WHO weist nun auch auf Probleme mit falsch-positiven PCR Tests hin

Die WHO hat am 14.12.2920 eine neue Information zu den PCR-Tests herausgegeben. Die WHO hat Rückmeldungen von Anwendern über ein erhöhtes Risiko für falsche SARS-CoV-2-Ergebnisse beim Testen von Proben mit RT-PCR-Reagenzien auf offenen Systemen erhalten. Benannt werden zwei von unabhängigen Wissenschaftlern und Menschen mit mathematischen Hausverstand schon seit Monaten aufgezeigte Probleme.

  1. Hohe Zykluszahlen machen es unmöglich zwischen einem positiven Nachweis und dem Hintergrundrauschen zu unterscheiden.
  2. Und für jeden Menschen mit mathematischen Hausverstand (erreichbar spätestens in der 8. Schulstufe) ist klar, dass bei geringem Anteil von Infizierten bei den positiven auch viele falsch-positive Ergebnisse dabei sein müssen. Das auch dann, wenn die Genauigkeit der Spezifität (negative werden als negativ erkannt) sehr hoch ist.

Und das sagt die WHO im O-Ton:

„Das Konstruktionsprinzip der RT-PCR bedeutet, dass bei Patienten mit hohen Mengen an zirkulierendem Virus (Viruslast) relativ wenige Zyklen für den Virusnachweis erforderlich sind und der Ct-Wert daher niedrig sein wird. Umgekehrt bedeutet ein hoher Ct-Wert bei Proben, dass viele Zyklen für den Virusnachweis erforderlich waren. Unter bestimmten Umständen ist die Unterscheidung zwischen Hintergrundrauschen und dem tatsächlichen Vorhandensein des Zielvirus schwer festzustellen.“

Und weiter:

„Geben Sie den Ct-Wert im Bericht an den anfordernden Gesundheitsdienstleister weiter.“

Und zu den großen Anteilen von falsch-positiven Ergebnissen:

Wie bei jedem diagnostischen Verfahren sind die positiven und negativen prädiktiven Werte für das Produkt in einer bestimmten Testpopulation wichtig zu beachten. Wenn die Positivitätsrate für SARS-CoV-2 abnimmt, sinkt auch der positive prädiktive Wert. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person mit einem positiven Ergebnis (SARS-CoV-2 nachgewiesen) tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert ist, mit abnehmender Positivitätsrate sinkt, unabhängig von der Spezifität des Testproduktes. Daher wird den Gesundheitsdienstleistern empfohlen, die Testergebnisse zusammen mit den klinischen Anzeichen und Symptomen, dem bestätigten Status aller Kontakte usw. zu berücksichtigen.“

Also es wird empfohlen sich nicht nur auf das Ergebnis des PCR-Tests zu verlassen, sondern auch klinische Symptome in Betracht zu ziehen. Damit sagt die WHO auch, dass es „asymptomatisch Erkrankte“ nicht geben kann. Das hat ja das Deutsche Bundesverfassungsgericht in einem unglaublichen Akt der Rechtsbeugung in ein Urteil geschrieben um das Demonstrationsrecht auszuhebeln.

Fast schon parodistisch ist dieser Teil der Empfehlung der WHO:

„Anwender von RT-PCR-Reagenzien sollten die Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen, um festzustellen, ob eine manuelle Anpassung des PCR-Positivitätsschwellenwerts erforderlich ist, um etwaiges Hintergrundrauschen zu berücksichtigen, das dazu führen kann, dass eine Probe mit einem hohen Zyklusschwellenwert (Ct) als positives Ergebnis interpretiert wird.“

Also bitte liebe Laboratorien, lest ab sofort die Bedienungsanleitung genau. Man kann also davon ausgehen, dass mit Schrott-Ergebnissen Quarantäne verhängt wird.

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Anmerkung: In den Kommentaren unter vielen Artikeln finden sich interessante Informationen – lesen lohnt sich.

Drei Ursachen warum PCR-Tests falsche Ergebnisse produzieren

Studie: Bestimmung von Infektiosität mit PCR-Test kaum möglich

Ärzte gegen Massentests von Symptomlosen und andere sinnlose Maßnahmen

Falsche Ergebnisse bei PCR-Massentests von Personen ohne Symptomen – Studien

4 Kommentare zu „WHO weist nun auch auf Probleme mit falsch-positiven PCR Tests hin

  1. Kommen nur 10 Monate zu spät, diese Empfehlungen. Wahrscheinlich eher eine Reaktion auf die ersten Klagen gegen den PCR Test.

    Zu Punkt 2 bezüglich Prävalenz haben wir in Österreich ja aktuelle Zahlen durch den Massentest. Es heißt ja 4200 positive bei über 2 Millionen Tests.
    Das macht etwa 0,2% Prävalenz.

    Gibt man diesen Wert in einen Calculator, z.B. diesen hier:
    https://scienceprimer.com/test-sensitivity-specificity-calculator
    erhält man selbst bei einer Spezifität von 99% einen PPV von nur 17%
    Das heißt ~83% der positiven PCR Screeningtests sind schon statistisch gesehen falsch positiv!

    Leider ist uns die tatsächliche Spezifität der PCR Tests in Österreich nicht bekannt, weil die Ergebnisse der Ringversuche nicht veröffentlicht wurden. Die Qualitätssicherung der PCR Tests ist vorgeschrieben und steht so auch in der Teststrategie des Gesundheitsministeriums:

    „Aufgrund der Verordnung der Österreichischen Ärztekammer zur Qualitätssicherung der
    ärztlichen Versorgung durch niedergelassene Ärzte und Ärztinnen sowie Gruppenpraxen
    sind fachärztlich geführte humanmedizinische Labore zu Maßnahmen der
    Qualitätssicherung verpflichtet. „Die Verlässlichkeit von Laboruntersuchungen ist durch
    die nachweisliche Teilnahme an Ringversuchen oder durch ähnliche zur Verfügung
    stehende Methoden zu überprüfen“ (§ 14). Ein Ringversuch ist eine Methode der externen
    Qualitätssicherung für Messverfahren sowie Mess- und Prüflaboratorien. Die
    Durchführung der Ringversuche erfolgt nach dem Standard ISO 17043:2010, die
    Ermittlung der Zielwerte folgt dem Standard ISO 13528:2015.“

    1. Auch hier wieder mein Hinweis:

      die bisherige Validierung von PCR-Tests, zB in RIngversuchen, hatte immer nur die Genauigkeit des Nachweises bestimmter Gen-Sequenzen im Auge – nie war der Nachweis nach einem _aktiven_ Virus, Infektion, Infektiosität betrachtet worden. Aber darum geht es letztlich nur, wenn man auf das Auftreten einer Seuche testet.

      Ob man eine kurze Gensequenz finden kann oder nicht, war nie das Problem, nie die öffentliche Fragestellung!

      Klinische Studien, die den Zusammenhang zwischen positivem PCR-Test-Ergebnis und Infektion oder Infektiosität untersucht hätten, wurden mW nie gemacht. Wahrscheinlich sogar ganz bewusst unterlassen. Denn dabei hätte nur entdeckt werden können, dass die PCR-Tests weit über 90% falsch-positiv sind, wenn man deren Ergebnis als Antwort auf die Frage ob jemand Infiziert oder infektiös ist, nehmen will.

      Die gezielte Desinformation von Politik und Medien, die Frage nach der Genauigkeit eines Gennachweises zur Frage nach der Genauigkeit eines Infektionsnachweises umzudeuten (angeblich wäre ja der Test zu über 90% verlässlich) ist einer der Grundbausteine und Hauptlügen des Corowahns.

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