John Ioannidis zum Stand der Impfungen und Covid

2. August 2022von 6,8 Minuten Lesezeit

John Ioannidis spricht in einem Interview über Impfungen, Kinderimpfungen, Masken, Long Covid und die generelle Lage der Wissenschaft in den letzten beiden Jahren. 

Er ist einer der führenden Epidemiologen der Welt und ist seit zwei Jahren weltbekannt. John Ioannidis, Professor von Stanford. Anhand des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ errechnete er schon im März 2020 die Infektionssterblichkeit ziemlich genau, etwa 0,2 %. Damals rückten das RKI und Leute wie Christian Drosten SARS-CoV-2 noch in die Nähe von SARS1.

Entsprechend scharf sprach er sich gegen radikale Maßnahmen wie „Lockdowns“ aus. Nach dem ersten – fast weltweiten – Lockdown im Frühjahr 2020 meinte er: „OK, wir haben es getan. Tut es nie wieder. Nie wieder.“

Vergangene Woche gab Ioannidis dem Wissenschaftsjournalisten und Epidemiologen Vinay Prasad ein Interview. Darin äußerte sich unter anderem zum aktuellen Stand der Impfkampagne, Masken, zur Lage der Wissenschaft und der generellen Dynamik in den letzten beiden Jahren.

Zur Impfkampagne:

„Der Funktionsmechanismus der SARS-CoV-2-Impfstoffe deutete bereits im Vorfeld darauf hin, dass diese wahrscheinlich nicht sehr wirksam sein würden, um Infektionen zu stoppen. Die rasche Entwicklung von Impfstoffen, die offensichtlich sehr wirksam das Risiko einer schweren Erkrankung verringerten, war ein erstaunlicher Erfolg und hätte eine wunderbare Gelegenheit sein können, die Macht der Wissenschaft zu demonstrieren und mehr Vertrauen in die öffentliche Gesundheit zu schaffen, die über die Jahre unter den Angriffen der Anti-Vax-Bewegung gelitten hatte.

Aber leider wurde diese Chance vertan, und zwar zu einem großen Teil dadurch, dass versucht wurde, ein überzogenes Narrativ zu verbreiten, wonach die COVID-19-Impfstoffe perfekt wären, die ideale Wunderwaffe zur Beendigung der Epidemiewellen darstellen und keinerlei Nebenwirkungen haben würden.

Zur Wirksamkeit der Impfung:

„Im Dezember 2020 hatte ich eine Arbeit geschrieben, in der ich auf der Grundlage mathematischer Modelle zeigte, dass Impfstoffe, die die Übertragung nur mäßig stoppen, wahrscheinlich sogar ihre gesamte Wirksamkeit verlieren würden, sobald die Menschen ihre Exposition wieder erhöhen. MedRxiv (ein Preprint Server, Anm.) lehnte es ab, meine Arbeit als Vorabdruck zu veröffentlichen. Mit der Begründung, es handele sich um ein sensibles Thema der öffentlichen Gesundheit. ArXiv lehnte es ebenfalls ab, meine Arbeit als Vorabdruck zu veröffentlichen: „Unsere Moderatoren haben festgestellt, dass Ihr Beitrag nicht von ausreichendem Interesse für die Aufnahme in arXiv ist. Die Moderatoren haben Ihre Einreichung nach Prüfung abgelehnt.“

Ich schickte einen Einspruch, und die Antwort war noch verblüffender: arXiv, ein Preprint-Server, bot mir an, meine Arbeit erst als Preprint zu veröffentlichen, nachdem sie in einer konventionellen, von Experten begutachteten Zeitschrift erschienen war! Ich reichte die Arbeit bei SSRN ein, und einige Monate später wurde sie in „npj Vaccines“, der Impfstoffzeitschrift von Nature, veröffentlicht.

