Propaganda um Mariupol

15. März 2022von 7 Minuten Lesezeit

Die Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine wird nach der Erzählung der westlichen Mainstreammedien von der ukrainischen Armee heldenhaft verteidigt. Die bösen Russen hingegen beschießen Fluchtwege und sogar ein Kinderkrankenhaus. Diese Darstellungen sind fragwürdig. Jedenfalls verschleiern sie, wer tatsächlich die ukrainischen Truppen in Mariupol sind.

Mariupol kommt als Verbindung zwischen Donezk und der Krim große strategische Bedeutung zu. Die Stadt hat 440.000 Einwohner und ist ein wichtiges Industriezentrum am Asowschen Meer. Bis in das 19. Jahrhundert war die Stadt mehrheitlich Griechisch. Heute sprechen 90 Prozent der Einwohner Russisch, in und um Mariupol gibt es aber immer noch etwa 100.000 Griechen.

Die Stadt gehört zur Region Donezk. Nach dem nationalistischen Umsturz fanden auch in Mariupol prorussische Demonstrationen statt. Nur durch massiven Gewalteinsatz konnte die Ukraine verhindern, dass sich Mariupol der Volksrepublik Donezk anschließt. Eine zentrale Rolle spielte dabei das berüchtigte Regiment Asow.

Asow in Mariupol

Die rechtsextreme Truppe wurde im Mai 2014 unter der Schirmherrschaft des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow und unter Kommando des bekannten Neonazis Andriy Biletsky gebildet. Biletsky bekannte sich zum „Kreuzzug der weißen Nationen der Welt gegen die semitisch geführten Untermenschen“. Asow greift auf Symbole zurück, die bereits die SS verwendete.

Im Juni war der fanatische Einsatz des Asow-Bataillons wesentlich dafür, das russisch dominierte Mariupol der Herrschaft des Regimes in Kiew zu unterwerfen. Zahlreiche Kriegsverbrechen werden speziell den Asow-Einheiten vorgeworfen.

Im Sommer 2014 wurden weitere ukrainische Neonazi-Gruppen integriert, Asow zum „Sondereinsatz-Regiment“ erweitert, dem Befehl des Innenministeriums unterstellt und in die Nationalgarde eingegliedert. Die Asow-Kämpfer erhielten für ihre Drecksarbeit gegen die Bevölkerung des Donbass das doppelte Gehalt eines regulären Soldaten.

Die Ausbildung des Regiments durch das US-Pentagon und seine Bewaffnung mit Raketenwerfern sorgten 2015 für Proteste von US-Abgeordneten und dem Simon-Wiesenthal-Center. Dennoch besuchte etwa der US-Politiker John McCain eine Einheit des Asow-Regiments. Im Jahr 2017 traf sich sogar eine NATO-Delegation, darunter Offiziere aus den Vereinigten Staaten und Kanada, offiziell mit dem Asow-Regiment. Für dieses Jahr wurde von einer Truppenstärke von mehr als 2.500 Söldnern ausgegangen, darunter auch immer mehr rechtsextreme Rekruten aus dem Ausland. Im Jahr 2020 bekam schließlich der Milliardär Erik Prince, der Gründer der Privatarmee Blackwater, über verschiedene Verträge mit der Ukraine den Spielraum, um das Asow-Regiment zu beaufsichtigen.

Neue Brutkastenlüge?

Im August 1990 sollen irakische Soldaten bei der Invasion Kuwaits Frühgeborene getötet haben, indem sie diese aus ihren Brutkästen gerissen und auf dem Boden hätten sterben lassen. Das hatte eine angebliche Krankenschwester im US-Kongress berichtet wurde von US-Präsident und westlichen oftmals wiederholt und hatte wesentliche Bedeutung bei der Rechtfertigung des US-Angriffs auf den Irak. Später stellte sich die Geschichte als Erfindung der US-PR-Agentur Hill & Knowlton heraus, die von der kuwaitischen Regierung bezahlt worden war.

