„Die Witwenstraße“: Auftakt zur besten Art der Aufklärung und des Widerstands

11. Mai 2026von 3,9 Minuten Lesezeit

Elektromagnetische Strahlung ist kein Thema im Mainstream. Menschen, die auf diese Strahlung sensibel reagieren, existieren für die Öffentlichkeit nicht. Die Betroffenen selbst wissen ihr Leiden nicht einzuordnen. Das ändert sich gerade. Eine weitere Dokumentation von Klaus Scheidsteger vermittelt komplexe Inhalte verständlich, kurzweilig und menschlich.

Die Stille während der Vorführung der neuen Dokumentation von Klaus Scheidsteger war vollkommen. Scheidsteger hat sein Publikum emotional abgeholt. Die vom schweizerischen Verein WIR organisierte Premiere war ein Erfolg, der Burgsaal mit 450 Plätzen in der Stadtmitte von Thun war voll.

Die Dokumentation hat den provokanten Titel „Die Witwenstraße“. Der Titel soll auf eine stille, allgegenwärtige Gefahr aufmerksam machen, auf ein Experiment. Die Beamtendeutsch-Wortakrobatik „Es sind keine Schäden durch Mobilfunkstrahlung bekannt“ steht für „Wir haben keine Ahnung, ob es Schäden gibt“. Wir sind das, die das herausfinden sollen, so ähnlich wie mit der modRNA.

Der Titel ist allerdings keine reine Marketing-Maßnahme. Nach dem Tod ihres Mannes, Dr. Roger Krout, gebrauchte seine Witwe Dr. Monika Krout den Begriff „Witwenstraße“. Mehrere Auffälligkeiten in der Nähe eines 5G-Sendemastes im Ort, in dem die Familie lebte, lösten eine Studie aus und wurden zur 30minütigen Dokumentation.

Das Ziel ist, Millionen zu erreichen. Denn die Mobilfunktechnologie wurde eingeführt, ohne dass sich die Verantwortlichen mit der Frage befasst haben: Was passiert, wenn die filigrane elektromagnetische Balance, die all Leben ausmacht, durch Mobilfunk gestört wird? Jedenfalls lebt Bill Gates in einer Mobilfunk-Wüste.

Quelle

Zusammengefasst ist die Rechts- und Faktenlage vorsichtig ausgedrückt bedenklich:

  • Es gibt keinen Staatsauftrag zum 5G-Ausbau. Die Netzbetreiber handeln auf Basis von gesetzlichen Auflagen (Frequenzvergabe mit Versorgungspflichten). Solange die Grenzwerte nicht überschritten sind, ist der Staat rechtssicher.
  • Die Behauptung, 5G sei unbedenklich, basiert auf dem Fehlen nachgewiesener schädlicher Effekte unterhalb der Grenzwerte, nicht auf dem Vorliegen von Beweisen für die Sicherheit. Kritische Studien, die nicht-thermische Effekte belegen, werden systematisch ignoriert und totgeschwiegen; ihre Betreiber leben gefährlich.
  • Da keine umfassenden Langzeitstudien vorliegen und die Bevölkerung keine informierte Einwilligung leisten kann, ist der flächendeckende Ausbau ein Massenexperiment am Menschen. 
  • Die staatliche Rolle beschränkt sich auf die Regulierung und Überwachung der bestehenden Grenzwerte. Dies ist keine Vorsorge, sondern Förderung des Experiments unter Missachtung wissenschaftlicher Bedenken.
  • Die geltenden Grenzwerte basieren ausschließlich auf thermischen Effekten (Gewebeerwärmung) und vernachlässigen nicht-thermische Wirkungen (z. B. oxidativer Stress, Zellveränderungen). Der Vergleich mit der Erwärmung einer Kartoffel im Mikrowellenherd, ist nichts weit hergeholt.

Die Studie, die ihren Anfang in der „Witwenstraße“ nahm, trägt den Namen ATHEM (Athermische Effekte elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich) und befasst sich mit den nicht-thermischen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlen auf unsere Gesundheit.

Die mittlerweile drei Studienabschnitte – ATHEM 1 bis 3 – befassen sich mit Zellreaktionen, oxidativem Stress, DNA-Schäden, Chromosomenveränderungen, möglichen Effekte auf das Nervensystem, Herzratenvariabilität, kognitiven Funktionen, Schlafqualität, Konzentrationsstörungen, Umweltexposition und vielem mehr. Die wichtigsten Erkenntnisse sind in der „Witwenstraße“ präsentiert.

Das Projekt beruht auf einer Synergie zwischen Kunst, Wissenschaft, Medien und Grassroot-Bewegung. Und es wird jeden von uns brauchen, um die Arbeit der Menschen hinter ATHEM bekannt zu machen, um Ergebnisse dieser Arbeit dazu zu nutzen, Nein zu sagen.

Wer sind die Menschen hinter dem Projekt? Einige von Ihnen waren bei der Premiere dabei. Die kurzen Gespräche gewähren Berührung mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten und machen die Synergie sichtbar. Zu dieser gehört sicherlich auch TKP. „Der beste Artikel, den wir je von einem Medium bekommen haben“ schreibt der Präsident des schweizerischen Vereins WIR Christian Oesch in Bezug auf den TKP-Artikel „Das ‚digitale Dilemma‘: Wie Mobilfunkstrahlung unsere DNA beschädigt“.

Menschen, die die Mauer des Schweigens durchbrechen:

Prof. Dr. Wilhelm Mosgöller zu Elektromagnetischer Strahlung

„Die Witwenstraße“, Begegnungen nach der Premiere: Klaus Scheidsteger

Nach der Premiere: Dr.-Ing. Moldan

Nach der Premiere: Christian Oesch

Nach der Premiere: Daniel Laubscher

Nach der Premieere: Prof. Dr. Maximilian Moser

Die wichtigsten Erkenntnisse und Studien zum 5G-Mobilfunk sind in diesem TKP-Buch zusammengefasst:

5G Freqenzen: Und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit Informationen und Studienergebnisse 2. Auflage

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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9 Kommentare

  1. K Kaefer 20. Mai 2026 um 12:02 Uhr - Antworten

    Gute Einführungswebsite zum Thema „EMF“
    https://emfacademy.com

    Ein GQ EMF-390 Schätzeisen sollte in keinem Haushalt fehlen. Ein Augenöffner was in und wie hoch Störstrahlung von sich gibt und wo man sich dann am besten (nicht) aufhält.

    tkp hat schon viel geschrieben. Suchbegriff z.B. „Strahlung“

  2. Elias O. 12. Mai 2026 um 1:46 Uhr - Antworten

    Noch ein sehr erhellender Artikel zum Thema:

    https://www.diagnose-funk.org/download.php?field=filename&id=312&class=NewsDownload

  3. Elias O. 12. Mai 2026 um 1:36 Uhr - Antworten

    Gute Infos zum Thema auch bei diagnosefunk!

    https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&newsid=1702

  4. Elias O. 12. Mai 2026 um 1:16 Uhr - Antworten

    Etwa 2017-2021 hatte ich mich intensiv mit 5G beschäftigt, versucht, Widerstand zu leisten und andere Menschen aufzuklären. Damals begann der große Ausbau von 5G, der speziell im ersten Lockdown 2020 stark vorangetrieben wurde – zu einer Zeit, als alles andere stand und zusperren musste. Aber die 5G Installateure durften, mussten arbeiten – genauso wie auch damals Militärtransporte durch das neutrale Österreich rollten – für die Nato Übung Defender 2020 – wo schon mal Truppen und Gerätschaft stationiert wurden, damit der Krieg dann bald anfangen konnte …. (Transporte mit eigenen Augen gesehen.)
    Was mir damals auffiel, als ich mich mit 5G auseinandersetzte: wenn ich in Msinstream Medien Artikel zu diesem Thema kommentierte – waren sofort Trolle da, die auf unterstem Niveau und mit Penetranz meine Inhalte und Person verzerrten, lächerlich machten und logen, daß sich die Balken bogen. Da muss man schon einiges an Geld ausgeben, um solche Trolle zu bezahlen …. Es waren Kommunikationen wie mit Narzißten – alles wurde verdreht, lächerlich gemacht, heftigst verbal geschossen.
    Damals war ein Vorstandsmitglied der ICNIRP (die Organisation, die die Grenzwerte für Mobilfunk festlegt) gleichzeitig auch im Vorstand oder hohen Position in der Mobilfunkindustrie. Sehr praktisch. In etwa so, wie wenn der Vorstand eines Pharmaunternehmens gleichzeitig eine leitende Position im Gesundheitsamt oder in der Ärztekammer hat. Ich habe den Namen vergessen, kann man sicher recherchieren.
    5G wird in erster Linie zur Überwachung der Bevölkerung installiert. Gesichtserkennung etc. Es war/ist Teil der militärisch coronalen Operationen, genauso wie die tausenden Überwachungssatelliten, die unseren Himmel versauen.
    Einmal verteilte ich Flugblätter auf der Strasse zur Aufklärung über 5G und kam mit Menschen ins Gespräch …. kaum jemand interessierte sich dafür – viele sagten: man kann ja eh nix machen.
    Vor über 20 Jahren erzählte mir ein Gehirnchirurg vom SMZ Ost Wien, dass er bei den Operationen hinterm (meist rechtem) Ohr in der Gehirnmasse verändertes Gewebe vorfinde – und das führte er auf Handystrahlung zurück (er hatte die Erfahrung vor und nach Einführung des Mobilfunk.
    Ich selbst bin aus der Stadt aufs Land gezogen, da mich die Strahlung in der Stadt extrem belastet hat – meide nun die Stadt sehr. Selten bin ich dort – letztens seit Ewigkeiten wieder mal 3h in Graz gewesen und bekam ärgstes Kopfweh, ganz spezielles, wo ich sofort merke, daß es mein Hirn grillt.

  5. Jurgen 11. Mai 2026 um 14:14 Uhr - Antworten

    Übersicht von HCFricke.com zu EMF, eigentlich ist seit der US Navy Studie von 1971 (Z. R. Glaser et al.) alles klar…
    Link hierzu: https://hcfricke.com/2019/03/20/emf-18-us-navy-studie-von-1971-z-r-glaser-alles-schon-lange-bekannt/

  6. K Kaefer 11. Mai 2026 um 13:39 Uhr - Antworten

    Das Interview der Autorin mit Herrn Scheidsteger ist absolut sehenswert. Das kommt einem inzwischen doch s o bekannt vor. Immer der gleiche Ablauf, schon fast langweilig.
    Der Besuch der französischen phonegate dot org Website ist aufschlussreich, selbst Samsung und Apple (mit dem iphone 12) zu Strafen verurteilt da sie bewusst die SAR-Werte manipuliert haben. Auch wenn die Strafen mehr Symbolcharakter haben.
    Und Brüssel mauert in bester Tradition – Industrieinteressen gehen eben vor.

  7. Gabriele 11. Mai 2026 um 12:37 Uhr - Antworten

    In A ist hier als Erstes zu fragen, warum etwa die ÖBB (Bahn) 5 G-Antennen „auf ihrem Grund“ aufstellen darf, wo immer sie will. Etwa entlang der Gleisstrecke in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern – wogegen angeblich auch die betreffende Gemeinde nichts machen kann. Begründung ist dann z. B., dass da sonst ein „Funkloch“ wäre – man stelle sich vor, es hätte jemand im Zug eine Minute lang kein Internet!“
    Wer geht dagegen vor? Anwohner müssen es sich gefallen lassen, krank zu werden – andere sind natürlich überglücklich, dass ihr Rasenmäherroboter oder das 5 G-Handy und Streaming so toll und verlässlich funktioniert. Idiotie pur für die Digitalschafe – Schaden für die (noch) halbwegs gesunden Gehirne.

    • K Kaefer 11. Mai 2026 um 12:47 Uhr - Antworten

      In den USA laufen mehrere Prozesse zum Thema Aufstellen von Mobilfunkmasten, an machen Schulen hat man sie wieder wegbekommen bzw. die Errichtung verhindert. CHD ist da sehr aktiv und hat ihre Juristen darauf angesetzt. Die Schädlichkeit ist inzwischen hinreichend nachgewiesen, jetzt braucht es nur noch Aktionen.

      • Gabriele 11. Mai 2026 um 12:56 Uhr

        Ja, ich weiß – hier im „Operettenstaat“ noch undenkbar. Sie stehen häufig auf Schuldächern und man gibt sogar an mit der guten „Anbindung“. In jedem Hotel kriegt man sie reingewürgt von wegen „Komfort“, sie sind überall. Fragt man Leute, ob sie wissen, warum sie z. B. schlecht schlafen oder ständig Kopfweh haben…in 9 von 10 Fällen Ahnungslosigkeit pur, eigentlich auch gleichgültig.
        „Kann ma halt nix machen…ich spür aber eh nix.“ Typisch gelernter Österreicher halt…

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