Guter Migrant, schlechter Migrant

14. Januar 2023von 12,6 Minuten Lesezeit

Über die Brauchbarkeit von Flüchtlingen und wie sie instrumentalisiert werden. Massenmigration, und nur um diese soll es in weiterer Folge gehen, löst in unseren Zentrumsgesellschaften die unterschiedlichsten Reaktionen aus.

Die politische Rechte macht den Migranten, der das erste Opfer untragbarer Verhältnisse ist, zum Sündenbock und baut darauf ihren Rassismus auf. Das grün-liberale Milieu kühlt sich an ihm ihr Helfersyndrom und verweigert Erkenntnisse über die Funktion von Migration. Investoren in vielen Industriebranchen und Dienstleistungssektoren wissen den ständigen Zuzug von billigen Arbeitskräften und den damit einhergehenden Druck auf den Arbeitsmarkt zu schätzen. Versprengte Linksradikale sehen in dem Migranten das revolutionäre Subjekt, das sich in der autochthonen Bevölkerung nicht und nicht entwickeln will. Gewerkschaftlich orientierte Sozialdemokraten erkennen die negativen Auswirkungen von Massenmigration für die Zielländer, getrauen sich aber nicht, diese anzusprechen, um nicht in den Verdacht zu geraten, als Rechte angesehen zu werden.

Die wenigen verbliebenen Linken, die ihren Marx gelesen und daraus gesellschaftliche Schlüsse gezogen haben, erkennen die Funktion von Migration als gesellschaftlich spalterisch und im Dienste des Kapitals stehend, so wie sie Marx zum Verhältnis von englischen zu irischen Arbeitern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschrieben hatte. Im Jahr 1870 meint er zur Masseneinwanderung von Iren nach England: „Zweitens hat die englische Bourgeoisie das irische Elend nicht nur ausgenutzt, um durch die erzwungene Einwanderung der armen Iren die Lage der Arbeiterklasse in England zu verschlechtern, sondern sie hat überdies das Proletariat in zwei feindliche Lager gespalten. Das revolutionäre Feuer des keltischen Arbeiters vereinigt sich nicht mit der soliden, aber langsamen Natur des angelsächsischen Arbeiters. (…) Dieser Antagonismus zwischen den Proletariern in England selbst wird von der Bourgeoisie künstlich geschürt und wachgehalten. Sie weiß, daß diese Spaltung das wahre Geheimnis der Erhaltung ihrer Macht ist.“1

Über die „erzwungene Einwanderung“, von der Marx schreibt, ist man sich heute wohl bewusst, an ihr hat sich im Grundsatz nichts geändert. Denn die Ursachen, warum es Millionen von Menschen aus weltwirtschaftlichen Randgebieten in die Zentralräume nach Westeuropa (und Nordamerika) zieht, sind bekannt. Sie werden allerdings selten thematisiert. Krieg und der Verlust von Lebensmöglichkeit in der Heimat entwurzeln die Menschen und treiben sie zur Flucht. Konsequente Friedenspolitik und Kampf gegen weltweite Ungleichheit, die meist von Freihandelsabkommen flankiert wird, würden also Massenmigration bereits im Keim ersticken. Viele Interessen – von der Rüstungsindustrie bis zu sogenannten „Partnerschaftsabkommen“ zwischen der Europäischen Union und afrikanischen Staaten – stehen dem entgegen.

Der Migrationspakt der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2018, der von den meisten Staaten unterzeichnet wurde, nennt Migration in Punkt 8 „eine Quelle von Wohlstand, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung in unserer globalisierten Welt“. Ohne die Nachfrage, für wen Migration denn eine Quelle des Wohlstands sei, wer also davon profitiere, klingt diese Aussage wie eine Verhöhnung von Millionen Vertriebenen, die im Globalen Süden und im Nahen und Mittleren Osten sowie zuletzt in der Ukraine ihre Heimat verloren haben und an ihnen fremden Orten eine prekäre Existenz fristen. Der UN-Pakt atmet den liberalen Geist des Globalismus, den er damit zusätzlich verschärft. Denn der weltweiten Ungleichheit als eigentliche Triebkraft von Migration wird man nicht durch Massenwanderungen begegnen können, sondern einzig durch die Schaffung von Lebensperspektiven vor Ort. Das hieße Vorrang von lokaler und kleinräumiger, subsistenz-orientierter Wirtschaftsweise vor Großraum-Konzepten, regional vor national und national vor global.

Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir uns die über 30 Abkommen der EU ansehen, die Brüssel seit Mitte der 2010er Jahre mit afrikanischen und karibischen Ländern abgeschlossen hat. Diese sogenannten „Economic Partnership Agreements“ (EPA) sind Ausdruck einer aggressiven Wirtschaftsstrategie Brüssels für EU-europäisches akkumulationshungriges Kapital. De facto verstecken sich hinter den EPAs Freihandelsabkommen zwischen der EU als suprastaatlichem Block und afrikanischen bzw. karibischen Partnerländern, die eine gegenseitige Marktöffnung festschreiben. Weil aber Länder wie Burkina Faso, Mali, Ghana und all die anderen „Partner“ kaum etwas produzieren, was auf dem EU-Markt konkurrenzfähig wäre, bedeutet dies im Klartext: Öffnung der afrikanischen und karibischen Märkte für Waren aus EU-Europa.

