Wer bestimmt wie krank ich mich fühle? Aus der ärztlichen Praxis

25. August 2022von 7,6 Minuten Lesezeit

Der knapp 50 jährige Patient, promovierter Lehrer für Biologie an einem Gymnasium, machte durchaus nicht den Eindruck eines pseudoreligiösen Eiferers. Er müsse tagtäglich ansehen, wie sehr die Schüler unter dem Maskenzwang litten, wie sichtlich erschöpft und genervt sie sich am Ende des Unterrichts die verschmutzten und durchfeuchteten Vliesreste vom Gesicht rissen und nach Luft japsten. Er sei die ständigen Klagen über die maskenbedingte verminderte Leistungsfähigkeit während der Klassenarbeiten leid ebenso wie die Untätigkeit von Kollegen und Schulleitung, die hinter vorgehaltener Hand ähnliche Zustände beklagten ansonsten aber in karrierefördernder Untätigkeit verharrten.

Als Naturwissenschaftler und Biologe könne er sehr wohl erkennen, dass der unterschiedslose Maskenzwang nicht medizinischer Notwendigkeit sondern machtpolitischer Arroganz und Rechthaberei entspringe. Deshalb wolle er ein Zeichen der Solidarität mit seinen Schülern setzen und mittels Maskenattest fürderhin auf das Tragen einer Maske verzichten. Die hals-nasen-ohrenärztliche Untersuchung ergab keinen relevanten krankhaften Befund.

Nach dem Gespräch verabschiedeten wir uns in herzlichem Einvernehmen voneinander. Ein Maskenattest indes musste ich ihm verweigern, da er keinerlei gesundheitliche Probleme während des Maskentragens geltend machte.

Eine Befreiung vom Tragen einer Atemmaske aus politischen oder weltanschaulichen Gründen dürfen wir Ärzte nun einmal nicht aussprechen.

Ein paar Minuten später suchte mich ein 8-jähriges Mädchen in Begleitung ihrer Mutter auf.

Das Kind berichtete glaubhaft über nicht zu beherrschenden Niesreiz, Schwindel, Konzentrationsstörungen und Übelkeit unter Maskentragen. Die begleitende Mutter bestätigte zudem einen deutlichen Rückgang der schulischen Leistung. Der medizinische Untersuchungsbefund war wie im zuvor geschilderten Fall völlig unauffällig.

Diesem Kind stellte ich ohne zu zögern ein Maskenattest aus.

Diese beiden Episoden kennzeichnen die Spannbreite und das Spannungsfeld innerhalb deren wir Ärzte uns bei der Beurteilung der sogenannten Maskenschäden bewegen.

Wann ist der Mensch krank?

Wir Ärzte sind zu allererst für den kranken Menschen da.

Das wirft zunächst die Frage auf: Wann ist der Mensch krank?

In der anthropozentrischen Medizin, der vom einzelnen Individuum her denkenden Medizin, entscheiden nicht ein Bundeswehrgeneral, eine Parteizentrale, ein Gesundheitsminister, Staatsanwälte und Richter – übrigens auch nicht der Arzt – ob sich der Mensch krank fühlt und wie krank er sich fühlt – sondern der Patient.

Und, wir dürfen noch hinzufügen: Der Mensch ist auf jeden Fall dann krank wenn sich krank fühlt.

Selbstverständlich ist das nicht.

Diese Art der Gefühlshoheit über sich selbst ist bei weitem nicht allgemein akzeptiert.

Auch in der Gesundheit gilt: Fremdbestimmung ist bequemer als Selbstbestimmung

Gefragt, warum alle Versuche, dem einzelnen Individuum, diese wie auch andere Selbstdefinitionen zurückzugeben, müssen wir uns eingestehen, dass Selbstbestimmung ohne Selbstverantwortung nicht zu haben ist. Die breite Masse ist daher immer geneigt, auch in Gesundheitsfragen den bequemeren Weg der Fremdbestimmung inkl. Fremdverantwortung, also den Weg aller übrigen Herdentiere zu gehen und ihr Schicksal dem sich am wirkungsvollst gebärdenden Alpha-Tier anzuvertrauen. Die Wahlergebnisse der letzten Wahlen bestätigen das in eindrucksvoller Weise.

Symptom geht vor Befund

Ich habe diese Überlegungen an den Anfang meiner Ausführung über die Maskenattesten gestellt um eins von Beginn an unmissverständlich klar zu machen:

Der Mensch, der sich unter der Maske wirklich krank fühlt, der unter der Maske also krank ist, hat Anspruch auf ein Attest zur Maskenbefreiung.

