Alternative Route auf der anderen Seite der Straße von Hormus

4. April 2026von 1,9 Minuten Lesezeit

TKP berichtete, dass die Straße von Hormus NICHT gesperrt wurde für den allgemeinen Schiffsverkehr und erklärte vor zwei Tagen, dass ein omanischer Tanker versuchte, eine alternative Route gegenüber der Küste des Iran zu befahren, um die Sperrung durch den Iran zu umgehen. Hier das Ergebnis:

2. April (Donnerstag): Der Tanker (zusammen mit den beiden beladenen VLCCs Habrut und Dhalkut, ebenfalls omanisch betrieben) startete die Transit. Die Schiffe schalteten kurz vor der Musandam-Halbinsel (Oman) das AIS ab und folgten der südlichen, omanischen Küstenroute, um die iranisch dominierte nördliche Passage zu vermeiden. Allerdings war anzunehmen, dass der Iran die Schiffe beobachtete.

3. April (Freitag): Das Schiff tauchte wieder im AIS auf, befand sich sicher vor der Küste von Muscat (Oman) und änderte das Ziel auf den omanischen LNG-Terminal Qalhat (bzw. Muscat-Region). Mitsui O.S.K. Lines bestätigte offiziell die sichere Durchfahrt – es war der erste Japan-beteiligte und erste LNG-Tanker seit Kriegsbeginn.

Heute (4. April): Alle drei Schiffe (einschließlich Sohar LNG) sind laut aktuellen Berichten und Tracking-Daten (z. B. Kpler, Pole Star, MarineTraffic) sicher in omanischen Häfen angekommen bzw. liegen vor Anker. Es gab keine Zwischenfälle, Angriffe oder Probleme. Die Transit gilt als wichtiger Test und möglicher Game-Changer für den Schiffsverkehr, da sie zeigt, dass die südliche Oman-Route (innerhalb omanischer Territorialgewässer) doch funktioniert.

Der Tanker hatte ursprünglich (laut früheren Tracking-Meldungen) eine Ankunft um den 4. April erwartet, erreichte das Ziel aber bereits am 3. April. Die Aktion wurde von Oman und teilweise Japan/Frankreich (auch andere Schiffe wie ein CMA-CGM-Containerschiff folgten) als friedliche, koordinierte Durchfahrt dargestellt. Iran und Oman arbeiten parallel an einem Überwachungsprotokoll für den Hormus-Verkehr, aber diese Schiffe haben die neue südliche Route genutzt, ohne die iranische „Genehmigungs“-Route zu nehmen.

Damit ist noch einmal unterstrichen, dass die Straße von Hormus NICHT blockiert wurde, sondern dass sie unter der Kontrolle der souveränen Anrainerstaaten steht. Dies wird auch unterstrichen durch die Aussage des Irans, dass „Oman und Iran“ zukünftig ihre Wasserwege kontrollieren werden und dafür Gebühren erheben können.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.


Die Nato steckt im Hormus-Dilemma

Hormus-Theater: Krieg oder inszenierter Energie-Reset?

Warum der Angriffskrieg gegen den Iran schief ging

5 Kommentare

  1. maxstirner 5. April 2026 um 7:29 Uhr - Antworten

    Ist der Autor nicht dieser Israelfan?

  2. Jochen Mitschka 4. April 2026 um 15:00 Uhr - Antworten

    Das wird die Zukunft sein. Zwei verschiedene Schiffartswege, jede kontrolliert und mit Maut belegt durch das entsprechende Land. Die „internationale Autobahn“ ist hinfällig geworden. Die internationalen Regeln hatten nicht funktioniert, weil z.B. die USA den Verträgen gar nicht beigetreten waren, trotzdem von ihnen profitieren wollten, sich auf sie beriefen. Daher ist diese Entwicklung logisch.

    • Der alte Marxist 4. April 2026 um 16:38 Uhr - Antworten

      Die Frage ist nur, welche Länder das Recht haben werden, Maut zu kassieren. Nach Lage der Dinge können es nur Iran und Oman sein. Sicher keine Lakaien des US-Imperiums wie UAE (oder was davon übrig bleibt).

    • Der alte Marxist 4. April 2026 um 16:44 Uhr - Antworten

      Und das sicher nur in Form eines Vertrages, bei dem keine Seite die andere übervorteilen kann, also die Einnahmen geteilt werden.

  3. Der alte Marxist 4. April 2026 um 14:17 Uhr - Antworten

    Oman ist aber ein Sonderfall. Erstens hat sich der Oman betont zurückgehalten in der aktuellen Auseinandersetzung (wie schon bei früheren Vorkommnissen) und, zweitens, sehr klar gesagt, dass der Iran nicht für den Krieg verantwortlich ist. Der Iran hat sogar Oman als befreundetes Land bezeichnet und offenbar nicht angegriffen. Außerdem machte der Iran sogar den Vorschlag, dass Oman und Iran gemeinsam die Straße von Hormuz kontrollieren bzw. einen gesetzlichen Rahmen dafür ausarbeiten könnten. Es wäre also völlig absurd, Schiffe des Oman anzugreifen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge