Digitale Überwachung wird zur neuen Form der Staatsmacht

6. Mai 2026von 3,1 Minuten Lesezeit

Regierungen missbrauchen Big Tech für globale Kontrolle – Anonymität stirbt aus. Hinter den Kulissen wir ein Überwachungsapparat aufgebaut. Die Regierungen – allen voran die USA – wollen über die privaten Technologiegiganten Zugriff auf jedes Smartphone, jeden Suchverlauf und jede kritische Äußerung im Internet.

Auf X/Twitter schreibt der Ökonom Martin Armstrong: „Deshalb diskutiert Europa gleichzeitig über CBDCs, Vermögenssteuern, digitale IDs, Register der wirtschaftlich Berechtigten und erweiterte Anforderungen an die Finanzberichterstattung. Regierungen wollen Einblick in jede Transaktion haben. Sie wollen wissen, wohin das Geld fließt, wer es kontrolliert und wie schnell sie es stoppen können.“ Auf seiner Webseite analysiert er wie die digitale Überwachung zur eigentlichen Machtgrundlage des modernen Staates wird oder schon geworden ist. Die Kernbotschaft ist: Regierungen nutzen die Infrastruktur von Google, Meta, Amazon und Co. als Tor zu einer weltweiten Überwachungsautorität. Nationale Grenzen spielen keine Rolle mehr, wenn die Daten über amerikanische Server laufen.

Ein besonders krasses Beispiel aus den USA illustriert die neue Realität: Das Department of Homeland Security (DHS) und die Einwanderungsbehörde ICE haben per „customs summons“ – einer Art administrativer Vorladung ohne richterliche Kontrolle – Daten von Google über einen kanadischen Staatsbürger angefordert. Der Mann hatte sich online kritisch über die ICE geäußert. Er war seit über zehn Jahren nicht mehr in den USA gewesen. Dennoch wollten die Behörden seinen Standort, seine Account-Aktivitäten und persönliche Daten. Begründung? „Bedrohende oder belästigende Sprache“. Ein klassischer Fall von Mission Creep: Begonnen wurde mit Terrorismus und Einwanderung, nun reicht schon Kritik an einer Behörde, um ins Visier zu geraten.

Die Methode ist perfide effizient. Smartphones liefern permanent Daten über GPS, WLAN, Bluetooth, App-Tracking und Cloud-Synchronisation. Die Tech-Konzerne speichern das alles zentral. Die Regierungen müssen nur noch zugreifen – und sie tun es. Hunderte Millionen Dollar fließen in Systeme mit Gesichtserkennung, Social-Media-Analyse, Nummernschild-Scannern, KI-gestützter Datenaggregation und Telefon-Extraktions-Tools. Firmen wie Palantir zentralisieren die Informationen. Was als „Sicherheitsmaßnahme“ verkauft wird, wird zur permanenten Bevölkerungsüberwachung im großen Stil.

Armstrong warnt: „Behörden beginnen selten damit, offen breite Überwachungsprogramme für normale Bürger anzukündigen. Sie starten mit politisch sensiblen Fällen… Dann erweitert sich der Rahmen still und leise, bis die Überwachung von Sprache, Verhalten und politischer Aktivität normalisiert wird.“ Genau das passiert gerade.

Und es bleibt nicht auf die USA beschränkt. In Europa werden digitale Ausweise, CBDCs und zentrale Register eingeführt. Im Westen geschieht dasselbe unter dem Deckmantel von „Cyber-Sicherheit“, „Kampf gegen Desinformation“ und „Schutz vor Extremismus“. Die Systeme verschmelzen: Geodaten, Bankdaten, Kommunikation, biometrische Merkmale und Verhaltensanalysen werden zu einem einzigen Überwachungsnetz. Das Ergebnis: Anonymität in der Gesellschaft verschwindet.

Die Konsequenz ist tödlich für jede Form von Freiheit. Wer heute noch glaubt, er könne sich im Internet kritisch äußern, ohne Konsequenzen zu fürchten, lebt in einer Illusion. Die Infrastruktur für den totalen Überwachungsstaat ist bereits weitgehend aufgebaut – finanziert von Steuergeldern und betrieben mit der Hilfe von Big Tech, die sich als willige Erfüllungsgehilfen erweisen.

Es ist dieselbe Entwicklung, die wir bei der COVID-App-Überwachung, der EU-Altersverifizierungs-App, bei der Zensur auf Plattformen und bei den immer schärferen „Hassrede“-Gesetzen gesehen haben. Der Staat gibt die Kontrolle nicht mehr her. Er baut sie aus – digital, unsichtbar und nahezu unangreifbar.

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5 Kommentare

  1. Jan 6. Mai 2026 um 23:47 Uhr - Antworten

    Es gibt die Möglichkeit, auf digitale Systeme zu verzichten oder sie ohne Internet-Anbinung zu betreiben.