Ein Beispiel mag die Folgen verdeutlichen: Der Geflügelmarkt in Ghana wies vor dem EU-Partnerschaftsabkommen einen 95%igen heimischen Anteil aus, das heißt, so gut wie alle Hühner oder Enten kamen von kleinen ghanaischen Züchtern. Jahre nach der Unterzeichnung des Abkommens schwand der Marktanteil heimischer Produzenten auf 11%.2 Die Tiefkühltruhen in den Supermärkten sind jetzt mit holländischen oder deutschen Hühnerteilen gefüllt. Dasselbe konnte im Übrigen auch in Osteuropa beobachtet werden, zum Beispiel im Kosovo. Die Wirtschaftsoffensive der EU hat zur Folge, dass die heimischen, ghanaischen Bauern nicht mehr überlebensfähig sind, sich auf Plantagen ausländischer Unternehmen verdingen müssen und ihre Söhne – meistens ist es der jeweils kräftigste von ihnen – die riskante Reise durch die Sahara und über das Mittelmehr nach EU-Europa antreten. Das Willkommen, das ihnen hier als Migranten von grün-liberaler Seite entgegenschlägt, ist vor diesem Hintergrund nicht nur verlogen, sondern legitimiert zu Ende gedacht den wirtschaftlichen Vormarsch der EU-Unternehmen in Afrika.

Eine ähnliche ökonomische Schieflage, die letztlich zu Massenabwanderungen führt, wird von den Assoziierungsabkommen der Europäischen Union mit ex-sowjetischen Republiken ausgenutzt und weiter vorangetrieben. Marktöffnung im Osten für EU-Konzerne, lautet dabei das Ziel. Die Ukraine ist über diesen Vormarsch westlicher Wirtschaftsinteressen zerfallen. Über das Njet des damaligen Präsidenten Wiktor Janukowitsch zum EU-Assoziierungsabkommen, das dieser am Gipfel von Vilnius im November 2013 ausgesprochenen hatte, setzte sich Brüssel hinweg und begann – wie die US-Administration – auf einen Regimewechsel zu setzen. Dieser gelang im Februar 2014 blutig, führte aber zur Sezession zweiter Volksrepubliken im Donbass und zur Abtrennung der Krim an die Russländische Föderation.

Das Assoziierungsabkommen mit der EU wurde von den neuen Machthabern flugs unterzeichnet und trat 2017 in Kraft. Seither können Westkonzerne von billiger ukrainischer Arbeitskraft profitieren. Der ukrainische Mindestlohn beträgt Ende 2022 umgerechnet 1,21 Euro pro Stunde. Das lockte bis zum Krieg viele Investoren ins Land und trieb – umgekehrt – viele junge Ukrainer aus dem Land, wie an der untenstehenden Bevölkerungsentwicklung zu ersehen ist.

Deserteure aus Syrien, Frauen aus der Ukraine

Nehmen wir das Beispiel der Deserteure. Am Vergleich der beiden Massenmigrationen in den Jahren 2015 und 2022 wird der instrumentelle Umgang mit dem Leid von Flüchtlingen, so wie er von Brüssel, Berlin und Wien betrieben wird, deutlich; überdeutlich. Beide Wanderungswellen können unschwer kriegerischen Ereignissen zugeschrieben werden.

Im Jahr 2015 war es der syrische Bürgerkrieg, von außen durch die Türkei, die USA, Frankreich und Russland angeheizt, der mehrere Millionen Menschen zur Flucht trieb. Ausschlaggebend war dann noch die miserable Lage in den heillos überfüllten jordanischen und libanesischen Lagern, die unter UNO-Ägide standen und denen schlicht das Geld ausging. Dass sich dem Migrationsstrom aus Syrern auch Menschen aus Afghanistan und afrikanischen Ländern anschlossen, verschärfte die Lage für Österreich, Deutschland und Schweden, den von den Flüchtenden ausgewählten Zielländern.

Im Jahre 2022 war es der russische Einmarsch in die Ukraine, der einen dort seit acht Jahren tobenden Bürgerkrieg internationalisierte. Die Fluchtbewegungen während der Jahre 2014 bis Februar 2022 wurden im Westen nicht wahrgenommen oder totgeschwiegen, sie gingen in Richtung Russland. Ab Frühjahr 2022 setzten sich Millionen von Ukrainerinnen in Richtung Westeuropa ab, wo sie vor allem in Polen, Deutschland und Österreich Aufnahme fanden.

Die Migrationsbilder von 2015 und 2022 könnten unterschiedlicher nicht sein. Im Sommer 2015 marschierten Zigtausende junge arabische Männer entlang der Schienenstrecken von ungarischen Bahnhöfen, wohin sie ebenfalls meist in Fußmärschen gekommen waren, über die Grenze nach Österreich. Dort übernahm die Bundesbahn die gewünschte Weiterreise nach Deutschland. Der dunkelhäutige 20jährige Araber, der nichts als ein Mobiltelephon und eine Sporttasche mit dem Allernötigsten bei sich trug, prägte das Bild des Migranten im Jahr 2015.

Seit dem Frühjahr 2022 fahren Zigtausende junge Ukrainerinnen mit ihren Kindern über die ukrainisch-polnische und ukrainisch-slowakische Grenze entlang gut ausgebauter Fernstraßen in Richtung Deutschland. Die blonde 30jährige Ukrainerin in einem Vierrad-getriebenen SUV mit zusätzlicher Dachbox, in der mehr als das Nötigste verstaut werden kann, prägt das Bild der Migrantin im Jahr 2022.

