
Alternative Route auf der anderen Seite der Straße von Hormus
TKP berichtete, dass die Straße von Hormus NICHT gesperrt wurde für den allgemeinen Schiffsverkehr und erklärte vor zwei Tagen, dass ein omanischer Tanker versuchte, eine alternative Route gegenüber der Küste des Iran zu befahren, um die Sperrung durch den Iran zu umgehen. Hier das Ergebnis:
2. April (Donnerstag): Der Tanker (zusammen mit den beiden beladenen VLCCs Habrut und Dhalkut, ebenfalls omanisch betrieben) startete die Transit. Die Schiffe schalteten kurz vor der Musandam-Halbinsel (Oman) das AIS ab und folgten der südlichen, omanischen Küstenroute, um die iranisch dominierte nördliche Passage zu vermeiden. Allerdings war anzunehmen, dass der Iran die Schiffe beobachtete.
Heute (4. April): Alle drei Schiffe (einschließlich Sohar LNG) sind laut aktuellen Berichten und Tracking-Daten (z. B. Kpler, Pole Star, MarineTraffic) sicher in omanischen Häfen angekommen bzw. liegen vor Anker. Es gab keine Zwischenfälle, Angriffe oder Probleme. Die Transit gilt als wichtiger Test und möglicher Game-Changer für den Schiffsverkehr, da sie zeigt, dass die südliche Oman-Route (innerhalb omanischer Territorialgewässer) doch funktioniert.
Damit ist noch einmal unterstrichen, dass die Straße von Hormus NICHT blockiert wurde, sondern dass sie unter der Kontrolle der souveränen Anrainerstaaten steht. Dies wird auch unterstrichen durch die Aussage des Irans, dass „Oman und Iran“ zukünftig ihre Wasserwege kontrollieren werden und dafür Gebühren erheben können.
Ist der Autor nicht dieser Israelfan?
Das wird die Zukunft sein. Zwei verschiedene Schiffartswege, jede kontrolliert und mit Maut belegt durch das entsprechende Land. Die „internationale Autobahn“ ist hinfällig geworden. Die internationalen Regeln hatten nicht funktioniert, weil z.B. die USA den Verträgen gar nicht beigetreten waren, trotzdem von ihnen profitieren wollten, sich auf sie beriefen. Daher ist diese Entwicklung logisch.
Die Frage ist nur, welche Länder das Recht haben werden, Maut zu kassieren. Nach Lage der Dinge können es nur Iran und Oman sein. Sicher keine Lakaien des US-Imperiums wie UAE (oder was davon übrig bleibt).
Und das sicher nur in Form eines Vertrages, bei dem keine Seite die andere übervorteilen kann, also die Einnahmen geteilt werden.
Oman ist aber ein Sonderfall. Erstens hat sich der Oman betont zurückgehalten in der aktuellen Auseinandersetzung (wie schon bei früheren Vorkommnissen) und, zweitens, sehr klar gesagt, dass der Iran nicht für den Krieg verantwortlich ist. Der Iran hat sogar Oman als befreundetes Land bezeichnet und offenbar nicht angegriffen. Außerdem machte der Iran sogar den Vorschlag, dass Oman und Iran gemeinsam die Straße von Hormuz kontrollieren bzw. einen gesetzlichen Rahmen dafür ausarbeiten könnten. Es wäre also völlig absurd, Schiffe des Oman anzugreifen.