SPAS – spike-ausgelöste Störungen als Folge der C19-Impfungen

9. Juli 2022von 12,1 Minuten Lesezeit

SPAS – spike-ausgelöste Störungen nach Verimpfung von Covid-19 Wirk-/Impfstoffen (1) – sind für Impfgeschädigte, deren Beschwerden nicht verstanden oder nicht ernst genommen werden, bitterer Ernst. Kein Expertenbericht, auch nicht der aktuelle Corona-Evaluierungsbericht (5), bezieht dazu Stellung, obwohl die Verträglichkeit neben der Wirksamkeit oberste Priorität für die zu Impfenden besitzt und die Voraussetzung für zahlreiche nachgeschaltete Empfehlungen und Maßnahmen ist. Zweifel daran machten sich bald nach Beginn der Impfkampagne bemerkbar, blieben jedoch ungehört.

Das Spektrum der unerwünschten Reaktionen nach Verimpfung von Covid-19 Wirk-/Impfstoffen ist ungleich breiter und ungewöhnlicher als es für konventionelle Schutzimpfungen bisher bekannt war (1, 2). Ein Blick in die umfangreichen, nach Reaktionsgruppen geordneten Meldungen der EudraVigilance (Meldesystem der EMA für europäische Länder) verdeutlicht das ganze Ausmaß der Vielfalt und Schwere der Nebenwirkungen. Bis Mitte Februar 2022 umfasste dieses nach Verabreichung von Covid-19 Wirk-/Impfstoffen 1,5 Millionen Betroffene mit insgesamt ca. 3,7 Millionen Nebenwirkungen, von denen knapp 40.000 tödlich ausgingen, Tendenz weiter steigend.

Die Symptomatik bezog neben den zu erwartenden, sehr häufigen lokal und/oder allergisch/immunologisch ausgelösten Reaktionen alle wesentlichen Organsysteme, wie das periphere und zentrale Nervensystem (ca. 16-20% der gemeldeten Nebenwirkungen), das muskuloskeletale (ca. 12-14%) und das kardiovaskuläre System (ca. 2,2-3,4%), die Atemwege (ca. 4%), den Darmtrakt (ca. 7,5-9,3%), die Haut (ca. 3-5%), das Blut-und Lymphsystem (ca. 1-2,8%), das reproduktive System (ca. 1,5-4%), Sinnesorgane, Niere und Leber oder/und das endokrine System ein. Die Nebenwirkungsletalität lag zwischen 1,8% (Vaxzevria) und 4,9% (Janssen-Impfstoff). Unerwartet hoch war die Letalität in Zusammenhang mit Beschwerden des peripheren und zentralen Nervensystems (10-14%), die der nach kardialen Ereignissen (8,4-14,5%), Infektionen (ca. 8-10%) oder Atemwegsbeschwerden (10,6-13,7%) entsprach (1). Das unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Beschwerden des Nervensystems, die bislang vernachlässigt wurde.

Die in wechselnder Ausprägung quälenden Beschwerden, scheinbar psychosomatischen Charakters, hinterlassen oftmals Ratlosigkeit, zumal sie in Zusammenhang mit Impfungen bisher unbekannt waren und Aufklärungskampagnen nicht stattfinden. Sie treten meist in verschiedenen Kombinationen bei ein- und derselben Person auf, bisweilen als Cluster von Missempfindungen (Nadelstichempfindungen, Taubheitsgefühl, Kribbeln), plötzlich einsetzenden, stechenden Kopfschmerzen, Sehunschärfe, Schwindel, Lähmungen, Hauterscheinungen oder Kombinationen von Herzrhythmusstörungen, Blutdruck- und Pulsentgleisungen, Bewusstseinstrübungen, Atemnot und muskulären Funktionsstörungen, wie Zuckungen am ganzen Körper usw.. Die Produktinformationen wie auch die offiziellen Sicherheitsberichte des PEI sind diesbezüglich nicht erhellend und so wandert der Betroffene hilfesuchend von einem Uninformierten zum anderen, wechselt Notfallambulanzen oder Krankenhäuser und sucht letztlich Ratschläge bei anderen Betroffenen. Das sollte tunlichst verhindert werden und ärztlicher Aufklärung weichen.