Hinter diesen völlig unterschiedlichen Bildern von Flucht und Migration stecken nicht nur sozial komplett anders geartete Verhältnisse der Ankömmlinge – darüber wäre eine eigene Geschichte zu schreiben –, sondern auch geopolitische Entscheidungen, die den arabischen Migranten hier und die ukrainische Migrantin dort zum Spielball der großen Politik degradieren. Denn der durchschnittliche junge Syrer, der sich auf den Weg nach Europa machte, war in aller Regel ein wehrpflichtiger junger Mann, der sich durch Flucht dem Dienst an der Waffe entzog. Weil er für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, der im Westen als Feind angesehen wird, einrücken hätte sollen, war er hierzulande willkommen. Seine Desertation schwächte den syrischen Präsidenten, konnte Berlin und Brüssel also Recht sein.

Ganz anders, ja geradezu gegenteilig, die Situation in der Ukraine. Von dort will der Westen keine Deserteure aufnehmen, würden diese doch den ukrainischen Machthaber Wolodimir Selenskij für seinen Feldzug gegen den Osten fehlen. Also nehmen Länder wie Polen, Deutschland und andere im Westen die Frauen und Kinder von ukrainischen Soldaten auf, damit diese weiter für das kämpfen, was in den Mainstream-Medien „unsere Werte“ genannt wird.

Der syrische Deserteur ist von der EU-Politik willkommengeheißen worden. Hunderttausende alleinstehende junge muslimische Männer, man getraut sich das ja fast nicht mehr zu schreiben, verursachen jedoch gesellschaftliche Spannungen in Ländern wie Deutschland, Österreich und Schweden. Entsprechend leicht tut sich die politische Rechte, diese Tatsache in einen rassistischen Diskurs einzubetten. Sie zu verschweigen, hilft jedoch weder den Geflüchteten noch den diese Aufnehmenden.

Die ukrainischen Frauen und Kinder, die ihre Heimat verlassen haben, sind keinem Rassismus ausgesetzt, sie sind auch in aller Regel nicht mittellos. Entsprechend wohlwollend wurden sie auch von Politik, Medien und den Menschen behandelt. Beide, die jungen männlichen Syrer wie die jungen weiblichen Ukrainerinnen, erfüllen unterschiedliche Funktionen im westlichen Migrationsgeschehen, werden jedoch beide instrumentalisiert: die einen, um den zum Feind des Westens gestempelten syrischen Präsidenten zu schwächen, und die anderen, um den als Freund titulierten ukrainischen Präsidenten zu stärken, das Land zu entlasten.

Migration als Herrschaftsinstrument

Die Funktion von Massenwanderungen geht freilich weit über das Beispiel der Desertation hinaus. Nachkriegsdeutschland kennt seit Mitte der 1950er Jahre den Zuzug ausländischer Migrantinnen und Migranten. Er wurde von Anfang an, seit dem ersten Anwerbeabkommen durch den damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer, bewusst vorangetrieben, um den Arbeitsmarkt mit ständig neuen, billigen und willigen Kräften zu füllen. In einem Brief an seinen Arbeitsminister Anton Storch vom 14. November 1955 spricht sich Adenauer für eine rasche Einfuhr italienischer Arbeiter aus. Er tut dies, um eine – wörtlich – „Verengung des Arbeitsmarktes als eine der entscheidenden Ursachen für die ständigen Lohnforderungen der Gewerkschaften“ zu verhindern.3 Es geht also um Lohnpolitik. Gewerkschaftlich geforderte Lohnerhöhungen beantwortet der CDU-Kanzler mit dem „Auffüllen“ des Arbeitsmarktes durch Migranten. „Ich halte es daher für erforderlich, baldmöglichst ein geschlozsenes Programm zu entwickeln“, so Adenauer weiter, „das geeignet ist, einer solchen die gesamte Volkswirtschaft bedrohenden Entwicklung entgegenzuwirken. Ich weiß, daß Sie meine Sorgen teilen. Sie haben anläßlich der Kabinettssitzung am 15. Oktober ds. Js. (1955, d.A.) sich auch für den sofortigen Einsatz ausländischer Arbeitskräfte ausgesprochen.“

Kurz darauf, im Dezember 1955, unterzeichnen Adenauer und sein italienischer Amtskollege Antonio Segni das erste Anwerbeabkommen, das ausländische Arbeiter in die deutsche Industrie und Landwirtschaft brachte. Er folgten Abkommen mit Spanien, der Türkei, Marokko, Portugal, Tunesien und – etwas später, weil sich Jugoslawiens starker Mann Josip Broz Tito anfangs gegen eine solche Politik sträubte – Jugoslawien. Millionen von Menschen wurden auf diese Weise nach Deutschland verbracht, anfangs alleine, später mit Familiennachzug. Der Anwerbestopp des Jahres 1972 unter Willy Brandt stellte nur eine kurzfristige Atempause dar. Der Zusammenbruch des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) und der kommunistischen Systeme in Osteuropa sowie die jugoslawischen Bürgerkriege ließen in den 1990er Jahren Millionen von zu Hause aufbrechen, um für sich eine bessere Zukunft im Westen zu suchen. Die demografische Statistik spricht eine deutliche Sprache: Länder wie Bulgarien, Serbien oder die Ukraine haben mit teilweise extremen Bevölkerungsverlusten zu kämpfen. Bulgarien verlor zwischen 1980 und 2020 fast ein Viertel seiner Bevölkerung, Serbiens EinwohnerInnenzahl sank binnen zwei Jahrzehnten zwischen 1990 und 2021 von 8 Millionen auf 7,3 Millionen, die Ukraine wies zum Zeitpunkt ihrer Unabhängigkeitserklärung 1991 noch 51 Millionen BewohnerInnen aus, vor der großen Flucht, im Jahre 2021, waren es nur mehr 43 Millionen, heute geschätzte 38 Millionen.