  2. Dr. Rolf Lindner 6. Mai 2026 um 20:20 Uhr - Antworten

    Ich wette, dass das nicht funktionieren wird. Es wird Menschen geben, denen etwas einfällt, wie man sich nicht nur diesem Kontrollwahnsinn entziehen kann, sondern auch, wie man das System zum Absturz bringt. Es werden wahrscheinlich genau die Menschen sein, von denen man behauptet, dass deren Überwachung das Ziel dieser Maßnahmen sei. Es wird aber auch am technischen und energetischen Aufwand scheitern. Vielleicht gibt es dann eine neue Art der Maschinenstürmerbewegung. Allein daran, dass die Totalüberwachung durch den Glauben an Götter nicht funktionierte, sollte man das Ergebnis vorwegnehmen können.

  3. Hanspeter 6. Mai 2026 um 15:11 Uhr - Antworten

    Die globalisierte Gleichgültigkeit der Eugeniker und Eliten greift um sich und macht die Erde unbewohnbar. Das Ziel solcher bösartigen Globalisten in Politik und Finanzbranche ist klar. Eine kleine auserwählte Elite will den Planeten für sich alleine haben. Und sie tut alles, um dies durchzusetzen. Daher werden riesige Datenzentren geschaffen um die Bürger digital überwachen, kontrollieren und beherrschen zu können. „Solche Datenzentren braucht man um den Überwachungskapitalismus auszurollen“. Politiker reden von Klimaerwärmung,Naturschutz, Bodenversiegelung  und so weiter…. Nahe Linz bei Kronstorf, Oberösterreich, ist eine riesige Google Serverfarm auf der grüne Wiese geplant,die ein Gigawatt Strom braucht. Laut Medien soll bereits eine doppelte Größe geplant sein, die dann wohl 2 Gigawatt Strom verbraucht. Ein Gigawatt reicht ca.für ungefähr 3 Millionen Haushalte. 2 GW für ca.6 mio. Haushalte.  Von den steigenden Umgebungstemperaturen VON 10 Grad, UND dem gesundheitsschädlichen INFRASCHALL ganz zu schweigen. Daher werden wohl massive ENERGIE Probleme mit Serverfarmen für die Umwelt  und Gesundheitsprobleme für die Bevölkerung auftreten.  Was tun in einer Energieknappheit- die Serverfarmen benötigen soviel  Strom wie das ganze Land. Der digitale Überwachungskapitalismus mit KI wird mit eiskalter Rücksichtslosigkeit umgesetzt. Die Hitzeentwicklungen der Datensauger und Energie-und Wasserverbrauch, ist eine massive Belastung für Umwelt und Bewohner. Google Datenzentren sollen private und öffentliche Daten sammeln.  Was mit diesen Daten passiert, kann sich wohl jeder ausmalen. Im KLEINEN Österreich wird ein riesiges Google Datenzentrum errichtet,weil man bei der Digitalisierung und Überwachung des Alltags der Menschen und der neuen digitalen Überwachungs-Weltordung eine Vorreiterrolle spielen will. Daher macht die Politik brav mit und von den Natur- und Umweltschutzorganisationen ist nichts zu hören. Die Menschen werden mit Kriegen, der CORONA Plandemie, Energielockdowns,welthöchsten Steuern, Lebensmittelverknappung und medialer Klimahysterie, in Angst und Schrecken versetzt. Anderseits wird an der KI und am Überwachungskapitalismus mit digitaler WÄHRUNG und Abschaffung des Bargeldes erfolgreich gearbeitet. Natürlich mit Steuergeldern. Wenn der Überwachungskapitalismus mit der KI, in diesem TEMPO weitermacht, wird für Demokratie, Frieden und FREIHEIT kein Platz mehr sein. Der MENSCH wird diesen digitalen Fehlentwicklungen nicht gewachsen sein. Und von den gleichgeschalteten und mit Steuergeld vollgestopften Massenmedien gibt es nur Schönfärbereien und Fake-Meldungen.

     

  4. Gabriele 6. Mai 2026 um 12:02 Uhr - Antworten

    Wie praktisch, dass das nie für „alle“ gelten wird. Wer genug Geld hat, ist nach wie vor „frei“ und wird es bleiben. Wer alle „Strafen“ zahlen kann und den entsprechenden „Ruf“ besitzt, der gerichtliche Inanspruchnahme verhindert, zuckt jetzt höchstens die erhabenen Schultern.

    • wolfferth 6. Mai 2026 um 12:48 Uhr - Antworten

      Nur Geld oder Aktienbeteiligungen an Konzernen die solche Technologie (und Ähnliches aus dem militärischen Sektor) liefern können vorübergehend darüber hinwegtäuschen, dass die digitale Insassenverwaltung auf kurz oder lang für alle gelten wird. Niemand bleibt auf Dauer im Amt.
      https://x.com/PalantirTech/status/2045574398573453312

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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