Zugegeben, die Diagnostik und Behandlung bspw. von akuten, objektivierbaren Herz-Kreislauf-oder Atemwegsbeschwerden ist einfacher. Doch Abwiegeln oder Kleinreden, auf den ersten Blick unspezifischer oder zunächst nicht zuordnungsfähiger Beschwerden und Befunde, ist angesichts möglicher schwerer Verläufe nicht vertretbar. Anstatt die Nebenwirkungen systematisch aufzubereiten und gezielt nach den Ursachen zu forschen, wird versucht, diese zu relativieren. Dazu werden Vergleiche mit der allgemeinen Morbidität und Mortalität durchgeführt, die im Fall dieser Wirk-/Impfstoff-Injektionen nicht geeignet sind. Weshalb? Zum einen unterliegen die unsystematisch berichteten Nebenwirkungen einem erheblichen ‚under-reporting‘, verursacht durch Unkenntnis der Zusammenhänge. Hinzu kommt die bekannte Meldeträgheit. Zum anderen können mehr oder weniger unmittelbare Injektionsfolgen prinzipiell nicht mit Krankheitssymptomen einer undefinierten Mischpopulation verglichen werden, die keine Injektion erhalten hat. Historische Vergleiche (bspw. Jahresmeldungen aller Impfreaktionen) sind zwar verfügbar, doch wurden sie, bis auf eigene Recherchen (4, s. Tab. 3), nicht verwandt, weil sie ganz offensichtlich die Unverträglichkeiten der neuartigen Covid-19 Wirk-/Impfstoffe verdeutlichen. Valide Aussagen liefern nur kontrollierte prospektive Studien, die die Folgen von Wirkstoffinjektionen mit denen von Plazebo-Injektionen vergleichen. Doch davon ist, mit Ausnahme der zahlenmäßig und zeitlich begrenzten Zulassungsstudien, nichts bekannt. Deshalb kann auf die signalinduktive Beobachtungsevidenz, in Zusammenhang mit dem pathophysiologischen Wirkmechanismus, nicht verzichtet werden.

Seit Beginn der Impfkampagnen erlangten neben allgemeinen und lokalen Nebenwirkungen, die aus den Zulassungs-Studien hervorgingen, nur einige wenige gravierende unerwünschte Reaktionen, wie Thrombosen/Thrombozytopenie/Sinusvenen-Thrombosen, Myo-/Perikarditiden, das GBS, das Kapillarlecksyndrom und die transverse Myelitis sowie Parästhesien Beachtung und werden in den Produktinformationen der entsprechenden Impfstoffe als Nebenwirkungen erwähnt.

Auf die Berichte zig-tausender kardiovaskulärer Zwischenfälle (Tachykardie, Arrhythmie, Blutdruckanstieg, Embolien, Herzstillstand/Herztod, Schlaganfall, Herzversagen, Myokardinfarkt) mit plausiblem Zusammenhang zur Wirk-/Impfstoff-Verabreichung (2) fehlt bis dato dagegen jede Stellungnahme der behördlichen Sicherheitsabteilungen, der Experten (mit wenigen Ausnahmen) und der ärztlichen Verantwortungsträger. „Bei diesem Lebensalter und der Komorbidität sowie der allgemein bekannten Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind solche Ereignisse erwartbar“ – das sind die bevorzugten, „wissenschaftsbasierten“ Narrative. Gelegentlich werden akute Herz-Kreislauf-Reaktionen auch als Ausdruck einer Angstreaktion auf die spezielle Impfsituation betrachtet und in der Regel bagatellisiert. Erstaunlich ist, dass andere konventionelle Impfungen offensichtlich weniger angsteinflößend sind, denn sie entbehren dieser Nebenwirkungsspezifik!

So blockieren diese unschlagbaren Argumente die Suche nach den tatsächlichen Ursachen. Geflissentlich ignoriert wird, dass der Berichterstattung auf jeden Fall ein aufmerksamkeit-heischendes Ereignis zugrunde liegen muss, denn sonst würde sie der verbreiteten Meldeträgheit an heim fallen. Eine jüngste wissenschaftliche Publikation (6), die die Evaluierung der kardiovaskulären Verträglichkeit zweier völlig verschiedener Covid-19 Impfstoffe (Totimpfstoff und mRNA-Wirk-/Impfstoff) bei bereits Vorgeschädigten zum Ziel hatte, erfasste diese nur fragmentarisch. Die Zielkriterien wurden nicht eindeutig definiert, die Beeinflussung durch Vorbehandlung und die letal ausgegangenen Nebenwirkungen nicht untersucht und letztlich die vollständige Unkenntnis des zugrunde liegenden Pathomechanismus offenbart. Das Ergebnis – kein Hinweis auf ein gesteigertes Risiko – ist inakzeptabel.

