Neue Premierministerin von Alberta: „Extremes Level“ der Diskriminierung gegen Ungeimpfte

12. Oktober 2022von 2,8 Minuten Lesezeit

Neue Zeiten in Kanada? Die frisch angelobte Premierministerin von Alberta verspricht, die Ungeimpften zu schützen. Sie seien einem „extremen Level“ der Diskriminierung ausgesetzt gewesen.

Alberta hat einen neuen Regierungschef. Am Dienstagmorgen wurde Danielle Smith als Premierministerin der kanadischen Provinz angelobt. Ihr erster Auftritt in dieser Funktion könnte in die Geschichtsbücher eingehen.

Beispiellose Diskriminierung

In ihrer Ansprache zog sie zur Verteidigung der Ungeimpften aus. In Kanada war der Impfdruck einer der höchsten Welt. Personen, die sich der mRNA-Behandlung verweigert hatten, wurden häufig gekündigt oder in ihrem Leben radikal eingeschränkt. Danielle Smith sagte jetzt am Dienstag Worte, die ein Amtsträger in der Spitzenpolitik vielleicht so noch nie gesagt hat: „Sie sind die am stärksten diskriminierte Gruppe, die ich je in meinem Leben erlebt habe. Das war ein ziemlich extremes Level der Diskriminierung.“

Smith sagte auch, warum sie zu diesem Schluss käme: „Ich glaube nicht, dass ich jemals in meinem Leben eine Situation erlebt habe, in der jemand entlassen wurde oder seinen Kindern nicht beim Eishockeyspielen zusehen durfte, einen geliebten Menschen in der Langzeitpflege oder im Krankenhaus nicht besuchen durfte oder nicht in ein Flugzeug steigen durfte, um seine Familie im Land zu besuchen oder sogar über die Grenze zu reisen.“

Sie wolle damit nicht die Diskriminierung gegenüber anderen Gruppen relativieren, jedoch habe es sich speziell im letzten Jahr um eine „außergewöhnliche Zeit“ gehandelt. Smith betonte bei ihrem Antritt, dass sie das „inakzeptabel“ fände und sie keine „ausgrenzende Gesellschaft“ erschaffen wolle. Einer der Kernpunkte ihre Kampagne war auch das Versprechen, ungeimpfte Menschen durch das Alberta Menschenrechtsgesetz zu schützen. Eine Lockdown oder ähnliches werde es in Alberta unter ihrer Führung nicht mehr geben. So ihre Versprechen.

Covid-Experten entlassen

Außerdem kündigte Smith an, die Chefin der Gesundheitsbehörde zu entlassen. Stattdessen werde sie ein neues Team an Public Health Beratern rekrutieren. Sie wolle solche Berater, die Covid-19 als endemisch anerkennen und kündigte an, dass die Bevölkerung mit raschen Veränderungen innerhalb der Verwaltung der Gesundheitsbehörden rechnen hätte.

Smith kommt aus dem Journalismus und nützte die Chance, die sich geboten hatte, als der bisher amtierende Premierminister Albertas, Jason Kenney, seinen Rückzug bekanntgeben hatte. Dieser kündigte im Mai seinen Rückzug an. Kenney, der zweimal bei der Bilderberger-Konferenz teilgenommen hatte und 2015 das Amt des kanadischen Verteidigungsministers innehatte, war seit April 2019 Premier von Alberta. Außerdem war er Parteichef der Konservativen in Alberta.

Smith bewarb sich als Nachfolgerin und konnte sich gegen sechs andere Kandidaten durchsetzen. Die Stichwahl konnte sie am 6. Oktober mit 53 Prozent für sich entscheiden. Kenney hat nach Angaben von Smith bisher nicht auf ihre Einladung zu einem Treffen zwischen Vorgänger und Nachfolger reagiert. Er war ein scharfer Kritiker von Smith und kampagnisierte im Wahlkampf aktiv gegen sie.

Das Steckenpferd ihres Wahlkampfes ist der sogenannte „Alberta Souvereignity Act“, der Alberta mehr Autonomie geben soll. Jason Kenney nannte den Plan „einen Frontalangriff auf die Rechtsstaatlichkeit“. Alberta ist die viertgrößte Provinz Kanadas. Hauptstadt ist Calgary.

