und Freiheitsrechte-Einschränkungen zu begründen. Nach der offiziellen Dotkrin galt und gilt „positiv getestet = infektiös“. Nur aufgrund dieser kurzschlüssigen Gleichung konnte die angebliche Notwendigkeit harter Maßnahmen begründet werden. (Das wird natürlich sprachlich aufgeweicht mit der Formel „potentielle infektiös“. Aber man kann ja auch nicht eine Million Menschen verhaften, weil einer davon potentiell ein Mörder ist!)

    Nur durch die über mehrere Stufen über Jahre erfolgte Anpassung „nach unten“ der Pandemie-Bedingungen (der offiziellen Definition) bei der W.H.O. und durch die Umdeutung des Begriffes „Infektion“ zur neuen Bedeutung „Nachweis eines Viren-Genomschnipsels auf Schleimhaut“ konnte das geschehen, was bis heute anhält: eine katastrophaler, weltweiter Fehlalarm, mit Panik, Alarmismus, Hysterie, und angstgesteuertem Verhalten allerorten.

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