Ein weiteres Beispiel für die Ignoranz beobachteter Nebenwirkungen sind unzählige Fallberichte muskulärer Fehlfunktionen (Spasmen, Krämpfe, Zuckungen, Schwäche, Schmerz, Lähmung, Atrophie), hunderte Fälle von Rhabdomyolyse (Muskelzerfall), tausende Fälle von Parästhesien (5-stelliger Bereich), Riech-und Geschmacksstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Aufmerksamkeits-, Gedächtnis-oder Bewusstseinsbeeinträchtigungen (1). Trotz hoher Berichtszahlen erzielten nur Parästhesien mittlerweile Erwähnung.

Von einer Bewertung, Systematisierung und Ursachensuche seitens der Sicherheitsbehörden erfuhr die Öffentlichkeit bisher nichts. Daran ändert auch die wiederholte Aufforderung zur Meldung unerwünschter Nebenwirkungen nichts, denn diese läuft ins Leere, wenn das Komplett-Spektrum an Nebenwirkungen nicht offen gelegt, auf mögliche kausale Zusammenhänge nicht hingewiesen und suggeriert wird, dass Nebenwirkungen dieser Covid-19 Wirk-/Impfstoffe vernachlässigbar sind. Die Leidtragenden sind die SPAS-Betroffenen.

Ein beunruhigendes Faktum, welches mit einer erhöhten Herz-Kreislauf-Morbidität und Mortalität in Zusammenhang stehen kann, erfuhr bisher keinerlei Beachtung oder Aufarbeitung. Seit Beginn der Impfkampagne in Deutschland (Frühjahr 2021) gingen weder die Infektionszahlen zurück (sie betrugen sogar ein Mehrfaches derer des Vorjahres ohne Impfung!), noch die Zahlen der mit/oder an Covid-19 Verstorbenen (3; 4 s. Tab. 4). Im Gegenteil, letztere stiegen innerhalb von 81 Tagen bis zum 18.3.2021 auf 44.006 (das sind ca. 59% aller bis zu diesem Datum an Covid-19-Verstorbenen).

Ein paradoxer Befund, der Signalwirkung hätte haben müssen! Doch in der Folgezeit wurde unbeirrt weiter geimpft mit dem fatalen Ergebnis, dass am 21.6.2022 bei einer zu 76% durchimmunisierten Bevölkerung die bestätigten Infektions-Fälle 123.097/Tag betrugen und die Zahl der an/oder mit Covid-19-Verstorbenen 182/Tag; ohne Impfung waren es zwei Jahre vorher während der „grassierenden Pandemie“, am 22.6.2020, lediglich 537 bestätigte Infektions-Fälle bzw. 3 Verstorbene/Tag. Einschränkend muss erwähnt werden, dass Tageszahlen (RKI) nur sehr zurückhaltend als Bewertungsgrundlage herangezogen werden können, weil sie größeren Schwankungen unterliegen als die über Tage gemittelten und weil eine Zunahme der Zahl der Testungen und die sich ändernden Eigenschaften der mutierten SARS-CoViren (Zunahme der Infektiosität bei Abnahme der Gefährlichkeit) berücksichtigt werden müsste.

Hinzu kommt der Missstand, dass trotz anhaltender Kritik die tatsächlichen Erkrankungszahlen noch immer nicht ausgewiesen werden und ein valides Impfregister mit Nachverfolgung unerwünschter Impfreaktionen und tödlichen Ausgängen nicht existiert. Eine Aufklärung der in den Zulassungsunterlagen enthaltenen Hinweise auf das potentielle Risiko einer VAED (vakzine associated enhanced disease) wurde offensichtlich nicht angestrebt und bis auf Weiteres ignoriert. Auf jeden Fall manifestieren diese, mit Unzulänglichkeiten behafteten Zahlen die Unwirksamkeit der Impfstoffe gegenüber dem ausgewiesenen Präventionsanspruch und ihre offenkundig werdenden, potentiellen Risiken. Es ist anzunehmen, dass vor diesem Hintergrund und inzwischen vorhandener Therapiealternativen die Voll-Zulassung für spike-basierte Wirk-/Impfstoffe bisher nicht erteilt wurde.

