Forscher, die moderne Satellitenradartechnik (SAR) einsetzen, behaupten, unter dem Plateau von Gizeh eine gewaltige, uralte unterirdische Struktur entdeckt zu haben, die sich über 1200 Meter in die Tiefe erstreckt. Die Pyramiden seien keine Grabstätten, sondern lediglich oberirdische Bestandteile eines weitaus größeren Komplexes mit einem Alter von 18.000 bis 20.000 Jahren.
Die Behauptungen stützen sich auf eine eigens entwickelte Technik, die Oberflächenvibrationen auswertet, um unterirdische Strukturen zu modellieren, ohne dabei in den Boden einzudringen. Während die Forscher Übereinstimmungen über mehrere Satellitensysteme hinweg geltend machen, bestreiten etablierte Experten wie Dr. Zahi Hawass vehement, dass die Technologie in der Lage sei, bis in solche Tiefen zu scannen.
Worum es geht
Ein italienisches Forschungsteam um Filippo Biondi will mittels Synthetic Aperture Radar (SAR) eine gigantische unterirdische Anlage unter dem Gizeh-Plateau entdeckt haben:
- Spiralförmige Säulen von rund 65 Fuß Durchmesser
- Tiefe bis zu ca. 1.200 Meter
- Kubische Kammern von je etwa 35 Meter Kantenlänge
- Ein Netz aus Schächten und horizontalen Korridoren
Biondi datiert das Ganze auf 18.000 bis 20.000 Jahre und verknüpft es mit dem ägyptischen „Zep Tepi“ – der mythischen „Ersten Zeit“. so ein Artikel in Natural News, 07.10.2026
Die Technik – und warum sie umstritten ist
Der entscheidende Punkt: Biondis Methode durchdringt den Boden nicht. Sie liest Mikrovibrationen an der Oberfläche und rekonstruiert daraus per tomographischer Inversion das Untergrundbild.
„Wir dringen nirgendwo ein. Wir nehmen lediglich die Entropie auf, die sich auf der Erdoberfläche befindet.“
Es ist keine Durchleuchtung mit Radar, sondern eine Interpretation von Oberflächenphänomenen, Reflexionen und Vibrationen. Genau hier beginnt der Streit.
Die zugrunde liegende Arbeit wurde in MDPI Remote Sensing publiziert:
Hier das Abstract:
Ein Problem des Synthetic-Aperture-Radars (SAR) besteht darin, dass aufgrund der geringen Durchdringungsfähigkeit elektromagnetischer Wellen in festen Körpern die Beobachtung des Inneren verteilter Ziele nicht möglich ist. Unter diesen Bedingungen erfolgt die Bildgebung ausschließlich an der Oberfläche verteilter Ziele. Die vorliegende Arbeit beschreibt ein Bildgebungsverfahren, das auf der Analyse von Mikrobewegungen an der Khnum-Khufu-Pyramide basiert, die in der Regel durch seismische Hintergrundwellen erzeugt werden. Die erzielten Ergebnisse erweisen sich als sehr vielversprechend, da eine hochauflösende, vollständige 3D-tomografische Abbildung des Inneren und des Untergrunds der Pyramide erreicht wurde. Die Cheops-Pyramide wird im Bereich der Mikrobewegungen transparent. Auf der Grundlage dieser Neuheit haben wir innere Objekte vollständig rekonstruiert und dabei Strukturen beobachtet und vermessen, die zuvor noch nie entdeckt worden waren. Die experimentellen Ergebnisse wurden durch die Auswertung einer Reihe von SAR-Bildern des italienischen Satellitensystems COSMO-SkyMed der zweiten Generation ermittelt, wodurch die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Methode nachgewiesen wurde.
Biondi betont, er habe die Ergebnisse sechs Monate zurückgehalten und zunächst selbst für Artefakte gehalten – bis mehrere Satellitensysteme (COSMO-SkyMed, Capella Space) konsistente Resultate lieferten.
Das ist das Muster, das wir bei kritischen Veröffentlichungen, die dem „Konsens“ widersprechen, gerade in den letzten Jahren sehr häufig beobachten konnten: Ein Forscher veröffentlicht, zögert, prüft, veröffentlicht dann – und wird sofort von der etablierten Institution abgeschossen.
Die Gegenfront – und ihre Struktur
Gegen die Befunde steht praktisch geschlossen das ägyptische Establishment:
- Dr. Zahi Hawass, Ex-Antikenminister: „Jeder Wissenschaftler, der sich mit tomografischem Radar auskennt, weiß, dass dessen Reichweite nur etwa 60 Fuß beträgt. Ihre Theorie ist völlig falsch..“ (Ahram Online)
- Prof. Lawrence Conyers (Denver): Radarwellen würden sich im Boden abschwächen, solche Tiefen seien unmöglich (AFP Fact Check)
- Dr. Sarah Parcak: „„SAR-Daten können nicht durch Gestein hindurchsehen, Punkt.“ (National Geographic)
- Yasser Al-Shayeb (Kairo): Die Geologie des Plateaus sei „wohl bekannt und sorgfältig dokumentiert“ (Ahram Online)
Interessant sind dabei drei Dinge:
- Hawass war jahrzehntelang selbst Gatekeeper – wer in Gizeh forschen wollte, kam an ihm nicht vorbei. Das ist keine neutrale Expertenmeinung, das ist institutionelle Macht.