Zu diesem Zeitpunkt waren viele Gesundheitsbehörden in vielen Ländern kopfüber in die Falle getappt und glaubten, dass Menschen, die sich impfen lassen, die Krankheiten nicht übertragen und dass Impfstoffe allein ausreichen würden, um die epidemischen Wellen zu stoppen. Die Folgen waren gravierend. In den meisten Industrieländern war die Zahl der Todesfälle trotz der Impfung im Jahr 2021 höher als im Jahr 2020.

Zur Kinderimpfung:

Wir sollten einsehen, dass sowohl der Nutzen als auch die Risiken bei Kindern sehr gering sind [..]. Ich hätte mir größere randomisierte Studien mit längerfristiger Nachbeobachtung gewünscht, einschließlich einer aktiven Überwachung möglicher unerwünschter Ereignisse.

Dennoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass die „Ereignisraten“ (event rates, Anm.) bei Kindern wahrscheinlich extrem niedrig sind und selbst bei wesentlich größeren Studien eine Restunsicherheit bestehen würde. Das bedeutet, dass man beruhigt sein kann, dass wir keine größeren, häufigen Probleme mit diesen Impfstoffen bei Kindern gesehen haben und dass wir auch einige unterstützende Surrogat-Wirksamkeitsdaten gesehen haben. Wir können den Eltern die verfügbaren Daten und die groben Risikoabschätzungen der potenziellen Toxizität vorlegen, und sie können dann entscheiden – aber wir sollten ihnen keine Zwänge auferlegen.

Natürlich sollten wir den Eltern auch sagen, was die offiziellen Empfehlungen sind. Aber das Problem ist, dass die offiziellen Empfehlungen in Ländern wie den USA, Schweden und Finnland oft voneinander abweichen.

Bezüglich jährlichen Auffrischungsimpfungen:

Ich bin der Meinung, dass öffentliche Stellen die Durchführung großer randomisierter Studien mit harten klinischen Ergebnissen für neue Impfpläne unterstützen sollten. RECOVERY und SOLIDARITY waren wunderbare Beispiele dafür, wie man effizient große adaptive Studien zu Medikamenten und „Biologics“ durchführen und innerhalb weniger Monate ziemlich zuverlässige Antworten erhalten kann. Mir ist völlig klar, dass sich die Masse der randomisierten Nachweise auf die immunologische Reaktion konzentrieren wird (dasselbe ist bei der Grippe geschehen). Das schließt jedoch nicht aus, dass einige wenige randomisierte Schlüsselstudien mit klinischen Ergebnissen durchgeführt werden. Wir könnten (angenehm oder unangenehm) überrascht werden.

Zu Masken und Kindermasken:

Ich denke, dass Masken insgesamt wirksam sind, obwohl ihre Wirksamkeit in der Praxis oft drastisch reduziert ist und gegen Null tendieren kann. Der Nutzen ist wahrscheinlich proportional zum Risiko einer schweren Erkrankung mal dem Risiko der Exposition. Bei Kindern ist das Risiko einer schweren Erkrankung am geringsten, umso mehr, als praktisch alle Kinder bereits infiziert sind. Das Expositionsrisiko kann während einer sehr aktiven Epidemiewelle beträchtlich sein, aber dann ist der Gesamtnutzen wahrscheinlich äußerst gering, wenn überhaupt. Die Menschen sollten tief durchatmen, dankbar sein, dass Kinder (im Vergleich zu anderen Altersgruppen) weitaus seltener ernsthaft betroffen sind, und sich nicht gegenseitig wegen Maskendebatten erwürgen.

Ich denke, wir sollten den Leuten sagen, was wir über die Wirksamkeit von Masken wissen und es dabei belassen. Die Entscheidung, eine Maske zu tragen oder nicht, ist zunehmend ein psychologischer Faktor. Meine Güte, ich fühle mich selbst so verwirrt durch all diese widersprüchlichen Maßnahmen. Ich besuche eine wissenschaftliche Tagung, und in den Vortragssitzungen, in denen die Leute 5 Meter voneinander entfernt sitzen, sind Masken vorgeschrieben, aber an der Rezeption, wo im Umkreis von 5 Metern 50 andere Leute sitzen und keiner eine Maske trägt, werden keine Masken verlangt.