Entscheidend für das Ausstellen eines Maskenbefreiungsattests sind zu allererst die vom Patienten glaubhaft vorgebrachten Beschwerden.

Kein Arzt, kein Gesundheitsbeamter, kein Staatsanwalt und kein Richter kann sich bei der Beurteilung der Richtigkeit von Maskenattesten über diesen Grundsatz hinwegsetzen.

Die geklagten Beschwerden, bzw. die geäußerten und vielmehr noch die sichtbaren Symptome stehen in der Rangfolge der Begründungen eines Attests an erster Stelle. Erst danach folgt der vom Arzt erhobene Untersuchungsbefund, falls er ihn denn erheben kann.

Mit den Befunden ist das ohnehin so eine Sache: Normalbefunde wie etwa Laborbefunde sind nichts anderes als statistische Wahrscheinlichkeiten des Normalen, des Nicht-Krankseins. Letztlich beweisend dafür ob der Einzelne krank ist, sind sie nicht. Jeder Mensch hat seine eigenen Richtgrößen, sprich Normalwerte, und die sind im Zweifelsfall entscheidend.

So kann sich ein Kind mit einer unter der Maske exzessiv erhöhten Kohlendioxidkonzentration noch unbeeinträchtigt fühlen, ein anderes Kind dagegen sich elend und krank fühlen.

Eine Frage, die sich gleich anschließt, ist ob das zunächst unbeeinträchtigt scheinende Kind nach einer längeren Anwendungszeit der Maske nicht doch auf lange Sicht unumkehrbare Gehirnschäden davonträgt. Das weiß niemand und das will offensichtlich auch niemand wissen. Gleichwohl kann es bei der Beurteilung eines Maskenattestes nicht völlig unberücksichtigt bleiben.

Vor Missbrauch ist man nie gefeit

Ich will nicht verhehlen, dass dieser Grundsatz in der Praxis durchaus auch Schwierigkeiten birgt: Wer garantiert, dass die vorgebrachten Symptome nicht vorgeschobener Art, die Motivation zum Erlangen einer Maskenbefreiung lediglich weltanschaulicher oder politischer Natur sind, solcherweise ein ärztliches Befreiungsattest ausschließend?

Ehrlich gesagt, niemand. Ebenso wenig wie jemand garantiert, dass nicht ein Regierungschef der Bestechlichkeit, ein Minister der vielfachen Lüge oder ein kirchlicher Würdenträger einmal des Kindesmissbrauchs überführt werden wird.

Um Missbrauch soweit wie möglich vorzubeugen, und die Glaubwürdigkeit der anthropozentrischen, Medizin nicht in Misskredit zu bringen, setzen wir Ärzte natürlich alles daran, einen möglichen Zusammenhang zwischen den geäußerten Beschwerden und einem tatsächlich vorhandenen Untersuchungsbefund herzustellen. Das gelingt bei ausreichend sorgfältiger Untersuchung sehr häufig, aber eben nicht immer.

In letzterem Fall nutzen wir Ärzte einen uns zustehenden und von niemandem einzuengendem Ermessensspielraum, der sich auf unser spezifisches medizinisches Wissen, unser ärztliches Gewissen und – vielleicht am wichtigsten – auf unsere berufliche Erfahrung gründet.

Mag sein, dass auf diese Weise auch einmal ein geschickt agierender Patient zu seinem ersehnten Attest gelangt. Aber das ist zweifellos eher zu verschmerzen, als einem wehrlosen maskengeschädigten Kind einen Schaden fürs ganze Leben zuzufügen nur weil es zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht möglich war, einen krankhaften Untersuchungsbefund, der die Symptome des Kindes erklären konnte, zu erheben

Folgender Grundsatz ist von uns allen zu beherzigen: Man darf subjektive Beschwerden, nicht nur deswegen leugnen weil man mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln deren Ursache nicht findet.

Einfach mal den Spieß umdrehen:

Dieser Grundsatz zielt gerade auch auf diejenigen beamteten Gesundheitswächter, Staatsanwälte und Richter, die häufig in auffälliger Art und Weise von der Angst um ihr eigenes gesundheitliches Wohlergehen umgetrieben und von blindem Vertrauen in behördliche Anordnungen, Zahlen und Messergebnisse beseelt, das Recht auf die Gefühlshoheit des einzelnen Individuums geringschätzen.

