
Friedensaktivistin im russischen Exil
Meine Freundin Liane Kilinc befindet sich gleich aus zwei Gründen „auf der Flucht“. Zum einen erwarten sie wohl mehrere Strafverfahren, wenn sie nach Deutschland zurückkehrt, zum anderen hat sie es auf die berühmt-berüchtigten „Friedensseite“ Mirotworez der Ukraine geschafft und hatte zwischen Mai und August 2022 regelmäßigen Besuch von ukrainischen Fahrzeugen direkt vor ihrer Haustür. Ihr Verbrechen? Sie bzw. der Verein Friedensbrücke Kriegsopferhilfe e.V., dem sie als Vorstandsvorsitzende vorsteht, hilft den falschen Kriegsopfern.
Wie friedlich ihre Einstellung ist, wurde mir überdeutlich als ich sie in Moskau besuchte. Ich kam drei Tage nach dem Anschlag auf das Crocus bei ihr an, sie war selbst vor Ort in Krasnogorsk, als das Abschlachten durch die Terroristen stattfand. Trotzdem kritisierte sie, dass bei der Befragung der Täter einigen Beamten offensichtlich die Nerven durchgegangen sind. „Gewalt ist keine Lösung. Ihr geht es um Frieden. Sie will Menschen, die in Not sind, helfen. Und das macht sie seit 9 Jahren konsequent, zahlt dafür jetzt aber einen hohen Preis.
Wie kam es dazu, dass Du in Moskau lebst?
August 2022 wollten wir vom Verein Friedensbrücke zu unserer bereits lange geplanten Reise in den Donbass starten. Die Aufgaben waren klar. Wir wollten den Kriegsopfern wie immer unsere Solidarität durch aktive Hilfe zeigen, die Projekte überprüfen und aufgrund der Einladung als internationale Beobachter beim Referendum dabei sein. Aber bereits im Vorfeld der Reise gab es Probleme.
Bei den Siegesfeiern in Treptow am 9.5.2022 war so vieles verboten. Das ging los mit den Fahnen, weder die Befreiungsfahne, die sowjetische noch die russische Fahne durfte man zeigen. Feiern durften wir nicht. Russische Musik spielen war auch verboten. Ich habe eine Rede gehalten und die Fahne der Donezker Republik gezeigt. Dafür wurde ich verhaftet und bekam eine Strafe.
- Schubert, Dr. Dr. Christian(Autor)
Das war alles noch nicht tragisch, aber zwei Tage später standen ukrainische Fahrzeuge mit Kiewer Kennzeichen täglich vor meinem Haus. Sie wollten mich einschüchtern. Es kamen Drohungen per Post und telefonisch. Das ging bis zu unserer Abreise im August. Wir haben uns dann entschieden unseren Plan zu ändern, nicht nach Moskau zu fliegen, sondern mit dem Auto zu reisen. Das hat uns neun Tage gekostet, schien uns aber sicherer.
Kurz bevor es zurück gehen sollte, mein Rückflug war für den 13.10. geplant, da ging es los mit verschiedenen Presseartikeln in Deutschland. Man las, dass gegen den Verein und mich persönlich ermittelt werde. Der Grund war ein Buchstabe, Z, auf einem LKW, der in Moskau abgefahren ist.
Gegen mich persönlich wird ermittelt. Durch einen Mitstreiter, der im Donbass unterwegs war und im Donbass am Referendum teilgenommen hat, war mir bekannt, dass gegen ihn seitens der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen dieser Teilnahme ermittelt wurde.
In einem der Artikel stand, ich würde für Putin und Puschilin arbeiten. Das war intensiver als im April, Mai des gleichen Jahres als in der Welt über „dubiose Vereine“ geschrieben wurde, dem aber nichts mehr folgte. Als es aber jetzt wieder los ging, haben wir gemeinsam im Verein, mit der Familie und Freunden überlegt, was zu tun ist. Schweren Herzens fiel die Entscheidung, dass es einfach besser ist, erst einmal in Moskau zu bleiben und abzuwarten, wie sich das weiterentwickelt. Eigentlich fiel sie erst zwei Stunden vor dem Abflug. Ich stand mit fertig gepackten Koffern, habe mich aber dann doch von meinem Begleiter verabschiedet und bin geblieben. So bin ich in Moskau gelandet.
Der Buchstabe Z war auf einem der LKWs der Friedensbrücke?