Kürzlich veröffentlichte Ioannidis ein Paper zu Long Covid bei Kindern. Die verfügbare Evidenz dafür sei „sehr schwach. In manchen Fällen ist das schlimmer als gar keine Beweise zu haben. Wir haben eine Menge extrem schwacher Beweise. Weitere Einzelheiten finden Sie im Vorabdruck.“ Zu Long Covid selbst, sei erst kürzlich eine der bisher „besten“ Studien erschienen. Sie zeige „dass die Pathophysiologie schwer fassbar bleibt und psychologische Faktoren nicht ausgeschlossen werden können“.

Besonders bemerkenswert ist seine Einschätzung zum generellen Kräfteverhältnis während der letzten beiden Jahre:

Es waren zu viele mächtige Akteure und Interessengruppen im Spiel, die viel zu gewinnen und zu verlieren hatten. So spielten z. B. Konzerne wie Netflix, Amazon, Twitter, Meta und Mediengiganten (die oft in komplizierte Beziehungen untereinander verstrickt sind) bei diesen potenziellen Konflikten eine ebenso große oder größere Rolle als Big Pharma. Es handelte sich nicht um irgendeine Art von Verschwörung, sondern einfach darum, dass mächtige Akteure eine Menge kluger Leute haben, die für sie arbeiten, und dass diese klugen Leute Wege finden können, ihre mächtigen Interessen zu verteidigen und zu vertreten.

Die Wissenschaft und die Wissenschaftler erschienen wie winzige Ameisen in diesem Krieg der Titanen. Manchmal fühle ich mich total deprimiert darüber, wie Menschen und Organisationen mit Konflikten Narrative kreierten, die sie als Helden darstellten, während andere, die keine Konflikte hatten, verleumdet wurden, einfach weil sie den konfliktreichen Agenden im Weg standen. Vor der Pandemie haben Menschen und Organisationen mit Konflikten versucht, sich zu verstecken. Mit der Pandemie nahmen sie eine gewisse moralische Überlegenheit gegenüber denjenigen an, die keine Konflikte hatten. Menschen ohne Konflikte müssen sich jetzt verstecken. Es wird schwierig sein, den verlorenen moralischen Boden zurückzugewinnen.

Das gesamte Interview können Sie hier lesen.

Bild OSCE Parliamentary Assembly from Copenhagen, Denmark, John Ioannidis speaks at Parliamentary Web Dialogue Environmental Security Public Health Nexus 25 May 2021CC BY-SA 2.0

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Top-Medizin-Wissenschaftler John Ioannidis: Corona ist bereits endemisch

Update Berechnung der Infektionssterblichkeit von John P. A. Ioannidis

25 Kommentare

  1. PALLA Manfred 4. August 2022 at 23:27Antworten

    „VIREN sind NICHT das PROBLEM – bleiben SIE besonnen“ !!! – so Dr. WODARG seit April ‚ 20 auf seiner Site „wodarg.com“ – + + + – und jetzt ALLE mal die Symptome von „Covid“, „Grippe“, „Pollen-Allergie“ und „Schnupfen“ „googeln“ (auch beim dt. RKI) – wenn fertig, nicht lachen, aber auch nicht weinen !!! – Corona tritt bei allen Atemwegs-Infektionen mit einem Anteil bis zu 15 % auf (Diff.-Analyse) !!! – ABER die ganze PLANdemie hatte ja auch einen „anderen“ (?apokalyptischen?) Grund – siehe meinen Post weiter unten ;-)

  2. sgothelSven 3. August 2022 at 8:49Antworten

    Vielen Dank.

    Ich denke mal im Originalinterview ist es einfacher die Nuancen herauszulesen ;-)

    Wie bisher ist John sehr diplomatisch und will die Bruecken nicht abbrennen,
    Lustig wie er beschrieben hat wie keiner seine Ergebnisse haben will, gar arVix.
    Also wir John mal blockiert bis alle sich das Zeugs reingedrueckt haben,
    so beschreibt er es ja auch ein wenig.

