
Spekulationen über US-Bodeneinsatz im Iran: Trump plant Isolation der Küstenzone
Die Spekulationen über einen möglichen amerikanischen Bodeneinsatz gegen Iran nehmen zu. Nach Berichten aus Washington erwägt die Trump-Administration Maßnahmen, die über reine Luftangriffe hinausgehen und auf die Isolation und Kontrolle iranischer Küstenzonen abzielen. Im Zentrum steht dabei die Insel Kharg, über die ein Großteil der iranischen Ölexporte abgewickelt wird.
Laut Analysen aus unabhängigen Quellen arbeitet die US-Seite an Plänen, die iranische Küste gezielt zu schwächen, um sichere Korridore für weitergehende Operationen zu schaffen. Dazu gehören Angriffe auf Brücken in der Region Bandar Abbas und Versuche, iranische Raketen- und Drohnenstellungen zu dezimieren. Ziel scheint es zu sein, die Kontrolle über den Persischen Golf und die Straße von Hormus zu sichern – oder zumindest glaubhaft zu demonstrieren.
Trump setzt auf Stellvertreter
Interessant ist Trumps wiederholte Andeutung, dass amerikanische Truppen nicht selbst den Bodenkampf führen müssten. Er sprach davon, dass „andere Leute“ einen solchen Einsatz für die USA übernehmen könnten. Damit dürfte er auf Golfstaaten oder andere regionale Akteure anspielen. Ob diese jedoch bereit sind, eigene Soldaten in einen potenziell verlustreichen Konflikt zu schicken, bleibt höchst fraglich.
Die Wall Street Journal berichtete in den vergangenen Wochen mehrfach über die militärischen Optionen, die der US-Regierung vorliegen. Dazu zählen die Besetzung strategischer Inseln oder Küstenabschnitte, um iranische Angriffe auf Schifffahrt in der Straße von Hormus einzudämmen. Solche Operationen würden jedoch Tausende Soldaten erfordern und US-Truppen massiv Raketen- und Drohnenangriffen aussetzen – ein Szenario, das selbst von ehemaligen US-Militärs als extrem risikoreich eingestuft wird.
Iranische Abwehr und Vorbereitungen
Iran hat in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, dass es auf eine Eskalation vorbereitet ist. Die Revolutionsgarden (IRGC) mit rund 190.000 Mann sowie vorbereitete Stellungen entlang der Küste stellen eine erhebliche Hürde dar. Zudem hat Iran in den letzten Wochen wiederholt US-Stützpunkte in der Region angegriffen und Drohnen abgeschossen. Satellitenbilder belegen Schäden an amerikanischen Einrichtungen, etwa auf dem King Faisal Air Base in Jordanien.
Gleichzeitig droht Teheran mit der Schließung der Straße von Bab al-Mandab und weiteren Vergeltungsmaßnahmen. Die iranische Führung scheint fest davon überzeugt, dass ein größerer Bodenfeldzug für die USA und ihre Verbündeten zu einem hohen Preis führen würde – sowohl militärisch als auch wirtschaftlich.
Wirtschaftliche Risiken als Bremse
Trump selbst zögert offenbar, die Ölexportterminals auf Kharg Island direkt anzugreifen. Ein solcher Schritt könnte globale Energiepreise massiv in die Höhe treiben und die ohnehin fragile Weltwirtschaft weiter belasten. Stattdessen setzt die US-Strategie offenbar auf eine schrittweise Schwächung der iranischen Luftabwehr und Logistik, um später begrenzte Landoperationen zu ermöglichen.
Diese Vorgehensweise erinnert an klassische „Shaping the Battlefield“-Taktiken, birgt jedoch das Risiko einer schleichenden Eskalation. Iran hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es asymmetrische Mittel effektiv einsetzen kann – von Raketenangriffen über Drohnenschwärme bis hin zu Operationen gegen Schifffahrt.
Ein riskantes Unterfangen
Die aktuellen Spekulationen zeigen einmal mehr, wie schwierig es ist, Iran militärisch in die Knie zu zwingen. Ein begrenzter Bodeneinsatz zur Kontrolle der Küstenzone mag auf dem Papier machbar erscheinen, würde jedoch erhebliche Verluste und langfristige Bindung von Kräften bedeuten. Die iranische Führung hat zudem klar signalisiert, dass sie nicht vor Vergeltung zurückschrecken wird – auch nicht gegen US-Verbündete in der Region.
Jedenfalls treffen die US-Angriffe wieder einmal zivile Ziele, was kriminell ist wie diese gesamte kolonialistische und imperialistische Aggression der USA. Auch UN-Generalsekretär António Guterres kritisierte die US angriffe auf zivile Ziele scharf.
Ob Trump letztlich den Schritt zu einer offenen Bodenoffensive wagt oder sich auf weitere Luftschläge und wirtschaftlichen Druck beschränkt, bleibt abzuwarten. Die Risiken sind jedoch enorm – sowohl für die beteiligten Streitkräfte als auch für die globale Stabilität.
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„We have others to do it“ – Nein, doch, oh!
Die USA haben IMMER andere, weil sie selbst seit Jahrzehnten nix gewinnen. Man ist grundlegend an Destruktiv-Strategien gebunden, da man konstruktiv nicht mithalten kann. Wozu mich selbst verbessern, wenn ich die anderen verschlechtern kann?…
Auch dieses Mal wird man an den Punkt kommen, an dem man erkennt, dass man mit Distanzwaffen alleine keine Kriege gewinnt. Spätestens, wenn die Distanzwaffen aufgebraucht sind, was bei derzeitiger Tendenz nicht mehr lange dauern wird. Die CENTCOM-Meldung, man würde sich ua auf Drohnen-Abschussrampen konzentrieren, sagt alles aus: dabei handelt es sich im Wesentlichen nämlich um einfachste Metall-Gestelle, von denen auch ein untalentierter Schweißer mind 10/Tag herstellen kann und dafür Material vom Schrottplatz ausreicht….also 6-7-stellige Kosten für jedes 100$-Gestell.
Alleine das, was trotz massiver Zensuhr an Videos publik wird, zeigt deutlich, wer hier den längeren Hebel hat.
Was die USA auch tun, sie laufen in ein offenes Messer. Militärisch, Wirtschaftlich, Propagandistisch.
PS: Man sollte sich einmal vor Augen führen, was hier eigentlich für Armeen aufeinander prallen: die eine sitzt in der ebenen Wüste oder auf dem Wasser – man kann ALLES sehen, treffen, Schäden evaluieren…..die andere sitzt tief im Berg (inkl Produktionsstätten) – man kann NICHTS sehen, treffen (nicht einmal atomar), evaluieren.
Funfact: das Meiste an Logistik zur Truppen-Sammlung/Verteilung ist bereits vom Iran zerstört und durch Satelliten & Drohnen/Raketen jedwede größere Ansammlung in der ganzen Region verunmöglicht. Die Ukraine lässt grüßen…..und die hat wenigstens noch dichte Wälder statt offener Wüsten.
Isolation der Küstenzone? Die Amerikaer können ihre Stützpunkte nicht verteidigen, aber wollen die Küstenzone „isolieren“. Die Amerikaner sind ganz offenbar vom Größenwahnsinn befallen. Dagegen war ja unser Gröfaz fast ein Waisenknabe.