Immer weniger Amerikaner wollen Corona Impfung

Derzeit werden bereits 10 Impfstoffe in Phase 3 getestet, zwei weitere in Phase 2 und nochmal 32 sind in die klinischen Phase eingetreten. Dazu kommt eine wachsende Zahl von Projekten, die sich noch im vorklinischen Stadium befindet. Auf die Impfstoffe werden große Hoffnungen gesetzt, Wirksamkeit, Zuverlässigkeit und Freiheit von Nebenwirkungen müssen aber erst noch bewiesen werden.

Nach bisherigen Informationen werden die Zulassungsbehörden – für Europa ist die die EMA und in den USA die FDA – Impfstoffe akzeptieren, die im Schnitt bei 50 Prozent der Impflinge einen Schutz bieten. Unklar ist welche Nebenwirkungen akzeptiert werden, denn wenn diese stärker sind als bei einer Infektion, macht eine Impfung wenig Sinn. Von zwei Impfstoffen wissen wir, dass es bisher Fälle mit gravierender Nebenwirkung gegeben hat, die auch deshalb ausgesetzt werden mussten.

Nach einem Bericht des österreichischen Virologen Florian Krammer, Professor of Vaccinology an einer privat finanzierten Universität in New York, erzeugen aber einige der Impfstoffe nur Immunität in der Lunge, schützen also vor Lungenentzündung, nicht aber in den oberen Atemwegen. Dadurch können Infizierte trotz Impfung infektiös sein und andere Menschen anstecken. All das wird aber noch mit Berichten der Impfstoffversuche zu klären sein.

Skepsis wächst

Nach einer Umfrage des Magazins Stat aus Stanford sinkt der Anteil der Amerikaner, die sich sobald ein Impfstoff verfügbar ist impfen lassen wollen. Der Rückgang ist laut einer neuen Umfrage von STAT und The Harris Poll bei schwarzen Amerikanern deutlich ausgeprägter als bei weißen Personen.

Insgesamt sagten 58% der US-Bevölkerung in der Umfrage Anfang dieses Monats, sie würden sich impfen lassen, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, deutlich weniger als 69%, die noch Mitte August zur Impfung bereit waren.

Farbige und Hispanics stärker betroffen

Wenn man weiter recherchiert, zeigen die neuen Daten eine auffällige Disparität nach Rassen. Die Umfrage ergab, dass 59% der weißen Amerikaner angaben, sie würden sich impfen lassen, sobald ein Impfstoff fertig ist, ein Rückgang gegenüber 70% Mitte August. Aber nur 43% der Schwarzen gaben an, dass sie sich impfen lassen würden, sobald ein Impfstoff zur Verfügung stünde, ein starker Rückgang gegenüber 65% Mitte August. Die Umfrage, bei der 2.050 Personen vom 7. bis 10. Oktober online befragt wurden, wurde gewichtet, um sicherzustellen, dass die Stichprobe repräsentativ für die allgemeine US-Bevölkerung war.

Die Ergebnisse scheinen eine immer größer werdende Kluft in der Wahrnehmung des Gesundheitssystems in den USA durch Weiße und Schwarze Amerikaner zu unterstreichen, ein Unterschied, der sowohl die Unterschiede in der Gesundheitsversorgung als auch das jahrzehntelange Misstrauen widerspiegeln könnte, das sich erst während der Pandemie vergrößert hat.

Diese Ungleichheiten spiegeln sich in dem unverhältnismäßig hohen Tribut wider, den die Pandemie unter der farbigen und hispanischen Bevölkerung gefordert hat. Ein kürzlich in den Proceedings of the National Academies of Sciences veröffentlichter Bericht ergab, dass die durch das Coronavirus verursachten Todesfälle unter Schwarzen 2,5-mal höher waren als unter Weißen, wenn man die Altersunterschiede berücksichtigt. Andere Untersuchungen führen das aber zum Teil auf die deutlich geringeren Vitamin D Spiegel zurück.

Von März bis Mitte Juli waren die Krankenhauseinweisungen aufgrund von Covid-19 für Schwarze – wie auch für Hispanics und Ureinwohner Amerikas – laut Daten der Centers for Disease Control and Prevention etwa fünfmal so hoch wie für Weiße.

Skepsis auch in Schweden

Im Sommer ergab eine Umfrage in Schweden, dass sich ein Drittel nicht impfen lassen würde. Das Land hatte bei der Schweinegrippe mit dem Impfstoff schlechte Erfahrungen gemacht. 2009 und 2010 war die Schweinegrippe auch als Pandemie von der wHO bezeichnet worden, obwohl der Verlauf milder als bei enderen Grippewellen war. Die folgende Impfung, die vor allem in Skandinavien recht weit verbreitet durchgeführt wurde, führte bei insgesamt 1700 Kindern zu Narkolepsie. Deren Leben wurde durch die Impfung nachhaltig zerstört.

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