Die Ursache

Allgemein akzeptiert ist, dass sich die Covid-19-Erkrankung nicht nur auf die Atemwege beschränkt, sondern zahlreiche andere Organe einbeziehen und schädigen kann. Die SARS-Co-Viren scheinen gegenüber anderen Atemwegs-Viren gefährlicher, quasi scharf gestellt zu sein; realisiert wird dies über die Virus-Spike-Interaktion mit einem menschlichen Rezeptor-Enzym.

Präziser gesagt, die S1-Untereinheit der SARS-CoVirus-Spikes, bindet mit ihrer Rezeptorbindungsdomäne (RBD) an das Rezeptor-Enzym ACE2 des zu Infizierenden. Das ist der erste, unbedingt notwendige Schritt für die nachfolgende Aufnahme des Gesamt-Virus in die Wirtszelle, bevor es sich in dieser vermehren kann (4, 7).

Das Enzym ACE2 ist, wie man heute weiß, in fast allen Organen des Menschen vorhanden, u.a. auch in Herzmuskelzellen, Gefäßendothelien, den die Weite kleiner Blutgefäße regulierenden Perizyten und ebenfalls in den die Blutgerinnung beeinflussenden Thrombozyten. Seine physiologische Funktion besteht darin, das für die Herz-Kreislauf-Regulation äußerst wichtige Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) mit seinem Haupt-Effektor Angiotensin II zu dämpfen. Wird diese Schutz-Funktion jedoch außer Kraft gesetzt oder reduziert, dann steigt die Aktivität des RAAS bzw. von Angiotensin II und von Katecholaminen an. Deren schädliche Konsequenzen (Gefäßengstellung, Gefäß-Endothelstörungen, Durchblutungsstörungen/Gewebehypoxie, Hypertrophie von Herzmuskelzellen, Gewebefibrose, gesteigerter oxidativer Stress, Entzündungsauslösung, Gerinnungsstörungen etc.) sind seit Jahrzehnten bekannt. Blutdruckanstieg, Herzüberlastung bis hin zu plötzlichem Herztod, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Herzmuskelschädigungen, Thrombosen, Embolien, Schlaganfall, aber auch Störungen im Nervensystem, wie blitzartig einsetzende schwere Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Lähmungen, polyneuropathie-artige sowie gastrointestinale Beschwerden, Hauteffloreszenzen u.a. Störungen sind mögliche Folgen.

Vermutlich ist die Spike/ACE2/RAAS-Interaktion auch der entsprechende initiale Link zu anderen, labor-spezifischen Befunden, zu immunologischen Effekten und möglicherweise zu noch unbekannten Langzeitwirkungen.

Diese risikobehafteten Spikes wurden als antikörperauslösende Antigene für die Entwicklung der mRNA/Vektor-Wirkstoff-„Schutzimpfungen“ ausgewählt. Es verwundert deshalb nicht, dass Organeinbeziehung und Symptome des Impf-Nebenwirkungsprofils denen der Covid-19-Erkrankung stark ähneln (4). Als weitere Verursacher von Nebenwirkungen sind Zusatz-/Hilfsstoffe (z. Bsp. Nano-Lipid-Partikel, die mRNA an sich oder Adeno-Virus-Vektoren) oder Verunreinigungen des Fertigproduktes in Betracht zu ziehen.

Auf Grund meiner Analysen (1, 2, 7) besitzen spike-basierte Covid-19 Wirk-/Impfstoffe ein typisches, klassenspezifisches Nebenwirkungsprofil, welches auf der Spike/ACE2-Interaktion beruht. Daraus leitet sich die Bezeichnung SPAS – Spike-ausgelöste Störungen- ab. Es zeigte sich, dass die Spike-Produktion dabei keinesfalls auf einige wenige Tage begrenzt zu sein scheint und Symptome auch weit entfernt vom Applikationsort zu beobachten sind.