Nun, im Zuge der Medien-Kampagne um den Ukraine-Krieg, behauptet die Regierung in Kiew, dass Russland eine Geburtsklinik in Mariupol bombardiert, dabei 17 Schwangere verletzt und einige Zivilisten getötet habe. Bilder von mutmaßlich verletzten Schwangeren wurde verbreitet und von diversen wesentlichen Medien unkritisch wiedergegeben.

Russland hingegen sagt, das Ganze sei eine inszenierte Propaganda-Veranstaltung gewesen, die Asow-Einheiten hätten Personal und Patientinnen zuvor aus dem Spital vertrieben und es zu einem Stützpunkt umfunktioniert. Fotos, die in den Medien herumgereicht werden, zeigen „zwei evakuierte Patientinnen“ – eine auf einer Stiege gehend, die andere auf einer Bahre. Etliche Leute sind der Ansicht, dass es sich bei beiden um dieselbe Frau in unterschiedlicher Kleidung handle, nämlich um eine schwangere Beauty-Bloggerin. Außerdem würden die Videos aus dem Krankenhaus darauf hindeuten, dass es aktuell nicht mehr in Betrieb war. Auch das Verhalten anderer Personen sowie die professionelle Filmgestaltung wirkten verdächtig.

Nun ist aus der Distanz die Wahrheit schwer zu eruieren. Fakt sind aber zwei Dinge. Schon einige Tage zuvor wurde aus Charkow und anderen Städten berichtet, dass sich ukrainische Verbände in Kindergärten und Schulen verschanzten – um einen Beschuss propagandistisch auszunutzen? Und Fakt ist ebenso, dass die USA und die westlichen Mainstream-Medien schon sehr oft und besonders in Kriegszeiten mit Lügen operiert haben – vom Zwischenfall im Golf von Tonkin 1964 über die erwähnte Brutkastenlüge 1990 bis zu den angeblichen Massenvernichtungswaffen des Irak 2003. Blindes Vertrauen in die westlichen Medien können nur sehr naive oder sehr indoktrinierte Leute haben.

Bewohner als Geiseln?

Große Teile der Bevölkerung von Mariupol sind offenkundig nicht glücklich mit der Maidan-Regierung in Kiew und noch weniger mit dem berüchtigten Asow-Bataillon in ihrer Stadt. Seit fast zwei Wochen ist Mariupol nun von russischen Truppen mehr oder weniger eingekreist. Ein frontaler Eroberungsversuch blieb bislang aus, die Bewohner sind aber seit vielen Tagen ohne Wasser und Strom.

Und seit Tagen gibt es Verhandlungen über Korridore für die Zivilbevölkerung, die ebenso täglich scheitern. Von beiden Seiten wird behauptet, dass die jeweils andere die Korridore beschieße oder blockiere. In dieser Auseinandersetzung ist die ukrainische Darstellung wenig glaubhaft – aus mehreren Gründen.
Die ukrainische Regierung lehnt es kategorisch ab, dass Menschen in von Russland kontrollierte Gebiete gehen können. Etwa für Kiew wurde über elf Korridore verhandelt, wobei die dortige Regierung nur denen zugestimmt hat, die nach Westen gehen; auf russisch kontrolliertes Gebiet darf man Kiew nicht verlassen. Viele Ukrainer würden durchaus lieber zu Verwandten nach Russland gehen als in die EU. Laut dem russischen Verteidigungsministerium sollen über zwei Millionen Menschen um Evakuierung nach Russland ersucht haben, was nicht überprüfbar ist und von Kiew jedenfalls abgelehnt wird.