    Nur ab und zu (Lockdowns, sehr geringe Sterblichkeit, ueberhaupt der Grippe-Vergleich, ..)
    ist er sehr eindeutig – und damit annulliert er quasi auch den Sinn von fuer Masken oder Impfung
    – zumindest den totalen Zwang.
    Ja, so manchen Olivenzweig mag ich auch nicht, gemessen der Situation.
    Er sollte mal ein wenig die Zahlen zu den SAEs durchgehen und hier fuer Klarheit schaffen.

    Nicht so einfach das alles, aber besser als nix und ich muss mich bei John bedanken.
    Ohne seine ersten Zahlen damals .. Mensch, nicht auszudenken.

  3. PETER Siegfried KRUG 2. August 2022 at 23:43Antworten

    Ich persönlich glaube nicht an den Sinn der Masken. Sondern eher, dass die Masken schädlich sind.
    Nur einmal habe ich meine Maske im Supermarkt getragen, sonst gar nicht.
    Bezüglich des Schutzes frage ich mich, wie es möglich ist, dass Viren so extrem klein sie sind und durch Stoffmasken dann nicht mehr in der Lage sein sollen, Distanzen zu überbrücken

  4. PALLA Manfred 2. August 2022 at 16:19Antworten

    „Nie wieder Lockdown“, so Ioannidis ?!? – Aber immer doch, weil „mein“ SPON-Post am „02. MAI ’20“ (!!!) lautete: – > GLOBAL-Lockdown kann jetzt abgeblasen werden, da uns „1998 OR 2“ und „2020 DM 4“ offensichtlich n i c h t getroffen haben !!! < – Dies war nämlich der SINN des EVENT „2-O-1“ im Oktober ’19 !!! – und zumindest die Chinesen sind „Mir“ gefolgt und haben die TESTEREI eingestellt und ALLES wieder n o r m a l ab da laufen lassen !!! – P.S.: – o.g. OBJEKTE mal googeln oder direkt bei „cneos“ (NASA) „studieren“ ;-)

    • PALLA Manfred 6. August 2022 at 17:14Antworten

      NACHTRAG !!! – mal > EVENT 201 < „A GLOBAL PANDEMIC EXERCISE“ (18/10/2019) an Hopkins-Uni (USA) googeln und das LOGO näher betrachten – da sieht man in der Mitte einen „Orthografischen Globus“ mit der „Zwei“ links und der „EINS“ rechts – darüber die Lettern „E V E N T“ und das Ganze „garniert“ mit zufälligen „Kleinen Punkten“ !?! – und diese „Kl. Punkte“ ähneln sehr der „BOLIDEN-Karte“ auf „cneos“ (NASA) !?! – also das „2-O-1“ deutet wohl eher auf „1998 OR 2“ hin ;-)

  5. Germann 2. August 2022 at 14:46Antworten

    Es wird sich nichts ändern und es wird höchsten noch schlimmer werden. Dieses zuviel wollen bringt alles in eine miserable schieflage.
    Nebenwirkungen werden in Kauf genommen solange nicht alle Daten und die Wahrheit der verstorbenen geimpften ans Licht geführt wird. Denn diese will man gern verbergen.

  6. Jochen Schmidt 2. August 2022 at 14:46Antworten

    Oben sagt Ioannidis, „dass Impfstoffe, die die Übertragung nur mäßig stoppen, wahrscheinlich sogar ihre gesamte Wirksamkeit verlieren würden, sobald die Menschen ihre Exposition wieder erhöhen.“

    Dazu, wie die Impfstoffe die Pandemie eben nicht beendet, sondern die „Immunflucht“ des Virus stimuliert und die Pandemie somit befeuert haben, dazu gibt es eine neue Studie:

    https://doi.org/10.1101/2022.07.19.500637

    Aus dem Inhalt: „The antigenic evolution of SARS-CoV-2 in 2021 is a byproduct of the vaccination efforts, and the vaccine design themselves (Spike centric). The boosters accelerated these changes of the virus, even more, giving all the properties once falsely ascribed to the unvaccinated.“