Die Folgen für die Herkunftsländer der Migration sind verheerend. Am Beispiel des Gesundheitswesens kann dies deutlich gemacht werden. So verließen zwischen 2011 und 2021 25.000 ausgebildete rumänische Ärzte das Land und machten sich auf den Weg in Richtung Italien oder in andere Länder der Europäischen Union. Serbien verlor im selben Zeitraum 10.000 Mediziner an den Westen. Lohnunterschiede von 1:5 oder gar 1:10 sind dafür ausschlaggebend. Die gesundheitspolitischen Auswirkungen in den Herkunftsländern sind dementsprechend katastrophal; das öffentliche Gesundheitswesen trocknet Jahr für Jahr mehr aus.

Länder wie Deutschland oder Österreich profitieren – zumindest vorerst – von dieser Entwicklung. Zehn bzw. zwölf Prozent der hier tätigen Mediziner wurden im Ausland ausgebildet. Wenn man davon ausgeht, dass eine Ausbildung zum Arzt – je nach Fachgebiet – zwischen 200.000 und 400.000 Euro kostet und 55.000 Ärzte in Deutschland – das sind zehn Prozent – anderswo ihre Ausbildung erhalten haben, hat sich der deutsche Staat 16,5 Mrd. Euro erspart; und umgekehrt sind Länder wie Bulgarien, Serbien oder Rumänien dafür aufgekommen.

Migration kennt Gewinner und Verlierer, freilich auch auf individueller Ebene. Politisch und gesamtgesellschaftlich verlieren die Herkunftsländer der Migranten. Darüber können auch die von Medien und Politik im Westen immer wieder beschworenen finanziellen Rücküberweisungen der Migranten an ihre daheimgebliebenen Familienmitglieder nicht hinwegtäuschen. Denn diese fließen nicht in gesellschaftlich notwendige Investitionen, sondern eben in private Kanäle, was für die eine Familie einen Gewinn darstellen mag, für das Land als Ganzes jedoch nicht als Plus verbucht werden kann. Die Kosten der Abwanderung von Jungen und Innovativen können die Rücküberweisungen nicht kompensieren, zumal die Alten und Pflegebedürften zurückbleiben, was die Gesellschaften der Herkunftsländer zusätzlich belastet.

Von Hannes Hofbauer ist zum Thema erschienen: Kritik der Migration. Wer profitiert und wer verliert. Wien, Promedia Verlag.

2 Aram Ziai, Fluchtursache Entwicklungspolitik. In: iz3w Sept./Okt. 2016, S. D-16. Siehe weiter: Hannes Hofbauer, Kritik der Migration. Wer profitiert und wer verliert. Wien 2018, S. 29

3 Brief von Konrad Adenauer an Anton Storch vom 14. November 1955 (Entwurf), Archiv des Bundeskanzlers 7-80206-3397/55 (Kopie im Besitz des Autors).


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Hannes Hofbauer ist Publizist und Verleger von Promedia.


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21 Kommentare

  1. Johannes Schumann 15. Januar 2023 at 18:02Antworten

    Inwiefern wird „der Migrant“ zum Sündenbock? Das sehe ich nicht. Zum einen schon die Gruppierung falsch, denn es gar nicht um Migranten vs. Nichtmigranten. Es geht um gut integrierte Menschen und schlecht integrierte Menschen. Es geht um den Islam. Auch Chinesen, Vietnamesen, Japaner usw. sind, wenn sie dauerhaft bei uns leben, Migranten. Von denen hört man aber nichts. Die fallen in Kriminalitätsstatistiken nicht negative auf. Gilt auch für Schweden, Tschechen, Dänen, Franzosen, Schweizer, Polen, Holländer usw. Es fallen jene auf, die aus islamischen Herkunftsländern kommen. Nicht alle, aber das behauptet niemand. Es wird nur unterstellt. Aber es ist schon eine signfikant hoher Prozentsatz, die immer wieder mit schwersten Gewalttaten auffallen, die man wie folgt beschreibt: jung, männlich, islamisch. Das hat natürlich auch etwas mit dem Männlichkeitsbild in den Herkunftsgesellschaften zu tun. Migranten haben den Vorteil, dass man sie abschieben kann und das sollte man, sobald es Anlass dazu gibt. Unsere Einrichtungen wie Polizei und Justiz müssen auf diesen Wegen entlastet werden, denn es gibt genug andere Leute, die auch Probleme machen, die wir nicht (mehr) abschieben können.