Auslösend für diese ist die Beeinträchtigung der schützenden ACE2-Funktion, die pathophysiologische Konsequenzen im RAAS generiert. Akut können diese Effekte über eine Vasokonstriktion großer und kleiner Blut-Gefäße realisiert werden; dysfunktionale und proliferative Effekte können hinzukommen. Die berichteten Herz-Kreislauf-Störungen sprechen am überzeugendsten für die Plausibilität dieser Hypothese. Ihre Akzeptanz sollte nach nunmehr 1 ½ jährigen Versuchen, ihrer Bekanntheit zum Nutzen für die Betroffenen zum Durchbruch zu verhelfen, nicht länger unterdrückt werden. Auf jeden Fall müssen die fragmentarisch formulierten Produktinformationen um diese Wirkmechanismen und Nebenwirkungen dringend ergänzt werden.

Selbstverständlich entwickelt nicht jeder der Geimpften Nebenwirkungen. Das hängt von zahlreichen individuellen Voraussetzungen ab, wovon wesentliche bisher unbekannt blieben, wie die Menge der gebildeten Antigene (Spikes), die Dauer ihrer Bildung, ihre Verteilung bzw. Abbau, der Anteil der durch Antikörper neutralisierten Spikes, das alles in Abhängigkeit vom Alter und den Vorerkrankungen und vor dem Hintergrund unterschiedlicher ACE2-Aktivität. Die ACE2-Aktivität sowie die weiterer gegenregulatorischer Enzyme (POP, PRCP) verändern sich im Lauf des Lebens und in Abhängigkeit vom Vorhandensein kardiovaskulärer Erkrankungen (8). Es wird vermutet, dass dies die Ursache für die Häufigkeit Angiotensin II-abhängiger Nebenwirkungen bei jungen Personen und bei kritisch Erkrankten sein könnte (8).

Prävention von Risiken und Behandlung Betroffener erfordert eine interdisziplinäre Diskussion und Abstimmung allgemein-gültiger Empfehlungen. Kritisch zu betrachten sind dabei insbesondere Impfungen nach bereits stattgefundenen kardiovaskulären Zwischenfällen sowie Impfungen von Herz-Kreislauf-Risiko-Patienten ohne Schutz-Therapie. Therapie-Optionen für gefäßweite-abhängige Nebenwirkungen und zum Herzschutz wären ACE-Hemmer, Angiotensin-Blocker oder andere, gefäßerweiternde Arzneimittel. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten. Bei blutgefäßweite-unabhängigen Nebenwirkungen, wie direkten neuronalen Störungen, neuro-muskulären Übertragungsstörungen oder Darmbeschwerden, kann bislang nur auf symptomatische Therapie, eventuell auf zukünftige rekombinante ACE2-Versionen gehofft werden.

Fazit

Die Spike/ACE2/RAAS-Interaktion besitzt eine Schlüsselfunktion für das Verständnis organbezogener Covid-19 Wirk-/Impfstoff-Nebenwirkungen. Ihre beunruhigende, stete Zunahme erfordert eine umfassende Aufklärung mit dem Ziel primärer Vermeidung sowie der Entwicklung von Diagnostik-und Behandlungsoptionen für SPAS-Betroffene.

Die Tatsache der defizitären präventiven Wirksamkeit und des unverhältnismäßigen Risiko-Potentials der bedingt zugelassenen, spike-basierten Wirk-/Impfstoffe kann nicht weiterhin ausgeblendet werden. Die sich deutlich abschwächende Gefährlichkeit mutierter SARS-CoV-2 und das Vorhandensein medikamentöser Alternativen geben zusätzlich Anlass, über den Stellenwert dieser Wirk-/Impfstoffe baldmöglichst grundlegend nachzudenken.

Quellen

1. Lehmann K.J.: Spike-Induced Disturbances (SPAS): An Analysis of Common Suspected Adverse Experiences Associated With Covid-19 Vaccines. I J Infectious Disea; 2022, 3(1):1- 19.  https://osf.io/q94b

2. Lehmann K.J.: Suspected cardiovascular side effects of two COVID-19 Vaccines. Journal of Biology and Today’s World 2021, Vol. 10, Issue 5, 001-006. https://osf.io/gh9u2/

3. Lehmann K: Das Impfjahr 2021 (30.11.2021); www.karla-lehmann.de; Medizin/Gesellschaft (2)

4. Lehmann K: Der Doppelcharakter Spike-exprimierender Impfstoffe – Eine Analyse der Verträglichkeit (24.3.2021); www.karla-lehmann.de; Medizin/Gesellschaft (3)

5. CORONA-EVALUIERUNGSBERICHT; https:// http://www.welt.de/politik/deutschland/article239672507/Corona-Evaluierungsbericht-Eine- Generalabrechnung-mit-der-Politik-und-dem-RKI.html