Im Fall von Mariupol hat Kiew verlangt, dass Busse mit Zivilisten aus Mariupol nicht auf das Gebiet der Volksrepublik Donezk kommen. Dazu kommen die Interessen des Asow-Regiments, deren Kämpfer damit rechnen müssen, dass sie sehr lange in Gefängnissen verschwinden werden, wenn sie den Russen in die Hände fallen. Sie sitzen in Mariupol in der Falle und allein die fortgesetzte Anwesenheit der Zivilbevölkerung verhindert momentan noch, dass die russische Armee die Schlinge zuzieht.

Wenn man kriminalistisch danach fragt, wer an einer Evakuierung der Zivilisten aus Mariupol interessiert ist und wer nicht, dann ist die Antwort klar. Darüber hinaus betrachten wohl zahlreiche Asow-Nazis die russischsprachigen Bewohner der Stadt ohnehin als eine Art „russische Untermenschen“, die man ohne Skrupel als Schutzschilde benutzen kann.

Hölle in Mariupol

Zahlreiche Berichte bestätigen eine dramatische Situation in der Stadt, für die ein Asow-Terrorregime verantwortlich ist. Die deutsch-russische Journalistin Alina Lipp etwa hat nur sechs Kilometer von Mariupol entfernt einzelne Bewohner getroffen, die es über Schleichwege aus der Stadt geschafft haben. Auf Telegram hat sie über erschreckende Zustände berichtet:

Seit fast zwei Wochen sitzen die Menschen in Mariupol in Kellern. Auf den Straßen schießt das Asow-Regiment auf Zivilisten. Wer die Stadt verlassen will, wird erschossen. In der Stadt ist kaum mehr ein Gebäude unbeschädigt, wobei die Menschen erzählen, dass Asow die Stadt selbst in Schutt und Asche legt, damit den Russen die strategisch wichtige Stadt nur als Trümmerfeld in die Hände fallen kann. Auf den Straßen liegen nach diesen Berichten Leichen, die niemand wegräumt, darunter auch tote Kinder.

Weitergeleitet bekam ich eine Nachricht aus der griechischen Gemeinde in Österreich: „Unsre Leute, etwa 100.000 in Mariupol und Umgebung sitzen dort fest. Können nicht raus, keine Nahrungsmittel, kein Wasser. Die Russen haben 2-3 Mal versucht, Korridore freizuhalten Richtung Russland, das ganz in der Nähe ist. Unsere Leute wurden von den Ukrainern beschossen. Somit konnten sie nicht flüchten. Zusätzlich haben die Nazi-Gruppierungen der Ukrainer rundherum Minen gelegt. Gestern ist auch das Kulturzentrum der griechischen Gemeinde zerstört worden. Der griechische Konsul sitzt ebenso dort fest. Wir können keine Hilfe hinschicken. Jede Hilfe, die gesammelt wird, geht nach Kiew und kommt bei den Minderheiten im Süden nie an.“

Die griechische Regierung schaltete sich ein und wandte sich mit der Bitte, die Evakuierung des Personals des griechischen Konsulates aus Mariupol zu erlauben, bezeichnenderweise nicht an Moskau, sondern an Kiew. In Griechenland weiß man wegen der großen griechischen Minderheit in der Region mehr über die Zustände in Mariupol.

Ein griechischer Fernsehsender sprach mit einem dort lebenden Griechen und fragte ihn, warum er die Stadt nicht verlassen würde. Seine Antwort war: „Wie soll ich es schaffen? Wenn man versucht, die Stadt zu verlassen, läuft man Gefahr, auf eine Patrouille der ukrainischen Faschisten, des Asow-Bataillons, zu stoßen. Sie würden mich töten und sind für die Zustände hier verantwortlich.“

Die ukrainische Vorgeschichte

Entnazifizierung der Ukraine?