Von diesem Personenkreis bedrängt, empfiehlt es sich im Bedarfsfalle, die Betreffenden von Angesicht zu Angesicht zu fragen wie sie, sollten sie die Absicht haben, sich z.B. wegen Bauchschmerzen oder Migräne krank schreiben zu lassen, dem behandelnden Arzt die Stärke ihrer Schmerzen und die daraus resultierende Beeinträchtigung objektiv nachweisen können. Gerade im Bereich der häufigsten und längsten Krankschreibungen, dem öffentlichen und Staatsdienst also, dienen Beschwerden, die sich oft nur ungenügend oder gar nicht objektivieren lassen als Grund für wochen- und monatelange Arbeitsunfähigkeiten: Erschöpfungszustände, Hitze- Kälte- Chef- und Kollegenunverträglichkeiten, chronische Schmerzen, Burnout, depressive Verstimmungen aller Art, Überarbeitungsgefühl und auch mal eine als nötig gefühlte Entschädigung für einen verregneten Urlaub: Wenn Sie wüssten, was ich in mehr als 40 Jahren ärztlicher Tätigkeit alles erlebt habe…

Raten Sie mal, was geschähe, falls sich ein Arzt dazu entschlösse, die Arbeitsunfähigkeitsbestätigung solange zu verweigern bis, um einen hypothetischen Fall zu nennen, der um Krankschreibung nachsuchende Richter, Staatsanwalt oder Ministerialbeamte einen zweifelsfreien und objektiven Beweis für die Stärke seiner Bauchschmerzen zu liefern in der Lage ist.

Deshalb abschließend noch einmal unmissverständlich: Letztlich entscheidend für das Ausstellen einer Maskenbefreiung sind die individuellen Beschwerden, die geklagten Beeinträchtigungen sowie der individuelle Leidensdruck.

Ausblick

Beim demnächst folgenden und letzten Teil unserer kleinen Maskentrilogie werden wir uns mit einigen häufigen und häufig übersehenen Krankheitsbildern aus der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde beschäftigen, welche zur Maskenunverträglichkeit führen können.

Und auch damit, wie ein Attest aussehen und wie es auf keinen Fall aussehen sollte.


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht unsere. Wir veröffentlichen sie gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser von TKP sind in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.

Priv.-Doz. Dr. med. Josef Thoma ist Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und Pressesprecher des MWGFD. Er studierte von 1971 bis 1977 an der TU München sowie an der Universität Regensburg, schloss dann von 1979 bis 1986 seine Facharztausbildung an der Universitäts-HNO-Klinik in Berlin ab und habilitierte sich. 


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16 Kommentare

  1. Frühling 27. August 2022 at 7:18Antworten

    @Andreas I. Ihre Ansichten bleiben Ihnen gänzlich unbenommen. Aber ich werde mich auch zukünftig bei einem veränderten Hautbild auf die Diagnose von erfahrenen Ärzten verlassen und ganz sicher keine Muttis befragen, was sie so glauben und meinen.

  2. Glass Steagall Act 25. August 2022 at 22:28Antworten

    Mir fällt dazu nur ein, Masken tragen ist staatlich verordnete Folter und Impfen ist stattlich verordneter Totschlag!

    Ich selbst vermeide jegliches Maskentragen wo es nur geht. Wenn es sein muss, habe ich die Nase aber immer frei und trage die Maske nur zur Schau für die anderen Angsthasen. Wenn ein selbsternannter Hilfssherrif mich dazu mal auffordern sollte, die Maske hoch zu ziehen, ist sie gleich nachdem er weg ist wieder unten. In der Regel komme ich 90% der Zeit beim Maskentragen mit freier Nase durch. Ich kann nur jedem empfehlen es gleich zu tun.