Nein, selbst im Artikel stand drin, dass es ein LKW der Partnerorganisation der Friedensbrücke ist. Mit der Gruppe Moskau-Donbass arbeiten wir seit sechs Jahren hervorragend zusammen und sind in verschiedenen Bereichen auf ihre Unterstützung angewiesen. Ohne die Hilfe von russischen Organisationen und Behörden geht es nicht. Man braucht die ganzen Genehmigungen vom Zoll angefangen, die Bestätigung, dass es sich um einen humanitären Transport handelt, wir brauchen Begleitung im Kriegsgebiet, um den Schutz sicherzustellen. Diese ganzen Formalien kann ich nicht ohne Hilfe erarbeiten.
Der LKW des Partnervereins hat ein Z aufgemalt – und dafür wurde gegen die Friedensbrücke und mich ermittelt. Inzwischen habe ich Unterlagen – es gibt einen Strafbefehl gegen mich wegen dieses Buchstabens …
Naiv gedacht: selbst das Rote Kreuz muss doch die lokalen Behörden nutzen, muss auf Partnerorganisationen zugreifen, wird lokal von Soldaten begleitet, wenn es in einem Kriegsgebiet Hilfe leistet?
Ich bin fest davon überzeugt, dass das immer so ist. Alle, die helfen, ob Ärzte oder Organisationen, die humanitäre Hilfe verteilen, brauchen immer auch den militärischen Schutz. Sie wollen ja auch lebendig wieder nach Hause. Überall gibt es Kontrollposten, wo sichergestellt wird, dass sich nur Berechtigte der Front nähern. Das geht nicht ohne Genehmigungen. Nein. Das rote Kreuz arbeite sicher nicht anders, ich vermute, die haben sogar noch bessere Bedingungen als wir.
Aber wir helfen im falschen Gebiet, den falschen Menschen. Das war ja die letzten neun Jahre so. Es wurden uns immer wieder Steine in den Weg gelegt, Gelder eingefroren, Konten gesperrt – helfen darf man nur den „guten Opfern“.
War das immer so?
Bestimmte Sanktionen gab es von Anfang an und es war nie leicht. Aber verbieten konnten sie es uns nicht. Es gibt ja eine UN-Charta, die festlegt, dass humanitäre Hilfe nicht verweigert werden darf. Und von daher hatten die Behörden nicht viel Spielraum.
Unsere Syrienhilfe, die Du organisiert hast, unterlag auch Sanktionen wie du weißt. Da gab es auch Schwierigkeiten – das ist ja Assad.
Und das, obwohl wir den Kurden geholfen haben, die ja als Gegner Assads galten!
Es sind alles Menschen, die in Kriegsgebieten leben und Hilfe brauchen. Aber seitens der deutschen Regierung wird eingeteilt: Assad böse, andere gut. Donbass böse, Kiew gut. Und man darf nur „den Guten“ helfen.
Wie sieht es mit offizieller humanitärer Hilfe aus?
Welche Hilfe? Sie wollen angeblich „den Ukrainern“ helfen. Wenn der Donbass ukrainisches Gebiet ist, wie sie sagen – trotz Referendum und Gründung der Republiken, warum helfen sie den dortigen Ukrainern nicht? Es sind Millionen Euro in die Ukraine geflossen. In mehreren Anfragen durch Andrej Hunko und Wolfgang Gehrke im Bundestag wurde nachgefragt, warum von diesem Geld kein einziger Euro im Kriegsgebiet im Donbass angekommen ist. Im Westen der Ukraine fand ja lange Zeit überhaupt kein Krieg statt, da ist keine Kugel geflogen, während im Osten, im Donbass seit 2014 ein blutiger Krieg, seitens Kiew gegen den Donbass, herrscht. Aber im Osten ist kein Euro für humanitäre Hilfe angekommen. Als Antwort kam, dass man Hilfe leisten könne, aber nicht über Moskau, sondern nur über Kiew. Hilfe aus Kiew kommt im Osten aber keine an. Es ist ja bekannt, dass nicht mal die Rentner mehr ihre Mini-Rente überwiesen bekamen. Uns wurden mehrfach illegale Grenzübertritte in die Ukraine vorgeworfen, weil wir über Russland in den Donbass eingereist sind, was seitens Kiews nicht erwünscht ist.