  2. Georg Uttenthaler 15. Januar 2023 at 15:17Antworten

    Die Migrationskrise ist wieder da, genaugenommen war sie niemals weg. Die nachgiebige österreichische Asylpraxis wirkt nach wie vor als monetärer Magnet auf illegale Migranten aus aller Welt.
    Die Zurückweisung an den EU-Außengrenzen steht nur auf dem Papier. Das ist sogar verständlich, solange Österreich mit maximaler Versorgung bei minimalen Sanktionen Schlepper- Sozialmigration anlockt, aber selbst nicht die Verantwortung für die Steuerung der Migrantenströme übernehmen will.

    Die Exekutive versagt bei der Kontrolle der Grenzen und der Zurückweisung unberechtigt Einreisender. Die Legislative versagt bei der überfälligen Verschärfung des Asylrechts, um die fatale Sogwirkung abzustellen. Die Judikative, die derzeit im Koma liegt, versagt, weil sie mit ihren Entscheidungen die Anwendung geltenden Migrationsrechts sabotiert. Und die „vierte Gewalt“ der Medien versagt, weil sie als “Hure” dieses multiplen Staatsversagens hartnäckig nicht thematisiert.

    Der eigentliche Skandal In jedem normalen Land mit Selbsterhaltungstrieb wäre dieses Komplettversagen auf allen Ebenen das Top-Thema im Wahlkampf sein und wird es hoffentlich in Niederösterreich sein.
    Warum können die Fachkräfte aus Irak, Syrien so gut mit dem Messer umgehen? Weil sie vom CIA in Amerika für den Nahkampf ausgebildet wurden. Sie wurden dort für die Unruhen seinerzeit gegen Hussein, Assad ausgebildet und von Hussein, Assad eingesperrt. Als dann die USA einen der 34 illegalen Kriege gegen Irak- Syrien begann, wurden zu aller erst diese Gefängnisse geöffnet und die Terroristen frei gelassen. Die jetzt über alle sicheren Staaten zu uns einreisen, sind “Luxus- Migranten”, die wenn sie keine Barleistungen mehr bekommen, innerhalb von wenigen Tagen unser Land verlassen würden!!! Aber dazu braucht es eine Regierung mit Rückgrat, die durchgreift. Hoffentlich sehr bald.!!!

  3. niklant 15. Januar 2023 at 10:40Antworten

    Migration ist schon eine schwierige Politische Lüge! Was kommt denn in ein Land, in der eine Diktatur aufgebaut werden soll? Menschen kommen nicht weil sie arbeiten wollen sondern weil sie gut leben wollen! Das geht besonders in der EU gut mit Betrug, Diebstahl, Raub und Mord. Strafverfolgung nur für eindeutig erkennbare Einheimische Personen! Wer dann noch etwas Wohlstand in der EU sucht, dem wird ein Berufszweig aufgedrängt, den der Staat vorgibt! Dank dieser neuen angeblichen Fachleute werden die teuren Kräfte aus dem Arbeitsmarkt gedrängt und durch billige Kräfte ersetzt. Zu dumm nur, das ausgerechnet die neuen Fachleute keinen schimmer von der EU-Lebensweise und den Arbeitsanforderungen haben! Zum Glück macht man gerade diese EU durch Fake und Lügen zum Schlachtfeld!

  4. Fritz Madersbacher 14. Januar 2023 at 21:09Antworten

    „Massenmigration … löst … die unterschiedlichsten Reaktionen aus“ und wird aufgrund dieses hohen Emotionalisierungspotentials für politische Zwecke instrumentalisiert. Sie ist heute vor allem das Ergebnis imperialistischer und kolonialistischer Einmischungen und Aggressionen in verschiedenen Weltregionen. Nach dem Scheitern solcher Aggressionen sehen sich viele mit den Aggressoren kollaborierende Menschen gezwungen oder veranlasst, ihre Länder zu verlassen und dorthin zu ziehen, wo sie sich eine bessere Zukunft erhoffen, nämlich dorthin, woher die Angreifer gekommen sind.
    Anders als in der Situation, die Marx und Engels im England des 19. Jahrhunderts vorfanden, als irische Arbeiter als lohndrückende industrielle Reservearmee benutzt wurden, anders als die ziemlich ähnlichen Zwecke, die Adenauer oder Anwerbestellen der österreichischen (Bundes-)Wirtschaftskammer etwa in der Türkei verfolgten, um billige Arbeitskräfte für eine zu Florieren beginnende Wirtschaft/Industrie zu bekommen, sind heutige Migranten/-innen nicht mehr „angeworben“. Aber sie gelangen in Gesellschaften mit gealterten Bevölkerungen, denen langsam überall buchstäblich die Luft ausgeht, in denen es keinen Bereich mehr gibt, in dem nicht händeringend Arbeitskräfte gesucht und benötigt werden. Diese Situation gleicht eher (mutatis mutandis) der Situation des niedergehenden Imperiums Romanum, in dem praktisch alle wichtigen Funktionen durch Leute irgendwann einmal eingedrungener Völkerschaften ausgefüllt wurden – bis hin zu den Caesaren/Kaisern. Das mag eine für manche unbequeme Tatsache sein, aber wir sollten einsehen, auch zum gegenseitigen Nutzen: „Migration“ ist geschichtliche Normalität, „Ausländerfeindlichkeit“ ist keine angemessene Haltung dazu – und sie schadet uns à la longue nur selbst!