26 Kommentare

  1. Steve Acker 17. März 2022 at 15:47Antworten

    Auf der schweizer Internetseite zeitgeschehen im fokus ist ein sehr interessantes Interview mit dem schweizer Offizier Jacques Baud.
    kann ich sehr zur Lektüre empfehlen

    • Steve Acker 17. März 2022 at 16:27Antworten

      Ergänzung zu dem Hinweis auf das Interview mit Jacques Baud.
      Er erwähnt dass die rechtsradikalen Kräfte in den ukrainischen Streitkräften bis zu 100.000 mann ausmachen(quelle reuters).
      Demnach wäre wohl Asow nur die Spitze des eisbergs.

    • Andreas I. 17. März 2022 at 19:23Antworten

      Hallo,
      die Übergänge zwischen „ein bisschen nationalistisch“ bis zu „Heil Bandera“ dürften fließend sein und darum schwer in Zahlen zu erfassen. Eine andere Frage ist, wieviel Einfluss diese Kräfte haben, denn das ist ja nicht unbedingt an der Zahl ablesbar.

  2. Eispickel 17. März 2022 at 10:34Antworten

    Hier auch so ein Video, das Fragen aufwirft: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-mittagsmagazin/ukraine-drohne-video-zivilist-erschossen-100.html

    Die ukrainische Drohne war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, um die Tötung eines Zivilisten festzuhalten. In den Erläuterungen zu dem Video hieß es, man könne die russischen Soldaten an deren weißen Armbändern erkennen (ich kann es beim besten Willen nicht, die Auflösung ist zu schlecht).

    Man sollte hier, was beide Seiten betrifft, skeptisch bleiben.

  3. Eva-Maria 17. März 2022 at 9:40Antworten

    Gute Nachrichten.
    Die Russen haben die Jamal nicht zugedreht, es war anders, sie schreiben auf novorosinform org.

    17. März 10:31
    Russland/ Frieden/ Wirtschaft/ Nachrichten
    Gazprom liefert weiterhin Gas nach Europa

    Moskau wird weiterhin Gas durch ukrainisches Territorium nach Europa transportieren, sagte Gazprom-Sprecher Sergei Kupriyanov in einem Interview mit der Presse.

    Er stellte fest, dass bis zum 17. März die Transitanträge auf 94,6 Millionen Kubikmeter gesunken seien, die Lieferungen jedoch wie gewohnt erfolgten. Russland habe Europa am vergangenen Tag mit 95 Millionen Kubikmetern Gas beliefert, schreibt TASS .

    Nach Angaben eines Vertreters der russischen Holding gab es drei Tage lang keine Bestellungen von Gazprom für die Kapazität, Kraftstoff über die Jamal-Europa-Pipeline durch Polen nach Deutschland zu pumpen.

    Aber in letzter Zeit ist Europas Nachfrage nach Gaslieferungen aus Russland aufgrund höherer Spotpreise, auch niedriger Temperaturen, Windmangel und der Eskalation des Ukraine-Konflikts deutlich gestiegen.

  4. Oskar Krempl 17. März 2022 at 4:37Antworten

    @EMS: Nein es ist keine exakte Kopie. Es hat eine starke Ähnlichkeit mit dem SPIEGELBILD des Divisionszeichen, dort ist allerdings der Längsbalken in der Mitte mit geraden Enden kürzer als die beiden an den Rändern. Davon kann sich jeder überzeugen, der etwas Nachforschung im Internet betreibt.

    Was den Artikel von Eric Angerer betrifft: Der ist hauptsächlich eine Ansammlung von Spekulationen und Verdächtigungen ohne viel wirkliche Substanz.Ein typischer Vertreter der Beiträge, die den Blog deutlich nach unten ziehen. Die Bilder aus Mariupol sprechen eine deutlich andere Sprache.