Von Justin Trudeau gab es bisher keine öffentlichen Glückwünsche an Smith.

Bild JMacPhersonDanielle Smith rural Alberta campaignCC BY 2.0

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge uns auf Telegram und GETTR


Kanada vor „Internetzensurgesetz“
Trudeau verlängert Kriegsrecht in Kanada

17 Kommentare

  1. majestyk74 17. Oktober 2022 at 13:52Antworten

    „Sie wolle solche Berater, die Covid-19 als endemisch anerkennen“

    Kanada ist einen Schritt weiter hin zum Reset, jetzt können wie in Schweden die Zügel gelockert werden. Das ist alles. Es ändert sich die Tonart, es werden ein paar Offziere ausgetauscht, das Schiff bleibt aber weiter auf Kurs.

  2. Hans H. 12. Oktober 2022 at 19:38Antworten

    Wow… so klare Worte und richtige Worte von einer Regierungschefin. Wäre schön, wenn sich in Kanada endlich auch etwas zum Positiven bewegt. Positiv ist auch, dass sie nicht lange fackeln will und die „science prostitutes“ in der Gesundheitsbehörde rauswerfen will. So ein Schritt wäre auch in Österreich längst fällig, um diese ständig Panikschreier und unwissenschaftlichen Speichellecker, die jetzt schon wieder eine Maskenpflicht fordern endlich loszuwerden.

    • Andreas K 15. Oktober 2022 at 7:36Antworten

      Also bei uns sitzen die Panikschreier überproportional in den Schreibstuben der Massenmedien! Von dort kamm oft starker Druck, wie die jüngsten Ereignisse (keine Einführung der Maskenpflicht) zeigten. Der Artikel ist jedenfalls eine Wohltat für die müde Seele!!!

    • Shato Nyruami 15. Oktober 2022 at 13:34Antworten

      Ja, ist richtig, wäre längst fällig, nur in Österreich sind immer nochj die an der Macht, die die Science Prostitutes hierzulande ursprünglich erschaffen und seither bezahlt haben. Geht also auch nur dann wenn wir eine neue Regierung wählen, und die dürfte weder SPÖ noch ÖVP noch NEOS oder Grüne enthalten, damit werden die Möglichkeiten recht eng.

      Das in einer der genannten Parteien ein Umdenken stattfindet und ein neuer PArteichef kommt der auf unserer Seite steht ist so wahrscheinlich wie eine Bratpfanne aus Butter.

  3. Hans im Glück 12. Oktober 2022 at 19:03Antworten

    Der „Merkur“ zu steigenden Zahlen:

    „„Es geht massiv wieder los. Die mit Abstand bevölkerungsreichsten Bundesländer NRW und Bayern sind ein Seismograph für das, was uns in den nächsten Wochen bevorsteht“, sagt bpa-Präsident Bernd Meurer. „Hinzu kommen bundesweit zehntausende infizierte oder abgesonderte Pflegekräfte, die dringend in der Versorgung fehlen. Dabei befinden wir uns noch am Beginn der angekündigten Herbstwelle.“ Gleichzeitig fordert Meurer die Wiederauflage des Corona-Rettungsschirms, um die Kosten für die Schutzmaßnahmen und Hygienevorkehrungen sowie auch bei den Pflegekräften zu stemmen.“

    Hatten wir nicht vor allzu langer Zeit vom fine dining Club Karlsruhe bestätigt bekommen, dass die Impfpflicht in diesen Institutionen unabdingbar wäre, um den Schutzschirm für vulnerable Gruppen aufzuspannen? Und ist es nicht in Fels gehauene, unumstößliche Wahrheit, dass die „Impfung“ sicher ist und wirkt?
    Von den ganzen Apologeten von derlei Schwachsinn, sei es in Politik oder MSM kommt dazu nur Schweigen. Konnten sie 2 1/2 Jahre die Fresse nicht weit genug aufreißen, wenn es um Hetze und Spaltung ging, will man sich jetzt dezent wegducken.
    Einfach nur widerwärtig und ekelhaft!

