Auszeichnung für “PR-Clowns” der Wissenschaft

18. Januar 2022von 2.4 Minuten Lesezeit

Martin Moder ist der „PR-Clown“ Österreichs 2021. Er setzte sich knapp gegenüber Werner Gruber und Florian Aigner durch und erhält nun eine goldene Clown-Nase. Die Preisverleiher bitten Moder darum, diese Nase ab sofort bei jedem öffentlichen Auftritt zu tragen. Für Deutschland sicherte sich Mai Thi Leiendecker die Auszeichnung.

Von Waldo Holz*

Initiiert wurde der Award von einem Wissenschaftlerteam, das „aufgrund der gegenwärtigen Repressalien an den Österreichischen Bildungsstätten entschieden hat vorläufig anonym zu bleiben.“ Er sei die Folge der Beobachtung gewesen, dass „das mediale Geschehen rund um das Corona-Thema in einem sehr starken Maß von Personen geprägt wurde und wird, welche in keiner Weise über die fachliche Qualifikation verfügen um das Geschehen in wissenschaftlich kompetenter Weise beurteilen zu können“.

Goldene Nasen

Zum Jahreswechsel vergab das Konsortium des Golden Clown-Nasen (GCN) den Award der Goldenen Clown-Nase 2021. Um die Bevölkerung über diese „PR-Clowns“ aufzuklären, verteile man nun „Goldene Clown Nasen“. Die Analogie zum „Goldenen Brett“ sei kein Zufall.

Für 2021 wurden 6 „PR-Wissenschaftler“ nominiert: Martin Moder, Mai Thi Leiendecker, Janos Hegedüs, Nathalie Grams, Werner Gruber und Florian Aigner. Abgestimmt wurde öffentlich auf der Homepage der Goldenen Clown-Nasen. Es sei jeweils ein Preisträger aus Österreich und aus Deutschland gewählt worden. Als Kriterien schlug das Konsortium den Wählern vor, dass man sowohl „fachliche Inkompetenz“ als auch „narzisstische Selbstdarstellung“ bewerten solle. Aber auch der Schaden, der durch die Personen für die Wissenschaft entstanden ist, sollte in die Bewertung miteinfließen.

„Science Busters“ oder Clown?

In Österreich konnte sich letztlich Martin Moder, knapp vor Werner Gruber und Florian Aigner durchsetzen. Der ausschlaggebende Faktor sei „sein Studium der Molekularbiologie. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten sollte man bei ihm nämlich ein gewisses fachliches Grundwissen voraussetzen können“, schreibt das Konsortium.

In Deutschland gewann Mai Thi Leiendecker, trotz der harten Konkurrenz durch Natalie Grams. Die Kombination „von PR-Effizienz und notorischer Selbstüberschätzung“ sei entscheidend gewesen.

Von „ganzem Herzen“ gratuliere man den beiden Gewinnern. Allen anderen Nominierten gab man mit, dass sie auch im neuen Jahr höchstwahrscheinlich wieder voll im Rennen um den Award sein dürften. Dies zeichne sich angesichts der bisher gezeigten Leistungen schon deutlich ab.

Die Gewinner erhalten eine Urkunde und eine goldene Clownnase. Das Konsortium bittet die Gewinner, diese Nase auch bei allen öffentlichen Auftritten zu tragen, „um sie eindeutig als PR-Clown identifizieren zu können“.

Bild von Couleur auf Pixabay

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*Pseudonym

14 Kommentare

  1. rudi & Maria fluegl 18. Januar 2022 at 19:41Antworten

    Auschnitte eines Mails eine Beschwerde an Ö1 von uns im Jänner 2021.

    Auch daher gratulieren wir zur Auswahl!!

    „Jetzt speziell zu „Schwerkraft ist kein Bauchgefühl“ „Salzburger Nachtstudio“ Mittwoch 28.01. 2021 — unter Klängen vom hervorragendem „Zeit Ton“! Registrieren Sie bitte dieses Lob.“
    „Heute mal eine Verklärungssendung über Herrn Drosten, der die Irrsinnigkeiten bei der Mexiko-Grippe mit bewerkstelligte und nun besonders für SarsCovid2 mittels Science Atomkraftwerk-GruberAndFriends-Moder-Aigner-booster heilig gesprochen wird!“
    „Diese Sendung ist ein weitere Indiz dafür, dass unsere einst unabhängigen, aber bis auf Ö1 nie hervorragenden Medien, unter dem Druck von Leuten stehen, die vor allem das Interesse
    von antidemokratischen Institutionen bedienen.“
    „Es scheint, dass sich ein TV- affines Gebäude, wie der schiefe Turm von Pisa über das Radiokulturhaus neigt.“
    „Leute wie Moder, die übers RKI als Influenzer eingeführt, You-Tube Videos, die in der Lage sind das Fürchten zu lernen, gestalten. Und warnen, keinesfalls dort Informationen anzunehmen. Schon gar nicht von denen, die dort hingezwungen wurden, weil die journalistischen Experten für eh alles, geadelt von den Top Medien, sich gestattet haben, das so auszusuchen.
    Die Intention dazu war ev. eine andere, aber keine von den zum handelnden Thema, gestaltenden Personen nähert sich dieser wegen Ihrer Exaltiertheit, auch nur an. Das sind“ Paradespalter“
    Herr Aigner ist ein Paradebeispiel. Wir wollte ihm das wegen einer sogenannten Wissenschaftlichkeitsdiskussion an der UNI Linz, schon längst hineinreiben.“

    Und so weiter und so fort. Das waren mehrere Seiten.

