Abnehmende Impfbereitschaft in den USA

In den USA wurden 93 Millionen oder etwas mehr als ein Viertel mit zwei Dosen geimpft. 138 Millionen oder 42 Prozent haben eine Dosis erhalten. Berichte aus praktisch der gesamten USA zeigen, dass das Impftempo stark zurück geht und vorhandene Impfstoffe keine Oberarme mehr finden.

Ziemlich typisch für die Situation in den USA sind zwei Berichte aus Iowa und Kansas.

Das Des Moines Register aus Iowa berichtet, dass Beamte fast 22.000 Dosen von COVID-19 Impfstoffen, die von der Bundesregierung bereitgestellt werden, wegen der schwindenden Interesse abgelehnt haben. Laut dem am Samstag veröffentlichten Bericht, wurde auf die Lieferung von 18.300 Moderna Dosen der 34.300 vom Staat bestellten Dosen verzichtet Sie lehnten auch etwa 3.510 Pfizer Dosen von den 46.800 ab, die sie ursprünglich erwartet hatten.

Zusammen mit mehreren anderen Staaten, sehen wir eine Verlangsamung der Impfstoff Verabreichung, aber wir arbeiten mit unseren lokalen Partnern und Gemeindebehörden, um festzustellen, wo zusätzliche Ausbildung benötigt wird und  um ein Verständnis für die Bedürfnisse der einzelnen Countys zu gewinnen“, so Sarah Ekstrand, eine Sprecherin des staatlichen Gesundheitsamtes, so der Des Moines Register.

Fast 55% von Erwachsenen in Iowa haben mindestens eine Dosis des Impfstoffs erhalten und mehr als 40% wurden vollständig geimpft, so die zuständige Behörde. Aber die Nachfrage hat seit dem Anstieg Anfang April abgenommen, nachdem der Staat Impfungen für alle ab 16 Jahren angeboten hat. Während der Woche vom 5. April, wurde ein Rekord von 50.862 Impfungen an einem einzigen Tag erzielt, aber in der nächsten Woche sank die höchste Tagessumme auf 36.206 und letzte Woche war es nur mehr 28.914.

Und Kansas

Wie AP News berichtet haben vorige Woche 62 von Kansas 105 Countys ihre wöchentlichen Zuteilungen von Impfstoffen abgelehnt. Ein Sprecher der Gouverneurin Laura Kelly sagte, dass viele Kansans zögern sich impfen zu lassen, nachdem es einen stetigen Rückgang der Zahl der neuen Infektionen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle im Staat gegeben hat.

Beamte des Staates planen eine Kampagne um Menschen, die gleichgültig sind oder zögern, zu ermutigen sich impfen zu lassen. Außerdem ist geplant, die Impfstoffverteilung verstärkt auf jüngere Menschen auszurichten.

Die Gesundheitsdirektorin von Barton County, Karen Winkelman, sagte, dass sie plant, von Massenimpfungen wegzugehen und mehr private Ärzte und Apotheken zu nutzen, die engere Beziehungen zu ihren Patienten haben. Der Bezirk bietet jetzt auch Impfungen ohne Termin an.

Aber Winkelman sagte, sie werde den Leuten nicht die Arme verdrehen, damit sie geimpft werden. Ich würde die Zahl gerne höher sehen, aber ich kann auch die Entscheidungen der Leute respektieren.“

Iowa hat Maskenzwang und alle anderen Maßnahmen bereits Anfang Februar aufgehoben, Kansas erst Ende März. Die Staaten die die Einschränkungen aufgehoben haben sind wesentlich besser dran als solche wie etwa Michigan, die noch immer Lockdowns und Maskenzwang haben.

Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

Alle aktuellen News im TKP Telegram Channel

Unterstütze unabhängigen Journalismus mit einer Spende via PayPal Bereits 24 US-Bundesstaaten ohne Maskenzwang und 12 mit Verbot vom Impfpass


Maskenzwang führt zu mehr Infektionen zeigen die Vergleiche von US-Bundesstaaten

Floridas Gouverneur kritisiert Digitalindustrie wegen Zensur

USA: weitere Bundesstaaten beenden Maßnahmen, Erklärungsnotstand für andere

Florida vs Kalifornien: keine Auswirkung von Lockdown und strikten Maßnahmen

4 Kommentare zu „Abnehmende Impfbereitschaft in den USA

  1. Hierzu passt auch ein Artikel der auf reason.com erschien laut dem rund 8% der US-Geimpften auf den zweiten Schuss verzichten. Aus verschiedensten Gründen.

  2. Österreich geht einen anderen Weg…

    Servus Nachrichten vom 20.04.2021 berichtete, dass es schon Anfang Mai zu wenig Impfwillige für den vorhandenen Impfstoff gegen würde.

    Von leitenden Angestellten in Firmen und Lehrervertretern hört man jetzt schon, dass sie massivem Druck von oben ausgesetzt sind nach unten weiterzugeben, dass das Unternehmen aus den verschiedensten Gründen „wünscht“, dass sich alle impfen lassen.

    27.04.2021, https://orf.at/#/stories/3210735/ Supermärkte wollen Mitte/Ende Mai Beschäftigte impfen

  3. Versucht man jetzt schon, sich gegenseitig die Impfwilligen auszuspannen?

    https://tirol.orf.at/stories/3101035/ Ärger bei Ärzten wegen Impfeinladung
    Das Land Tirol sieht sich wegen einer Impfeinladung mit Kritik der Ärztekammer konfrontiert. Das Land hatte in einem Rundmail über den Start neuer Impfstraßen informiert. Die Folge dieser „Abwerbung“ der Impfwilligen habe bei niedergelassenen Ärzten für Verunsicherung gesorgt…

Kommentar verfassen