    Weitere Kommentare zu dieser Studie:

    __https://hiddencomplexity.substack.com/p/vaccination-shapes-evolutionary-trajectories

    __https://www.news-medical.net/news/20220726/How-has-vaccination-shaped-the-global-evolutionary-trajectory-of-SARS-CoV-2.aspx

  7. Jochen Schmidt 2. August 2022 at 14:32Antworten

    Oben im Artikel ist die Rede von einer „Infektionssterblichkeit [von SARS-CoV-2] ziemlich genau, etwa 0,2 %“.

    Hierzu nur eine Ergänzung: Gemäß offizieller Auskunft des britischen Gesundheitsministeriums (27.08.2021) beträgt die Infektions-Sterblichkeit von SARS-CoV-2 rund 0,096 %. Soweit ich weiß, war damals (27.08.2021) noch nicht die noch schwächere Omikron-Mutation des Virus vorherrschend.

  8. Franz 2. August 2022 at 14:27Antworten

    Professor Ioannidis denkt, dass Masken wirksam sind. In ein paar Wochen wird er vielleicht schon beim ORF zu sehen sein.

  9. rudi & Maria fluegl 2. August 2022 at 13:40Antworten

    Seit Salzburg und dieses und andere Interviews war mir auch vorher schon bekannt, schätze ich Herrn Ioannidis so ein, dass die von ihm erwähnten Drohungen an ihn und seine Familie, seine Aussagen stark relativieren.
    In Salzburg schon kritisierte er Impfungen nicht und seitdem muss er viel darüber gelernt haben.
    Daher halte ich die Sätze “ Es hätte eine wunderbare Möglichkeit sein können “ Und „leider wurde die Chance vertan“, das äußerste ist, was aus ihm heraus zu locken ist!
    Rudi Fluegl

    • rudi & Maria fluegl 2. August 2022 at 13:48Antworten

      Wichtig ist auch noch, dass er seine Relativierung der Gefährlichkeit dieser „Seuche“ nicht widerrufen hat, obwohl das die Angriffe auslöste!

  10. Heiko 2. August 2022 at 12:18Antworten

    Man sollte dem Kollegen ein T-Shirt schenken: „Gehören Sie zur Lösung oder sind Sie Teil des Problems?“
    Jeder, der den Covid-19-Schwindel nicht konkret als solchen benennt,handelt im Sinner seiner Protagonisten.

  11. Kurt Knurrt 2. August 2022 at 12:12Antworten

    Da meine älteste Schwester an der Pockenimpfung beinahe gestorben wäre und ihr Leben lang, deshalb eine häßlich Narbe bei ihrem rechten Oberschenkel hatte, ließ unsere Mutter uns anderen Kinder nie impfen. Da mir dass bis heute in Erinnerung blieb, war ich von Anfang an skeptisch bei der ganzen Plandemie (wurden ja schon viele Schweine (Viren) durchs Dorf getrieben) und es gibt keinen Weg, dass ich mich freiwillig impfen lasse. Jeder sollte, dass tun, was er für richtig hält. Das man bei einer Krankheit daheim bleibt, sagte mir immer mein Hausverstand.

  12. Glass Steagall Act 2. August 2022 at 12:05Antworten

    Ich möchte das mit einem sehr schönen Zitat aus einem Artikel von Christian Kreiss in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten abrunden, denn treffender kann man es nicht sagen:

    Zitat:
    „ Die Existenzberechtigung börsennotierter Konzerne besteht im Erwirtschaften ständiger hoher und langfristig steigender Gewinne.

