Rückkehr der Normalität in Madrid mit offenen Bars dank Herdenimmunität?

In Madrid ist so ziemlich Normalität eingezogen. Bars und Restaurants sind offen, die Menschen gehen aus und treffen einander. In Madrid wurden bei einer Antikörperstudie im Frühjahr 10 Prozent positiv getestet. Im Herbst kam es zu einem neuerlichen kurzem Ausbruch, aber nun fallen alle Zahlen inklusive der Hospitalisierungen und Todesfälle. Offenbar ist nun doch Herdenimmunität erreicht.

Wenn sich Infektionen ausbreiten muss es irgendwann zur Herdenimmunität kommen. In einer Studie im Frühjahr fand man in Madrid bei 10 Prozent der Probanden Antikörper. Da nicht bei jeder Infektion Antikörper entstehen, insbesondere nicht bei solchen, die ohne Symptome bleiben, und sie nach milden Verläufen auch rasch verschwinden, erfassen Antikörperstudien bei weitem nicht alle infiziert gewesenen Personen. In Stockholm zeigten sich in einer Studie bei rund 3 mal so vielen Personen T-Zellen wie solche, die nur Antikörper hatten.

Man kann also davon ausgehen, dass in Madrid auf jeden Fall mehr als 10 Prozent und möglicherweise sogar bis zu 30 Prozent der Bevölkerung infiziert war und daher jetzt immun ist. Durch die neuerliche Infektionswelle nun im Herbst könnten ohne weiteres genug Personen infiziert gewesen sein um Herdenimmunität erreicht zu haben.

Offenbar rätseln Medien, was genau passiert ist. So schreibt die Welt erstaunt: „Medien sprechen von einem Wunder, Forscher staunen und finden keine richtige Erklärung für das Phänomen: Im einstigen Corona-Epizentrum Madrid gehen die Zahlen rapide runter, obwohl Bars und Restaurants voll sind.“

Manche vermuten, dass es die Ablöse des PCR-Tests durch den schnelleren Antigentest sei. Allerdings verhindert der keine Ansteckung und heilt keine Krankheit. Madrid hatte 5 Millionen von diesen Tests gekauft und sehr viel und rasch getestet. „Das war eine richtige Entscheidung. Damit kann man ansteckende Fälle einfacher, billiger und schneller diagnostizieren. Man kann Infizierte also auch früher isolieren“, erklärt Miguel Ángel Royo, Sprecher des spanischen Epidemiologenverbandes.

Es ist wirklich erstaunlich wie auch unter Experten noch viele wie gebannt auf Maßnahmen wie Kontaktverfolgung, Einsperren und Maske tragen starren, aber die Möglichkeit der Herdenimmunität nicht sehen wollen. Ende September hatte Madrid noch 813 Infektionen pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen. Wenn das echte Infektionen waren und es noch eine Dunkelziffer mit dem meist genannten Faktor 10 gab, dann haben sich jetzt nochmals 10 bis 20 Prozent infiziert, was eben mit den Infektionen des Frühjahrs ausreicht um den Rückgang von Infektionen, Hospitalisierungen und Todesfällen zu erklären. Das scheint übrigens nicht nur in Madrid der Fall zu sein.

Eine Dunkelziffer mit Faktor 10 der bestätigten Fälle wird von der US-Seuchenbehörde CDC für die USA angenommen und weltweit geht die WHO sogar von einer Dunkelziffer mit Faktor 20 aus.

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