  5. Oskar Krempl 17. März 2022 at 4:17Antworten

    @Eva-Maria: Wie wäre es mal mit Antworten bei anderen Postings: Ich zitiere noch einmal aus dem tkp-Artikel „Türkei und Israel als Vermittler im Konflikt Ukraine und Russland – EU gießt Öl ins Feuer“ meine Fragen:

    Ja Sie berichten nur von einer Seite und dort auch nur mehr selektiv. Also was ist jetzt mit Marina Ovsyannikova? Ist es Ihnen zu peinlich oder warten Sie diesbezüglich noch immer auf Ihre Instruktionen? Ich halte auch die abgehörten Telefonate der russischen Soldaten an der Front für sehr aufschlussreich, wollen Sie uns nichts darüber erzählen? Dann gibt es auch noch die Interviews mit den gefangenen russischen Militärangehörigen, wo bleibt denn da Ihr „Senf“ dazu, mal ganz zu schweigen von der ukrainischen Zivilbevölkerung? Oder von der geflüchteten ukrainischen Zivilbevölkerung?
    Wie jeder lesen kann ist die Liste der möglichen Kommentare sehr lang, zu denen Ihnen außer Schweigen nichts einfällt? Ja, so etwas ist einseitig und selektiv.
    Warum wohl? Diese Frage darf sich jeder selbst beantworten.

  6. Eva-Maria 16. März 2022 at 15:36Antworten

    Selenskij darf jetzt im US Kongress Hetzansprachen auf Krieg gegen Russland machen, morgen im deutschen Bundestag, bei den Briten war er schon zu Gast.
    Die Polen drängen auf Natoangriff und ein US Journalist warnt vor einem false flag Chemiewaffenangriff in der Ukraine, weil sie Charkov verlieren, gemeint: der Westen macht einen Chemiewaffenanschlag gegen die Ukrainer und schiebt diesen den Russen in die Schuhe und sagt: es wurden rote Linien überschritten, wir müssen die Ukrainer retten und sofort angreifen. Was auch bequem möglich wäre, denn sie machen ganz zufällig derzeit NATO Manöver im Norden.

    Und JETZT dreht Putin die Jamal Gas Hauptleitung zu, gemeint die Jamal Pipeline über Weißrussland-Polen-Deutschland.
    Es ist klar, daß Putin nicht die Energie für den NATO Überfall auf die Ukraine liefern wird.

    Vielleicht erhellt die Realität eines totalen deutschen Wirtschafts- und Industriekollapses die Entscheidungsfindung im deutschen Parlament.

  7. Jens Tiefschneider 16. März 2022 at 11:34Antworten

    Und der links-grüne Gutmensch rafft nicht, dass er auch hier, wie schon zuvor bei Corona, von der Mainstream-Propaganda missbraucht und instrumentalisiert wird. Dass 73% der Ukraine-Flüchtlinge Anhänger des Nazis Selenskyj sind, schließlich haben sie ihn 2019 mit großer Mehrheit gewählt, scheint ihnen nicht bewusst zu sein? Sie heißen sie willkommen und unterstützen dadurch den Teil des Krieges, den der Westen in der Ukraine führt. Den Partisanenkrieg gegen alles, was Russisch ist.

  8. Eispickel 16. März 2022 at 10:27Antworten

    Auch ich habe mir das Material sorgfältig angesehen. Das Geburtskrankenhaus ist ein U-förmiger Komplex (Grafiken bei BBC), in der Mitte zwischen den Gebäuden gab es eine Detonation (Sprengkrater), dessen Druckwelle alle Fensterscheiben hat zerbersten lassen. Dass es nur vergleichsweise wenige getrofen hat, erscheint mir wie ein Wunder. Auf den Fotos und Videos war eindeutig zu sehen, dass sich Menschen vom oberen in das Erdgeschoss begeben haben (in den MSM war die Rede davon, dass sich das Gros des Personal und der Patienten im Untergeschoss aufhalten würde?). Auf Fotos und Videos ist ebenfalls zu sehen, dass die Trage vom West- zum Ostflügel und in umgekehrter Richtung transportiert wurde (zu viele Hindernisse auf dem Weg zu Straße?). Hier fehlt offensichtlich eine Vielzahl verifizierbarer Informationen, um das Ganze neutral auszuwerten.