6. Ye Xuxiao,  Ma Tiantian, Blais Joseph E,  Yan Vincent K.C., Kang Wei, Chui Celine S.L. et al : Association between BNT162b2 or CoronaVac COVID-19 vaccines and major adverse cardiovascular events among individuals with cardiovascular disease Cardiovascular Research, cvac068, https://doi.org/10.1093/cvr/cvac068

7. Lehmann K: Rezeptorvermittelte Wirkungen von Spike-Proteinen und SARS-CoV-2 (8.3.2021), www.karla-lehmann.de; Medizin/Gesellschaft (3)

8. Angeli F, Reboldi G, Trapasso M, Zappa M, Spanevello and Verdeccia P: COVID-19, vaccines and defficiency of ACE2 and other angiotensinases, Closing the loop on the Spike effect“ https://doi.org/10.1016/j.ejim.2022.06.015

Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht unsere. Wir veröffentlichen sie gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser von TKP sind in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.

Dr. med. Karla Lehmann, Fachärztin für Pharmakologie und Toxikologie, www.karla-lehmann.de


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Neue Studie zeigt hohe Rate von Nebenwirkungen bei den mRNA Impfungen

Deutlicher Anstieg von Nebenwirkungen nach dritter mRNA-Injektion

Impf-Nebenwirkung sind kein Anzeichen für gute Wirkung – im Gegenteil

18 Kommentare

  1. PETER Siegfried KRUG 10. Juli 2022 at 14:13Antworten

    Die psychischen Auswirkungen des Lockdowns, der Panik -macherei, die sozialen Spaltung, des Ausschlusses aus der Arbeit und so fort wird parallel dazu noch bis in die Zukunft für uns präsent bleiben.

  2. Sal Peregrin 9. Juli 2022 at 22:59Antworten

    Hm…
    Das ist schon der zweite „kritische“ Artikel heute, der das Fehlen eines „Impfregisters“ bedauert.

    In Berlin würde man sagen:
    „Nachtigal, ick hör dir trapsen.“

    S.P.

  3. Peter Pan 9. Juli 2022 at 19:34Antworten

    Das PEI hatte bereits vor dem Spritzmitteleinsatz in Deutschland gezeigt, dass bereits sehr kleine Mengen des Protein S1 der Stachelproteine ausreichen, um große Mengen an Körperzelle zu verkleben.

    Dann ist da noch der dringende Verdacht, dass in den Stachelproteinen ein Prion enthalten ist.

    Es ist doch vollkommener Wahnsinn, dass mit dem Spritzmittel Boten-RNS im gesamten Körper über die Blut- und Lymphgefäße verteilt wird, die Körperzellen zur Produktion dieser Stachelproteine veranlassen. Als alternative Spritzmittel werden Viren zur Produktion der Stachelproteine eingesetzt bzw. Stachelproteine auf mikroskopisch kleinen Bällchen in den Körper gespritzt. Alle diese „Impfungen“ haben ein Ziel, nämlich die Verteilung des gefährlichsten Teils des Virus im gesamten Körper.

    Wann hat es das schon mal gegeben, dass vorsätzlich der gefährlichste Teil eines Virus im gesamten Körper von Menschen verteilt wird. Die Wirkung (nicht Nebenwirkung!) der Stachelproteine wurden schon zu Beginn der „Corona Pandemie“ untersucht. Sie waren somit bekannt. Man muss daher beim Spritzmitteleinsatz von Vorsatz ausgehen. Menschen werden vorsätzlich eine Gefahr ausgesetzt, um sie angeblich vor dieser Gefahr zu schützen, und das per Gesetz. Ist das nicht irre?

    Egal wo man sich in der Welt umschaut, am Ende stehen immer die „Impfung“ kombiniert mit den „Zertifikaten“ von US-amerikanischen geisteskranken Superkriminellen wie Bill Gates. Ungeachtet der lokalen Unterschiede läuft alles auf die Einführung dieser Überwachungszertifikate aus, von denen beispielsweise die Firma Thales schreibt, dass sie die technische Grundlage für ein kommendes digitales Alugeld sind. Um den Wahnsinn zu verstehen, muss man erkennen, worum es geht. Es geht darum, dass die US-amerikanischen geisteskranken Superreichen die Welt über die Währung und vollständige Überwachung kontrollieren wollen, natürlich ebenso mit Unterstüztzung durch „nützliche Idioten“ (useful idiots) beispielsweise in der EU Kommission (von der Leyen hat Bill Gates für dessen Führung gedankt) und den globalen jungen Führern des WEF, die die Regierungen unterwandert haben.