    • Fabian 16. Januar 2023 at 22:32Antworten

      Ihre Theorie geht leider ziemlich an der Realität vorbei.
      1. sind die meisten Migranten nicht qualifiziert für den hiesigen Arbeitsmarkt oder sogar Analphabeten, also reine Leistungsempfänger. Werfen Sie einen Blick in die Statistiken.
      2. werden immer weniger Arbeitskräfte gebraucht, weil alles automatisiert wird.
      3. fehlen zwar Pflegekräfte, aber die würde man bekommen, wenn man ordentlich zahlen würde und nicht nur angelerne Hillfskräfte einstellen, die der Aufgabe nicht gewachsen sind.

      • Fritz Madersbacher 17. Januar 2023 at 0:20

        @Fabian
        16. Januar 2023 at 22:32
        „Ihre Theorie geht leider ziemlich an der Realität vorbei“???
        Sie kennen schon die Altersstruktur der österreichischen Bevölkerung?
        Sie haben schon vom Arbeitskräftemangel in sämtlichen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens gehört, der nicht nur mit mangelnder Bezahlung zu tun hat?
        Und „1. sind die meisten Migranten nicht qualifiziert für den hiesigen Arbeitsmarkt oder sogar Analphabeten, also reine Leistungsempfänger“ – sehen Sie nicht, dass genau hier das Problem liegt, das gelöst werden müßte, auch zu unserem eigenen Vorteil, wenn Sie sich nochmals die Fragen vorher durch den Kopf gehen lassen?

  5. Andreas I. 14. Januar 2023 at 19:23Antworten

    Hallo,
    2008 „Bankenkrise“, von da an lief die EU bzw, der Euro-Raum mit Gelddrucken, aber die Realwirtschaft lief noch vergleichsweise gut, da konnten 2015 billige Arbeitskräfte gebraucht werden und abgesehen von anderen Aspekten, hat das wirtschaftlich gepasst (in der liberalen Wirtschaft, die allerdings von der Mehrheit immer wieder gewählt wird, also … ).

    2022 hatte das Gelddrucken (seit 2008) auch die Realwirtschaft erreicht, dazu die Spezialitäten des Energiemarktes … bei der Prognose einer schrumpfenden Wirtschaft passt Zuwanderung eher weniger.

  6. Rosa 14. Januar 2023 at 15:30Antworten

    Deshalb -✒ Volksbegehren „Migrationsflut stoppen – JETZT!“ –

    *report24.news/mfg-oberoesterreich-buerger-muessen-gegen-inkompetente-asylpolitik-aufstehen

  7. Peter Ruzsicska 14. Januar 2023 at 13:00Antworten

    Dieses Buch kann ich nur allerbestens weiter empfehlen,
    obwohl nach dem Durchlesen der Kommentare hier sowohl Linkes als auch Rechtes – in beiden Fällen völlig nachvollziehbares – unausgewogenes herausstellen von „Opfererzählungen“, den sich geradezu aufdrängenden Kollateralnutzen aufweist, von fundamentaler Camouflage allzu schmerzhafter Herrschaftsanalyse abzulenken:
    Wer wo und wie profitiert ist immer möglichst klar in die Betrachtung von jedwederlichen Herrschaftskontexten (=Gewaltkontexten = Kräfteverhältnissen) möglichst mit einzubeziehen.
    Der Einzelne erfährt in diesen Zusammenhängen im Augenblick seine jeweilige Verortung in Kräftegefielden waltender Herrschaftswirklichkeit – Einschließlich seiner eigenen Bereitschaft, ihm selbst und seiner un- bzw. mittelbaren sozialen Abhängigkeiten geschuldet, mehr oder weniger unangenehme Tatsachen gerne zu verdrängen bzw. schlicht zu dissozieren…
    Danke für diesen Artikel inkl. Diskussion!

    • 1150 14. Januar 2023 at 15:34Antworten

      die erzählungen aus der zeit des dreissigjährgen krieges, werden im zukünftigen europa für jene, die davon gelesen und gehört haben, mit mord, totschlag, raub, marodierenden banden, terror, brandschatzungen, willkür und vergewaltigungen, krankheit und hungersnöten, nachvollziehbar werden.
      eine kleine vorschau davon, wird doch schon täglich abgeliefert – soferne sie die zensur unterlaufen.
      als um 1979 madmax ins kino kam, habe ich mich amüsiert und dies für undenkbar gehalten

      ich denke, die welt vor der heilsbringenden migration von fremdvölkischen wird in den erzählungen der ureinwohner amerikas und australiens noch wehmütig erinnerlich sein

  8. Bernd 14. Januar 2023 at 11:18Antworten

    Danke für diesen Beitrag.
    Zitat von Helmut Schmidt – „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“ – Helmut Schmidt
    Die Glaubwürdigkeit der Politiker war noch nie so gering wie heute. Das liegt nicht zuletzt an einer Gesellschaft, die in die Glotze guckt. Sagte er schon damals und heute ist sieht es noch schlimmer aus durch Smartphones.

    • brigbrei 15. Januar 2023 at 14:47Antworten

      @Bernd 14. Januar 2023 at 11:18 ”
      Zitat von Helmut Schmidt – „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“”

      Helmut Schmidt am 12.09.1992 in der Frankfurter Rundschau: „Die Vorstellung, dass eine moderne Gesellschaft in der Lage sein müsste, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen, halte ich für abwegig.
      Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen.“

      Im Hinblick auf die -fern jeglicher Vernunft- forcierte, unkontrollierte Massenmigration kann ich dem nur zustimmen.