  9. Eva-Maria 16. März 2022 at 10:16Antworten

    @Marcel:
    FAKT ist: Dieses Entbindungskrankenhaus wurde 3 Tage vor dem Russenangriff geräumt und von der Azov besetzt. Diese Besetzung wurde von den Russen sofort der UNO gemeldet. Im Sicherheitsrat wurde das aufgeklärt.
    Die Russen griffen also eine Azov Stellung an und keine kranken Zivilisten.
    Fakt ist: Aus diesem Krankenhaus konnte also mangels Betrieb als Krankenhaus zu dieser Zeit niemand rausgetragen worden sein, wie auf dem Foto namens:
    „Hochschwangere Marianna auf Trage wird herausgetragen“ gezeigt wird.
    Das ist damit bewiesen ein westliches Propagandabild.

    Obs irgendwo auf der Welt noch Fotos anderer Models gibt, also ob das Marianna-Model in Mehrfachverwendung tätig ist oder ob anderswo auf anderen Bildern andere Frauen gezeigt werden, hat mit diesem EINEN LÜGENBILD überhaupt nichts zu tun. Das Gerede darüber ist Ablenkung.

    Es gibt auch einen krassen Videomißbrauch:
    Man zeigt wohlweislich nicht das komplette Überwachungs-Video her, wo fliehende Zivilisten aus dem Auto geholt und von der Azov niedergeschossen werden. Man zeigt nur Einzelbilder, wo Russenpanzer den Korridor sichern für die Flüchtenden. Und dann sieht man, wie Russen die Toten wegziehen.
    Es waren 3 Parteien anwesend. Die Zivilisten, die fliehen, die Russen, die auf sie warten und die Azov, die mit Schüssen verhindert haben, daß sie fliehen.

    Es stimmt, was die Russen sagen: der Westen ist ein Imperium der Lügen.

    • Steve Acker 16. März 2022 at 23:36Antworten

      Haben Sie da eine Quelle dafür , dass die Besetzung des krankenhauses der Uno gemeldet wurde `?

    • Eva-Maria 17. März 2022 at 7:29Antworten

      https://www.voltairenet.org/article216073.html
      Zitat daraus:
      Auch die Entbindungsstation in Mariupol wurde nicht bombardiert. Sie war drei Tage zuvor evakuiert und in Kasernen des Asowschen Regiments (Neonazis) umgewandelt worden, wie damals von Russland an die UNO gemeldet.

  10. Andreas I. 16. März 2022 at 10:06Antworten

    Seit 1946 arbeitet USA in Europa mit Faschisten.
    Seit den 1970ern arbeitet USA im arabischen bis asiatischen Raum mit Dschihadisten.
    Sollten die Gerüchte stimmen, könnten in der Ukraine gerade Faschisten und Dschihadisten zusammen gegen die bösen Russen kämpfen. So wird halt Freiheit und Demokratie gemacht.

  11. federkiel 16. März 2022 at 9:37Antworten

    Propaganda um Mariupol, genau!

  12. Marcel 16. März 2022 at 7:27Antworten

    Leider total schlecht recherchiert. Mal voll der Russenpropaganda auf den Leim gegangen. Mal bei den Kollegen von Nachdenkseiten schauen. Da hat ein Leser! die Russenpropaganda hervorragend analysiert. So etwas sollte eigentlich von einem Journalisten erfolgen, vor Veröffentlichung.
    Hier der Link zu den Nachdenkseiten

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=81930

    • Andreas I. 16. März 2022 at 10:24Antworten

      Hallo,
      „Russenpropaganda … Russenpropaganda“

      1. Wenn man nur eine Seite hätte, könnte man gar nichts peilen, wenn man aber nicht nur USA-Propaganda hat, sondern auch Russenpropaganda, dann kann man abgleichen.
      2. Heutzutage sind Smartphones weltweit verbreitet und etliche Menschen in den Konfliktregionen nutzen die Kameras, so dass es für vieles Videobeweise gibt.