Will man den Ukrainer nicht helfen, weil sie die falsche Ethnie haben? Wir halfen und helfen den falschen Opfern. Und dafür werden wir massiv sanktioniert – als Verein und ich persönlich als Vorsitzende noch intensiver.
Du machst von Moskau aus die Arbeit für den Verein weiter?
Ja. Das könnte man als Vorteil sehen, auch wenn es mich hart getroffen hat. Aber es war uns, es war mir schon vor neun Jahren klar, wohin die Reise geht. Die unzähligen Gewaltverbrechen – am bekanntesten ist ja der Übergriff auf das Gewerkschaftshaus in Odessa – haben klar gezeigt, was zu erwarten ist.
Jetzt bin ich direkt vor Ort, fahre trotz des schlimmen Beschusses fast alle zwei Monate selbst in den Donbass. Das ist für die Vereinsarbeit optimal. In Deutschland wäre ich jetzt handlungsunfähig, wäre der Verein handlungsunfähig.
Transporte von Deutschland aus können nicht mehr gefahren werden?
Unser letzter, von Deutschland aus geplanter Transport im Januar 2023 ging nicht mehr in den Donbass. Es war so kompliziert, dass wir die Hilfsgüter der Palästina-Hilfe haben zukommen lassen. Ich habe gehört, dass irgendwas noch geht, aber da wir im Fokus stehen, reicht ein Spaten oder ein Schraubenzieher, um uns eine doppelte Verwendung vorzuwerfen. Und damit sind wir erledigt.
Man will uns zu hindern, unsere Arbeit zu machen und dazu zu bringen, die Hilfe einzustellen. Darum haben wir im Vorstand und in der Mitgliederversammlung entschieden, keine Transporte von Deutschland aus mehr durchzuführen. Wir wollen keine Angriffspunkte liefern, die es ihnen ermöglichen, den Verein zu verbieten.
Wie läuft es jetzt?
Von Moskau aus können wir monatlich über 20 Tonnen Hilfsgüter, die von Moskauern und Menschen aus anderen Regionen gespendet werden, in den Donbass schicken. Die Spendensammlung macht der Partnerverein Moskau-Donbass – das geht Hand in Hand. Wir machen die Logistik, finanzieren den Transport und sorgen für die Verteilung der Hilfe im Kriegsgebiet. Mit den Spenden aus Deutschland können wir das finanzieren.
Du warst ja einer der ersten Flüchtlinge aus dem Westen. Der Behördenweg ist ja nicht so ganz einfach, ein Arbeitsvisum hast Du keines. Wie bist Du hier in Moskau angekommen?
Ich war die Erste, die aus Deutschland kommend in Russland politisches Asyl beantragt hat. Es gibt hier – wie in Deutschland – verschiedene Formen von Flüchtlingen. Migration, Kriegsflüchtlinge, Flüchtlinge auf Zeit, politisches Asyl. Aber es war die letzten 30 Jahre nicht der Fall, dass jemand aus dem West politisches Asyl beantragt hat. Edward Snowden hat nie Asyl beantragt, der hatte einen ganz anderen Status und bekam einen russischen Pass.
Meine Einreise war der erste Fall und dementsprechend mühsam. Keiner konnte damit umgehen. Ich bin tatsächlich zunächst abgewiesen worden, da die Gesetze, die aus den 90iger Jahren stammen, vorgeben, dass man 7 Tage nach der Einreise Asyl beantragen muss. Diese Frist habe ich nicht eingehalten, nicht einhalten können. Ich bin eingereist, dann ging es in den Donbass zum Referendum und dann nach Moskau zurück. Damit waren mehrere Wochen vergangen, bis es zu meinem Asylantrag kam. Ich wollte ja nicht bleiben, sondern heimfahren.
Das führte zu gravierenden Problemen, die wir aber lösen konnten. Mein Fall hat sehr viel in Bewegung gebracht. Auch für Russland war es eine komplett neue Situation, dass Journalisten, Aktivisten, Menschen wie ich, nicht mehr in ihre Heimat zurück können. Ich kenne Tschechen, Balten, Briten, US-Amerikaner, Franzosen, es gibt viele die genauso betroffen sind. Aber wie gesagt, wir konnten es gut lösen, nach 8 Monaten habe ich den Status politisches Asyl bekommen, und kann auch, solange es nötig ist, bleiben.
Wie lebst Du in Russland?