      Dalai Lama am 01.06.2016 in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung offen und drastisch zur Flüchtlingskrise in Europa: …aber Ziel sei es, dass „sie (die Flüchtlinge) zurückkehren und beim Wiederaufbau ihrer eigenen Länder mithelfen. Europa, zum Beispiel Deutschland, kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland. Auch moralisch gesehen finde ich, dass diese Flüchtlinge nur vorübergehend aufgenommen werden sollten“, sagte der 80-Jährige.

  9. Frank D. 14. Januar 2023 at 11:13Antworten

    Gute Opfererzählung über Gründe der Migration entlang des bösen Kapitals mit einigen herrlichen Plattitüden.

    Es könnte zur Erklärung der Migration bspw auch beitragen, einfach mal die Bevölkerungsentwicklung in Afrika zu betrachten (Vervierfachung seit 1950, siehe Wiki), die armutsverursachende Korruption der jeweiligen Eliten (Afrika und Ukraine) oder auch einige interessante Ausprägungen des Islams („Allah u akbar, isch ficke Deine Stadt“, siehe Sylvester 2022, oder Erdogans „hybriden Angriff“ mit der „Karawane des Lichts“ 2015 und 2022, siehe bspw bei Heise, zufällig auch ein Islamist). Aber auch hier gilt ja, dass nichts mit nichts zusammenhängt … und allenfalls implizit der weiße Mann mit seinem Kapitalismus Schuld an allem ist.

    „Rechten“ dann einfach mal pauschal und polemisch „Rassismus“ zu unterstellen, wenn sie von den absehbaren Ereignissen (siehe bspw Illerkichberg, 12.2022, oder Ibbenbüren 01.2023, dazu Muezzinrufe Köln 2022, sowie dem anstehenden Kollaps der Sozialsysteme) nicht ganz so angetan sind und sie dafür diese auch noch mehrheitlich alimentieren dürfen, ist grandios.

    Und ja, wie überall („Nigeria verbietet Werbung mit Weißen“, bspw T-Online oder FAZ 2022) gibt es zuweilen auch hier unangenehmen Rassismus (bspw Özoguz 2017: „Keine deutsche Kultur jenseits der Sprache“, oder Ataman 2022 „Deutsche können als Kartoffeln bezeichnet werden“ (und ja, es gibt auch üble Dinge von „Rechten“).

    Darüber hinaus ist die Kritik des Autors an der neoliberalen Gaga-Agenda der EU richtig. Diese ist noch zu ergänzen um die Kritik an der staatskriminellen Neocon-Agenda der USA (siehe Irak, Syrien etc).

    Und ja, diese sind mit- (bspw Afrika) bis hauptverantwortlich (bspw Lybien) für die Krise in vielen Ländern und Ausdruck einer strukturellen Krise des derzeitigen korporatistischen Kapitalismus sowie der verkommenen demokratischen Strukturen des Westens (Staat und Gesellschaft als Beute einer parasitären und totalitären Allianz von Parteikartellen und Konzernen; die dies auch mittlerweile offen bekennen, siehe Davos).

    Aber soziale Verhältnisse monokausal zu analysieren, greift m.E. immer zwingend zu kurz.

    Ansonsten Danke an den Autor und TKP für die Veröffentlichung.

  10. Petzold 14. Januar 2023 at 10:42Antworten

    Platzmangel durch Massenwanderungen und viele sind nicht einmal Erfasst. Migration Fehlanzeige. Zitiere: Das grün-liberale Milieu kühlt sich an ihm ihr Helfersyndrom und verweigert Erkenntnisse über die Funktion von Migration. Gewerkschaftlich orientierte Sozialdemokraten erkennen die negativen Auswirkungen von Massenmigration für die Zielländer, getrauen sich aber nicht, diese anzusprechen, um nicht in den Verdacht zu geraten, als Rechte angesehen zu werden.
    Ausprechen muss man und das Kind beim Namen nennen. Zögerlichkeit hilft niemand. Hinsehen sollte die Politik und nicht wegsehen. Mehr Einsatz für die eigene Bevölkerung, dann hat man auch mehr Arbeitskräfte. Wenn jemand Klatext spricht wird er immer als Rechte angesehen. Freie Demokratie Fehlanzeige. In ein Glas bekommt man auch kein 1.5 Liter Wasser rein.

    • brigbrei 14. Januar 2023 at 11:43Antworten

      @Petzold 14. Januar 2023 at 10:42
      „Mehr Einsatz für die eigene Bevölkerung, dann hat man auch mehr Arbeitskräfte.“

      Ich kann Ihnen nur zustimmen! Mein Grundsatz ist immer noch: Die Politik hat sich zuerst einmal um die Belange des eigenen Volkes zu kümmern, wie z.B. um die mittlerweile verheerenden Zustände in unserem (Deutsch)Land. Die Liste ist zu lang, um sie hier aufzuführen. Wenn millionenfach Arbeiter, Angestellte und auch Akademiker durch Entlassungen in Hartz IV, neudeutsch Bürgergeld, abgeschoben werden, meist auch lebenslänglich…, dann fehlen die Fachkräfte! Es gab nie einen Fachkräftemangel, auch das gehört zu den politisch ungeniert kolportierten Märchen.