  3. Andreas I. 25. August 2022 at 19:36Antworten

    Hallo nochmal,
    ein Gedanke ergibt sich aus dem anderen und das muss ich in diesem Zusammenhang auch noch loswerden:
    Eine Diagnose ist eine Schlussfolgerung; wenn diese und jene Symptome, dann diese und jene mögliche Ursachen (und dann Schritt für Schritt, was passt zu den Umständen und in den Zusammenhang und was nicht).
    Also ist es Logik .
    Wenn Diagnose Logik ist, dann müssten diagnostizierende Mediziner Logik können.
    Meines Wissens kommt im Medizinstudium das Fach Logik leider nicht vor.
    Es wird davon ausgegangen, dass Medizinstudenten Logik können, ist ja schließlich auch ein NC-Fach.
    Aber was wäre, wenn ausgerechnet diejenigen, die im Abitur mit besten Noten abschneiden, eher die Begabung haben, gut auswendig lernen zu können, auch in der Uni logikfern bleiben und am Ende Mediziner aus der Uni rauskommen, die unfähig sind von Symptomen auf Ursachen schlussfolgern zu können – weil ihnen Logik fehlt – und sie nur tippen also raten können?!
    Und was wäre, wenn ausgerechnet diejenigen, die in dem Alter, in dem man üblicherweise Abitur macht, so viel in beste Noten investieren, sowieso schon nicht gerade die selbstständigsten Charaktere sind, sondern eher solche, die nicht hinterfragen, sondern artig befolgen?! Es gibt auch immer ein paar so intelligente, dass ihnen der Schulstoff zufliegt, aber die meisten müssen für gute Noten lernen, auswendig lernen, Buliemielernen d.h. in kurzer Zeit viel Stoff hineinstopfen und in der Klausur ausko… .
    Das ist dann m.E. auch ein Teil der Erklärung dafür, warum diese Mediziner Selbstdiagnosen von Patienten prinzipiell ignorieren: weil ihnen Logik fehlt und sie darum weder eine Selbstdiagnose des Patienten, noch ihre eigene Diagnose des Patienten auf Folgerichtigkeit überprüfen können. Und wenn dazu noch die Götter-in-weiß-Überheblichkeit kommt, dann hat natürlich prinzipiell der Gott Recht, der Sterbliche irrt sich und die Situation verschiebt sich von der sachlichen fachlichen Ebene (Symptome und Umstände analysieren und daraus schlussfolgern / diagnostizieren) auf die Beziehungsebene verschiebt, dass der Mediziner um seine Autorität, um seine Stellung über dem Patienten, kämpft, was wiederum Psychologie ist, die genau dort so nicht stattfinden sollte (und der Gott genau damit jegliche Autorität und noch wichtiger jegliche Vertrauenswürdigkeit verliert).

  4. Frühling 25. August 2022 at 14:36Antworten

    @Andreas I. Ein guter Diagnostiker zu sein wurde nicht jedem Arzt in die Wiege gelegt. Leider. Im vergangenen Herbst bekam ich auf dem Rücken eine große und sich schnell vergrößernde rote Stelle und ging damit zu einer jungen Hautärztin. Ihr Urteil, eine Allergie. Ich sollte Seife und Deo wechseln. Das würde schon wieder. Wurde es aber nicht. Es wurde schlimmer. Also bin ich zu meinem Hausarzt (Top-Diagnostiker) der nach 3 Sekunden sagte, das war ein Zeckenbiss. Sofort eine Blutuntersuchung anordnete wegen des Verdachts auf Borrelien und mir eine Creme verschrieb. Und siehe da, mein Rücken sah nach 4 Tagen wieder komplett normal aus. Was ich damit sagen will, es braucht bedauerlicherweise öfter Umwege bis einem vernünftig geholfen wird.

    • Andreas I. 25. August 2022 at 17:41Antworten

      Hallo,
      es wurde eine längere Antwort, das Thema betrifft mich halt, jedenfalls:
      Wenn es etwas komplexes mit mehreren Symptomen ist, die auf den ersten Blick nicht zusammen zu passen scheinen, dann verstehe ich ja, dass es schwierig sein kann. Aber wenn es nur 1 + 1 = ? ist, wenn es so einfach ist, dass ich den Eindruck habe, Leute ohne Studium kommen da spielend von alleine drauf, aber Leute mit Studium kommen nicht nur nicht von alleine drauf, sondern wenn der Patient ihnen sozusagen seine Selbstdiagnose präsentiert, dann fühlen sie sich auch noch auf den Schlips getreten und lehnen schon aus Prinzip ab, was der Patient sagt …
      Ja, Selbstdiagnosen sind so eine Sache, denn man könnte aus einer hypochonderartigen Angst Gespenster sehen, aber erstens kann man das wissen und also reflektieren und zweitens ist es nunmal so, dass der Patient 24 h am Tag jeden Tag in seiner Haut steckt und fühlt, was er fühlt, während der Mediziner den Patienten 5 min. sieht und nicht fühlen kann, was der Patient fühlt, und nicht 24 h / Tag erlebt, was der Patient erlebt. Das weiß nur der Patient.
      Und drittens, wenn es offensichtlich ist …
      Darum ist diese prinzipiell ablehnende Art mit Selbstdiagnosen umzugehen, m.E. nichts als Überheblichkeit*, denn Selbstdiagnosen könnten aus dem genannten Grund auch richtig sein oder zumindest näher an der Wahrheit liegen, als was der Mediziner in seinen 5 min. tippt .
      * und diese Überheblichkeit, dieses Typische Götter-in-weiß-Verhalten, ist ein psychologisches Phänomen