Unter erschwerten Bedingungen, es ist nicht ganz einfach hier anzukommen. Ich kam ja nur mit einem Koffer, ohne weitere Dokumente, hatte nur meinen Pass dabei. Das war es. Das komplette soziale Umfeld ist weg. Familie, Arbeitskollegen, Freunde in einem ländlichen Raum – und jetzt diese Millionenstadt mit ein paar Kollegen, die mir Unterschlupf gewährt haben.
Man muss diese komplett neue Situation erst mal verkraften, verarbeiten, sich neu orientieren. Das Hauptproblem ist die Sprache, die ich zwar gut verstehe, aber mangels Praxis nicht sprechen konnte. Ich war immer auf Übersetzer angewiesen, um die bürokratischen Hürden zu bewältigen. Ich brauchte Hilfe, was für mich sehr ungewöhnlich war. Wann bin ich auf Hilfe angewiesen? Ich helfe anderen! Das war eine Umstellung, eine komplett neue Situation.
Aber da wir hier seit 9 Jahren Hilfe leisten, habe ich u.a. Kontakt zu den Veteranen-Verbänden aus den Konzentrationslagern. Von den Veteranen bekam ich viel Unterstützung, insbesondere bei den Übersetzungen.
Wie ich jetzt selbst erlebt habe: Du verbringst sehr viel Zeit mit der Vereinsarbeit?
Das stimmt. Ich kenne nicht mal viel von Moskau, denn die Vereinsarbeit ging ohne Pause weiter. Das ist fast durchgehend so. Immer nehme ich mir vor, zwei Wochen Urlaub zu machen, aber das hat noch nie geklappt.
In der Vereinsarbeit sehe ich klar meinen Auftrag. Die, die uns unterstützen, Sponsoren Mitglieder Spender, sind meine Auftraggeber. Und diesen Auftrag kann ich erfüllen. Ich zeige, dass es Deutsche gibt, die keinen Krieg wollen und den Menschen im Kriegsgebiet helfen. Das zu demonstrieren ist in Deutschland ja kaum mehr möglich und das mache ich, solange mir das möglich ist. Auch wenn das immer schwerer wird. Jetzt haben wir die 9. Kontokündigung erhalten. Sie lassen uns nicht in Ruhe, wollen, dass wir unseren Mund halten.
Warum dieser scharfe Gegenwind gegen den – eigentlich eher kleinen – Verein?
Ich habe seit Februar 2015 tausende Videos und Fotos gesammelt, wir sind Augenzeugen. Man will es nicht dulden, dass wir die Sicht der „anderen Seite“ erzählen können. Wir wissen, wie es angefangen hat, wir wissen, was zwischen 2014 und Januar 2022 passiert ist und können das belegen. Wir haben es dokumentiert und tragen es in die Öffentlichkeit.
Wir haben die Flüchtlinge gesehen, die aus den Kriegsgebieten nach Russland evakuiert wurden bzw. geflüchtet sind. Wir haben mit ihnen gesprochen, schreiben ihre Geschichten auf. In unserem Projekt „Das Gedächtnisbuch“ wird festgehalten, was einzelnen Menschen passiert ist. Man will nicht, dass das öffentlich wird. Und darum sind wir denen ein Dorn im Auge.
Schon im Vorfeld unserer Abreise war klar: Mit Beginn der Spezialoperation hat sich die Situation für uns als Verein total verschärft. Wer nicht solidarisch mit der Ukraine ist, wird zum Feind erklärt. Wir helfen „dem Feind,“ das ist die Botschaft mit der der Verein angegriffen wird. Das ist wohl ein weiterer Grund, dass sie unsere Donbass-Hilfe unterbinden wollen. Falsches Gebiet, falsche Menschen – es ist eben „der Feind“ und dem darf man nicht helfen.
Sie setzen dann die absurdesten Lügen in die Welt. Aus unseren Ferienlagern für Kinder aus den Frontgebieten machen sie „deportierte Kinder, die wir nach Russland entführt haben“. Offensichtlich gönnen diese Hetzer russischen Kindern nicht mal eine Feuerpause – ganz im Sinne Poroschenkos, der schon 2017 diese Kinder in die Keller verbannen und so den Krieg, der ja angeblich 2022 erst angefangen hat, gewinnen wollte.
Ich werde das Video verlinken.
Das ist gut. Nur so kann man die Widersprüche aufdecken.
Eigentlich dürfte sich Deutschland aufgrund des 2+4-Vertrages nicht beteiligen?