    Das gilt auch für börsennotierte Pharmakonzerne. Sie müssen alles tun, um ständig ihre Gewinne zu maximieren. Was wäre also das Schlimmste, was gewinnmaximierenden Pharmakonzernen passieren könnte? Von Natur aus gesunde Menschen mit natürlicher Immunität ohne Angst vor Krankheit.“

  13. Peter Pan 2. August 2022 at 11:50Antworten

    Ich würde gerne mal erfahren, was Mediziner und Juristen vom Ansatz hinter dieser „Impfung“ halten, sprich dass die gefährlichen Stachelproteine des Virus per Boten-RNS im Körper der Menschen in großer Zahl in den menschlichen Zellen produziert und daran exponiert werden, mit allen Folgen für die Gesundheit der so gespritzten Menschen, um die Menschen angeblich vor genau diesen Stachelproteinen zu schützen, für den seltenen Fall einer schweren Erkrankung an COVID-19, und das per Gesetz und G-Terror erzwungen. Ich nenne das Wahnsinn und frage mich nun, ob Mediziner und Juristen das anders sehen. Und wenn nicht: Wieso das Schweigen?

  14. Limonado 2. August 2022 at 11:31Antworten

    Ja, etwas, vielleicht sogar sehr enttäuschend. Auch ich muss den Kommentaren hier zustimmen. Ich kann verstehen, dass Herr Ioannidis gezwungen ist, sich sehr zurückhaltend zu äußern, um überhaupt noch Öffentlichkeit gewährt zu bekommen. ABER: Manche Bemerkungen sind gerade zu gegenläufig und lassen vermuten, dass hier der öffentliche Druck und ja, auch verletzte Eitelkeit ihre Wirkung freisetzen.

    Zu Herrn Ioannidis möchte ich am Liebsten sagen: Es geht hier nicht um das Ansehen und die mögliche Macht der Wissenschaft – dieses im Kontext einer Probleme verursachenden „Impfung“ zu erwähnen halte ich für unangemessen. Und was ist überhaupt mit den mittlerweile zahlreichen Nebenwirkungen? Wurden die überhaupt von Herr Ioannidis erwähnt? Ich habe es schon wieder vergessen… Sehr nichtssagend, das alles…

  15. Tiffany Aching 2. August 2022 at 11:07Antworten

    »Die rasche Entwicklung von Impfstoffen, die offensichtlich sehr wirksam das Risiko einer schweren Erkrankung verringerten, war ein erstaunlicher Erfolg und hätte eine wunderbare Gelegenheit sein können, die Macht der Wissenschaft zu demonstrieren und mehr Vertrauen in die öffentliche Gesundheit zu schaffen, die über die Jahre unter den Angriffen der Anti-Vax-Bewegung gelitten hatte.«

    Fragwürdiges Statement. Die letzten 2,5 Jahre haben mich von einer Impfskeptikerin lediglich mancher Impfstoffe bzw. Massenimpfkampagnen (bspw. Masern) zu einer kompletten Impfgegnerin werden lassen. Dieser mRNA-Sch*** mag das absolute Extrem sein, aber inzwischen halte ich auch erprobtere Impfstoffe für unnötig bis gefährlich. Mittlerweile würde ich tatsächlich nie wieder irgendeinen sogenannten Impfstoff in meinen oder die Körper meiner Kinder bzw. Angehörigen spritzen lassen.

    Auch hier möchte man über seine Aussagen eher den Kopf schütteln:

    »Das bedeutet, dass man beruhigt sein kann, dass wir keine größeren, häufigen Probleme mit diesen Impfstoffen bei Kindern gesehen haben und dass wir auch einige unterstützende Surrogat-Wirksamkeitsdaten gesehen haben.«

    »Ich denke, dass Masken insgesamt wirksam sind«

    Was denkt der Mann sich nur?!