      Übrigens einen Zeckenbiss können alle Mütter in meinem Bekanntenkreis erkennen, ganz ohne Logik und ohne Studium, einfach weil die meisten sowas schonmal gesehen haben. Und die es das erste Mal sehen und sich unsicher sind, zeigen das einer anderen Mutter „du schau mal mein Kind hat da …. “ und dann wissen die das auch.
      Obwohl; es ist schon auch fast Logik: typische Merkmale eines Zeckenbisses → es ist ein Zeckenbiss (typische Merkmale eines Mückenstiches → es ist ein Mückenstich).

      • Mammalina 26. August 2022 at 8:19

        @ Andreas I.:
        Man muss das einfach geschickter anstellen, so dass der Arzt meint, selbst drauf gekommen zu sein, ihm die Diagnose suggerierend quasi in den Mund legen, aber nicht aussprechen ;-)
        So mache ich das immer, und meistens hat es ja auch gestimmt!

  5. Georg Löding 25. August 2022 at 14:16Antworten

    Tagtäglich atmen wir 10.000 bis 20.000 Liter Luft ein und aus. Dazu muss sich die menschliche Lunge rund 20.000 Mal bewegen, um bei jedem Atemzug etwa einen halben Liter Luft einzuatmen.

    Je nach Körpergewicht, Körpermaße und Aktivität der Person atmet ein Mensch zwischen 168 und 2.040 Kilogramm CO₂ pro Jahr aus. Der CO₂-Gehalt der Ausatemluft liegt recht konstant bei vier Volumen-Prozent (4 % = 40.000 ppm), also 40 Milliliter CO₂ pro Liter Luft.

    [Umrechnung: zweimal Einatmen = ein Liter Luft eingeatmet.
    => zweimal Ausatmen = zwei Liter Luft ausgeatmet => einmal Ausatmen = ein Liter ausgeatmet
    Luft: Stickstoff (rund 78,08 Vol.-%), Sauerstoff (rund 20,95 Vol.-%). Argon (0,93 Vol.-%), Kohlenstoffdioxid (CO₂) (0,04 Vol.-% = 400 ppm [*A]) und Spurengase.]

    Ich atme zweimal ein:
    2 Liter Luft N = 78,08 Vol.-%, O = 20,95 Vol.-%. Ar = 0,93 Vol.-%, CO₂ = 0,04 Vol.-% [=100 %];
    ich atme zweimal aus = 2 Liter Luft diesmal jedoch in einer anderen Zusammensetzung:
    N = 78,08 Vol.-%, O = 12,95 Vol.-%. Ar = 0,93 Vol.-%, CO₂ = 4,04 Vol.-% [= 96 %]

    Das heißt, ich habe 100 % Luft eingeatmet und 96 % Luft ausgeatmet, da ja 4 % der Luft „als“ Sauerstoff in meinem Organismus zurück bleiben.

    Weitere 4 % der Luft in Form von Sauerstoff haben sich durch den Stoffwechselprozess im Körper mit Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O) zu dem Stoffwechselprodukt Kohlenstoffdioxid (CO₂ = 4,04 Vol.-%) verbunden, das ausgeatmet = vom Körper ausgeschieden wird, wie es der Organismus mit allen Stoffwechselprodukten (Kot, Schweiß, Urin u.v.a.m.) so tut.

    Dieses Stoffwechselprodukt Kohlenstoffdioxid ist also ganz offensichtlich ein Abfallprodukt des Stoffwechselprozesses im Körper, mit dem der Organismus nichts anzufangen weiß und es ausscheidet. Warum das so ist, „bleibt vorläufig noch ein Mysterium (Geheimnis) der Chemie„.

    Doch es liegt klar auf der Hand, daß die Stoffwechselprodukte ganz offenbar toxisch, also giftig für den Organismus sind – vor allem in so hohen Konzentrationen wie beim CO₂ von vier Prozent = 40.000 ppm, das ausgeatmet wird.

