Beruhten schon Pest und Syphilis auf einer Verschwörung?

2. Januar 2023von 5,1 Minuten Lesezeit

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. Seuchen-Narrative haben zu viel gemeinsam, als dass es sich um bloße Koinzidenzen handeln könnte. Häufungen epidemischer Krankheiten hat es immer gegeben, aber „Pandemien“ wurden dann beschworen, wenn sie gebraucht werden. Verräterisch ist, das umgehend deren Schicksalhaftigkeit beklagt oder gar die damit verbundenen Chancen begrüßt wurden. Das „window of opportunity“ wurde zumindest retrospektiv ausgenützt.

Seit „Corona“ kennen wir die Zutaten für einen gesellschaftlichen Umbruch. Zunächst braucht es die nötige Angstkulisse, die man am besten mit einer scheinbar neuen Seuche herbeiführt. Vor dieser Kulisse können dann die als überfällig erachteten Maßnahmen ohne größere Gegenwehr verordnet werden: Verarmung der Bevölkerung durch den Transfer der Vermögenswerte zur kleinen Oberschicht, Bewegungs- und Betätigungsbeschränkungen für die Mehrheit, Entsolidarisierung der Menschen und vorbeugende Maßnahmen gegen einen erneuten Machtverlust der Herrschenden.

Diese Blaupause stammt nicht von den heutigen Globalisten. Der Masterplan ist weit älter und wurde schon von der ersten Firma mit Anspruch auf die Weltherrschaft verwendet: der katholischen Kirche. Es ist kein Zufall und nicht nur Opportunismus, dass diese jetzt wieder mit an Bord ist. Im Vatikan hat man Erfahrung mit einem Reset, der vor gut einem halben Jahrtausend „Renaissance“ hieß. Impfpflicht-Papst Franziskus ist nicht umsonst Jesuit und beruft sich zudem auf den Heiligen Franziskus, der schon damals verkündete, dass Besitzlosigkeit den Normalbürger glücklich mache.

Mit den Pestwellen ab angeblich 1348 begann der Umbau. Die oft als Ärzte und Geldverleiher gut situierten Juden wurden in grausamen Pogromen umgebracht oder vertrieben und selbstdenkende Menschen als „Hexen“ und „Ketzer“ verbrannt. Handelswege und Lieferketten wurden durch Quarantänebarrieren und Bewegungsverbote unterbrochen. Die erwünschten Engpässe bei Lebensmitteln führten zu Hungersnöten. Die Angst vor Ansteckung schürte das Misstrauen zwischen den Menschen. Mit schwindendem Wohlstand wuchsen Neid und Missgunst. Ohne Versammlungsmöglichkeiten, Märkte und Feiern kam das bürgerliche Leben zum Erliegen. Züge fanatischer Geißler verbreiteten verschiedenste ansteckende Krankheiten (Krätze, Lepra, Pocken usw.) wie Sprinkleranlagen.

Es war längst nicht überall „die Beulen- oder Lungenpest“, die Menschen in Todesangst versetzte. Und es starben die Menschen auch nicht überall wie die Fliegen. Leichenberge, plötzlich auf der Straße tot umfallende Menschen und binnen 3 Tagen dahingeraffte Kranke waren schon damals mehr der Propaganda als der Realität geschuldet. Schlimm wurde es erst mit der Destabilisierung der Gesellschaft sowie der Verwahrlosung der Sitten, nicht durch die Krankheitserreger. So wie jetzt mit den Corona Maßnahmen.

Nach der ersten Pestwelle ab 1348 folgten weitere schwächere „Wellen“, die uns jetzt ebenfalls wieder in Aussicht gestellt wurden. Bis dann 1493 die „Syphilis“ als Strafgericht biblischen Ausmaßes inszeniert wurde. Deklariert als Import aus der Neuen Welt mit der Rückkehr des Christóbal Colón (1451-1506) von seiner Wiederentdeckung Amerikas. Nach dem Anlanden des vermeintlich unbekannten Krankheitserregers Treponema pallidum in Sevilla und Barcelona hätten spanische Soldaten bei der Verteidigung Neapels gegen das französische Heer den Keim für eine europaweite Seuchenverbreitung gelegt. Allerdings lag zwischen der behaupteten Einschleppung und der Verbreitung ein ganzes Jahr. Das horizontale Gewerbe der Stadt hätte wie die Diskotheken Ischgls für die siegreichen Franzosen fungiert. Mehr tot als lebendig hätte der bunte Söldnertross Karls VII. bei seiner Rückkehr in alle möglichen Länder die neue Seuche pandemisch auf dem ganzen Kontinent verteilt.

