Produktionsprobleme mit Impfstoffen – mehr allergische Reaktionen auch bei Moderna

Die für Österreich zugesagten Lieferungen des Impfstoffes von Pfizer fallen um 20% niedriger aus als geplant. Offenbar gibt es Probleme mit der Produktion in Belgien. Bei Moderna gibt es dagegen offenbar Probleme mit der Qualität.

Kaliforniens Top-Epidemiologin instruierte Gesundheitsdienstleister am Sonntag eine Charge des Moderna Impfstoff nicht mehr zu verwenden. Eine höhere Anzahl von Menschen als „üblich“ hatte allergische Reaktionen bei einer Impfklinik in San Diego, wie die LA-Times berichtet.

Kalifornien hat etwa 330.000 Dosen aus der problematischen Moderna Charge erhalten – etwa 10% des gesamten Impfstoffs, sowohl von Moderna als auch von Pfizer, die über den Golden State verteilt wurden, sagten Beamte.

Die offensichtlichen allergischen Reaktionen traten an der Drive-Through-Massenimpfstelle von San Diego County im Petco Park auf, sagte ein Sprecher des California Department of Public Health.

Eine „höher als übliche“ Anzahl von Patienten, die den Impfstoff erhielten, schienen an allergischen Reaktionen zu leiden. Ihre Symptome waren schwerwiegend und erforderten ärztliche Hilfe.

Betroffen waren auch sechs Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die gerade geimpft worden waren und offensichtlich allergische Reaktionen hatten.

„Jede Impfung, ob es die COVID-Impfung oder die Grippeimpfung in der Arztpraxis ist, sollte unter ärztlicher Aufsicht gegeben werden. In diesem Fall, mit einem neuen Impfstoff, gibt es sehr spezifische Richtlinien, die alle Standorte befolgen müssen“, so die offizielle Information.

Dazu gehört die Überwachung der Patienten nach der Verabreichung der Spritze für mindestens 15 Minuten, und länger in Fällen, in denen Patienten einen medizinischen Zustand haben, der zu einer allergischen Reaktion führen könnte.

Die Anlage im Petco Park hat eine Kapazität von 5.000 Spritzen pro Tag. Es ist einer von mehreren Mega-Standorten, die in der letzten Woche in Kalifornien eröffnet wurden, einschließlich einer ähnlichen Klinik im Dodger Stadium, die nach Angaben der Stadt bald eine Kapazität von etwa 12.000 Impfungen pro Tag haben wird.

Die Charge, die diese Problem bereitet, kam in Kalifornien zwischen 5. und 12. Jänner an.

Die EMA hat die Probleme bei der Produktion der Impfstoffe erkannt und hat wesentlich strengere Anforderungen an die Produktion und deren Dokumentation den Firmen auferlegt, als das andere Behörden gemacht haben. Umso übler ist, wenn sich da Politiker einmischen, wie etwa der österreichische Bundeskanzler, der die Arbeit der Zulassungsbehörden als „Bürokratie“ abkanzelte. Fehler in der Produktion können Tausende Menschen schädigen.

Übrigens, Verfügbarkeit von Impfstoffen. Die zweite notwendige Dosis des Impfstoffes gegen die durch Pneumokokken verursachte Lungenentzündung ist seit Monaten nicht verfügbar. Dabei ist diese Lungenentzündung wesentlich gefährlicher als Covid-19 und es sterben in Österreich einige Tausend Menschen pro Jahr daran und in Deutschland sogar über 40.000 jährlich. Ob es den Gesundheitsminister wirklich noch um Gesundheit geht?


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