    3: Kohlenstoffdioxid kann tödlich sein
    Konzentrationen von über 100.000 ppm rufen Bewusstlosigkeit und Zittern hervor. Werte von mehr als 250.000 ppm werden zur tödlichen Gefahr, da sich die hohen Konzentrationen im Körper entweder wie Gift verhalten oder den Sauerstoff aus der Blutbahn verdrängen.

    „*Wie viel CO2 darf in einem Raum sein?

    Danach gelten Konzentrationen unter 1000 ppm Kohlendioxid in der Raumluft als unbedenklich, Konzentrationen zwischen 1000 und 2000 ppm als auffällig und Konzentrationen über 2000 ppm als inakzeptabel.*“

    Zitat aus dem Artikel:
    Eine Frage, die sich gleich anschließt, ist ob das zunächst unbeeinträchtigt scheinende Kind nach einer längeren Anwendungszeit der Maske nicht doch auf lange Sicht unumkehrbare Gehirnschäden davonträgt. Das weiß niemand und das will offensichtlich auch niemand wissen.

    Wenn das CO₂ den Sauerstoff aus der Blutbahn verdrängen kann, dann müßte doch eigentlich klar sein, daß CO₂ auch in das Gehirn eindringt und ihm weniger Sauerstoff zur Verfügung gestellt wird, als es benötigt. Weniger Sauerstoff für das Gehirn => Neuronen sterben ab. Sterben zu viele Nervenzellen ab, führt das in jedem Fall zu unumkehrbare Gehirnschäden.

    Komme ich nun zum Tragen von „medizinischen“, bzw. FFP2-Masken.

    Wir atmen alle Luft ein und aus.
    Das Tragen einer Maske behindert sowohl das Ein- als auch das Ausatmen.
    Diese Masken verhindern jedoch das Einatmen von Viren überhaupt nicht, weil das physikalisch gar nicht möglich ist: Dazu hat die Maschenweite einer FFP2-Maske einen viel zu großen Durchmesser = 50.000 Nanometer – das C-Virus gerade mal einen Durchmesser von 100 nm – Durch eine einzige Masche passen 250.000 C-Viren bei jedem Einatmen; bei ’nur‘ 2.000 Maschen können also bereits 500.000.000 C-Viren eingeatmet werden.

    einmal Ausatmen = ein Liter ausgeatmet
    Darin befinden sich 40.000 ppm CO₂. Es wird eine Maske getragen. Das CO₂ wird zwar ausgeatmet, aber es – das ist nun einfachste Physik – staut sich vor der Maske: Die ausgeatmete Luft kann nicht vollständig entweichen. Beim nächsten Einatmen wird diese noch nicht vollständig entwichene Luft zwar verdrängt, aber eben auch nur zu einem Teil. Die Folge ist, daß von den 40.000 ppm CO₂ ein großer Teil dieses in so hohen Konzentrationen giftigen Gases wieder eingeatmet wird.

    Das mag für einen Zeitraum von 20 Minuten noch „unbedenklich“ erscheinen – aber danach ist Schluß mit lustig! Die berufliche Unfallversicherung in Deutschland hat das Tragen solcher Masken schon seit vielen Jahren auf 20 Minuten begrenzt; danach ist sie zu entsorgen und eine 15-minütige Pause zu machen, bevor man eine neue Maske für erneute 20 Minuten tragen „darf“.

    Es liegt also bereits gesetzlich seit etwa zwei Jahrzehnten ganz grundsätzlich eine Maskenunverträglichkeit vor, sonst gäbe es nämlich solche Vorschriften de Beruflichen Unfallversicherung zum Tragen von solchen Masken gar nicht. Masken zu tragen ist grundsätzlich ein Unverträglichkeit, weil sie ganz allgemein gesundheitsschädlich sind.

    Ganz besonders gesundheitsgefährdend für Kinder, weil das Lungenvolumen im Verhältnis zur Oberfläche der Lunge das pysikalisch-biologische Optimum des menschlichen Organismus erreicht hat. Kinder atmen viel mehr CO₂ wieder ein, als ein erwachsener Mensch.

    Zitat aus dem Artikel:
    Deshalb abschließend noch einmal unmissverständlich: Letztlich entscheidend für das Ausstellen einer Maskenbefreiung sind die individuellen Beschwerden, die geklagten Beeinträchtigungen sowie der individuelle Leidensdruck.