      „Ich darf nicht einem entfernten Nachbarn helfen, wenn es auf Kosten des nächsten geht.“
      Mahatma Gandhi

      „Wenn jemand Klatext spricht wird er immer als Rechte angesehen.“

      Auch da stimme ich Ihnen zu. Es ist nicht realisierbar, die halbe Welt zu alimentieren… Was wohl dahintersteckt – Honi soit, qui mal y pense… Aber: „Wir“ schaffen das…

  11. wellenreiten 14. Januar 2023 at 10:38Antworten

    Seit 2015 ist Österreich für mich ein gescheiterter Staat. Die Geschehnisse seitdem haben meinen Eindruck weiter bestätigt.

  12. 1150 14. Januar 2023 at 10:17Antworten

    zitat peter scholl latour:
    wer sich kalkutta ins land holt, wird selbst zu kalkutta

    europa verliert die letzten gut ausgebildeten durch abwanderung,
    übrigbleiben werden nur gutmenschliche schulabrecher, plagiatsakademiker und die letzte generation zur elendsverwaltung und konkursabwicklung
    in catania/kalabrien wurden im januar 2023 51 fachärzte aus kuba mit befristeten verträgen zum füllen des ärztemangels im gesundheitssystem angeworben. so sieht die zukunft europas aus…..

    • 1150 14. Januar 2023 at 12:07Antworten

      korrektur: catanzaro soll es heissen

  13. Fabian 14. Januar 2023 at 9:34Antworten

    Alles recht und schön, aber die implizite Schlussfolgerung, dass die Aufnahme von Millionen von „Gästen“ nicht schadet, ist nachgerade absurd und strotzt vor Realitätsverweigerung. Das können ein paar ausländische Ärzte, die in den Kliniken den Krankheitskompex am Laufen halten, indem sie kaum die Arztbriefe der Kollegen verstehen, nicht wettmachen.

    • A. O. 14. Januar 2023 at 10:56Antworten

      @Fabian
      14. Januar 2023 at 9:34

      Übrigens die Arztbriefe der Kollegen verstanden tatsächlich viele Ärzte nicht. Somit verschleppte meine Mutter ihr Leiden bis es Chronisch wurde. Falsche Behandlungen (durch nicht verstanden) kosten Geld und das lässt die Krankenversicherung steigen. Ich sehe noch viele Probleme auf uns zukommen, solange die Regierung nicht dafür sorgt, dass in Deutschland viel getan werden muss. Reden hat niemand Gesund gemacht. Die riskante Politikführung durch die Sahara ohne Wasser wird auf Kosten der Bürger geführt.

    • brigbrei 14. Januar 2023 at 12:19Antworten

      @Fabian 14. Januar 2023 at 9:34
      „…aber die implizite Schlussfolgerung, dass die Aufnahme von Millionen von „Gästen“ nicht schadet, ist nachgerade absurd und strotzt vor Realitätsverweigerung.“

      Das sehe ich genauso, die Realitätsverweigerung zieht sich durch sämtliche Parteien und die Masse der Bevölkerung, die ja nicht nur finanziell bluten muss – auch in diesem Artikel werden die zahlreichen Messerkünstler, die man wahrlich nicht als Fachkräfte bezeichnen kann, ausgespart, als seien es bedauerliche Einzelfälle…

      https://reitschuster.de/post/bundesregierung-plant-massen-einbuergerungen/
      „Bundesregierung plant Massen-Einbürgerungen – Doppelpass soll zur Regel werden“
      „Künftig spielt es auch keine Rolle mehr, mit wie vielen Ehefrauen ein Antragsteller verheiratet ist“, schreibt die „JF“, die jetzt eine Petition gegen die Pläne startete. „Das sollen die Behörden nicht mehr prüfen. Auch alle weiteren Nachweise zur Integration sind nicht mehr notwendig.“

      https://reitschuster.de/post/bizarre-deutsche-willkommenskultur-migrationshintergrund-als-qualifikationsmerkmal/
      „Bizarre deutsche Willkommenskultur: Migrationshintergrund als Qualifikationsmerkmal – Hannover will jede dritte neue Stelle mit Migranten besetzen.“

      https://reitschuster.de/post/migration-die-zweite-welle-rollt/ – Migration: Die „zweite Welle“ rollt

      https://reitschuster.de/post/fast-jeder-zweite-hartz-iv-bezieher-kommt-nicht-aus-deutschland/
      „Fast jeder zweite Hartz-IV-Bezieher kommt nicht aus Deutschland – Teure deutsche Willkommenskultur auf Kosten der Steuerzahler.“

      An diese irrwitzige Entwicklung wie auch die offensichtliche Islamisierung Deutschlands und Europas wagen sich auch nicht die alternativen Medien ran – man möchte nicht als Rassist und Nazi abgestempelt werden. Nur hat eine vernünftige/vernunftorientierte Einwanderungsregelung, die dabei auch die eigenen Bürger berücksichtigt (!) nichts mit Rassismus zu tun…
      Prof. Anthony Glees, britischer Politikwissenschaftler, kritisierte im September 2015 die Öffnung der Grenzen in Deutschland für Flüchtlinge aus Syrien: „Deutschland verhält sich wie ein gefühlsgeleiteter Hippie-Staat, der sein Hirn verloren hat.“ – Germany is a „hippie state being led by its emotions“ – BBC-Artikel vom 09.09.2015
      Da hatte Merkel bereits die fehlgeleitete Flüchtlingspolitik zukunftsweisend etabliert.

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