  4. Athos 9. Juli 2022 at 13:49Antworten

    „Valide Aussagen liefern nur kontrollierte prospektive Studien, die die Folgen von Wirkstoffinjektionen mit denen von Plazebo-Injektionen vergleichen. Doch davon ist, mit Ausnahme der zahlenmäßig und zeitlich begrenzten Zulassungsstudien, nichts bekannt.“

    Die Aussage stimmt nicht. Pfizer, bspw. hat in der Zulassungsstudie die Plazebo-Gruppe, nach 4 Monaten, geimpft, um behaupten zu können, daß die Nebenwirkungen in beiden „Gruppen“ ähnlich aussehen. Daher kann man solche Studie keinesfalls „plazebokontrolliert“ nennen und beide Gruppen vergleichen. Bei anderen Studien gab es oft gar keine Placebo-Gruppe.

    „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten.“

    Dieser Satz suggeriert, daß Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten untersucht wurden, aber nicht beachtet werden. Das ist leider nicht der Fall. Keine der Zulassungsstudien hat Wechselwirkungen und die Toxizität der „Impfungen“ untersucht. Es wurde geimpft, ohne, daß irgendwelche Daten erhoben wurden. Und genau die Bevölkerungsgruppen, die mehrere Erkrankungen, und daher auch mehrere Medikamente einnehmen, wurden als erste, mit großem Druck, „geimpft“.

    • KL 10. Juli 2022 at 13:59Antworten

      Die Verblindung wurde erst nach Zulassung bzw. Markteinführung geöffnet.
      In den Zulassungsstudien wurden viele Aspekte nicht untersucht. Die Frage der Wechselwirkungen habe ich auf die Interaktionen der spike-basierten Impfstoffe mit ihren Rezeptorvermittelten ACE2/RAAS-Folgen bezogen.

  5. Ralf Tillenburg 9. Juli 2022 at 11:51Antworten

    Ein sicherlich sehr guter Artikel, danke an die Autorin und wieder einmal an Herrn Dr. Mayer.

    Trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht, da auf mögliche Therapieoptionen zu wenig eingegangen wird. Auch stimme ich der Aussage, dass man über Gefäß erweiternde Therapien nur symptomatisch behandeln kann, nur teilweise zu.

    Es ist hier in Deutschland unter anderem Florian Schilling (der hier ja auch schon vorgestellt wurde) zu verdanken, der doch eine ganze Reihe von Therapiemögiichkeiten aufzählt und sich dabei auch auf einen amerikanischen Kollegen Patterson bezieht, der wohl schon viel Erfahrung in der Therapie dieser Nebenwirkungen hat.

    Man kann die Folgen durchaus schon benennen: Störungen der Blut-Hirn-Schranke, Endotheliitis (Entzündung der Gefäß-innenhaut), Autoimmunreaktionen, und vieles andere. In vielen Fällen (leider bisher kaum bei V-AIDS) sind Therapien möglich.

  6. Veron 9. Juli 2022 at 11:26Antworten

    Kaum denke ich, es ist erforscht, was passieren kann durch die Impfung, kommen schon wieder neue Erkenntnisse durch weitere Forschung. Super, dass es Menschen gibt, die diese Arbeit machen! Trotz der Gefahren durch die Mächtigen .. ..

  7. Elena 9. Juli 2022 at 11:14Antworten

    Inzwischen sind viele längst gestört. Auch ohne Impfung. Lockdowns und sinnlosen Maßnahmen haben bereits Menschen schon Krank gemacht.

    Es wird solange gesägt bis nichts mehr über bleibt.

  8. Karla Lehmann 9. Juli 2022 at 10:52Antworten

    IHR Kommentar ist leider völlig daneben. Welche anderen Krankheitserreger/Viren verursachen denn eine Downregulation des ACE2-Enzyms nach Besetzung? Dazu gibt es keinerlei Erkenntnisse, sehr wohl aber zahlreiche, die die Interaktion zwischen RBD der S1-Untereinheit der SARS-CoV-2 Spikes mit ACE2 beweisen.