Es lief nach Plan. Sexuelle Enthaltsamkeit erschien jetzt überlebenswichtig. Die Bade- und Freudenhäuser wurden überall geschlossen. Die dadurch vernachlässigte Körperhygiene wirkte als Brandbeschleuniger für die ohnehin endemische Krätze. Die Ärzte gewannen an Bedeutung und Einkommen. Die Handwerkschirurgen (Barbiere und Bader) sowie die meist weiblichen Kräuterheilkundigen wurden aus dem Gesundheitsmarkt gedrängt. Und auch die ärztliche Geburt begann trotz mangelnder Expertise die Hebammen zu ersetzen. Die höhere Kindersterblichkeit war erwünscht und konnte der neuen Seuche zugeschrieben werden. Eine Bevölkerungsreduktion war in Gang gesetzt.

Ob Pest oder Syphilis – die Krankheiten, die sich verbreiteten waren ebensowenig neu wie die „Covid“-Grippe 2020. Welche Erkrankungen damals wirklich vorlagen, lässt sich nicht mehr eindeutig rekonstruieren, da die Erreger unbekannt und die Symptome uneinheitlich waren. Sicher ist jedenfalls, dass es den Erreger der Syphilis längst in Europa gegeben hatte.i Viele Söldner des französischen Heeres litten an Krätze und Lepra.ii Was schnell als „Franzosenkrankheit“ die Runde machte, wurde von den Ärzten als „Lues“ oder „venerische Psora“ (Krätze) bezeichnet. Der Begriff „Syphilis“ etablierte sich ohnehin erst ab dem 18. Jahrhundert und wurde dann auch für andere Geschlechtskrankheiten verwendet.

Die Parallelen sind frappierend. Die Ziele der Pandemisten waren damals und heute identisch. Zersetzung einer pluralistischen Gesellschaft mit Konzentration der Macht in der Hände weniger. Schon damals fungierte die Medizin als Initialzündung. Ärzte halfen, ebenso wie heute Menschen zu stigmatisieren und auszugrenzen. Ärzte beförderten Krankheit und Tod durch ihre Maßnahmen.

Aber war die Renaissance mit ihrem Humanismus nicht eine paradiesische Epoche? Nur für eine kleine Elite, die ihren sexuellen Ausschweifungen und ihrem oligarchischen Luxus frönen konnte. Was in den Geschichtsbüchern unterbelichtet ist: das 16. und 17. Jahrhundert war für die Bevölkerungsmehrheit geprägt von zahllosen Kriegen („Bauernkriege“, 30-jähriger Krieg), Not und Wohlstandsverlust. Von wegen „you have nothing und you are happy.

Refrenzen

i Baker BJ et al.: Advancing the understanding of treponemal disease in the past and present. Yearbook Phys Anthropol. 2020;171(Suppl. 70):5–41

ii Winkle S: Geißeln der Menschheit. Kulturgeschichte der Seuchen. S. 516ff.; Artemis & Winkler; Düsseldorf/Zürich 1997

Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder.

Dr. med. Gerd Reuther ist Arzt und Medizinhinhistoriker. Er ist Autor der Bücher „Der betrogene Patient“ und „Heilung Nebensache“.

Dr. Renate Reuther ist promovierte Historikerin, Sachbuchautorin und Publizistin.


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19 Kommentare

  1. Udo Meurer 5. Januar 2023 at 16:35Antworten

    „Die erwünschten Engpässe bei Lebensmitteln führten zu Hungersnöten.“ <— Diese führten durch Schwächung des Organismus dann wirklich zu Epidemien. Die vier Apokalyptischen Reiter. Der erste ist Handel mit Waffen. Der zweite ist diese durch Benutzung mit Krieg. Der dritte ist, aus dem Krieg die Zerstörung der Infrastruktur und den darauf folgenden Hunger. Der vierte ist aus dem Hunger der geschwächte Körper, der jeder Seuche anheim fällt.