    Ich denke, daß Priv.-Doz. Dr. med. Josef Thoma damit rechtlich nicht richtig liegt.

    Entscheidend kann und darf nicht sein, ob „individuelle Beschwerden, geklagte Beeinträchtigungen sowie ein individuelle Leidensdruck“ vorliegen, sondern allein die Tatsache, daß das Tragen solcher Masken eine Gefährdung der Gesundheit eines Menschen darstellen.

    [*A] Diese Angabe ist zwar falsch, denn in der Luft befinden sich nur 0,0004 Vol.-% = 4 ppm CO₂; ich nehme den Wert zu Vereinfachung dennoch als „gegebene“ Größe, weil er in diesem Zusammenhang ’nebensächlich‘ ist.

  6. Pierre 25. August 2022 at 13:16Antworten

    Ich hatte meinen HNO-Arzt auch am relativen Anfang der ganzen „Pandemie“ gefragt, ob er mir nicht bescheinigen könne, dass ich keine Maske tragen kann.

    ER fragte mich nämlich vorher, ob ich überhaupt Luft bekäme (Starke Nasenscheidewand-Verkrümmung). Er würde annehmen, dass ich kaum Luft bekomme.

    ICH erklärte ihm, dass ich das zwar schon immer merke, aber normalerweise kein Problem darstellt und ich dran gewöhnt wäre. NUN aber mit den ständigen Masken würde ich das sehr wohl bemerken und bekomme einen sehr trockenen Hals, habe oft Pickel und Entzündungen in der Nase und ich fühle mich generell schlechter und weniger leistungsfähig insbesondere bei längerem Tragen von FFP2-Masken.
    Ob es für mich nicht ratsam wäre, die Maske wegzulassen, da es mir damit nicht gut gehe.

    Da wiederum sagte er dann, Maske ist unbedingt erforderlich. Die müsste ich auf jeden Fall tragen, „wegen Corona“ halt. Da könne er mir nichts bescheinigen.

    Aber er empfahl mir eine Nasen-OP. Damit ich besser Luft durch die Nase bekäme…

    Ich habe das abgelehnt.

  7. Frühling 25. August 2022 at 12:54Antworten

    Wer bestimmt wie krank ich mich fühle? Solange mein Verstand und mein Gefühl uneingeschränkt funktionieren ganz klar: Ich!

  8. Andreas I. 25. August 2022 at 12:34Antworten

    Hallo,
    hier (in D.) habe ich sowohl bei niedergelassenen Medizinern als auch in der hiesigen Universitätsklinik erlebt, dass glattweg ignoriert wird, wenn ich sage „ich habe Problem X“. (resultierend aus einem Unfallschaden, den man ohne Geräte oder komplizierte Untersuchungen unmittelbar sieht)
    Und das, obwohl das Problem durch Betrachtung mit dem bloßen Auge offensichtlich ist – wenn man aus dem, was man sieht, selbstständig eine Schlussfolgerung ziehen kann. Das können diese Mediziner aber nicht, die erklären mir „Nein, sie haben Problem Y.“
    So steht es wahrscheinlich im Telefonbuch.
    Also ich, der ich seit Jahren mit diesem Unfallschaden lebe und wie jeder andere 24 h am Tag in meiner Haut stecke, sage zum Mediziner „ich habe Problem X“ und der Mediziner, der mich gerade mal 5 Minuten gesehen hat (wenn es hoch kommt!), erklärt mir „Nein, sie haben Problem Y.“
    Götter in weiß.
    Die müssen es ja wissen,die haben ja Telefonbücher auswendig gelernt.

    Aber diese Überheblichkeit, die sich in der Ignoranz äußert, führt zu Fehldiagnosen und Fehldiagnosen führen zu Fehlbehandlungen.
    Aus meiner Erfahrung habe ich den Eindruck, dass man das Problem am ehesten aus dem Blickwinkel der normopathischen Gesellschaft (siehe Hans-Joachim Maaz) erfassen kann: Die Mediziner als Teil der normopathischen Gesellschaft sind eben auch mehrheitlich psychisch krank . Man könnte es milder ausdrücken, aber ich betone absichtlich, dass die Mehrheit der Mediziner psychisch krank ist, schon allein um sprachlich zu verdeutlichen, wo das Problem liegt, nämlich wer sich selber nicht helfen kann, wer selber krank ist, der kann anderen nicht helfen, der müsste erstmal sich selber helfen … so gesehen auch eine Form des Helfersyndroms.