  4. Andreas I. 12. Oktober 2022 at 16:27Antworten

    Hallo,
    das klingt ja auch interessant:
    „Das Steckenpferd ihres Wahlkampfes ist der sogenannte „Alberta Souvereignity Act“, der Alberta mehr Autonomie geben soll.“

    Was aus Wahlversprechen wird … jedenfalls haben dort viele Bürger für mehr Souveränität / Autonomie abgestimmt.

    „Jason Kenney nannte den Plan „einen Frontalangriff auf die Rechtsstaatlichkeit“. Alberta ist die viertgrößte Provinz Kanadas.“

    Ja ja, Kanada hat sehr deutlich vorgeführt, was solche Leute unter „Rechtsstaatlichkeit“ verstehen.
    Könnte es sein, dass unter anderem darum genügend Bürger für mehr Unabhängigkeit von der Zentralregierung wählten?

  5. Fritz Madersbacher 12. Oktober 2022 at 14:21Antworten

    „Ich glaube nicht, dass ich jemals in meinem Leben eine Situation erlebt habe, in der jemand entlassen wurde oder seinen Kindern nicht beim Eishockeyspielen zusehen durfte, einen geliebten Menschen in der Langzeitpflege oder im Krankenhaus nicht besuchen durfte …“
    „Einer der Kernpunkte ihrer Kampagne war auch das Versprechen, ungeimpfte Menschen durch das Alberta Menschenrechtsgesetz zu schützen“: klingt diametral entgegengesetzt zu dem, was im österreichischen Parlament beschlossen wurde.
    „Außerdem kündigte Smith an, die Chefin der Gesundheitsbehörde zu entlassen. Stattdessen werde sie ein neues Team an Public Health Beratern rekrutieren. Sie wolle solche Berater, die Covid-19 als endemisch anerkennen und kündigte an, dass die Bevölkerung mit raschen Veränderungen innerhalb der Verwaltung der Gesundheitsbehörden rechnen hätte“ – das ist eins zu eins, was auch in Österreich zu geschehen hat. Vorher ist diese Schwindelpandemie nicht beendet!

  6. wellenreiten 12. Oktober 2022 at 13:59Antworten

    Mein Installateur (ein großer Betrieb) hat heute zum zweiten Mal den Termin verschoben wegen Personalproblemen. Viele Mitarbeiter fallen momentan aus. Werden die Gespritzten jetzt etwa alle krank? Wer hätte das gedacht.

    • Karsten Mitka 12. Oktober 2022 at 15:40Antworten

      Ja, werden sie, die offizielle Begründung ist natürlich trotzdem noch Corona. In Deutschland will man zur nächsten Reisewelle Hartzis an die Flughafen-Gepäckbänder und auf andere Positionen stellen. Ein großer Teil des Flughafenpersonals ist ja auch krankgespritzt.

  7. Kriegsgegner 12. Oktober 2022 at 12:58Antworten

    Wenn wirklich etwas dahinter ist, eine längst überfällige Entwicklung.
    Die Abrechnung mit den Panikmachern und Menschenquälern ist das Gebot der Stunde.

  8. Frühling 12. Oktober 2022 at 12:23Antworten

    Klingt gut. Ich bleibe vorsichtig. Nie was von ihr gehört, während der Zeit der Diskriminierung.

  9. Peter Pan 12. Oktober 2022 at 12:21Antworten

    Wird Frau Smith die Zertifikate in Alberta verbieten, wie beispielsweise ihr Amtskollege DeSantis in Florida (USA)? Ihre Rede setzt sich sicherlich von dem ab, was wir bisher aus den meisten Politbüros gehört haben. Aber wirklich etwas bewegen kann sie nur dadurch, dass sie sich mit den Zielen hinter der Diskriminierung auseinandersetzt und einen Schlussstrich zieht.

  10. Slobodan Covjek 12. Oktober 2022 at 12:18Antworten

    Erst am Sonntag hätten die Österreicher bei der Bundespräsidentenwahl die Möglichkeit gehabt, ebenfalls die bürgerlichen Freiheiten zurück zu erlangen. Leider wieder nicht geschafft. Manchmal kann man an seinen Mitbürgern verzweifeln.