  2. Ingbert Jüdt 3. Januar 2023 at 15:21Antworten

    Sorry, das ist kein guter Artikel! Die Analogien werden an den Haaren herbeigezogen – man kann die medizinische Unkenntnis von damals nicht mit der kalkulierten Fehlinformation von heute gleichsetzen, und schon gar nicht die damaligen Ängste vor dem Ungewissen mit der kalkulierten Angstmache von heute. Dass die katholische Kirche versucht hat, die Deutungshoheit über die Geschehnisse zu übernehmen, ist naheliegend, aber sie hat wohl kaum die Pestwellen überdramatisiert. Beide Epochen unter einem gemeinsamen »Masterplan« verklammern zu wollen, ist unseriös – um es höflich auszudrücken! Das ist auch nicht der erste Schmarrn-Artikel, der auf TKP erscheint: alle paar Wochen scheint es die Redaktion irgendwie zu jucken. Oder soll hier die Wachheit der Leser getestet werden?

    • Bernd Klaus 3. Januar 2023 at 15:33Antworten

      Die Leute damals waren so dumm weil sie so dumm sein wollten! Ängste vor dem Ungewissen kommen stehts mit der Dummheit einher, damals wie heute.

      Wieso waren sie dumm?

      weil Dumme niemals auf Gebildete hören
      weil Dumme sämtliche Literatur der Antike vernichteten
      weil Dumme nur gegen den eigenen Willen lesen lernen
      weil Dumme, selbst wenn sie lesen können, nicht lesen was vorherige Generationen ihnen hinterlassen haben
      weil Dumme jedes Wort verklären

      Damals wie heute.

      Der Artikel kann so geschrieben werden.

      Sie entschuldigen Dummheit mit Dummheit. Einmal mehr und wie so oft.

      • Ingbert Jüdt 3. Januar 2023 at 17:24

        @Bernd Klaus:

        Als einzige analytische Vokabel »Dummheit« zu veranschlagen, scheint mir auch nicht besonders schlau.

    • wr 5. Januar 2023 at 18:54Antworten

      Na nu aber … da werden die Menschen von damals für dumm und dämlich erklärt, um sich nicht der eigenen Dummheit/Dämlichkeit bewusst werden zu müssen … wertewestliche Selbstgerechtigkeit, wie sie leibt und lebt … zum kotzen aller … selbst der Selbstgerechten (wovon sie, deppert, wie sie nun mal sind, nichts merken) … .

  3. Reiner Weller 3. Januar 2023 at 10:06Antworten

    Danke für diesen Text.
    Verwende ihn nun als homeschooling-Geschichtsunterricht für meine vier Kinder.

  4. Adi 2. Januar 2023 at 23:41Antworten

    Auslöser der Pest als Pandemie war die Kirche. Natürlich gab es die Pest als Krankheit vorher schon, aber erst als Papst Gregor IX. zur Katzenverfolgung aufrief, wurde die Pest zur Pandemie, weil Millionen Katzen hingerichtet wurden, was zur Verbreitung der Ratten geführt hat:
    http://chatzalp.ch/Wordpress/?p=95
    http://chatzalp.ch/Wordpress/?p=189

    In der Folge wurden viele Landstriche entvölkert. Das hatte zur Folge, dass die Felder und Höfe nicht mehr bewirtschaftet wurden, was besonders zu Verlusten bei Kirche und Adel als die damals größten Grundbesitzer geführt hat. Nach der simplen Logik von Kirche und Politik musste hier gezielt Bevölkerungswachstum betrieben werden, um die Menschen zu zwingen, mehr Kinder zu bekommen, als sie eigentlich wollten. Daher musste man das Wissen um die Vermeidung von Nachwuchs auslöschen. Und dieses Wissen der Hebammen, Heilerinnen und weisen Frauen hat zu deren Vernichtungsfeldzug als sogenannte Hexen geführt. Das Ergebnis dieser Untersuchungen kann man hier nachlesen: https://www.amazon.de/Vernichtung-weisen-Frauen-Bevölkerungspolitik-Menschenkontrolle/dp/3888800579
    Was nicht unplausibel erscheint, wenn man überlegt, dass auch hier Bevölkerungswachstum betrieben wird, nicht indem man die Bedingungen für Nachwuchs verbessert, sondern die Grenzen geöffnet hat.

  5. Thorsten 2. Januar 2023 at 20:57Antworten

    Ich bin erstaunt, wie viele der Leser , nur nachplappern! Die Aussage, das Christentum wäre Schuld an den Seuchen ist eine glatte Lüge! Liebe Mitleser, nimmt doch bitte einmal die Bibel in die Hand und Ließt! Lesen Sie einmal die Schriften von MOSE durch!!! In den Moses-Schriften stehen die Gesundheitsvorgänge darinnen. Das Christentum und die katholische Kirche haben NICHTS miteinander zu tun!!! In den Römer Briefen heißt es: Der Lohn der Sünde ist der Tod! Denkt darüber nach!!!