  9. A. Petermann 9. Juli 2022 at 10:43Antworten

    Eine Kollegin hat seit der letzten Spritze immer noch ein Taubheitsgefühl und ist bis heute geblieben. Und ja, es wird weiter verharmlost und ignoriert. Der größte unter ihnen ist PEI. Ja, die bekannte Meldeträgheit ist nicht zu übersehen. Deutschland ist in Sachen Daten weit hinten und nicht erst seit Corona. Nur Corona macht den Ausmaß deutlicher.
    Offensichtlich sind die Politiker und Pharma nicht bewusst über das ganze Ausmaß der Schwere von Nebenwirkungen. Geschweige von der Vielfalt und erst späte Nebenwirkung. Es folgen bekanntlich immer verspätet Nebenwirkungen nach der Spritze und gern nicht im Zusammenhang mit diese fatale Spritze. Die immer und immer wieder aufgedrängt wird. Mir scheint ein gut versteckter System dahinter. Frage mich warum und wozu. Denn es wurde in Windeseile geimpft ohne Hinweise. Aufklärungskampagnen haben nicht stattgefunden. Seriös geht anders.

    • Leynad Jee 9. Juli 2022 at 11:13Antworten

      Meine Mutter hat auch die typischen neurologischen Probleme wie Taubheitsgefühle, Schwäche und Unwohlsein und kommt gerade deshalb aus dem Krankenhaus. Parkinson hat man diagnostiziert, aber glauben sollte man das nicht. Der x-te Artikel über die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist dann leider auch nicht hilfreich und es braucht wirksame Therapien, über die ich leider gar nichts lesen kann.

      • kath 10. Juli 2022 at 10:31

        Suchen Sie Ihrer Mutter einen guten Orthomolekularmediziner (findet man mittlerweile in jeder Großstadt), der ihr die Blutwerte bestimmt und alle Defizite auffüllt.
        Meine Freundin hatte auch diese Taubheitsgefühle, die auch Monate danach nicht aufhörten, sie ist in den 40ern und sonst gesund, schlank und fit. Sie bekam über mehrere Wochen hochdosiert B-Vitamine, Vitamin D3, Vitamin C-Infusionen, Magnesium und Zink. Es hat 3-4 Monate gedauert, aber ihre starken Beschwerden sind wieder weg. Sie hatte aber auch nur eine Covid-Impfung, danach war sie so klug und hat es verweigert, da sie bereits nach der ersten Spritze starke Nebenwirkungen hatte, die von selber nicht weggingen…

  10. Lars Werner (@Monadologie) 9. Juli 2022 at 10:37Antworten

    Es wurden Menschen schon für viel weniger vor Gericht gestellt. Ein wirksames Mittel gegen diese Spikes ist Aspirin.

    • Ralf Tillenburg 9. Juli 2022 at 15:42Antworten

      Wären Sie so nett, und die hierzu passende Studie zu verlinken? Vielen Dank.

  11. Annette 9. Juli 2022 at 10:30Antworten

    Ein sehr guter und informativer Artikel, vielen Dank!

    • Elisabeth 9. Juli 2022 at 10:42Antworten

      Ja, möchte mich anschließen. Was heute wieder für Kapazunder schreiben, ist einmalig. Und sue haben ganz genau recherchiert. Das ist viel Arbeit. Vielen Dank! Es ganz exquisiter Blog ist das! Das sind Helden, die fieberhaft an unserer Rettung arbeiten!

      • Jan 10. Juli 2022 at 9:51

        Sehr fundierter Artikel, vielen Dank! Man bekommt einen Eindruck, wie komplex die Materie ist.

        Aus meiner Sicht müsste man bereits bei VERDACHT auf einen kleinen TEIL dieser Mechanismen die Mittel aus dem Verkehr ziehen. Stattdessen scheinen die Mittel absichtlich ein riesiges (Neben-) Wirkungsspektrum zu haben und dann fordert man: Bringe mir für jeden Schadmechanismus einen detaillierten Beweis! Diese werden, wenn überhaupt, erst in Jahren möglich sein.

        Alternativen wurden bereits vorgeschlagen: Kleinere Betreuungsgruppen in der Pflege, frühe ambulante Pflege und Behandlung. Verbessertes Monitoring und verbesserter Austausch über Behandlungsoptionen.

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