    • Veron 12. Oktober 2022 at 19:37Antworten

      Ich glaube, es war nicht (nur) das Wählervolk, das den Sieg von VdB bewirkt hat. Beim Interview vor der Wahl war sich der Mann offenbar sicher, dass er auch der nächste Präsident wird, so entspannt wie er war. Und dann dieser seltsame Prozentsprung. 54 % bei der ersten Hochrechung und 64 % bei der zweiten, das ist nicht normal.

      • Fingerschnipps 13. Oktober 2022 at 2:36

        Auch für Bananenrepubliken wie Deutschland und Österreich gilt: Unter normalen Umständen würde sich El Presidente angesichts großer Opfer verlangenden Politiken bei gleichzeitig allzu auffälligen Wahlfälschungen nicht so sanft und unbekümmert mit seinem Hintern auf den Thron bequemen. Aber da habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn was rede ich hier von normalen Umständen?

        (ab hier wird es recht grundsätzlich und polemisch – sorry dafür, aber trotzdem:)

        Denn: Nicht nur im Wertewesten wurde im Sinne der Menschenrechte™, des Bevölkerungsschutzes™ (das Patent über die “Volksgesundheit” wurde nicht neu verhandelt) und der Demokratie™ , aaaaaber unter Ausschluss des Plebs, über eine neue Normalität abgestimmt™. Jede noch so kleine Beteiligung einer per se ahnungslosen Bevölkerung an einer wohl umfassenden Änderung des Gesellschaftsvertrags wäre populistisch und unbedacht. Gekaufte Wissenschaftler kennen dafür nur eine (Nicht)Begründung: “Dies ist ein Axiom”. Keine weiteren Fragen.

        Dabei handelt es sich um eine neue Normalität, die bislang ausschließlich dazu neigte, bizarre Blüten zu treiben, wozu u.a. gehört, Infantilität als neuen Maßstab politischen Handelns zu begreifen und – am Schlimmsten! – den Bellizismus und dessen Folgen in Gewand einer “feministischen Außenpolitik” (hört, hört!) wieder salonfähig zu machen. Aus dem Umfeld umgelenkter Triebe und induzierter Ängste, konnte unsere oberflächliche Kultur des Konsumismus weiter zu einer nihilistischen Kultur der Selbstleugnung und eines endzeitkapitalistischen Ablasshandels verderben.
        Ein faires Spiel war Monopoly nie, aber das Regelwerk ausgerechnet um diese geradezu absurde Regel zu erweitern, hätten vermutlich selbst einige der oft fahrlässigen Wirtschaftsphilosophen des vergangenen Jahrhundert nicht ausbrüten können.

        Worin sich unsere Kultur aber treu bleibt, ist die beneidenswerte Unbeirrtheit unsere Scheuklappen zur Weitsicht eines 16:9-Panorama mit exzeptioneller Strahlkraft auf andere Kulturen zu erklären. Natürlich nur auf der Leinwand. In Wahrheit war es eine weitere Gelegenheit allein mit dieser Täuschung einen der größten Raubzüge der Geschichte zu verdecken. Der Benefit des Kapitalismus war aber auch vorher schon außerhalb des Imperiums für die allermeisten Nationalstaaten mit nichtweißen Ethnien eher gering. Um ehrlich zu sein, gab es viele Failed States, durch schamlose Lügen begründete Ressourcenkriege, zum Unglück armer Länder geförderte Diktatoren, die wahlweise installiert oder abgesetzt werden. Warum also noch auf auffällige Details achten oder gar die “verschwörungsideologische” Vogelperspektive wagen? Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen. Die Scheuklappen müssen sitzen.

    • Gerold Schrittesser 12. Oktober 2022 at 22:03Antworten

      Ja, leider.
      Jetzt wissen wir wenigstens, woran wir sind.
      VdB steht für „Maske für immer“ und Impfpflicht, und genau dafür haben 56% ihrer Stimme abgegeben🙁

  11. Peter Grunewaldt 12. Oktober 2022 at 12:07Antworten

    ich will pauschal 100k€ entschädigung, zu erlösen aus den vermögen der gespritzten, ggf. durch zwangspfändung der immobilien. dazu billigere krankenkassen- und AU/BU/RLV-tarife. jetzt wird abgerechnet!

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Aktuelle Beiträge