    • Davidjk 4. Januar 2023 at 15:33Antworten

      Nicht das Christentum (nach Jesu Lehren) trägt Schuld, sondern die Kirche!

  6. Reinhard Gunst 2. Januar 2023 at 18:54Antworten

    Als die sogenannte Pest aufkam, hatten die Kirchen durch die gewaltigen Bauprogramme ein riesiges Defizit. Mit einer landesweiten Entvölkerung durch die mysteriöse Krankheit fiel somit der Kirche ein ungeheures Vermögen in den Schoß, mit dem sie wieder wirtschaften konnte. Dass hier nachgeholfen wurde steht außer Frage.
    Als die sogenannte Pest aufkam, hatten die Kirchen durch die gewaltigen Bauprogramme ein riesiges Defizit. Mit einer landesweiten Entvölkerung durch die mysteriöse Krankheit fiel somit der Kirche ein ungeheures Vermögen in den Schoß, mit dem sie wieder wirtschaften konnte. Dass hier nachgeholfen wurde steht außer Frage.

  7. rudi & Maria fluegl 2. Januar 2023 at 15:33Antworten

    Dr. Renate Reuther mit ihrer akribischen Art die Geschichte von unten zu betrachten, gefällt uns sehr!
    Eigentlich die Revolution in der Geschichtsinterpretation!
    Dazu die Erfahrung eines kritischen Arztes.
    Welch Gewinn!!!

  8. niklant 2. Januar 2023 at 11:20Antworten

    Die Pest haben wir schon lange bei uns, sie kam über den großen Teich und breitet sich in Form von Propaganda weiter aus!

    • Bernd Klaus 2. Januar 2023 at 13:38Antworten

      Propaganda ist nur die moderne, „industrialisierte“, dh. eine von der wissenschaftlichen Disziplin namens Massenpsychologie heraus entwickelte Technologie.

      Tatsächlich ist das nur die Fliessband-Version von was insbesondere die Katholische Kirche intuitiv tut und tat.

      Die geistige Pest kommt also doch aus Europa bzw, tatsächlich Nordafrika, weil soweit ich weis ging es in Alexandria und Cyrenaica los mit der alles vernichtenden Verehrung der Dummheit, gegossen in Religionsform, genannt Christentum.

      • copixmedia 4. Januar 2023 at 11:15

        Nochmal: Römischer Katholizismus ist KEIN Christentum, sondern Antichristentum, denn er hat jahrhundertelang die wahren Bibel-Christen verfolgt und zig-millionenfach gemordet. Römischer Katholizismus ist babylonischer Sonnengott-Kult. Und Verehrung der Sonnengötzen war seit jeher verdeckte Menschenopferung…! Baal, Kemosch, Astarte, ISIS, Moloch…

  9. Bernd Klaus 2. Januar 2023 at 10:38Antworten

    … nicht zu vergessen die Mongolen: ich las bei Barry Cunliffe, dass deren Heere die Pest nach Europa geschleppt haben, ~1200 herum. Mit Läusen, in den Textilien und Pferden.

    Dazu kommt (insbesondere) bei den Christen mangelt es ja niemals an Armee; so blieben Pest und alles andere stehts präsent, weil permanent Krieg gemacht wurde – also Idealbedingungen geschaffen wurden: Unterernährung, Not & Mangel, dicht gedrängtes Hausen statt Wohnen wegen Zerstörung PLUS das Einschleppen allermöglichen Dinge … bereits das Zwangsschuften der Bauern für Aus- und Nachrüstung der Heere bewirkte grossflächige Mangelernährung in der Bevölkerung… siehe zb. die Bauernkriege mit, um und wegen dem Luther.

    Denke wir können defintiv sagen die Krankheitsgeschichte der Menschheit wäre ohne Christentum erheblich besser verlaufen. Es hätte eventuell sogar eine geistige- wie körperliche Gesundheitsgeschichte werden können.

    (und wieviele „Heil“methoden haben Ärzte aus dem christlichen Religionsgebäude abgeleitet und/oder konform gebogen?)

    Pest war auch den Griechen und sogar dem Hippokrates persönlich bekannt; auch hier wars am schlimmsten wo das meiste Militär, also am meisten Krieg, war, soweit ich weis. Will sagen: ohne die christliche Literaturvernichtung fast aller antiker Schriften war das schon im Jahr 0 lernbar, seit Jahrhunderten.

