Welche Evidenz es für oder gegen die Verwendung von Masken gibt

Von den geizigen 5, die beim EU-Gipfel am Wochenende gegen Zuschüsse lobbyiert haben, hat nur ein Land Maskenpflicht. In Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland gibt es die Maskenpflicht nicht mal in den Öffis. Reisende berichten, dass die Menschen in den Zügen von Deutschland nach Dänemark beim Überfahren der Grenze erleichtert die Masken abnehmen.

Im März wurde der Lockdown mit “flatten the curve” begründet. Die Maskenpflicht kam aber erst ein halbes Monat später. Jetzt wird argumentiert, dass die bestätigten Fälle wieder ansteigen. Derzeit sind aber gerade einmal 87 Spitalsbetten und davon 15 Intensivbetten belegt. Flacher wird man „die Kurve“ durch Masken oder welche Maßnahme auch immer kaum noch bekommen.

Evidenz von der Zahl der bestätigten Fälle?

Die Zahl der bestätigten Fälle hängen mit den durchgeführten Tests zusammen: je mehr desto mehr. In den vergangenen Tagen vom 17.7. bis 23.7. wurden 99.686 Tests durchgeführt, wie oben in der Grafik zu sehen. Positive Fälle wurden 844 registriert, das sind 0,84 Prozent. Dieser Prozentsatz sagt wesentlich mehr aus als die bestätigten Fälle, da es einen Einblick in die Prävalenz gibt, also in die Zahl derer, die pro 10.000 Einwohner infiziert sind.

Aber es gibt noch einen Faktor, nämlich die sogenannten falsch-positiven Tests. Wir wissen dank einer sorgfältigen Evaluierung in 36 Ländern bei 450 Labors, dass 1,4 bis 2,2 Prozent der Test falsch positiv anzeigen.

Falsch-positive Fälle

Bei 1445 bekannten aktiven Fällen laut amtlichen Dashboard ergibt sich eine Prävalenz von 0,014 Prozent. Selbst wenn die Dunkelziffer das 7- oder 8-fache der aktiven Fälle anlangt, kommen wir erst auf eine Prävalenz von 0,1 Prozent.

Testet man also 1000 Personen, so kann man im Schnitt einen Infizierten erwarten. Aber man erhält auch etwa 20 falsch-positive Ergebnisse, also 95% der Test sind falsch-positiv. Von den 844 registrierten Fällen der letzten 7 Tage waren also vermutlich ein großer Teil falsch-positiv. Wie viele genau lässt sich ohne Informationen, wie sie etwa in der Schweiz veröffentlicht werden, nicht wirklich abschätzen. Tests in Clustern und bei offensichtlich Erkrankten haben natürlich eine weit höhere Wahrscheinlichkeit richtig zu sein.

Jedenfalls mussten durch die in letzter Zeit stark gestiegenen Tests auch die Zahl der „bestätigten“ Fälle stark ansteigen. Evidenz für die neuerlich eingeführte Maskenpflicht geben sie jedenfalls nicht her.

Allgemeine Überlegungen zur Maskenpflicht

Dennoch kann man die Frage nach der generellen Wirksamkeit von Masken stellen. Im Falle von Influenza-Epidemien und -Pandemien ist die Antwort aus wissenschaftlicher Sicht bereits klar: Masken im Alltag habe keine oder eine sehr geringe Wirkung auf das Infektionsgeschehen. Bei unsachgemäßer Verwendung können sie das Infektionsrisiko sogar erhöhen.

Das beste und aktuellste Beispiel dafür ist ironischerweise das oft genannte Maskenland Japan: Japan erlebte seine letzte starke Grippewelle mit rund fünf Millionen Erkankten trotz Masken gerade erst vor einem Jahr, im Januar und Februar 2019.

Bei Influenza-Viren kommt allerdings im Unterschied zu SARS-Coronaviren der wichtige Faktor hinzu, dass sie sehr wesentlich durch Kinder übertragen werden. Japan musste 2019 beispielsweise rund zehntausend Schulen wegen akuter Krankheitsausbrüche schließen.

Beim SARS-1-Virus von 2002 und 2003 gibt es eine gewisse Evidenz, dass medizinische Masken vor einer Infektion teilweise schützen können. Doch SARS-1 verbreitete sich fast nur in Krankenhäusern, d.h. in einem professionellen Umfeld, und kaum in der Allgemeinheit.