Nachdem in ganz Europa und Deutschland nur noch blaugelbe Flaggen hängen, hat man meines Wissens bereits rechtliche Grenzen überschritten. Die Gebäude von Regierungen dürfen doch nur bei einem Staatsbesuch mit fremden Fahnen fremder Länder beflaggt werden. Aber damit fing es an. Dann die Ukrainer, die ins Land kamen – da war die Richtung klar.
Auch der völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen Jugoslawien war ein Verstoß gegen den 2+4-Vertrag. Dort steht ganz klar: Von deutschem Boden aus darf nie wieder Krieg ausgehen. Es dürfen keine militärischen Güter über den Boden der ehemaligen DDR transportiert werden. Der 2+4-Vertrag war ja Grundlage des Einigungsvertrages, ein Vorgang der in meinen Augen eine Annexion, aber keine Vereinigung darstellt.
Unterstützt Deutschland die Ukraine militärisch, bricht es den 2+4-Vertrag, damit ist dieser kündbar. Seit 1999 wird dagegen verstoßen, heute ist das wieder der Fall. Was bedeutet es für Deutschland, wenn dieser gekündigt wird?
Aber der Gefahr eines dritten Weltkrieges ist sich auch Russland bewusst, daher wohl deren Geduld.
Siehst Du eine Chance auf Frieden?
Die Chance auf Frieden ist immer da. Der Westen ist am Zug. Die NATO-Manöver müssen ein Ende finden, die Angriffshaltung der NATO muss ein Ende finden, die Waffenlieferungen müssen ein Ende finden. Und dann muss die Diplomatie am Verhandlungstisch arbeiten. Aber schon in Minsk hat der Westen – wie er selbst zugegeben hat – nur gelogen. Ich weiß nicht, ob die Russen nochmal Vertrauen haben können. Eine Sanitär-Zone – Puffer-Zone – ist wohl die einzige Chance. Die NATO muss weit genug weg sein. Es muss aufhören, dass täglich russische Städte und Zivilisten bombardiert werden.
Aber darauf haben wir als Verein überhaupt keinen Einfluss, wir können uns nur um die Opfer kümmern. Und das tun wir weiter.
Wie ist der Stand der Hilfsprojekte?
Am 3.4. schicken wir den 70. Transport in den Donbass, den ich begleiten werde. Auch die Verteilung der Hilfslieferung werde ich betreuen. Wir haben jetzt über 800 Hilfsprojekte durchgeführt, wie man das weitestgehend vollständig auch auf unserer Homepage http://www.fbko.org dokumentiert findet. Ich möchte alle bitten, dass sie uns weiter unterstützen, dass die Solidarität mit dem Donbass aufrechterhalten bleibt.
Ich möchte mich aber auch für die jahrelange Treue und Hilfe bedanken. Wir sind mehr geworden – gerade in den letzten Jahren. Humanitäre Hilfe ist ja auch eine Form von Protest. Ich bin nicht einverstanden mit Krieg. Die anderen liefern die Waffen, wir liefern die Hilfsgüter.
Danke dafür!
Humanitäre Hilfe ist der aktive Protest des Einzelnen gegen den Krieg.
Anmerkung an meine Leser:
Wer gegen den Krieg protestieren möchte, die Friedensbrücke Kriegsopferhilfe freut sich über Spenden. Details dazu auf der Homepage
Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.
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Hallo,
ein „Z“ geht natürlich gar nicht.
Eine Wolfsangel muss es sein, wie auf ukrainischen Fahrzeugen, dann spendieren die BRD-Politiker Milliarden (der zunünftigen Steuerzahler).
Hallo zusammen,
mh, was macht Ihr, wenns losgeht?
Abhauen? Wohin (mit Familie und Eltern)?
Ich bin 53, Frau, 2 Kindern und über 80 jährige Eltern / Schwiegereltern…
Ich will in keinster Form diesen geplanten Krieg unterstützen…
VG & ein Glück Auf aus dem ERZGebirge / Sachsen.
Es ist nicht nur ein unfassbare Schande, sondern auch eine überwältigende Schuld, die sich Deutschland gerade auflädt.
Nicht nur die Regierenden, sondern auch alle, die billigerweise einfach den Mund halten und mitmachen.
Wer etwas Wahres sagt oder Gutes tun will, wird fertiggemacht. In was für einer Zeit leben wir?
Die ganze Lügnerei und Heuchelei ist eigentlich kaum noch erträglich.