- Die Argumentation ist technisch (Radar dringt nur 2 Meter tief) – aber Biondi behauptet ja gerade nicht, dass Radar tief dringt. Hier wird aneinander vorbeigeredet.
- Kein Permit – das ist das eigentliche Argument: Wer nicht ins System eingebunden ist, bekommt keine Grabungserlaubnis. Punkt.
Die eigentliche Frage: Wer darf Wissen kontrollieren?
Die etablierte Archäologie sagt im Kern: Es gibt keine Daten, weil es keine Grabung gibt, und es gibt keine Grabung, weil kein Permit, und es gibt kein Permit, weil die Daten nicht anerkannt sind. Das ist ein geschlossener Kreis. Ein Zirkelschluss, der jede unabhängige Untersuchung von vornherein ausschließt.
Biondi verlangt genau das Gegenteil: keine neue Grabung, sondern das Freilegen bereits bekannter, blockierter Schächte per Roboter-Drohnen – ein Projekt für rund 20 Millionen Dollar.
„Wir wollen Maschinen einsetzen, keine Menschen.“
Das ist das vernünftigste Angebot der ganzen Debatte: minimal invasiv, überprüfbar, günstig. Wer das ablehnt, muss erklären, warum.
Die unbequeme Frage
Wenn die Mainstream-Position so wasserdicht wäre, warum dann der totale Abwehrreflex?
- Kein Peer-Review wird moniert – obwohl die Kernarbeit in einer begutachteten Fachzeitschrift erschienen ist.
- Keine unabhängige Verifikation wird verlangt – obwohl Biondi genau diese ausdrücklich begrüßt.
- Keine Daten – obwohl Rohdaten von US- und italienischen Satelliten stammen.
Man muss nicht an eine 20.000 Jahre alte Hochkultur glauben, um zu sehen: Hier wird nicht widerlegt, hier wird abgewehrt.
Und wie bei so vielen Themen gilt: Wer die Deutungshoheit über die Vergangenheit hat, hat auch Macht über die Gegenwart. Die Frage, was unter Gizeh liegt, ist letztlich dieselbe Frage wie überall – wem gehört die Wahrheit, und wer darf sie überprüfen?
Was fehlt – und was man tun kann
Es gibt natürlich Schwachstellen:
- Die Rekonstruktionen wirken stark interpretativ – Kuben und Spiralen aus Vibrationsdaten sind ein weiter Weg.
- Der Grundwasserspiegel in Gizeh liegt nur wenige Dutzend Meter unter der Oberfläche. Strukturen in 1.200 Metern Tiefe wären permanent geflutet.
- Die Datierung auf 18.000–20.000 Jahre steht völlig isoliert da, ohne archäologischen Anker.
Aber: Das sind Argumente für mehr Untersuchung, nicht für weniger.
Der einzig seriöse Weg vorwärts ist der, den Biondi selbst vorschlägt:
- Rohdaten offenlegen – für unabhängige Replikation
- Bekannte Schächte freilegen – per Roboter, minimal invasiv
- Ergebnisse veröffentlichen – egal wie sie ausfallen
Wer davor Angst hat, hat ein Interesse. Wer es fordert, will wissen, was stimmt.
Fazit
Ob unter Gizeh eine Stadt, eine Maschine oder nichts liegt – wir wissen es nicht. Und genau das ist der Skandal. Nicht die Behauptung, sondern die Tatsache, dass seit Jahrzehnten niemand es überprüfen darf.
Die Institutionen sagen: Vertraut uns, es ist nichts da. Die Forscher sagen: Dann schaut doch nach.
Das ist offenbar ein verbreitetes Muster bei so alten Bauten und vor allem dann, wenn sie unterirdisch sind. Man braucht nicht nach Ägypten zu gehen, um solche Erfahrungen zu machen. es reicht die alte Residenzstadt der Habsburger Klosterneuburg in der Nähe von Wien. Sie ist unterhöhlt von Gängen, Bädern und weiträumigen Gewölben.

Bild: Unterwelt Österreich
Und Teile davon sind sehr alt. Eine Bericht darüber weiß:
Das Besondere ist die Datierung eines Steinringes bei einem Einstiegsschacht ins Erdinnere, die von WissenschaftlerInnen der Lomonosov-Universität in Moskau auf weit über 8.500 Jahre zurück festgelegt wurde.“
Der Politik passt das nicht, von denen die Führungen veranstalten und Forschungen betreiben und privat finanzieren, wie die der renommierten Lomonosov-Universität, klagen das von Stadt- und Landespolitik nur der Wunsch nach versiegeln und zuschütten kommt.
Bild: Berthold Werner, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
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1 Kommentar
Das Problem sind beschränkte Forschungsmittel. Je mehr in Rüstung und Konflikte investiert werden muss, desto weniger bleibt für Forschung und Archäologie übrig. Und Oligarchen investieren nur mit ihren „gemeinnützigen“ Organisationen, wenn es Profit verspricht. Also wird natürlich vehement versucht, die beschränkten Mittel für konventionelle Archäologie einzusetzen. Zweistellige Millionenbeträge aufgrund einer Hypothese, die so unwahrscheinlich ist, das wäre etwas für Musk, aber der will ja die Erde lieber verlassen, als sie zu erforschen. Und die Steuerzahler in Ägypten haben bestimmt andere Sorgen.
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