Eine bekannte Studie von 2015 zeigte hingegen, dass die heutzutage verbreiteten Stoffmasken aufgrund ihrer Porengröße für 97% der viralen Partikel durchlässig sind und das Infektionsrisiko durch die Speicherung von Feuchtigkeit zusätzlich erhöhen können. Feuchte Masken bergen zudem die Gefahr eines Pilzbefalls der Lunge in sich.

Einige Studien argumentierten zuletzt, Masken im Alltag seien im Falle des neuen Coronavirus dennoch wirksam und könnten zumindest die Ansteckung anderer Personen verhindern.

Diese Studien sind jedoch methodisch schwach und belegen teilweise eher das Gegenteil. Typischerweise ignorieren diese Studien den Effekt anderer zeitgleicher Maßnahmen, die natürliche Entwicklung der Infektionszahlen, die Veränderung der Test-Aktivität, oder sie vergleichen Länder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen.

Ein Überblick:

Eine deutsche Studie behauptete, die Einführung einer Maskenpflicht in deutschen Städten habe zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Doch die Daten belegen das nicht: In einigen Städten gab es keine Veränderung, in anderen eine Abnahme, in weiteren eine Zunahme der Infektionen (s. Grafik unten). Die als Vorbild präsentierte Stadt Jena führte gleichzeitig die strengsten Quarantäneregeln Deutschlands ein, was die Studie jedoch nicht erwähnte.

Eine Studie im Fachjournal PNAS behauptete, Masken hätten in drei Hotspots (darunter New York City) zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Dabei wurden weder der natürliche Rückgang der Infektionen noch andere Maßnahmen berücksichtigt. Die Studie war so fehlerhaft, dass über 40 Wissenschaftler einen Rückzug der Studie empfahlen.

Eine amerikanische Studie behauptete, die Maskenpflicht habe in 15 Bundesstaaten zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Die Studie berücksichtigte nicht, dass das Infektionsgeschehen zu diesem Zeitpunkt in den meisten Bundesstaaten ohnehin bereits rückläufig war. Ein Vergleich mit anderen Bundesstaaten wurde nicht durchgeführt.

Eine amerikanisch-kanadische Studie behauptete, Länder mit einer Maskenpflicht hätten weniger Todesfälle als Länder ohne Maskenpflicht. Doch dabei wurden afrikanische, lateinamerikanische, asiatische und osteuropäsiche Länder mit sehr unterschiedlichen Infektionsgeschehen und Bevölkerungsstrukturen verglichen.

Eine Metastudie im Fachjournal Lancet behauptete, Masken “könnten” zu einer Reduktion des Infektionsrisikos führen, doch die untersuchten Studien bezogen sich hauptsächlich auf Krankenhäuser (Sars-1) und die Stärke der Evidenz wurde mit “gering” angegeben.

Der medizinische Nutzen einer Maskenpflicht bleibt daher weiterhin fraglich. Eine ländervergleichende Untersuchung der University of East Anglia kam etwa zum Ergebnis, dass eine Maskenpflicht keinen messbaren Effekt auf die Covid-Infektionen oder Todesfälle hatte.

Bekannt ist auch, dass die sehr weit verbreiteten Masken den ursprünglichen Ausbruch in der chinesischen Stadt Wuhan nicht verhindern konnten.

Problematisch wird es, wenn Behörden der Bevölkerung suggerieren, durch eine Maskenpflicht sinke das Infektionsrisiko etwa im öffentlichen Verkehr. Dafür gibt es keine Evidenz. Ob mit oder ohne Masken besteht in dicht besetzten Innenräumen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Insbesondere dann, wenn sie mit einer Umluft-Klimaanlage ohne wirksamen HEPA-Filter ausgestattet sind.

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Ein Kommentar zu „Welche Evidenz es für oder gegen die Verwendung von Masken gibt

  1. Selbst Chirugen, jeder Arzt weiß es, das diese Masken, nicht Viren abhalten, also ein Mega Betrug: WDR: Monitor/ 30.7.2020: Tönnes, die Willkür Quarantäne Bescheide, frei erfundene Labar Test, und Arzt Besuche

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