    Und ich würde mich diesbezüglich gerne irren, aber die Berufsgruppe der Mediziner ist den Masken- und sonstigen Verordnungen, dem mRNA-Feldversuch und dem sonstigen Wahnsinn nicht als Berufsgruppe, also nicht mehrheitlich, entgegengetreten, sondern eher das Gegenteil. Es waren und sind wenige, das sieht eher nach einer Minderheit unter den Medizinern aus, die die nötige persönliche Reife für diesen Beruf haben.
    Das müsste nichtmal öffentliches Entgegentreten sein, allein wenn Hausärzte ihre Patienten über das Immunsystem aufklären würden, dann kämen ihre Patienten schon in den Konflikt, ob sie Politikern und RKI glauben sollen oder einem, ihrem, Arzt. Aber dazu müssten die Hausärzte eben Ärzte sein und nicht handelsübliche Telefonbuchauswendiglerner, selber autoritätshörig und wenns geht noch selber die „Impfung“ empfehlen … normopathische Gesellschaft.

    Dabei müsste man meinen, das gerade Mediziner schon von ihrem Fach her weniger Berührungsängste mit Tiefenpsychologie haben sollten (als der Rest der Bevölkerung), aber wenn es nicht um Patienten geht, sondern um den Mediziner selber, sich selber eingestehen zu müssen …

  9. Hollie 25. August 2022 at 11:18Antworten

    „beamteten Gesundheitswächter, Staatsanwälte und Richter, die häufig in auffälliger Art und Weise von der Angst um ihr eigenes gesundheitliches Wohlergehen umgetrieben und von blindem Vertrauen in behördliche Anordnungen, Zahlen und Messergebnisse beseelt, das Recht auf die Gefühlshoheit des einzelnen Individuums geringschätzen. “

    Wohl wahr. Angst fressen Seele auf. Heidenangst. Dagegen steht „Fürchtet euch nicht“ o. dgl. ziemlich häufig in der Bibel.

    @Tiefenschneider: Herodes hatte auch vor einem Kind Angst. Seit Jahrzehnten redet man den Menschen ein, dass Kinder nur dann keine Bedrohung darstellen, wenn sie wie auf Bestellung kommen – und gesund sind.

    Danke Hr. Thoma für die kindliche Emphatie.

    Und liebe Leute, teilt dem persönlichen Umfeld und den Entscheidern mit, dass die Kinder und Jugendlichen in Ruhe zu lassen sind. Nix mehr Tests oder Masken in den Schulen.

  10. 4714 25. August 2022 at 10:17Antworten

    Wolfgang Kubicki – Bild TV 22.6.22
    „Maskenpflicht in der Schule auf keinen Fall, nachdem wir wissen, welche katatrophalen Folgen das für Kinder hat (…)
    „Ich kann Ihnen sicher sagen, dass es Maskenpflicht in Schulen nicht geben wird“

    Umfallerpartei, freundlich ausgedrückt. Unnötig.

  11. Heiko 25. August 2022 at 10:16Antworten

    Man sollte sich einfach mal die Definition für Gesundheit der WHO anschauen. Diese stammt noch aus besseren Zeit und eröffnet ganz neue Perspektiven.
    Gesundheit wird in der Präambel zur Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 22. 7. 1946 als ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens definiert und nicht nur als Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung.

  12. Tiffany Aching 25. August 2022 at 9:52Antworten

    Zum Foto aus (so nehme ich an) Karlsruhe: ist das echt oder fake? Falls die Damen und Herren Verfassungsrichter tatsächlich Maske tragen sollten, dann allerdings wundern mich die derzeitigen Urteile überhaupt nicht mehr. Sauerstoffmangel beeinträchtigt nun mal das Gehirn und das Denken…

  13. Jens Tiefschneider 25. August 2022 at 9:09Antworten

    Wenn Kinderhasser regieren, dann kommt genau das bei raus.

    Lauterbach (SPD): Kinderhasser.
    Stark-Watzinger (FDP): Kinderhasserin.
    Giffey (SPD): Kinderhasserin.
    Lang (GRÜNE): Kinderhasserin.
    Montgomery (selbternannter Weltärztepräsident): genereller Menschenhasser.

    Die Liste könnte man unendlich fortsetzen. Empathielose Kinderhasser regieren Deutschland und in anderen europäischen Ländern sieht es nicht besser aus. Ich frage mich, woher dieser Hass auf Kinder kommt? Was haben diese unschuldigen Wesen ihnen getan?

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