  16. Gerald Grabrucker 2. August 2022 at 11:06Antworten

    Ioannidis ist offensichtlich ein großer Impf-Befürworter – warum auch nicht? Trotzdem trifft es „Herumgeeiere“ in einem vorangehenden Kommentar ganz gut. Er muss wohl um seine Position zu behalten äußerst (fast unanständig) „diplomatisch“ sein. Auch als Impf-befürworter muss er wissen, dass der großartige Erfolg beim Verhindern schwerer Erkrankungen teilweise auch durch Weglassen der ersten Zeit herbeigetrickst ist und vor allem nur verdammt kurz anhält.
    Trotzdem ein hochinteressantes Interview wenn man versteht dass Ioannidis eben auch seine „Konflikte“ hat.

  17. MOhikaner 2. August 2022 at 10:49Antworten

    Ich schließe mich der Forums-Meinung an. Es ist auch mein Eindruck von „Schaumbremsung“. Ich „kenne“ Ioannidis seit der Schweinegrippe. Ich habe mich an seine Sprache gewöhnt und denke auch, seine Ironie zu erkennen.

    Und wenn ich den Verlauf seiner Sprache seit 2020 beurteile, dann ist sie deutlich passiver/kontrollierter geworden und enthält immer mehr Formulierungen, die nicht seinem Inneren zu entspringen scheinen sondern übernommen wirken, copy/paste.

    Auch mich „quält“ die Frage, ob ich deshalb von ihm enttäuscht sein „darf“, oder ihn doch für den offensichtlich enormen Druck bemitleiden „muss“.

    Die wissenschaftliche Essenz des Zweifelns fällt der vermeintlichen Ehrenbeleidigung der Narrativ-Spender zum Opfer.
    Da ist der Wissens-Rückschritt vorprogrammiert.

  18. Fritz Madersbacher 2. August 2022 at 10:30Antworten

    @Pierre
    2. August 2022 at 10:04
    „Ich wage zu behaupten, dass wenn Ioannidis sich zu kritisch über die Impfstoffe äußert, er dann seinen Job an den Nagel hängen kann. Dann kann er wahrscheinlich gar nichts mehr publizieren oder verliert seine Position in Stanford“
    Diesen Eindruck macht er, leider. Wenn jemand im fahrenden Zug nach rückwärts geht, bewegt er sich trotzdem noch in Fahrtrichtung. Bezüglich etlicher Passagen des Interviews möchte man ausrufen: si tacuisses, philosophus mansisses …

    • Elisabeth 2. August 2022 at 10:43Antworten

      Yup! Das denke ich auch. Der hat Angst und er ist noch nicht in Pension … er schwurbelt.

      • steffl62 2. August 2022 at 15:55

        Ich glaub, ein Mann seines Kalibers und seines Alters muss sich um seine Zukunft keine Sorgen mehr machen. Es sieht eher danach aus als würde er bedroht oder erpresst oder er ist zu einem Feigling mutiert !

  19. Peter Pan 2. August 2022 at 9:15Antworten

    MedRxiv (ein wissenschaftliches Journal, Anm.)
    Wirklich?

    die „Ereignisraten“ (event rates, Anm.)
    Warum muss Ereignisraten in Anführungszeichen gesetzt werden? Bedarf es wirklich der englischen Formulierung?

  20. Slobodan Covjek 2. August 2022 at 8:58Antworten

    Da kann ich mit Soennichsen, Bhakdi, Yeadon oder Malone mehr anfangen als mit diesem Herumgeeiere.

    • Pierre 2. August 2022 at 10:04Antworten

      Ich wage zu behaupten, dass wenn Ioannidis sich zu kritisch über die Impfstoffe äußert, er dann seinen Job an den Nagel hängen kann. Dann kann er wahrscheinlich gar nichts mehr publizieren oder verliert seine Position in Stanford.

      Trotzdem sind die Aussagen recht schwach. Die Wirksamkeit wurde mittels Auslassungen und Tricks hochgerechnet. Allein schon das Weglassen von Ergebnissen zwischen 1. Impfung und 14 Tage nach 2. Impfung ist manipulativ (erhöhte Infektionsraten, schwere Nebenwirkungen?). Das sind mehrere Wochen, innerhalb einer Infektionswelle ist das sehr lange!

      Da gäbe es viel aufzuarbeiten.

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