    Da gleich drei der nominierten vorkommen macht es einfach zu viel Freude dies hier zu präsentieren!

  2. Simeon 18. Januar 2022 at 18:32Antworten

    Dieser Moder ist schon optisch eine Zumutung….

  3. Ruba 18. Januar 2022 at 16:11Antworten

    Klasse Idee. Bald läuft eine riesige Mehrheit mit Clowns-Naser rum. Kein Problem: Das ist dann die Neue Normalität. [Verdammt, unter der Maske sieht man das Ding nicht.] Wer keine Clowns-Nase trägt, ist verdächtig. [Verdammt, unter der Maske sieht man das Ding nicht]

  4. Tony 18. Januar 2022 at 14:11Antworten

    Humor hilft uns besser durch den Wahnsinn zu kommen. Ich musste schon 2020 lachen, als im FALTER ein Artikel über die ach so tolle und fähige Mai Thi Leiendecker zu lesen war, wo diese als grossartige „Wissenschaftsjournalistin“ verehrt wurde. Völlig kritiklos. Der Ehemann arbeitet übrigens für Merck Pharma. Und 2020 hat Mai Thi ein Video gemacht, in dem sie die 3 bekanntesten Virologen Deutschlands verglich und wer wird wohl gewonnen haben? Natürlich der heilige Christian Drosten. Der hat sich dann revanchiert und als er in einer Jury zur Wahl der besten Wissenschaftsjournalistin sass, wurde wer wohl auserwählt? Mai Thi. Das alles entbehrt ja nicht einer gewissen Komik.

  5. Hans H. 18. Januar 2022 at 13:43Antworten

    Die Goldene Clown-Nase hat sich Moder redlich verdient. Wobei man da in der Corona-Krise Dutzende andere auch auszeichnen könnte. Z.B. auch der Mathematiker Peter Markowich, der am Sonntag in ServusTV behauptete, es gebe „keinen einzigen Todesfall durch Myokarditis in Folge der Impfung. Die wenigen Fälle bei jungen Männern heilen nach 2-3 Tagen locker wieder aus.

    • Tony 18. Januar 2022 at 14:13Antworten

      Wenn du etwas über Herzmuskelerkrankungen wissen willst, frag den Mathematiker.

  6. andi pi 18. Januar 2022 at 12:44Antworten

    herrlich! :-)
    ich hab ja von dieser gwup-schwurblerpartie vom „goldenen brett vor dem kopf“ schon von beginn an (aufgrund der dämonisierung des von mir sehr geschätzten erich von däniken) nichts gehalten. und denen auch mal geschrieben, sie sollten sich mal selber für den preis nominieren. dass sie letztens sucharit bhakdi mit ihrem negativpreis „ausgezeichnet“ haben, war für mich ein weiterer geistiger tiefpunkt. umso schöner, dass es nun diese gegenaktion gibt und der herr moder zum zug gekommen ist. hat er sich sehr verdient, wie ich finde :-)

  7. Jens Tiefschneider 18. Januar 2022 at 12:32Antworten

    In Deutschland bekam das Denunzianten-Portal Volksverpetzer den Augsburger Medienpreis. Die Philanthropen dieser Welt wissen schon, wen sie schmieren, damit sie weiterhin ihre „Wohltaten“ übers Volk ausschütten können.

    • Hanna 18. Januar 2022 at 20:21Antworten

      »… den Augsburger Medienpreis« –

      Gesponsert von der Augsburger Puppenkiste, dem berühmten Marionettentheater – das würde für die Volksverpetzer ja teuflisch gut passen …

  8. Andrea 18. Januar 2022 at 12:32Antworten

    Großartige Idee. Diesen PR-Süchtigen den Spiegel vorzuhalten und sie mit der Wahrheit zu konfrontieren, hilft vielleicht, dass die unfreiwilligen Wettbewerbsteilnehmer und -innen erkennen, dass sie entlarvt wurden, sie nicht mehr ernst genommen werden und sie sich nur noch lächerlich machen, wenn sie sich nicht endlich zurückziehen.

  9. suedtiroler 18. Januar 2022 at 12:23Antworten

    „Science Buster“ ist eigentlich recht zutreffend.
    „to bust“ bedeutet nämlich auch „kaputt machen“ ;)

  10. Abi 18. Januar 2022 at 12:19Antworten

    „Leidendecker“ war aber ein Freudscher, oder?

    • Uschi_22 18. Januar 2022 at 15:43Antworten

      Ich finde die Parodie auf unsere westlichen Systeme sehr gelungen.

      Schon vor März 2020 lebten wir mit einer Inflation von „Awards“, teilweise für Nichts, sonst stünden wir jetzt etwas besser da.

      Es schwappte über den Atlantischen Teich zu uns.

    • pantau 19. Januar 2022 at 4:14Antworten

      @Uschi
      Das politisch-ideologisch motivierte Preiseverleihen ist eine Spezialität kommunistischer (vulgo östlicher) Systeme, nicht westlicher. Es ist möglicherweise von dort in den Westen geschwappt.

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