    • copixmedia 4. Januar 2023 at 11:23Antworten

      Wenn Sie sich auf die Verbrechen der römisch-katholischen Kirche beziehen, sollten Sie diese Truppe nicht ständig falsch als Christentum bezeichnen. Es ist Antichristentum.
      Kreuzzüge etc. wurden nicht von bibelgläubigen Christen durchgeführt, sondern von römischen Katholiken. Christus dagegen hat den Griff zu den Waffen VERBOTEN..!!

  10. Victory 2. Januar 2023 at 10:29Antworten

    Päpstliche Impfkampagnen offerierten bereits vor 200 Jahren Strafen und Belohnungen.
    Als die Päpste Könige waren, ordneten sie an, dass alle ihre Untertanen im Kirchenstaat geimpft werden sollten. Sie setzten Strafen und Belohnungen ein, um auch die Zögernden zu überzeugen und sicherzustellen, dass auch die Armen und Gefangenen geimpft wurden. Vatican News selbst berichtete, wie Papst Pius VII. während einer Pockenepidemie in Mittelitalien Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts das volle Gewicht seiner weltlichen Macht in eine Impfkampagne gesteckt hat. Der Text eines Gesetzes vom 20. Juni 1822 des Außenministers von Papst Pius, Kardinal Ercole Consalvi, beschrieb den neuen Pockenimpfstoff als ein Geschenk, das „von der göttlichen Vorsehung eingeführt“ wurde, als Zeichen der „väterlichen Liebe, um seine zu „Kinder“ zu retten. Der Text sagt jedoch auch, dass nicht jeder den Impfstoff als Geschenk ansah, und er verurteilte den Anschein, dass „ein tief verwurzeltes Vorurteil bei manchen Eltern stärker war als die Liebe zu ihren Nachkommen“.
    Nach den Rechtsvorschriften war es für den Erhalt von Zuschüssen, Leistungen oder Prämien erforderlich, die ‚Bescheinigung vorzulegen, dass der Antragsteller als Familienvater die Impfung erhalten hat, sagte der Vatikan News-Bericht
    Die Verweigerung des Impfstoffs wurde als „verwerfliches Verhalten“ definiert, das mit einem Leistungsverlust/Strafe geahndet wurde. Der Papst richtete Komitees ein, um die Impfkampagne zu überwachen, und knüpfte die Zulassung von Ärzten an ihre Bereitschaft, Patienten zu impfen, heißt es in dem Bericht. Doch zwei Jahre später hob Papst Leo XII., der 1823 Papst Pius nachfolgte, die Impfpflicht auf. Und seine Bemühungen wurden von einem der berühmtesten Dichter Roms, Giuseppe Gioachino Belli, gelobt, der ein Sonett schrieb, in dem die Tugenden des neuen Papstes gepriesen wurden, der sein Volk von einer Erfindung der „Freimaurer befreite“ und die Möglichkeit wieder herstellte, dass Gott allein entscheiden würde, wann es Zeit war, dass jemand stirbt. Der 1831 gewählte Papst Gregor XVI. hat die Impfkampagne wieder aufgenommen und auf alle Gefangenen ausgeweitet. Papst Pius IX., der letzte der Päpste mit weltlicher Macht, setzte den Feldzug fort und es wurde eine finanzielle Belohnung von zwei Paoli – 20 Cent pro Scudo –für diejenigen ausgesetzt, die acht Tage nach der Impfung zurückgekehrten, um ihre Wirksamkeit überprüfen zu lassen, heißt es in dem Bericht..
    Bereits der weise König Salomo sagte: Pred 1,9 „Was einst gewesen ist, das wird wieder sein, und was einst geschehen ist, das wird wieder geschehen. Und es gibt nichts Neues unter der Sonne“.

    • BlaueBlume 4. Januar 2023 at 11:40Antworten

      @ Victory
      Vielen Dank für diese Information.
      Mit ein paar Anpassungen an die aktuellen Gegebenheiten könnte Ihre Beschreibung genauso auch die Corona-Story darstellen.

  11. Jan 2. Januar 2023 at 9:42Antworten

    Der Gedanke ist natürlich erlaubt. Welche Fakten gibt es?

    Die furchtbaren Berichte über die vielen Toten durch die Türkenbelagerungen lassen sich nicht mit der Bevölkerungsentwicklung in Einklang bringen. Propaganda hat es also historisch längst vorher gegeben!

    Papier ist in jeder Hinsicht geduldig. Ich würde mir mehr Argumente von beiden Seiten wünschen! Aber es geht wohl mehr um einen Anstoß?

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