    • dors venabili 16. März 2022 at 13:04Antworten

      @Marcel: Wegen „leider total schlecht recherchiert“. Wie Recherche am Schreibtisch aussieht kann man dem pdf des Strafrechtlers entnehmen, welches auf den Nachdenkseiten in einem Kommentar von Albrecht Müller auf die „Leserrecherche “ angefügt ist.
      Das Fazit des Leser-Rechercheurs ist m.E. vorschnell-überheblich! Als normal „Werktätiger“ hat man in diesem Szenario keine Chance für ein abschliessendes Urteil.

  13. phase out 16. März 2022 at 3:08Antworten

    interessant auch dass sich niemand für die massiven abdauernden völkerrechtsverletzungen der ukraine zu kümmern scheint:

    nachdem diese das ottawa abkommen zur ächtung von landminen unterzeichnet haben, ist jede landmine die sie im boden versenken ein völkerrechtsbruch.

    • Andreas I. 16. März 2022 at 10:39Antworten

      Hallo,
      von anderen die Einhaltung von Recht zu fordern hat halt den klitzekleinen Haken, dass man damit das Recht anerkennt – also sich auch selber dran halten müsste.
      Und nicht nur Völkerrecht, seit 2020 ist es im Westen auch auffällig leise um Menschenrechte.

  14. Ökologe 15. März 2022 at 20:50Antworten

    Ok, 80% davon glaube ich. Das meiste ist ja überprüfbar (Kontakte Griechenland zu Kiew etc.). Und genau, das ganze Asow-Regiment hat ca. 2500 Mitglieder, es gibt jedoch ca. 14.000 militärische Verteidiger der Stadt. Ausserdem ist im ganzen Artikel Russland eigentlich nur „sozial“ tätig, kein Wörtchen vom Bombardment von Wohnhäusern etc.

    Es ist leider so zur Zeit, entweder ist man totaler Putin-Versteher oder totaler Selenskiy-Versteher. Ich kann übrigens beide Seiten nicht ausstehen. Alles Militaristen und brutale Machtmenschen. Und auch die peinliche Heldenverehrung der Ukrainer in den Mainstream-Medien und das westliche Aufrüstungsgetöse geht mir gewaltig auf den Geist.

  15. EMS 15. März 2022 at 17:43Antworten

    Nicht alle der angeblich bis zu 14000 Verteidiger der Stadt sind Asowis. Es fällt aber auf, dass heute einige 100 PKWs mit Flüchtenden durchgekommen sind, nachdem die UA-Truppen die Feuerkontrolle über das Areal verlieren und im Osten der Stadt verdrängt werden. Zur Vorgeschichte: in Mariupol gab es 2014 friedliche Antimaidan-Proteste, welche durch willkürliche Erschießungen von Zivilisten beendet wurden (Videos davon sind noch im Netz zu finden). Das sagt schon alles über den Stellenwert der Bevölkerung für die militärische Führung. Das Asow-Symbol ist eine exakte Kopie des Symbols der 2. SS Panzerdivision.

  16. Ben 15. März 2022 at 17:29Antworten

    Das Asow-Regiment ist in Deutschland leider total unbekannt. So gut wie kein Deutscher hört davon, dass Asow-Anhänger die Leitung der ukrainischen Armee übernehmen, mithin also Quasi-SS-Soldaten. Bei einem jüdischen Präsidenten lässt eine solche „staatliche“ Kampftruppe einen durchaus kritisch nachdenken. Leider findet man nur vereinzelt Informationen. Telegram hat sein Für und Wider, man muss genau auf Fake News prüfen, aber hier findet man tatsächlich einen Kanal der recht sachlich darüber informiert – nur einen: https://t.me/azovbattaliondeutsch
    Daher ein Kompliment an TKP, dass sie sich dem Thema widmen.

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